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Übliche Wochenarbeitszeit für ältere Arbeitnehmer zu lang

Ist die Wochenarbeitszeit zu lang, leidet die Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern. Neu ist diese Erkenntnis nicht, schließlich heißt es im Volksmund schon seit langem: "Nach müde kommt blöd!". Nun haben australische Wissenschaftler allerdings ermittelt, wie viele Stunden Arbeit pro Woche optimal wären.
Übliche Wochenarbeitszeit für ältere Arbeitnehmer zu lang. Bereits eine Wochenarbeitszeit knapp über 25 Stunden kann zum Abbau der kognitiven Fähigkeiten bei älteren Arbeitnehmern führen. (© 2016 Milles Studio/Shutterstock)

Mehr als 25 Stunden Wochenarbeitszeit kann dumm machen

In einer jüngst veröffentlichten Studie stellten Wissenschaftler der Universität Melbourne fest, dass bei über 40-jährigen Erwerbstätigen bereits ab einer Wochenarbeitszeit von 25 Stunden die Intelligenz leidet.  Anhand verschiedener Tests wiesen die Forscher nach, dass für viele Berufe elementare kognitive Fähigkeiten bei den Studienteilnehmern nachließen. Sie waren

  • weniger kreativ,
  • unaufmerksamer,
  • weniger fähig, Neues zu lernen und es sich zu merken
  • und argumentierten schlechter.

Zwar ist bekannt, dass Stress sich negativ auf die kognitiven Fähigkeiten von Menschen auswirken kann. Es existieren entsprechende Studien, dass beispielsweise der ständige Zeitdruck bei Fließbandarbeit Stress auslöst, der – salopp gesagt – zur Verblödung führen kann. Das ein solcher Stresspegel allerdings bei einer Wochenarbeitszeit von mehr als 25 Stunden erreicht sein kann, hat offenbar selbst die Wissenschaftler überrascht.

Gewisses Maß an Arbeit hält geistig fit

Die Autoren der Studie bezeichnen Arbeit als "zweischneidiges Schwert". Einerseits halten geistige Herausforderungen  das Gehirn fit, indem sie es stimulieren. Auf der anderen Seite können bestimmte Tätigkeiten aber auch die reine Anzahl an geleisteten Arbeitsstunden für Stress und Ermüdung sorgen, was kognitive Fähigkeiten nachweislich schädigen kann. Die Studienergebnisse lassen darauf schließen, dass Arbeit nur bis zum Erreichen eines bestimmten Grenzwerts positive Auswirkungen auf die geistige Fitness hat, danach stellt sich ein gegenteiliger Effekt ein.  Demzufolge würde die optimale Wochenarbeitszeit für Männer über 40 Jahren bei 25 bis 30 Stunden liegen. Für Frauen liegt der Grenzwert etwas niedriger, hier wären 22 bis 27 Stunden Wochenarbeitszeit den Forschern zufolge ideal.

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Übliche Wochenarbeitszeit für ältere Arbeitnehmer zu lang. Bereits eine Wochenarbeitszeit knapp über 25 Stunden kann zum Abbau der kognitiven Fähigkeiten bei älteren Arbeitnehmern führen. (© 2016 Milles Studio/Shutterstock)

Mehr als 25 Stunden Wochenarbeitszeit kann dumm machen

In einer jüngst veröffentlichten Studie stellten Wissenschaftler der Universität Melbourne fest, dass bei über 40-jährigen Erwerbstätigen bereits ab einer Wochenarbeitszeit von 25 Stunden die Intelligenz leidet.  Anhand verschiedener Tests wiesen die Forscher nach, dass für viele Berufe elementare kognitive Fähigkeiten bei den Studienteilnehmern nachließen. Sie waren

  • weniger kreativ,
  • unaufmerksamer,
  • weniger fähig, Neues zu lernen und es sich zu merken
  • und argumentierten schlechter.

Zwar ist bekannt, dass Stress sich negativ auf die kognitiven Fähigkeiten von Menschen auswirken kann. Es existieren entsprechende Studien, dass beispielsweise der ständige Zeitdruck bei Fließbandarbeit Stress auslöst, der – salopp gesagt – zur Verblödung führen kann. Das ein solcher Stresspegel allerdings bei einer Wochenarbeitszeit von mehr als 25 Stunden erreicht sein kann, hat offenbar selbst die Wissenschaftler überrascht.

Gewisses Maß an Arbeit hält geistig fit

Die Autoren der Studie bezeichnen Arbeit als "zweischneidiges Schwert". Einerseits halten geistige Herausforderungen  das Gehirn fit, indem sie es stimulieren. Auf der anderen Seite können bestimmte Tätigkeiten aber auch die reine Anzahl an geleisteten Arbeitsstunden für Stress und Ermüdung sorgen, was kognitive Fähigkeiten nachweislich schädigen kann. Die Studienergebnisse lassen darauf schließen, dass Arbeit nur bis zum Erreichen eines bestimmten Grenzwerts positive Auswirkungen auf die geistige Fitness hat, danach stellt sich ein gegenteiliger Effekt ein.  Demzufolge würde die optimale Wochenarbeitszeit für Männer über 40 Jahren bei 25 bis 30 Stunden liegen. Für Frauen liegt der Grenzwert etwas niedriger, hier wären 22 bis 27 Stunden Wochenarbeitszeit den Forschern zufolge ideal.

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