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Networking: So vernetzen Sie sich richtig

Am Networking kommt heutzutage kein Unternehmer vorbei. Wie Sie es richtig machen und was am Ende dabei für Sie rausspringt, lesen Sie hier.
Networking: So vernetzen Sie sich richtig Die ideale Plattform fürs Networking sind branchenspezifische Veranstaltungen wie zum Beispiel Messen oder Fachtagungen. (© 2016 Rawpixel.com/Shutterstock)

Networking: Fäden spinnen in eigener Sache

Kontakte knüpfen, pflegen und nutzen: Im Geschäftsleben ist Networking ein wichtiger Erfolgsfaktor. Bekanntschaften können Sie als Unternehmer in vielerlei Hinsicht weiterbringen:

  • Neukundenakquise,
  • Recruiting,
  • Kooperationen und
  • die Erschließung neuer Geschäftsfelder...

...sind klassische Bereiche, in denen Sie von Ihren Bekanntschaften profitieren können. Damit ist die Wirkungsmacht des Netzwerks jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Am Anfang des Networkings steht daher immer die Frage: Welches Ziel will ich erreichen?

Während Gründer vielleicht daran interessiert sind, ihre Branche besser kennen zu lernen und Kooperationspartner zu finden, wollen Traditionsunternehmer sich möglicherweise über technische Neuerungen auf dem Laufenden halten.

Bevor Sie sich daran machen, Kontakte zu knüpfen, machen Sie sich deshalb klar, bei welchem Unternehmensziel Sie aktuell Unterstützung brauchen. So fällt es Ihnen leichter einzuschätzen, wer Ihnen von Nutzen sein kann.

Da es erfahrungsgemäß ein bis zwei Jahre dauert, bis Ihr Business-Network die ersten Früchte trägt, sollten Sie neben kurzfristigen Plänen auch langfristige Pläne im Auge behalten. Als Faustregel gilt: Suchen Sie Kontakt zu Personen, die ähnliche Ziele verfolgen wie Sie selbst und zu solchen, die das Ziel bereits erreicht haben. So haben Sie in jeder Unternehmensphase Ansprechpartner, die Ihnen weiterhelfen können.

Rahmenbedingungen: Kontakte knüpfen geht überall

Kontakte, die Sie geschäftlich weiterbringen, können Sie am besten auf branchenspezifischen Veranstaltungen knüpfen:

  • Messen,
  • Fachtagungen und
  • Networking-Events...

... sind die erste Wahl, wenn Sie mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen möchten. Wenn möglich, treten Sie nicht nur als Besucher auf, sondern gestalten Sie die Veranstaltung aktiv mit, indem Sie einen Vortrag über Ihr Spezialgebiet halten. Der Aufwand, den Sie zur Vorbereitung betreiben müssen, lohnt: Auf der Bühne können Sie sich als kompetenten Fachmann darstellen, Ihr Bekanntheitsgrad steigt auf einen Schlag und die Chancen, dass Sie im Anschluss angesprochen werden, erhöhen sich enorm. Sind Sie ‘nur’ als Besucher vor Ort, sparen Sie sich Vorbereitung und Lampenfieber, müssen beim Netzwerken aber deutlich mehr Initiative zeigen.

Da Geschäftliches und Privates beim Networking nicht klar voneinander zu trennen sind, sollten Sie nicht nur bei offiziellen Zusammenkünften ihre Fühler ausstrecken. Im informellen Rahmen lassen sich Kontakte oftmals leichter knüpfen, zum Beispiel bei der Raucherpause oder beim Essen. Wer weiß: Vielleicht treffen Sie Ihren nächsten Geschäftspartner auf der nächsten Gartenparty.

Das erste Gespräch: So hinterlassen Sie Eindruck

Wenn Sie geschäftliche Beziehungen aufbauen wollen, gelten ähnliche Grundsätze wie sonst auch: Seien Sie mutig und machen Sie den ersten Schritt. Zeigen Sie wahres Interesse an Ihrem Gesprächspartner und hören Sie aufmerksam zu. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten statt nach Unterschieden. Um beim Business-Networking zu punkten, sollten Sie beim ersten Gespräch zusätzlich diese Tipps beherzigen:

  • Selbstdarstellung: Networking-Gespräche dauern oftmals nur wenige Minuten. Präsentieren Sie sich kurz, aber prägnant. Ähnlich wie beim Elevator-Pitch sollten Sie in weniger als einer Minute darstellen können, wer Sie sind, was Sie vorhaben und Ihr Gegenüber für Ihre Sache begeistern.
  • Redeanteil: Achten Sie darauf, dass Sie nicht mehr als 50 Prozent des Redeanteils haben. So signalisieren Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie seine Interessen ernst nehmen und das Gespräch nicht nur für eigene Zwecke nutzen.
  • Freundschaftsdienste: Nutzen Sie das erste Treffen, um sich als verlässlichen Partner zu profilieren. Tun Sie Ihrem Gegenüber einen kleinen Gefallen, indem Sie zum Beispiel einen interessanten Kontakt vermitteln. Erst geben, dann bekommen: So lautet die Devise beim Networking.
  • Abschied: Strapazieren Sie die Geduld Ihres Gesprächspartners nicht über. Gerade bei offiziellen Veranstaltungen ist die Zeit oft knapp bemessen. Überreichen Sie zum Abschied unbedingt Ihre Visitenkarte, damit sich Ihr Gegenüber Ihren Namen einprägen und später auf Sie zurückkommen kann.

Kontakte pflegen: Nachhaltig netzwerken

Je intensiver die Beziehung, die Sie zu Ihren Kontakten aufbauen, desto mehr können Sie von Ihrem Netzwerk erwarten. Deshalb sollten Sie nach der ersten Kontaktaufnahme unbedingt am Ball bleiben und sich Ihrem Gesprächspartner in Erinnerung rufen, etwa, indem Sie sich am nächsten Tag in einer kurzen Mail für das interessante Gespräch bedanken.

Um Personen, die in Ihrer geschäftlichen Zukunft eine Schlüsselrolle spielen könnten, sollten Sie sich besonders bemühen: Sprechen Sie private und geschäftliche Einladungen aus, zum Lunch, zum Kaffee oder zu Ihrer Betriebsfeier. Auch Geburtstags- oder Weihnachtsgrüße gehören zum Networking und hinterlassen Sie einen guten Eindruck.

Nicht zuletzt sollten Sie sich nützlich machen, indem Sie geschäftliche Kontakte vermitteln oder mit Rat zur Seite stehen. Dann stehen die Chancen, dass sich Ihr Partner eines Tages in gebührender Art und Weise bei Ihnen revanchiert, gut.

Weiterführende Links:

  • Wo sind neue Geschäftsfelder? Wie kann ein Unternehmen in unbekannten Märkten aktiv werden?  Diese und weitere Fragen beatwortet Thomas Lux von w2 Möbel in einem Interview.
  • Wenn Sie neue Mitarbeiter finden wollen, kann es sich durchaus lohnen, die eigenen Angestellten als Headhunter einzusetzen.
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Am Networking kommt heutzutage kein Unternehmer vorbei. Wie Sie es richtig machen und was am Ende dabei für Sie rausspringt, lesen Sie hier.
Networking: So vernetzen Sie sich richtig Die ideale Plattform fürs Networking sind branchenspezifische Veranstaltungen wie zum Beispiel Messen oder Fachtagungen. (© 2016 Rawpixel.com/Shutterstock)

Networking: Fäden spinnen in eigener Sache

Kontakte knüpfen, pflegen und nutzen: Im Geschäftsleben ist Networking ein wichtiger Erfolgsfaktor. Bekanntschaften können Sie als Unternehmer in vielerlei Hinsicht weiterbringen:

  • Neukundenakquise,
  • Recruiting,
  • Kooperationen und
  • die Erschließung neuer Geschäftsfelder...

...sind klassische Bereiche, in denen Sie von Ihren Bekanntschaften profitieren können. Damit ist die Wirkungsmacht des Netzwerks jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Am Anfang des Networkings steht daher immer die Frage: Welches Ziel will ich erreichen?

Während Gründer vielleicht daran interessiert sind, ihre Branche besser kennen zu lernen und Kooperationspartner zu finden, wollen Traditionsunternehmer sich möglicherweise über technische Neuerungen auf dem Laufenden halten.

Bevor Sie sich daran machen, Kontakte zu knüpfen, machen Sie sich deshalb klar, bei welchem Unternehmensziel Sie aktuell Unterstützung brauchen. So fällt es Ihnen leichter einzuschätzen, wer Ihnen von Nutzen sein kann.

Da es erfahrungsgemäß ein bis zwei Jahre dauert, bis Ihr Business-Network die ersten Früchte trägt, sollten Sie neben kurzfristigen Plänen auch langfristige Pläne im Auge behalten. Als Faustregel gilt: Suchen Sie Kontakt zu Personen, die ähnliche Ziele verfolgen wie Sie selbst und zu solchen, die das Ziel bereits erreicht haben. So haben Sie in jeder Unternehmensphase Ansprechpartner, die Ihnen weiterhelfen können.

Rahmenbedingungen: Kontakte knüpfen geht überall

Kontakte, die Sie geschäftlich weiterbringen, können Sie am besten auf branchenspezifischen Veranstaltungen knüpfen:

  • Messen,
  • Fachtagungen und
  • Networking-Events...

... sind die erste Wahl, wenn Sie mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen möchten. Wenn möglich, treten Sie nicht nur als Besucher auf, sondern gestalten Sie die Veranstaltung aktiv mit, indem Sie einen Vortrag über Ihr Spezialgebiet halten. Der Aufwand, den Sie zur Vorbereitung betreiben müssen, lohnt: Auf der Bühne können Sie sich als kompetenten Fachmann darstellen, Ihr Bekanntheitsgrad steigt auf einen Schlag und die Chancen, dass Sie im Anschluss angesprochen werden, erhöhen sich enorm. Sind Sie ‘nur’ als Besucher vor Ort, sparen Sie sich Vorbereitung und Lampenfieber, müssen beim Netzwerken aber deutlich mehr Initiative zeigen.

Da Geschäftliches und Privates beim Networking nicht klar voneinander zu trennen sind, sollten Sie nicht nur bei offiziellen Zusammenkünften ihre Fühler ausstrecken. Im informellen Rahmen lassen sich Kontakte oftmals leichter knüpfen, zum Beispiel bei der Raucherpause oder beim Essen. Wer weiß: Vielleicht treffen Sie Ihren nächsten Geschäftspartner auf der nächsten Gartenparty.

Das erste Gespräch: So hinterlassen Sie Eindruck

Wenn Sie geschäftliche Beziehungen aufbauen wollen, gelten ähnliche Grundsätze wie sonst auch: Seien Sie mutig und machen Sie den ersten Schritt. Zeigen Sie wahres Interesse an Ihrem Gesprächspartner und hören Sie aufmerksam zu. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten statt nach Unterschieden. Um beim Business-Networking zu punkten, sollten Sie beim ersten Gespräch zusätzlich diese Tipps beherzigen:

  • Selbstdarstellung: Networking-Gespräche dauern oftmals nur wenige Minuten. Präsentieren Sie sich kurz, aber prägnant. Ähnlich wie beim Elevator-Pitch sollten Sie in weniger als einer Minute darstellen können, wer Sie sind, was Sie vorhaben und Ihr Gegenüber für Ihre Sache begeistern.
  • Redeanteil: Achten Sie darauf, dass Sie nicht mehr als 50 Prozent des Redeanteils haben. So signalisieren Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie seine Interessen ernst nehmen und das Gespräch nicht nur für eigene Zwecke nutzen.
  • Freundschaftsdienste: Nutzen Sie das erste Treffen, um sich als verlässlichen Partner zu profilieren. Tun Sie Ihrem Gegenüber einen kleinen Gefallen, indem Sie zum Beispiel einen interessanten Kontakt vermitteln. Erst geben, dann bekommen: So lautet die Devise beim Networking.
  • Abschied: Strapazieren Sie die Geduld Ihres Gesprächspartners nicht über. Gerade bei offiziellen Veranstaltungen ist die Zeit oft knapp bemessen. Überreichen Sie zum Abschied unbedingt Ihre Visitenkarte, damit sich Ihr Gegenüber Ihren Namen einprägen und später auf Sie zurückkommen kann.

Kontakte pflegen: Nachhaltig netzwerken

Je intensiver die Beziehung, die Sie zu Ihren Kontakten aufbauen, desto mehr können Sie von Ihrem Netzwerk erwarten. Deshalb sollten Sie nach der ersten Kontaktaufnahme unbedingt am Ball bleiben und sich Ihrem Gesprächspartner in Erinnerung rufen, etwa, indem Sie sich am nächsten Tag in einer kurzen Mail für das interessante Gespräch bedanken.

Um Personen, die in Ihrer geschäftlichen Zukunft eine Schlüsselrolle spielen könnten, sollten Sie sich besonders bemühen: Sprechen Sie private und geschäftliche Einladungen aus, zum Lunch, zum Kaffee oder zu Ihrer Betriebsfeier. Auch Geburtstags- oder Weihnachtsgrüße gehören zum Networking und hinterlassen Sie einen guten Eindruck.

Nicht zuletzt sollten Sie sich nützlich machen, indem Sie geschäftliche Kontakte vermitteln oder mit Rat zur Seite stehen. Dann stehen die Chancen, dass sich Ihr Partner eines Tages in gebührender Art und Weise bei Ihnen revanchiert, gut.

Weiterführende Links:

  • Wo sind neue Geschäftsfelder? Wie kann ein Unternehmen in unbekannten Märkten aktiv werden?  Diese und weitere Fragen beatwortet Thomas Lux von w2 Möbel in einem Interview.
  • Wenn Sie neue Mitarbeiter finden wollen, kann es sich durchaus lohnen, die eigenen Angestellten als Headhunter einzusetzen.
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