Image for Mdm Logo

Überstunden: Jeder Dritte beklagt lange Arbeitszeiten

Nur nicht schlapp machen! Nach dieser Parole leisten viele Beschäftigte extrem lange Arbeitszeiten, die 45 und mehr Wochenstunden übersteigen. Als besonders anfällig für Überstunden erweisen sich laut einer DGB-Studie Entscheider.
Überstunden: Jeder Dritte beklagt lange Arbeitszeiten Für viele Entscheider sind lange Arbeitszeiten von mehr als 45 Wochenstunden normal. (© 2016 lassedesignen/Shutterstock)

Lange Arbeitszeiten von über 48 Wochenstunden

Länger arbeiten als im Vertrag vereinbart – das ist für jeden dritten Beschäftigten Alltag. Fast ein Viertel der arbeitenden Bevölkerung leistet pro Woche mehr als 45 Stunden, ein Sechstel sogar mehr als 48 Stunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung des DGB-Index' Gute Arbeit. Annelie Buntenbach vom Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) spricht angesichts der Zahlen von "Arbeiten ohne Ende".

Die wichtigsten Ergebnisse der DGB-Studie

  • Ein Drittel der Vollzeitkräfte beklagt zu lange Arbeitszeiten.
  • 23 Prozent aller Beschäftigten haben Arbeitszeiten von 45 Stunden und mehr pro Woche.
  • 17 Prozent sind mehr als 48 Stunden pro Woche beschäftigt.
  • Die Mitarbeiter berichten von einer schlechten Work-Life-Balance und beeinträchtigten Erholungsphasen.

Wo lange Arbeitszeiten anfallen, ist stark von den Wirtschaftszweigen abhängig. Der Anteil der Betroffenen ist hier besonders hoch:

  • Verkehr und Lagerei (54 Prozent)
  • Land/Forst/Bergbau/Energie/Wasser/Entsorgung (47 Prozent)
  • sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (43 Prozent)
  • Gastgewerbe (41 Prozent)

Die wenigsten Ausreißer gibt es im Bereich der Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 23 Prozent.

Entscheider schuften am längsten

Lange Arbeitszeiten hängen auch davon ab, ob die Vollzeitbeschäftigten eine Leitungsfunktion ausüben. Von den Führungskräften geben 44 Prozent an, pro Woche 45 Stunden und mehr zu absolvieren. Wer keine Chefposition hat, tut das nur zu 28 Prozent. Geht es um mehr als 48 Wochenstunden, sind davon doppelt so viele Entscheider betroffen als Mitarbeiter ohne Leitungsfunktion.

Für Buntenbach ist damit klar:

"Wir brauchen neue Regeln, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel und selbstbestimmt gestalten können."

Weiterführende Links:

  • Alle Zahlen der Studie über lange Arbeitszeiten finden Sie zum Download auf der Homepage zum DGB-Index Gute Arbeit.
  • Eine starre Anzahl von Wochenstunden halten viele Angestellte für nicht mehr zeitgemäß. Sie wünschen sich zum Beispiel eine Vertrauensarbeitszeit.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber
alle ratgeber
Neues zu Arbeitszeit
alle ratgeber Alle Beiträge

Überstunden: Jeder Dritte beklagt lange Arbeitszeiten

Nur nicht schlapp machen! Nach dieser Parole leisten viele Beschäftigte extrem lange Arbeitszeiten, die 45 und mehr Wochenstunden übersteigen. Als besonders anfällig für Überstunden erweisen sich laut einer DGB-Studie Entscheider.
Überstunden: Jeder Dritte beklagt lange Arbeitszeiten Für viele Entscheider sind lange Arbeitszeiten von mehr als 45 Wochenstunden normal. (© 2016 lassedesignen/Shutterstock)

Lange Arbeitszeiten von über 48 Wochenstunden

Länger arbeiten als im Vertrag vereinbart – das ist für jeden dritten Beschäftigten Alltag. Fast ein Viertel der arbeitenden Bevölkerung leistet pro Woche mehr als 45 Stunden, ein Sechstel sogar mehr als 48 Stunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung des DGB-Index' Gute Arbeit. Annelie Buntenbach vom Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) spricht angesichts der Zahlen von "Arbeiten ohne Ende".

Die wichtigsten Ergebnisse der DGB-Studie

  • Ein Drittel der Vollzeitkräfte beklagt zu lange Arbeitszeiten.
  • 23 Prozent aller Beschäftigten haben Arbeitszeiten von 45 Stunden und mehr pro Woche.
  • 17 Prozent sind mehr als 48 Stunden pro Woche beschäftigt.
  • Die Mitarbeiter berichten von einer schlechten Work-Life-Balance und beeinträchtigten Erholungsphasen.

Wo lange Arbeitszeiten anfallen, ist stark von den Wirtschaftszweigen abhängig. Der Anteil der Betroffenen ist hier besonders hoch:

  • Verkehr und Lagerei (54 Prozent)
  • Land/Forst/Bergbau/Energie/Wasser/Entsorgung (47 Prozent)
  • sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (43 Prozent)
  • Gastgewerbe (41 Prozent)

Die wenigsten Ausreißer gibt es im Bereich der Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 23 Prozent.

Entscheider schuften am längsten

Lange Arbeitszeiten hängen auch davon ab, ob die Vollzeitbeschäftigten eine Leitungsfunktion ausüben. Von den Führungskräften geben 44 Prozent an, pro Woche 45 Stunden und mehr zu absolvieren. Wer keine Chefposition hat, tut das nur zu 28 Prozent. Geht es um mehr als 48 Wochenstunden, sind davon doppelt so viele Entscheider betroffen als Mitarbeiter ohne Leitungsfunktion.

Für Buntenbach ist damit klar:

"Wir brauchen neue Regeln, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel und selbstbestimmt gestalten können."

Weiterführende Links:

  • Alle Zahlen der Studie über lange Arbeitszeiten finden Sie zum Download auf der Homepage zum DGB-Index Gute Arbeit.
  • Eine starre Anzahl von Wochenstunden halten viele Angestellte für nicht mehr zeitgemäß. Sie wünschen sich zum Beispiel eine Vertrauensarbeitszeit.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber