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Unternehmensnachfolge: Externe Kandidaten sind knapp

Die Unternehmensnachfolge stellt für den Mittelstand eine Herausforderung dar. Denn immer mehr Mittelständler brauchen demnächst einen Nachfolger, während aus verschiedenen Gründen immer weniger neue Chefs zur Verfügung stehen.
Unternehmensnachfolge: Externe Kandidaten sind knapp Die Unternehmensnachfolge verläuft nicht in jeder Firma unkompliziert. (© 2016 Kinga/Shutterstock)

Viele Mittelständler brauchen einen Nachfolger

Wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in ihrem repräsentativen KfW-Mittelstandspanel festgestellt hat, plant jeder sechste mittelständische Unternehmer, innerhalb der nächsten zwei Jahre sein Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben oder zu verkaufen. Das entspricht 620.000 kleinen und mittleren Unternehmen, die bis 2018 eine Unternehmensnachfolge benötigen. Vor drei Jahren waren es nur 530.000 Mittelständler, die in absehbarer Zeit einen Nachfolger benötigten.

Demografischer Wandel erschwert Unternehmensnachfolge

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, sieht den demografischen Wandel als einen der Gründe für die schwerer werdende Suche nach einem Nachfolger:

"Es zeichnet sich immer deutlicher ein demografischer Engpass bei der Nachfolge ab. Die Alterung erhöht Jahr für Jahr die Zahl der Unternehmen, die zur Übergabe anstehen. Die jüngeren Generationen sind aber zu dünn besetzt, weshalb die Nachfolger fehlen."

Ein weiterer Faktor ist aber auch die sinkende Zahl an Übrnahmegründern: Durch die gute Arbeitsmarktlage ist es weniger attraktiv, eine Firma zu übernehmen und dafür zu investieren. Von 200.000 Übernahmegründern im Jahr 2002 ist die Zahl 2015 auf 62.000 gesunken. Laut Zeuner gibt es damit aktuell rund dreimal so viele Unternehmer auf der Suche nach einem Nachfolger wie Übernahmegründer.

Frühzeitige Planung ist wichtig

Damit die Unternehmensnachfolge im Mittelstand gelingt, muss sie rechtzeitig geplant werden. Dieser Ansicht ist auch die Hälfte der befragten Unternehmen. Bei der Übergabe halten 72 Prozent die intensive Einarbeitung des Nachfolgers für besonders wichtig, 60 Prozent erachteten den Erhalt von Kunden und Lieferanten in dieser Phase als zentral. Nur 13 Prozent glauben dagegen, dass die Modernisierung des Unternehmens einen wichtigen Erfolgsfaktor darstellt.

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Unternehmensnachfolge: Externe Kandidaten sind knapp Die Unternehmensnachfolge verläuft nicht in jeder Firma unkompliziert. (© 2016 Kinga/Shutterstock)

Viele Mittelständler brauchen einen Nachfolger

Wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in ihrem repräsentativen KfW-Mittelstandspanel festgestellt hat, plant jeder sechste mittelständische Unternehmer, innerhalb der nächsten zwei Jahre sein Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben oder zu verkaufen. Das entspricht 620.000 kleinen und mittleren Unternehmen, die bis 2018 eine Unternehmensnachfolge benötigen. Vor drei Jahren waren es nur 530.000 Mittelständler, die in absehbarer Zeit einen Nachfolger benötigten.

Demografischer Wandel erschwert Unternehmensnachfolge

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, sieht den demografischen Wandel als einen der Gründe für die schwerer werdende Suche nach einem Nachfolger:

"Es zeichnet sich immer deutlicher ein demografischer Engpass bei der Nachfolge ab. Die Alterung erhöht Jahr für Jahr die Zahl der Unternehmen, die zur Übergabe anstehen. Die jüngeren Generationen sind aber zu dünn besetzt, weshalb die Nachfolger fehlen."

Ein weiterer Faktor ist aber auch die sinkende Zahl an Übrnahmegründern: Durch die gute Arbeitsmarktlage ist es weniger attraktiv, eine Firma zu übernehmen und dafür zu investieren. Von 200.000 Übernahmegründern im Jahr 2002 ist die Zahl 2015 auf 62.000 gesunken. Laut Zeuner gibt es damit aktuell rund dreimal so viele Unternehmer auf der Suche nach einem Nachfolger wie Übernahmegründer.

Frühzeitige Planung ist wichtig

Damit die Unternehmensnachfolge im Mittelstand gelingt, muss sie rechtzeitig geplant werden. Dieser Ansicht ist auch die Hälfte der befragten Unternehmen. Bei der Übergabe halten 72 Prozent die intensive Einarbeitung des Nachfolgers für besonders wichtig, 60 Prozent erachteten den Erhalt von Kunden und Lieferanten in dieser Phase als zentral. Nur 13 Prozent glauben dagegen, dass die Modernisierung des Unternehmens einen wichtigen Erfolgsfaktor darstellt.

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