Image for Mdm Logo

Neu als Chef: Wie Sie gekonnt Vertrauen aufbauen

Wer mit seinem Team Erfolg haben will, der muss unter seinen Mitarbeitern Vertrauen aufbauen. Das ist nicht immer leicht, schon gar nicht, wenn Sie als Mrs. oder Mr. Unbekannt in einem neuen Unternehmen als Chef einsteigen.
Neu als Chef: Wie Sie gekonnt Vertrauen aufbauen Vertrauen Ihnen Ihre Mitarbeiter blind? (© 2016 Diego Cervo/Shutterstock)

Vertrauen aufbauen, Kontrolle abbauen

Lenin sagte einst "Dowerjai, no prowerjai" – eine Redewendung die auch hier geläufig ist und üblicherweise mit "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" übersetzt wird. Als neuer Chef werden Sie mit dieser Einstellung kaum Sympathien wecken. Denn damit signalisieren Sie Ihren Untergebenen, dass Sie ihnen misstrauen. Schauen Sie Jedem bei seiner Arbeit über die Schulter, dann schüren Sie Angst und demotivieren. In der Folge sind Sie nicht nur ziemlich gestresst – da Sie ja permanent alles am liebsten selbst erledigen –, sondern stehen auch dem Unternehmenserfolg im Wege. Wer zu seinen Mitarbeitern nämlich kein Vertrauen aufbauen kann, der hält sie in der Regel auch nicht lange im Unternehmen. Spricht sich Ihr Ruf als "Diktator" erst einmal herum, wird es schwer, überhaupt gutes Personal zu finden. Soll heißen: Überwachen Sie weniger, lassen Sie mehr selbstverantwortliches Arbeiten zu.

Vertrauen ist ein wechselseitiges Verhältnis

Vertrauen ist also wichtig. Und kein einseitiger Prozess. Denn sowohl Mitarbeiter als auch Manager müssen es sich verdienen. Wenngleich Sie als neuer Chef den ersten Schritt machen sollten. Viele Entscheider haben allerdings Angst davor, sich damit verwundbar zu machen. Die Angelegenheit bedarf deshalb auch viel Mut, Selbstbewusstsein und Menschenkenntnis.

Vertrauen aufbauen durch Interesse

Wenn Sie ganz neu im Unternehmen sind, muss Ihr Team Sie erst noch kennenlernen. Nehmen Sie also Kontakt auf. Brechen Sie das Eis zum Beispiel mit Small Talk. Konversationen übers Wetter sind zwar nicht sonderlich geistreich, aber sie erfüllen ihren Zweck. Denn damit vermitteln Sie Ihrem Gegenüber: "Ich nehme dich wahr", "Ich bin dir freundlich gesinnt". So zeigen Sie ehrliches Interesse.

Sind Sie und Ihre Mitarbeiter sich auf einer professionellen Ebene näher gekommen, so profitieren beide Seiten gleichermaßen davon:

  • Sie, indem Sie Ihre Belegschaft besser einzuschätzen vermögen, samt Stärken und Schwächen.
  • Ihre Mitarbeiter, weil die sich im Betrieb wohlfühlen. Das angenehme Betriebsklima schlägt sich im besten Fall positiv auf die Arbeitsleistung nieder und damit auf den Unternehmenserfolg.

Seien Sie authentisch

Wer Vertrauen aufbauen will, muss authentisch sein.  Geben Sie sich einfach so, wie Sie wirklich sind. Selbst wenn das heißt, auch mal Fehler einzugestehen. Sie haben zwar eine Vorbildfunktion, aber auch Ideale sind nicht perfekt. Ihre Kollegen werden Ihre Ehrlichkeit mit Vertrauen belohnen. Schlimmer als Fehler zuzugeben, ist nicht aus ihnen zu lernen. Lassen Sie Ihr professionelles Umfeld an Ihren Fortschritten teilhaben – das macht einen guten Leader aus.

Machen Sie Entscheidungen transparent

Als Chef sind Sie der Entscheider, klar. Stellen Sie Ihre Belegschaft jedoch nicht immer vor vollendete Tatsachen. Das wirkt schnell demotivierend. Liefern Sie stattdessen Begründungen für Ihr Handeln. Ihre Kollegen wollen schließlich wissen, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt, für das sie arbeiten. Insbesondere dann, wenn Ihre Anordnungen direkten Einfluss auf den Arbeitsalltag haben. Also, Vertrauen aufbauen durch Transparenz.

Zu guter Letzt sollten Ihre Mitarbeiter stets das Gefühl haben, dass Sie sich für ihre Meinung interessieren. Seien Sie nicht nur Ansprechpartner, sondern fragen Sie auch konkret nach Meinungen. Auch das ist kein Eigeständnis von Schwäche. Nur weil Sie an der Betriebsspitze stehen, heißt das schließlich nicht, dass Sie in jedem Bereich mit Fachwissen brillieren müssen. Selbst wenn Sie nicht alle Änderungswünsche von Mitarbeitern realisieren können, so vermitteln Sie trotzdem den Eindruck, dass Sie die Belange Ihrer Kollegen interessieren.

Weiterführende Links:

Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber
alle ratgeber
Neues zu Mitarbeiterführung
alle ratgeber Alle Beiträge

Neu als Chef: Wie Sie gekonnt Vertrauen aufbauen

Wer mit seinem Team Erfolg haben will, der muss unter seinen Mitarbeitern Vertrauen aufbauen. Das ist nicht immer leicht, schon gar nicht, wenn Sie als Mrs. oder Mr. Unbekannt in einem neuen Unternehmen als Chef einsteigen.
Neu als Chef: Wie Sie gekonnt Vertrauen aufbauen Vertrauen Ihnen Ihre Mitarbeiter blind? (© 2016 Diego Cervo/Shutterstock)

Vertrauen aufbauen, Kontrolle abbauen

Lenin sagte einst "Dowerjai, no prowerjai" – eine Redewendung die auch hier geläufig ist und üblicherweise mit "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" übersetzt wird. Als neuer Chef werden Sie mit dieser Einstellung kaum Sympathien wecken. Denn damit signalisieren Sie Ihren Untergebenen, dass Sie ihnen misstrauen. Schauen Sie Jedem bei seiner Arbeit über die Schulter, dann schüren Sie Angst und demotivieren. In der Folge sind Sie nicht nur ziemlich gestresst – da Sie ja permanent alles am liebsten selbst erledigen –, sondern stehen auch dem Unternehmenserfolg im Wege. Wer zu seinen Mitarbeitern nämlich kein Vertrauen aufbauen kann, der hält sie in der Regel auch nicht lange im Unternehmen. Spricht sich Ihr Ruf als "Diktator" erst einmal herum, wird es schwer, überhaupt gutes Personal zu finden. Soll heißen: Überwachen Sie weniger, lassen Sie mehr selbstverantwortliches Arbeiten zu.

Vertrauen ist ein wechselseitiges Verhältnis

Vertrauen ist also wichtig. Und kein einseitiger Prozess. Denn sowohl Mitarbeiter als auch Manager müssen es sich verdienen. Wenngleich Sie als neuer Chef den ersten Schritt machen sollten. Viele Entscheider haben allerdings Angst davor, sich damit verwundbar zu machen. Die Angelegenheit bedarf deshalb auch viel Mut, Selbstbewusstsein und Menschenkenntnis.

Vertrauen aufbauen durch Interesse

Wenn Sie ganz neu im Unternehmen sind, muss Ihr Team Sie erst noch kennenlernen. Nehmen Sie also Kontakt auf. Brechen Sie das Eis zum Beispiel mit Small Talk. Konversationen übers Wetter sind zwar nicht sonderlich geistreich, aber sie erfüllen ihren Zweck. Denn damit vermitteln Sie Ihrem Gegenüber: "Ich nehme dich wahr", "Ich bin dir freundlich gesinnt". So zeigen Sie ehrliches Interesse.

Sind Sie und Ihre Mitarbeiter sich auf einer professionellen Ebene näher gekommen, so profitieren beide Seiten gleichermaßen davon:

  • Sie, indem Sie Ihre Belegschaft besser einzuschätzen vermögen, samt Stärken und Schwächen.
  • Ihre Mitarbeiter, weil die sich im Betrieb wohlfühlen. Das angenehme Betriebsklima schlägt sich im besten Fall positiv auf die Arbeitsleistung nieder und damit auf den Unternehmenserfolg.

Seien Sie authentisch

Wer Vertrauen aufbauen will, muss authentisch sein.  Geben Sie sich einfach so, wie Sie wirklich sind. Selbst wenn das heißt, auch mal Fehler einzugestehen. Sie haben zwar eine Vorbildfunktion, aber auch Ideale sind nicht perfekt. Ihre Kollegen werden Ihre Ehrlichkeit mit Vertrauen belohnen. Schlimmer als Fehler zuzugeben, ist nicht aus ihnen zu lernen. Lassen Sie Ihr professionelles Umfeld an Ihren Fortschritten teilhaben – das macht einen guten Leader aus.

Machen Sie Entscheidungen transparent

Als Chef sind Sie der Entscheider, klar. Stellen Sie Ihre Belegschaft jedoch nicht immer vor vollendete Tatsachen. Das wirkt schnell demotivierend. Liefern Sie stattdessen Begründungen für Ihr Handeln. Ihre Kollegen wollen schließlich wissen, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt, für das sie arbeiten. Insbesondere dann, wenn Ihre Anordnungen direkten Einfluss auf den Arbeitsalltag haben. Also, Vertrauen aufbauen durch Transparenz.

Zu guter Letzt sollten Ihre Mitarbeiter stets das Gefühl haben, dass Sie sich für ihre Meinung interessieren. Seien Sie nicht nur Ansprechpartner, sondern fragen Sie auch konkret nach Meinungen. Auch das ist kein Eigeständnis von Schwäche. Nur weil Sie an der Betriebsspitze stehen, heißt das schließlich nicht, dass Sie in jedem Bereich mit Fachwissen brillieren müssen. Selbst wenn Sie nicht alle Änderungswünsche von Mitarbeitern realisieren können, so vermitteln Sie trotzdem den Eindruck, dass Sie die Belange Ihrer Kollegen interessieren.

Weiterführende Links:

Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber