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Unterschiedliche Wahrnehmung der Agilität von Unternehmen

Agilität ist derzeit das Gebot der Stunde, wenn es um moderne Unternehmensführung geht. Doch wie sieht es mit agilen Methoden im Arbeitsalltag tatsächlich aus – werden sie in der Praxis eingesetzt? Und mit welchem Erfolg? Das wurde nun im Rahmen einer aktuellen Studie im Auftrag von Haufe-Lexware untersucht.
Unterschiedliche Wahrnehmung der Agilität von Unternehmen Chefs schätzen die Agilität ihres Unternehmens oft hoch ein, Mitarbeiter sind anderer Meinung. (© 2016 stefanolunardi/Shutterstock)

Führungskräfte bewerten agile Methoden positiv

Agilität wird vom Großteil der Führungskräfte positiv bewertet. Drei Viertel der Befragten mit Führungsverantwortung gaben an, eine Steigerung der Effizienz und Effektivität durch den Einsatz agiler Methoden feststellen zu können. Daher überrascht es nicht, das zwei Drittel der Führungskräfte den Einsatz agiler Methoden befürworten. Die Einschätzung, dass agile Methoden den Output erhöhen, teilt übrigens auch ein Großteil der Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung.

Mitarbeiter sehen Nachholbedarf bei der Agilität ihres Unternehmens

Was die Bewertung der Agilität des eigenen Unternehmens betrifft, gehen die Meinungen von Mitarbeitern und Führungskräften hingegen deutlich auseinander. Während viele Führungskräfte mit 70 Prozent Zustimmung ihr Unternehmen bereits für recht agil halten, kommt von den agilen Methoden im Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter offenbar deutlich weniger an.  Nur 31 Prozent der befragten Mitarbeiter gaben an, dass in ihrem Unternehmen entsprechende Strukturen und Führungssysteme bestünden, um schnell auf Kundenanforderungen reagieren zu können.

Agilität in unteren Hierarchiebenen noch nicht angekommen

Es liegt die Vermutung nahe, dass Agilität in deutschen Unternehmen in erster Linie auf Führungsebene ein zentrales Thema ist. Dies erklärt die Diskrepanz bezüglich der Einschätzung der Agilität des eigenen Unternehmens. Während unter den Führungskräften agile Methoden wie Scrum oder Design Thinking bereits zum Arbeitsalltag gehören, werden sie nur von jedem zehnten Teammitglied genutzt.

Führungsmethoden müssen überdacht werden

Aktuell scheint zumindest in unteren Hierarchieebenen der klassische hierarchische Führungsstil immer noch weit verbreitet zu sein. Dieser steht in vielen Belangen im Widerspruch zu den Prinzipien der Agilität. Damit agile Methoden ihr Potenzial entfalten können, ist ein verändertes Rollenverständnis erforderlich, bei dem einzelnen Mitarbeitern deutlich mehr Verantwortung übertragen wird.  Dies stellt nicht nur höhere Anforderungen an die einzelnen Teammitglieder, auch Führungskräfte müssen sich mit dem Prinzip der Verantwortungsdelegation offenbar erst anfreunden.

Weiterführende Links:

  • Agiles Projektmanagement: So bilden Sie Ihr Scrum Team.
  • Die besten Tools für agiles Projektmanagement mit Scrum.
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Unterschiedliche Wahrnehmung der Agilität von Unternehmen

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Unterschiedliche Wahrnehmung der Agilität von Unternehmen Chefs schätzen die Agilität ihres Unternehmens oft hoch ein, Mitarbeiter sind anderer Meinung. (© 2016 stefanolunardi/Shutterstock)

Führungskräfte bewerten agile Methoden positiv

Agilität wird vom Großteil der Führungskräfte positiv bewertet. Drei Viertel der Befragten mit Führungsverantwortung gaben an, eine Steigerung der Effizienz und Effektivität durch den Einsatz agiler Methoden feststellen zu können. Daher überrascht es nicht, das zwei Drittel der Führungskräfte den Einsatz agiler Methoden befürworten. Die Einschätzung, dass agile Methoden den Output erhöhen, teilt übrigens auch ein Großteil der Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung.

Mitarbeiter sehen Nachholbedarf bei der Agilität ihres Unternehmens

Was die Bewertung der Agilität des eigenen Unternehmens betrifft, gehen die Meinungen von Mitarbeitern und Führungskräften hingegen deutlich auseinander. Während viele Führungskräfte mit 70 Prozent Zustimmung ihr Unternehmen bereits für recht agil halten, kommt von den agilen Methoden im Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter offenbar deutlich weniger an.  Nur 31 Prozent der befragten Mitarbeiter gaben an, dass in ihrem Unternehmen entsprechende Strukturen und Führungssysteme bestünden, um schnell auf Kundenanforderungen reagieren zu können.

Agilität in unteren Hierarchiebenen noch nicht angekommen

Es liegt die Vermutung nahe, dass Agilität in deutschen Unternehmen in erster Linie auf Führungsebene ein zentrales Thema ist. Dies erklärt die Diskrepanz bezüglich der Einschätzung der Agilität des eigenen Unternehmens. Während unter den Führungskräften agile Methoden wie Scrum oder Design Thinking bereits zum Arbeitsalltag gehören, werden sie nur von jedem zehnten Teammitglied genutzt.

Führungsmethoden müssen überdacht werden

Aktuell scheint zumindest in unteren Hierarchieebenen der klassische hierarchische Führungsstil immer noch weit verbreitet zu sein. Dieser steht in vielen Belangen im Widerspruch zu den Prinzipien der Agilität. Damit agile Methoden ihr Potenzial entfalten können, ist ein verändertes Rollenverständnis erforderlich, bei dem einzelnen Mitarbeitern deutlich mehr Verantwortung übertragen wird.  Dies stellt nicht nur höhere Anforderungen an die einzelnen Teammitglieder, auch Führungskräfte müssen sich mit dem Prinzip der Verantwortungsdelegation offenbar erst anfreunden.

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  • Agiles Projektmanagement: So bilden Sie Ihr Scrum Team.
  • Die besten Tools für agiles Projektmanagement mit Scrum.
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