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Schlagfertigkeit lernen: Wie Sie richtig kontern

Sich bei einer Verbalattacke einfach wegzuducken, hinterlässt keinen souveränen Eindruck. Was Sie stattdessen tun können? Schlagfertigkeit lernen! Denn mit etwas Übung fallen auch Ihnen die passenden Antworten ein. Dank unserer Tipps, Tricks und Taktiken parieren Sie locker jeden Seitenhieb.
Schlagfertigkeit lernen: Wie Sie richtig kontern Schlagfertigkeit lernen Sie am besten mit Mut und Training. (© 2016 zeljkodan/Shutterstock)

Mit Selbstbewusstsein zu mehr Schlagfertigkeit

"Sie haben im Urlaub aber ganz schön zugelegt." – Zugegeben, das Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeiter muss schon sehr gut sein, wenn der Untergebene so salopp mit seinem Vorgesetzten redet. Doch angenommen er tut es – sich dann lahm zu rechtfertigen ("schlechte Veranlagung", "gutes Essen" und so weiter), zeugt nicht gerade von viel Selbstwertgefühl. Und damit sind wir auch schon beim springenden Punkt: Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein hängen unmittelbar miteinander zusammen. Und so würde ein forscher Vorgesetzter zum Beispiel antworten: "Ja, kann sein. Aber wie war Ihr Urlaub denn so? Anscheinend war das Essen ja nicht so gut." Mit einem solchen Konter nehmen Sie Ihrem vorwitzigen Gegenüber den Wind aus den Segeln.

Wer Schlagfertigkeit lernen will –man muss dafür nicht als Rhetoriker geboren sein –, sollte zwei Dinge beherzigen:

  • Mut zur Gegenwehr. Wer immer nur versucht, es allen recht zu machen, wird damit scheitern. Haben Sie Mut zum Frechsein. Es kommt gar nicht so sehr darauf an, was Sie sagen, sondern dass Sie überhaupt etwas sagen.
  • Humor zeigen. Sie werden verbal herausgefordert? Na und? Nehmen Sie es mit Humor und vor allem sich selbst nicht so wichtig. So wirken Sie gleich gelassener.

Schlagfertigkeit lernen: Warum Humor von Vorteil ist

Ein bisschen Spaß muss sein: Wer witzig ist, tut damit auch seiner Umgebung einen Gefallen. Schließlich ist das Wirtschaftsleben oft anstrengend genug. Gelacht wird oft nur in den Mittagspausen oder nach der Arbeit. Das ist ungünstig, weil permanent angespannte Kollegen nicht gerade vor Kreativität strotzen. Angenommen es kommt zu folgender Situation: Ein Kollege von kleiner Statur regt sich über einen Kunden auf und beendet seine Wutrede mit "… und das sag ich ihm geradewegs ins Gesicht." Woraufhin Sie sagen: "Und ich heb' Sie dann hoch."

Was passiert? Ihre Kollegen lachen, die Stimmung ist aufgelockert.

Strategien für mehr Schlagfertigkeit

Wie können Sie also Schlagfertigkeit lernen? Wie so oft, heißt es auch hier: Übung macht den Meister! Natürlich sollten Sie ein gewisses verbales Geschick mitbringen, denn Konter leben häufig von spannenden Rhetorikduellen. Für ein gutes Sprachgefühl lesen und reden Sie viel und versuchen sich an Wortspielereien. Haben Sie keine Angst davor, auch mal etwas Falsches zu sagen. Aus anfänglich blamablen Situationen gehen manchmal die originellsten Wortgefechte hervor. Wichtig: Setzen Sie sich selbst nicht so unter Druck. Dann kommen die Antworten meist wie von selbst.

Nachfolgend einige Manöver, die Ihnen dabei helfen, die richtigen Antworten zu finden:

Das Umkehr-Manöver

Drehen Sie den Spieß einfach um und kontern Sie! Das Portal "Karrierebibel" nennt hier das Beispiel von Churchill, der für seine Schlagfertigkeit berühmt war. Folgendes soll sich zugetragen haben: Eine Dame sagte ihm, dass sie ihm Gift in den Kaffee mischen würde, wenn sie seine Frau wäre. Daraufhin entgegnete Churchill: "Und wenn ich ihr Mann wäre, dann würde ich ihn trinken." Der Nachteil: Mit einer so frechen Replik machen Sie sich womöglich schnell Feinde.

Das Zustimmungs-Manöver

Geben Sie Ihrem Angreifer recht, anstatt ihn zu bekämpfen. Damit laufen seine Provokationen ins Leere. Ein gutes Beispiel für zustimmende Schlagfertigkeit lieferte SPD-Chef Sigmar Gabriel. Alexander Dobrindt von der CSU bezeichnete ihn einst als "übergewichtig und unfähig", woraufhin Gabriel gelassen antwortete: "Zumindest zu der einen Hälfte hat er ja recht."

Das Rückfrage-Manöver

Spielen Sie den Ball direkt zurück. Ein gutes Beispiel hierfür ist die bereits oben beschriebene Urlaubsunterhaltung.

Körpersprache nicht vergessen

Wer Schlagfertigkeit lernen will, muss in erster Linie die richtigen Worte finden. Doch auch die Körpersprache ist entscheidend. Bauch rein, Brust raus, aufrechte Körperhaltung, direkter Blickkontakt signalisieren Ihrem Gegenüber Ihr Selbstbewusstsein.

Weiterführende Links:

  • Mimik, Gestik und Co.: Nicht nur der Inhalt ist entscheidend, sondern auch wie Sie ihn vortragen. Auf welche Weise Sie durch Körpersprache überzeugen, sehen Sie im Video.
  • Sie möchten eine Rede halten? 9 Tipps, wie Sie Ihr Team aufrütteln.
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Schlagfertigkeit lernen: Wie Sie richtig kontern Schlagfertigkeit lernen Sie am besten mit Mut und Training. (© 2016 zeljkodan/Shutterstock)

Mit Selbstbewusstsein zu mehr Schlagfertigkeit

"Sie haben im Urlaub aber ganz schön zugelegt." – Zugegeben, das Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeiter muss schon sehr gut sein, wenn der Untergebene so salopp mit seinem Vorgesetzten redet. Doch angenommen er tut es – sich dann lahm zu rechtfertigen ("schlechte Veranlagung", "gutes Essen" und so weiter), zeugt nicht gerade von viel Selbstwertgefühl. Und damit sind wir auch schon beim springenden Punkt: Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein hängen unmittelbar miteinander zusammen. Und so würde ein forscher Vorgesetzter zum Beispiel antworten: "Ja, kann sein. Aber wie war Ihr Urlaub denn so? Anscheinend war das Essen ja nicht so gut." Mit einem solchen Konter nehmen Sie Ihrem vorwitzigen Gegenüber den Wind aus den Segeln.

Wer Schlagfertigkeit lernen will –man muss dafür nicht als Rhetoriker geboren sein –, sollte zwei Dinge beherzigen:

  • Mut zur Gegenwehr. Wer immer nur versucht, es allen recht zu machen, wird damit scheitern. Haben Sie Mut zum Frechsein. Es kommt gar nicht so sehr darauf an, was Sie sagen, sondern dass Sie überhaupt etwas sagen.
  • Humor zeigen. Sie werden verbal herausgefordert? Na und? Nehmen Sie es mit Humor und vor allem sich selbst nicht so wichtig. So wirken Sie gleich gelassener.

Schlagfertigkeit lernen: Warum Humor von Vorteil ist

Ein bisschen Spaß muss sein: Wer witzig ist, tut damit auch seiner Umgebung einen Gefallen. Schließlich ist das Wirtschaftsleben oft anstrengend genug. Gelacht wird oft nur in den Mittagspausen oder nach der Arbeit. Das ist ungünstig, weil permanent angespannte Kollegen nicht gerade vor Kreativität strotzen. Angenommen es kommt zu folgender Situation: Ein Kollege von kleiner Statur regt sich über einen Kunden auf und beendet seine Wutrede mit "… und das sag ich ihm geradewegs ins Gesicht." Woraufhin Sie sagen: "Und ich heb' Sie dann hoch."

Was passiert? Ihre Kollegen lachen, die Stimmung ist aufgelockert.

Strategien für mehr Schlagfertigkeit

Wie können Sie also Schlagfertigkeit lernen? Wie so oft, heißt es auch hier: Übung macht den Meister! Natürlich sollten Sie ein gewisses verbales Geschick mitbringen, denn Konter leben häufig von spannenden Rhetorikduellen. Für ein gutes Sprachgefühl lesen und reden Sie viel und versuchen sich an Wortspielereien. Haben Sie keine Angst davor, auch mal etwas Falsches zu sagen. Aus anfänglich blamablen Situationen gehen manchmal die originellsten Wortgefechte hervor. Wichtig: Setzen Sie sich selbst nicht so unter Druck. Dann kommen die Antworten meist wie von selbst.

Nachfolgend einige Manöver, die Ihnen dabei helfen, die richtigen Antworten zu finden:

Das Umkehr-Manöver

Drehen Sie den Spieß einfach um und kontern Sie! Das Portal "Karrierebibel" nennt hier das Beispiel von Churchill, der für seine Schlagfertigkeit berühmt war. Folgendes soll sich zugetragen haben: Eine Dame sagte ihm, dass sie ihm Gift in den Kaffee mischen würde, wenn sie seine Frau wäre. Daraufhin entgegnete Churchill: "Und wenn ich ihr Mann wäre, dann würde ich ihn trinken." Der Nachteil: Mit einer so frechen Replik machen Sie sich womöglich schnell Feinde.

Das Zustimmungs-Manöver

Geben Sie Ihrem Angreifer recht, anstatt ihn zu bekämpfen. Damit laufen seine Provokationen ins Leere. Ein gutes Beispiel für zustimmende Schlagfertigkeit lieferte SPD-Chef Sigmar Gabriel. Alexander Dobrindt von der CSU bezeichnete ihn einst als "übergewichtig und unfähig", woraufhin Gabriel gelassen antwortete: "Zumindest zu der einen Hälfte hat er ja recht."

Das Rückfrage-Manöver

Spielen Sie den Ball direkt zurück. Ein gutes Beispiel hierfür ist die bereits oben beschriebene Urlaubsunterhaltung.

Körpersprache nicht vergessen

Wer Schlagfertigkeit lernen will, muss in erster Linie die richtigen Worte finden. Doch auch die Körpersprache ist entscheidend. Bauch rein, Brust raus, aufrechte Körperhaltung, direkter Blickkontakt signalisieren Ihrem Gegenüber Ihr Selbstbewusstsein.

Weiterführende Links:

  • Mimik, Gestik und Co.: Nicht nur der Inhalt ist entscheidend, sondern auch wie Sie ihn vortragen. Auf welche Weise Sie durch Körpersprache überzeugen, sehen Sie im Video.
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