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Mitarbeiterförderung: Schwächen von Angestellten managen

Ständig auf den Schwächen der Mitarbeiter herumzuhacken, macht die Situation selten besser. Mit einer gezielten Mitarbeiterförderung hingegen helfen Sie Ihren Angestellten dabei, Mängel zu beheben. Wir verraten Ihnen, wie Sie dabei am besten vorgehen.
Mitarbeiterförderung: Schwächen von Angestellten managen Zu einer guten Mitarbeiterförderung gehört, die Schwächen der Mitarbeiter zu erkennen und zu managen. (© 2016 Stokkete/Shutterstock)

Mitarbeiterförderung: Schwächen nicht ignorieren

Kollege Z. ist ein Rechengenie, Herrn M. bereitet hingegen sogar die Addition Kopfzerbrechen. Jeder Mitarbeiter hat seine Stärken und Schwächen. Ihr Job als Chef ist es, Aufgaben an das geeignete Personal zu delegieren. Mitarbeiterförderung bedeutet also, dass Sie die Stärken Ihrer Angestellten kennen und fokussieren.

Die Schwächen sollten Sie allerdings keineswegs ignorieren. Denn unter Umständen können Sie Ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, ihre Lücken zu schließen und sie so mit der Zeit in komplexere Geschäftsprozesse einbinden. Das ist vor allem auch dann sinnvoll, wenn Kollegen unter den Mankos eines anderen leiden, etwa weil sie die Fehlleistungen durch Mehrarbeit ausgleichen müssen.

Welche Ursachen liegen zugrunde?

Der Weg zur Besserung beginnt mit einer Ursachenforschung. Finden Sie heraus, warum manche Mitarbeiter Aufgaben mühselig oder schlichtweg falsch erledigen. Hierfür kommen verschiedene Gründe infrage:

  • Ursache 1: fehlende Kenntnisse: Viele Schwächen ergeben sich aus einem Mangel an Wissen. Wer beispielsweise den Führerschein machen will, muss wissen, wie man Auto fährt, und die Straßenordnungen kennen.
  • Ursache 2: Fertigkeiten fehlen: Das Wissen allein reicht allerdings nicht immer aus. So bedarf es häufig auch praktischer Erfahrung, um seine Aufgaben zufriedenstellend zu erfüllen.
  • Ursache 3: mangelnde Motivation: Auch talentierte Mitarbeiter erledigen ihren Job manchmal nur mittelmäßig, weil sie nicht motiviert sind. Für ein gutes Arbeitsergebnis ist also ebenso der Wille des Beschäftigten essenziell.
  • Ursache 4: fehlende persönliche Eignung: Manche Eigenschaften sind in der Persönlichkeit verankert und lassen sich auch mit intensivem Training nur schwer verändern. Dazu gehört beispielsweise, ob eine Person gerne kommunikativ ist oder sich mit Zahlen beschäftigt.

Welche Maßnahmen Sie ergreifen können

Je nach Ursache können Sie zur Mitarbeiterförderung verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Schwächen eines Angestellten zu managen.

Ursache 1: Eine Schwäche, die sich aus mangelnden Kenntnissen ergibt, lässt sich im Grunde einfach beheben. Entweder Ihr Angestellter kümmert sich selbst darum, die Wissenslücke zu schließen, oder er lässt sich beispielsweise von erfahreneren Kollegen schulen. Wichtig: Machen Sie deutlich, warum die Wissenserweiterung notwendig ist und warum Ihr Mitarbeiter selbst davon profitiert.

Ursache 2: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, heißt es im Volksmund. Das stimmt, denn wer seine Komfortzone nicht verlässt, dem bleiben unter Umständen seine eigenen Talente verborgen. Spornen Sie Ihre Mitarbeiter daher dazu an, Neues auszuprobieren, wie zum Beispiel eine Präsentation zu halten oder ein neues Programm zu bedienen. Übung hilft außerdem bekanntlich, sich zu verbessern.

Ursache 3: Mit einfachen Motivationssprüchen kommen Sie nicht weit. Vielmehr muss bei dem Mitarbeiter ein Umdenken stattfinden. Das gelingt in der Regel aber nur, wenn sich der Unmotivierte von der Tätigkeit eine Belohnung verspricht oder die negativen Konsequenzen erkennt, wenn er sein Verhalten nicht verändert.

Zeigt Ihr Mitarbeiter beispielsweise Desinteresse an neuen Tätigkeiten, obwohl er gute Anlagen mitbringt, verdeutlichen Sie ihm, wie er von dem Wissensausbau profitiert. Führen Sie ihm aber auch vor Augen, mit welchen negativen Konsequenzen er rechnen muss, wenn er sich querstellt.

Ursache 4: Seien Sie realistisch. Nicht jeder Mitarbeiter bringt alle benötigten Kompetenzen mit, die Sie sich von ihm erhoffen. Während einer über viele analytische Stärken verfügt, ist ein anderer besonders gut in der Umsetzung der Aufgaben. Aus der Persönlichkeit resultierende Schwächen gleichen Sie am besten aus, indem Sie Mitarbeiter so einsetzen, dass die Aufgaben zu ihnen passen. Denn: Aufgaben auszutauschen ist einfacher, als Menschen zu verändern.

Weiterführende Links:

  • Wie Mitarbeiterförderung richtig funktioniert, lesen Sie außerdem auf "Impulse.de".
  • Extrinsische und intrinsische Motivation: Was ist eigentlich der Unterschied?
  • Zur Mitarbeiterförderung braucht es manchmal nur gute Teamplayer und Grünpflanzen im Büro. Welche Faktoren die Arbeitsmotivation beeinflussen, hat eine Studie von Manpower untersucht.
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Ständig auf den Schwächen der Mitarbeiter herumzuhacken, macht die Situation selten besser. Mit einer gezielten Mitarbeiterförderung hingegen helfen Sie Ihren Angestellten dabei, Mängel zu beheben. Wir verraten Ihnen, wie Sie dabei am besten vorgehen.
Mitarbeiterförderung: Schwächen von Angestellten managen Zu einer guten Mitarbeiterförderung gehört, die Schwächen der Mitarbeiter zu erkennen und zu managen. (© 2016 Stokkete/Shutterstock)

Mitarbeiterförderung: Schwächen nicht ignorieren

Kollege Z. ist ein Rechengenie, Herrn M. bereitet hingegen sogar die Addition Kopfzerbrechen. Jeder Mitarbeiter hat seine Stärken und Schwächen. Ihr Job als Chef ist es, Aufgaben an das geeignete Personal zu delegieren. Mitarbeiterförderung bedeutet also, dass Sie die Stärken Ihrer Angestellten kennen und fokussieren.

Die Schwächen sollten Sie allerdings keineswegs ignorieren. Denn unter Umständen können Sie Ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, ihre Lücken zu schließen und sie so mit der Zeit in komplexere Geschäftsprozesse einbinden. Das ist vor allem auch dann sinnvoll, wenn Kollegen unter den Mankos eines anderen leiden, etwa weil sie die Fehlleistungen durch Mehrarbeit ausgleichen müssen.

Welche Ursachen liegen zugrunde?

Der Weg zur Besserung beginnt mit einer Ursachenforschung. Finden Sie heraus, warum manche Mitarbeiter Aufgaben mühselig oder schlichtweg falsch erledigen. Hierfür kommen verschiedene Gründe infrage:

  • Ursache 1: fehlende Kenntnisse: Viele Schwächen ergeben sich aus einem Mangel an Wissen. Wer beispielsweise den Führerschein machen will, muss wissen, wie man Auto fährt, und die Straßenordnungen kennen.
  • Ursache 2: Fertigkeiten fehlen: Das Wissen allein reicht allerdings nicht immer aus. So bedarf es häufig auch praktischer Erfahrung, um seine Aufgaben zufriedenstellend zu erfüllen.
  • Ursache 3: mangelnde Motivation: Auch talentierte Mitarbeiter erledigen ihren Job manchmal nur mittelmäßig, weil sie nicht motiviert sind. Für ein gutes Arbeitsergebnis ist also ebenso der Wille des Beschäftigten essenziell.
  • Ursache 4: fehlende persönliche Eignung: Manche Eigenschaften sind in der Persönlichkeit verankert und lassen sich auch mit intensivem Training nur schwer verändern. Dazu gehört beispielsweise, ob eine Person gerne kommunikativ ist oder sich mit Zahlen beschäftigt.

Welche Maßnahmen Sie ergreifen können

Je nach Ursache können Sie zur Mitarbeiterförderung verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Schwächen eines Angestellten zu managen.

Ursache 1: Eine Schwäche, die sich aus mangelnden Kenntnissen ergibt, lässt sich im Grunde einfach beheben. Entweder Ihr Angestellter kümmert sich selbst darum, die Wissenslücke zu schließen, oder er lässt sich beispielsweise von erfahreneren Kollegen schulen. Wichtig: Machen Sie deutlich, warum die Wissenserweiterung notwendig ist und warum Ihr Mitarbeiter selbst davon profitiert.

Ursache 2: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, heißt es im Volksmund. Das stimmt, denn wer seine Komfortzone nicht verlässt, dem bleiben unter Umständen seine eigenen Talente verborgen. Spornen Sie Ihre Mitarbeiter daher dazu an, Neues auszuprobieren, wie zum Beispiel eine Präsentation zu halten oder ein neues Programm zu bedienen. Übung hilft außerdem bekanntlich, sich zu verbessern.

Ursache 3: Mit einfachen Motivationssprüchen kommen Sie nicht weit. Vielmehr muss bei dem Mitarbeiter ein Umdenken stattfinden. Das gelingt in der Regel aber nur, wenn sich der Unmotivierte von der Tätigkeit eine Belohnung verspricht oder die negativen Konsequenzen erkennt, wenn er sein Verhalten nicht verändert.

Zeigt Ihr Mitarbeiter beispielsweise Desinteresse an neuen Tätigkeiten, obwohl er gute Anlagen mitbringt, verdeutlichen Sie ihm, wie er von dem Wissensausbau profitiert. Führen Sie ihm aber auch vor Augen, mit welchen negativen Konsequenzen er rechnen muss, wenn er sich querstellt.

Ursache 4: Seien Sie realistisch. Nicht jeder Mitarbeiter bringt alle benötigten Kompetenzen mit, die Sie sich von ihm erhoffen. Während einer über viele analytische Stärken verfügt, ist ein anderer besonders gut in der Umsetzung der Aufgaben. Aus der Persönlichkeit resultierende Schwächen gleichen Sie am besten aus, indem Sie Mitarbeiter so einsetzen, dass die Aufgaben zu ihnen passen. Denn: Aufgaben auszutauschen ist einfacher, als Menschen zu verändern.

Weiterführende Links:

  • Wie Mitarbeiterförderung richtig funktioniert, lesen Sie außerdem auf "Impulse.de".
  • Extrinsische und intrinsische Motivation: Was ist eigentlich der Unterschied?
  • Zur Mitarbeiterförderung braucht es manchmal nur gute Teamplayer und Grünpflanzen im Büro. Welche Faktoren die Arbeitsmotivation beeinflussen, hat eine Studie von Manpower untersucht.
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