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Online-Stellenanzeigen: 9 Fehler, die sich vermeiden lassen

Wohin soll die personelle Marschrichtung gehen? Immer öfter bestimmen Unternehmen den Kurs neben Print- auch mit Online-Stellenanzeigen. Wer dabei Fehler macht, vergibt viele Chancen der digitalen Stellenangebote. Häufig sind es immer die gleichen Versäumnisse, die erfolgreichem Online-Recruiting im Wege stehen.
Online-Stellenanzeigen: 9 Fehler, die sich vermeiden lassen Auch Online-Stellenanzeigen verlangen bei Inhalt und Form nach Sorgfalt. (© 2016 Olivier Le Moal/Shutterstock)

Fehler in Online-Stellenanzeigen: Unklare Jobbeschreibung

Ganz wichtig: Aus Ihrer Stellenanzeige muss eindeutig hervorgehen, um welchen Job es sich handelt. Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie selbst genau wissen, um welche Position es geht. Nur dann können Sie eine aussagekräftige Beschreibung formulieren.

Das halten Sie für eine Binsenweisheit? Gut! Andere Führungskräfte sind da nicht so weit, sondern bleiben bei ihren Annoncen im Ungefähren.  Entweder, weil sie keine genaue Vorstellung von den eigenen Anforderungen an eine neue Position haben. Oder weil sie einfach ein großes Netz auswerfen wollen und dann mal schauen, wer sich darin fängt und ob er irgendwie ins Unternehmen passt.

Das kann man so machen, aber professionell ist das nicht. Im Gegenteil. Schwammige Online-Stellenanzeigen machen keinen guten Eindruck und werden deshalb von guten Jobsuchenden schnell weggeklickt.

In eine durchdachte Jobbeschreibung gehören zum Beispiel Antworten auf folgende Fragen:

  • Wie heißt die ausgeschriebene Stelle und Position?
  • Wo ist sie (organisatorisch und hierarchisch) im Unternehmen angesiedelt?
  • Wie sehen ihre konkreten Aufgaben aus?
  • Welche Anforderungen verlangen Sie von den Bewerbern?
  • Fallen Schicht- und Wochenendarbeit an?

Je genauer Sie auf Einzelheiten eingehen, desto besser. Doch achten Sie auch darauf, die Anzeige nicht zu überfrachten.

Fehler in Online-Stellenanzeigen: An der Zielgruppe vorbei

Das beste Online-Recruiting nützt allerdings nicht viel, wenn es an der Zielgruppe vorbeigeht. Das führt zur nächsten Frage: Wen suchen Sie? Das betrifft nicht nur das Berufsbild der gewünschten Kandidaten, sondern auch andere Faktoren wie deren Alter und Persönlichkeit.

Überlegen Sie sich also eine inhaltliche und optische Gestaltung der Online-Stellenanzeige, die das Interesse Ihrer Zielgruppe weckt. So haben Auszubildende andere Ansprüche und Erwartungen an eine Stelle als Menschen mit Berufserfahrung. Tipp: Fragen Sie mal Ihre Angestellten, worauf sie Wert legen würden.

Und platzieren Sie Ihre Stellenangebote richtig.  Schließlich sollen sie von den richtigen Leuten gefunden und gelesen werden. So hat es wenig Sinn, die Suche nach einem ausgebufften IT-Spezialisten allein über die üblichen Karrierenetzwerke zu probieren. Finden Sie heraus, wo sich ihre Zielgruppe vornehmlich nach neuen Jobs umschaut.

Und vergessen Sie nicht: Wer heute eine Stelle sucht, macht das immer öfter per Smartphone oder Tablet. Dem sollten Sie mit einem angepassten, responsiven Design der Annonce Rechnung tragen.

Fehler in Online-Stellenanzeigen: Übertriebenes Eigenlob

Natürlich müssen Sie Ihr Unternehmen in einem guten Licht erscheinen lassen. Doch übertreiben Sie es dabei nicht. Reine Lobhudelei ist schnell als solche enttarnt und wirkt amateurhaft.

Vermeiden Sie besonders Formulierungen wie:

  • "Wir bieten eine Zukunft in einem großartigen Unternehmen."
  • "Auf Sie wartet ein hochmotiviertes Team."
  • "Sie dürfen mit einer überdurchschnittlichen Bezahlung rechnen."

Das sind Floskeln, die nichts aussagen. Präsentieren Sie besser echte Vorteile, wie etwa Dienstwagen, eine besonders hohe Betriebsrente, Kinderbetreuung während der Arbeitszeit, eine gute Kantine oder einen Betriebsrat.

Fehler in Online-Stellenanzeigen: Fehlende Karriereseite

Sogar die beste Online-Stellenanzeige gewinnt, wenn sie einen Link zur eigenen Unternehmens-Homepage hat. Besser noch: zur speziellen Karriereseite. Dort informieren Sie im Detail über Produkte und Dienstleistungen Ihres Betriebs, Arbeitsabläufe, Aufstiegsmöglichkeiten und sonstige Dinge, die für Job-Interessenten von Belang sind.

Ganz wichtig: Nennen Sie dort, aber unbedingt auch in Ihrer Stellenanzeige, geeignete Ansprechpartner. Diese sollten Bewerbern kompetent weiterhelfen und Fragen beantworten können.

Fehler in Online-Stellenanzeigen: Was Sie sonst noch falsch machen können

Neben den genannten gibt es noch weitere Stolperfallen und Fettnäpfchen, die Sie beim Online-Recruiting vermeiden sollten.

  • Falsche Rechtschreibung und Grammatikfehler
  • Layout-Vorlagen, die sich seit Jahren nicht geändert haben
  • Zuviel Fachchinesisch
  • Mangelnde Reichweite der Online-Stellenanzeige
  • Versäumter Hinweis auf Gleichberechtigung der Stellenangebote (zum Beispiel Programmierer/in)

Weiterführende Links:

  • Wenn Sie einen Entwickler finden wollen, müssen Sie sich anstrengen. Solche Experten sind sehr begehrt und deshalb nicht leicht zu haben. Also muss bei Ihrem IT-Recruiting alles stimmen.
  • In Zeiten der digitalen Transformation sollten Sie sich auch bei der Mitarbeitersuche auf digitale Pfade bewegen – E-Recruiting lautet das Stichwort. Mittlerweile gibt es zahlreiche Onlinestellenbörsen im Netz.
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Wohin soll die personelle Marschrichtung gehen? Immer öfter bestimmen Unternehmen den Kurs neben Print- auch mit Online-Stellenanzeigen. Wer dabei Fehler macht, vergibt viele Chancen der digitalen Stellenangebote. Häufig sind es immer die gleichen Versäumnisse, die erfolgreichem Online-Recruiting im Wege stehen.
Online-Stellenanzeigen: 9 Fehler, die sich vermeiden lassen Auch Online-Stellenanzeigen verlangen bei Inhalt und Form nach Sorgfalt. (© 2016 Olivier Le Moal/Shutterstock)

Fehler in Online-Stellenanzeigen: Unklare Jobbeschreibung

Ganz wichtig: Aus Ihrer Stellenanzeige muss eindeutig hervorgehen, um welchen Job es sich handelt. Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie selbst genau wissen, um welche Position es geht. Nur dann können Sie eine aussagekräftige Beschreibung formulieren.

Das halten Sie für eine Binsenweisheit? Gut! Andere Führungskräfte sind da nicht so weit, sondern bleiben bei ihren Annoncen im Ungefähren.  Entweder, weil sie keine genaue Vorstellung von den eigenen Anforderungen an eine neue Position haben. Oder weil sie einfach ein großes Netz auswerfen wollen und dann mal schauen, wer sich darin fängt und ob er irgendwie ins Unternehmen passt.

Das kann man so machen, aber professionell ist das nicht. Im Gegenteil. Schwammige Online-Stellenanzeigen machen keinen guten Eindruck und werden deshalb von guten Jobsuchenden schnell weggeklickt.

In eine durchdachte Jobbeschreibung gehören zum Beispiel Antworten auf folgende Fragen:

  • Wie heißt die ausgeschriebene Stelle und Position?
  • Wo ist sie (organisatorisch und hierarchisch) im Unternehmen angesiedelt?
  • Wie sehen ihre konkreten Aufgaben aus?
  • Welche Anforderungen verlangen Sie von den Bewerbern?
  • Fallen Schicht- und Wochenendarbeit an?

Je genauer Sie auf Einzelheiten eingehen, desto besser. Doch achten Sie auch darauf, die Anzeige nicht zu überfrachten.

Fehler in Online-Stellenanzeigen: An der Zielgruppe vorbei

Das beste Online-Recruiting nützt allerdings nicht viel, wenn es an der Zielgruppe vorbeigeht. Das führt zur nächsten Frage: Wen suchen Sie? Das betrifft nicht nur das Berufsbild der gewünschten Kandidaten, sondern auch andere Faktoren wie deren Alter und Persönlichkeit.

Überlegen Sie sich also eine inhaltliche und optische Gestaltung der Online-Stellenanzeige, die das Interesse Ihrer Zielgruppe weckt. So haben Auszubildende andere Ansprüche und Erwartungen an eine Stelle als Menschen mit Berufserfahrung. Tipp: Fragen Sie mal Ihre Angestellten, worauf sie Wert legen würden.

Und platzieren Sie Ihre Stellenangebote richtig.  Schließlich sollen sie von den richtigen Leuten gefunden und gelesen werden. So hat es wenig Sinn, die Suche nach einem ausgebufften IT-Spezialisten allein über die üblichen Karrierenetzwerke zu probieren. Finden Sie heraus, wo sich ihre Zielgruppe vornehmlich nach neuen Jobs umschaut.

Und vergessen Sie nicht: Wer heute eine Stelle sucht, macht das immer öfter per Smartphone oder Tablet. Dem sollten Sie mit einem angepassten, responsiven Design der Annonce Rechnung tragen.

Fehler in Online-Stellenanzeigen: Übertriebenes Eigenlob

Natürlich müssen Sie Ihr Unternehmen in einem guten Licht erscheinen lassen. Doch übertreiben Sie es dabei nicht. Reine Lobhudelei ist schnell als solche enttarnt und wirkt amateurhaft.

Vermeiden Sie besonders Formulierungen wie:

  • "Wir bieten eine Zukunft in einem großartigen Unternehmen."
  • "Auf Sie wartet ein hochmotiviertes Team."
  • "Sie dürfen mit einer überdurchschnittlichen Bezahlung rechnen."

Das sind Floskeln, die nichts aussagen. Präsentieren Sie besser echte Vorteile, wie etwa Dienstwagen, eine besonders hohe Betriebsrente, Kinderbetreuung während der Arbeitszeit, eine gute Kantine oder einen Betriebsrat.

Fehler in Online-Stellenanzeigen: Fehlende Karriereseite

Sogar die beste Online-Stellenanzeige gewinnt, wenn sie einen Link zur eigenen Unternehmens-Homepage hat. Besser noch: zur speziellen Karriereseite. Dort informieren Sie im Detail über Produkte und Dienstleistungen Ihres Betriebs, Arbeitsabläufe, Aufstiegsmöglichkeiten und sonstige Dinge, die für Job-Interessenten von Belang sind.

Ganz wichtig: Nennen Sie dort, aber unbedingt auch in Ihrer Stellenanzeige, geeignete Ansprechpartner. Diese sollten Bewerbern kompetent weiterhelfen und Fragen beantworten können.

Fehler in Online-Stellenanzeigen: Was Sie sonst noch falsch machen können

Neben den genannten gibt es noch weitere Stolperfallen und Fettnäpfchen, die Sie beim Online-Recruiting vermeiden sollten.

  • Falsche Rechtschreibung und Grammatikfehler
  • Layout-Vorlagen, die sich seit Jahren nicht geändert haben
  • Zuviel Fachchinesisch
  • Mangelnde Reichweite der Online-Stellenanzeige
  • Versäumter Hinweis auf Gleichberechtigung der Stellenangebote (zum Beispiel Programmierer/in)

Weiterführende Links:

  • Wenn Sie einen Entwickler finden wollen, müssen Sie sich anstrengen. Solche Experten sind sehr begehrt und deshalb nicht leicht zu haben. Also muss bei Ihrem IT-Recruiting alles stimmen.
  • In Zeiten der digitalen Transformation sollten Sie sich auch bei der Mitarbeitersuche auf digitale Pfade bewegen – E-Recruiting lautet das Stichwort. Mittlerweile gibt es zahlreiche Onlinestellenbörsen im Netz.
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