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Recruiting: Londoner Forscher entwickelt Headhunter-Software

Roboter statt Personaler – diese Vision verfolgt Dr. Tom Bowles mit seiner Headhunter-Software. Der Londoner Forscher hält viel von seinem Programm, weil es frei von Gefühlen und Vorurteilen ist. So würde es die besten Bewerber finden und Günstlinge mit viel Vitamin B aussieben.
Recruiting: Londoner Forscher entwickelt Headhunter-Software Ein Londoner Forscher plant die Ablösung menschlicher HR-Spezialisten durch seine Headhunter-Software. (© 2016 maxuser/Shutterstock)

Headhunter-Software kennt keine Vorurteile

Wählen bald Computer künftige Mitarbeiter aus? Wenn es nach dem Londoner Forscher Dr. Tom Bowles geht, heißt die Antwort: "Ja!" Der Mann hat nämlich eine Headhunter-Software entwickelt, die menschliche Personaler überflüssig machen könnte. Nicht nur, weil sie bei der Suche und Auswahl neuer Talente schneller ist. Sie ist vor allem frei von Vorurteilen. Für Bowles ist das ein klarer Vorteil, wie er gegenüber dem "Evening Standard" sagt:

"Künstliche Intelligenz kann die (personelle)Vielfalt vergrößern, denn sie kümmert sich nicht um den Hintergrund einer Person, sondern sieht ausschließlich deren Potenzial."

Klüngel und "beziehungsreiche" Seilschaften blieben damit beim Recruiting außen vor. Persönliche Vorlieben und Animositäten der HR-Entscheider ebenso. Zum Glück, meint Bowles, denn durch solche menschliche Schwächen fielen viele Kandidaten durchs Raster, obwohl sie zum Unternehmen passen würden. Mit seiner Headhunter-Software passiere das nicht.

Das Programm lernt selbstständig

Ein Jahr hat der Londoner an den Algorithmen des Programms gearbeitet. Zurzeit kann es beispielsweise erkennen, wie sich ein Bewerber nach einem Ortswechsel im damals neuen Job gemacht hat und kann eine Karriereprognose anstellen. Durch derlei Erkenntnisse "wisse" die künstliche Intelligenz, ob ein Kandidat für eine freie Position geeignet sei. Im nächsten Schritt sei geplant, dass die Headhunter-Software eigenständig Video-Interviews mit den Aspiranten führt und dabei immer mehr lerne.

Im Grunde, so Bowles,  gehe sein Programm wie ein Mensch bei der Suche nach neuen Talenten vor. Es durchsuche beispielsweise Google und Karrierenetzwerke, erstelle Datenbanken mit den Bewerbern und bewerte sie. Nur eben schneller, emotionsloser und damit unbeirrt. Das können zwar auch schon ähnliche Programme, aber endgültige personelle Entscheidungen treffen sie nicht. Die nehmen ihnen noch die Menschen ab.

Bowles Projekt hat die Londoner Founders Factory in Auftrag gegeben, die nach neuen, digital orientierten Gründern sucht. Zuvor war der Forscher bei der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN im schweizerischen Gent tätig.

Weiterführende Links:

  • Personelle Verstärkung gesucht und über Bekannte gefunden! So läuft das oft mit Neueinstellungen.
  • Welche HR-Trends zeichnen sich 2016 für den Mittelstand ab? Wir haben für Sie einige Themenbereiche zusammengefasst – darunter Mobile Recruitment.
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Recruiting: Londoner Forscher entwickelt Headhunter-Software Ein Londoner Forscher plant die Ablösung menschlicher HR-Spezialisten durch seine Headhunter-Software. (© 2016 maxuser/Shutterstock)

Headhunter-Software kennt keine Vorurteile

Wählen bald Computer künftige Mitarbeiter aus? Wenn es nach dem Londoner Forscher Dr. Tom Bowles geht, heißt die Antwort: "Ja!" Der Mann hat nämlich eine Headhunter-Software entwickelt, die menschliche Personaler überflüssig machen könnte. Nicht nur, weil sie bei der Suche und Auswahl neuer Talente schneller ist. Sie ist vor allem frei von Vorurteilen. Für Bowles ist das ein klarer Vorteil, wie er gegenüber dem "Evening Standard" sagt:

"Künstliche Intelligenz kann die (personelle)Vielfalt vergrößern, denn sie kümmert sich nicht um den Hintergrund einer Person, sondern sieht ausschließlich deren Potenzial."

Klüngel und "beziehungsreiche" Seilschaften blieben damit beim Recruiting außen vor. Persönliche Vorlieben und Animositäten der HR-Entscheider ebenso. Zum Glück, meint Bowles, denn durch solche menschliche Schwächen fielen viele Kandidaten durchs Raster, obwohl sie zum Unternehmen passen würden. Mit seiner Headhunter-Software passiere das nicht.

Das Programm lernt selbstständig

Ein Jahr hat der Londoner an den Algorithmen des Programms gearbeitet. Zurzeit kann es beispielsweise erkennen, wie sich ein Bewerber nach einem Ortswechsel im damals neuen Job gemacht hat und kann eine Karriereprognose anstellen. Durch derlei Erkenntnisse "wisse" die künstliche Intelligenz, ob ein Kandidat für eine freie Position geeignet sei. Im nächsten Schritt sei geplant, dass die Headhunter-Software eigenständig Video-Interviews mit den Aspiranten führt und dabei immer mehr lerne.

Im Grunde, so Bowles,  gehe sein Programm wie ein Mensch bei der Suche nach neuen Talenten vor. Es durchsuche beispielsweise Google und Karrierenetzwerke, erstelle Datenbanken mit den Bewerbern und bewerte sie. Nur eben schneller, emotionsloser und damit unbeirrt. Das können zwar auch schon ähnliche Programme, aber endgültige personelle Entscheidungen treffen sie nicht. Die nehmen ihnen noch die Menschen ab.

Bowles Projekt hat die Londoner Founders Factory in Auftrag gegeben, die nach neuen, digital orientierten Gründern sucht. Zuvor war der Forscher bei der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN im schweizerischen Gent tätig.

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