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Urlaubsanspruch: Deutsche haben im Schnitt 27 Urlaubstage

Wie viele Urlaubstage deutschen Arbeitnehmern zustehen, hängt meist stark vom ausgeübten Beruf und der jeweiligen Branche ab. Doch auch der Wohnort spielt eine Rolle. Obwohl die Mehrheit der Angestellten einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen pro Jahr hat, liegt der Bundesdurchschnitt nur bei 27 Tagen.
Urlaubsanspruch: Deutsche haben im Schnitt 27 Urlaubstage. 30 Urlaubstage stehen dem Großteil der Deutschen zur Verfügung. (© 2016 Marko Poplasen/Shutterstock)

In Hotels und Gastronomie besonders wenige Urlaubstage

58 Prozent, also der Großteil der Beschäftigten  in Deutschland, haben einer aktuellen Studie des Vergütungsanalysten Compensation Partner zufolge einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen jährlich. In einigen Branchen, allen voran im Hotel- und Gaststättengewerbe, müssen sich Arbeitnehmer allerdings mit deutlich weniger Urlaubstagen zufriedengeben. Daher liegt der durchschnittliche Urlaubsanspruch der bundesdeutschen Beschäftigten nur bei 27 Tagen jährlich. Angestellte in Hotels und Gaststätten haben im Schnitt nur 26 Urlaubstage im Jahr. Damit belegt das Hotel- und Gaststättengewerbe gemeinsam mit der Rechtsberatung und Callcentern den letzten Platz im Branchenrating.

Nur wenige erhalten nicht mehr als gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch

Ganz knauserig sind deutsche Arbeitgeber mit Urlaubstagen offenbar nicht: Nur 1,6 Prozent der Befragten erhalten lediglich den gesetzlichen Mindestanspruch von 20 Tagen Urlaub pro Jahr. Knapp acht Prozent haben einen Urlaubsanspruch von 24 Tagen. Mehr als 30 Tage Urlaub sind allerdings eine Ausnahme, über die sich nur 3,4 Prozent der Beschäftigten freuen können. Für die meisten Friseure dürften ein solcher Urlaubsanspruch ein Traum bleiben: Von allen Berufen haben sie mit jährlich 24 Tagen am wenigsten Urlaub, gefolgt von Kellnern mit 25 Tagen. Zu denjenigen, denen 30 Tage Auszeit vergönnt sind, zählen unter anderem Ingenieure, Oberärzte und Pharmareferenten – allesamt also Berufe mit höherem Einkommen.

Zahl der Urlaubstage steigt mit Höhe des Gehalts

Wie die Studienergebnisse zeigen, ist dies kein Zufall. Tim Börger, Geschäftsführer von Compensation Partner, erklärt:

„Es besteht eine Korrelation zwischen der Höhe des Gehaltes und der Anzahl der Urlaubstage – mit steigendem Lohn steigt auch der Urlaubsanspruch.“

Bei einem Jahresgehalt von unter 20.000 Euro liegt der Urlaubsanspruch im Schnitt bei rund 24 Tagen.  Beschäftigte, die 61.000 Euro oder mehr verdienen, erhalten durchschnittlich 29 Urlaubstage, also zwei Tage mehr als der Bundesdurchschnitt. Neben dem Gehalt spielt allerdings auch der Arbeitsort eine entscheidende Rolle für den Urlaubsanspruch, wie die Verfasser der Studie feststellen konnten. Während es im vielerorts strukturschwachen Osten (Postleitzahlenbereich 0) im Schnitt nur 26,5 Urlaubstage gibt, gönnen Arbeitgeber im wirtschaftsstarken Baden-Württemberg ihren Beschäftigten mit durchschnittlich 28 Tagen den meisten Urlaub.

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Urlaubsanspruch: Deutsche haben im Schnitt 27 Urlaubstage. 30 Urlaubstage stehen dem Großteil der Deutschen zur Verfügung. (© 2016 Marko Poplasen/Shutterstock)

In Hotels und Gastronomie besonders wenige Urlaubstage

58 Prozent, also der Großteil der Beschäftigten  in Deutschland, haben einer aktuellen Studie des Vergütungsanalysten Compensation Partner zufolge einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen jährlich. In einigen Branchen, allen voran im Hotel- und Gaststättengewerbe, müssen sich Arbeitnehmer allerdings mit deutlich weniger Urlaubstagen zufriedengeben. Daher liegt der durchschnittliche Urlaubsanspruch der bundesdeutschen Beschäftigten nur bei 27 Tagen jährlich. Angestellte in Hotels und Gaststätten haben im Schnitt nur 26 Urlaubstage im Jahr. Damit belegt das Hotel- und Gaststättengewerbe gemeinsam mit der Rechtsberatung und Callcentern den letzten Platz im Branchenrating.

Nur wenige erhalten nicht mehr als gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch

Ganz knauserig sind deutsche Arbeitgeber mit Urlaubstagen offenbar nicht: Nur 1,6 Prozent der Befragten erhalten lediglich den gesetzlichen Mindestanspruch von 20 Tagen Urlaub pro Jahr. Knapp acht Prozent haben einen Urlaubsanspruch von 24 Tagen. Mehr als 30 Tage Urlaub sind allerdings eine Ausnahme, über die sich nur 3,4 Prozent der Beschäftigten freuen können. Für die meisten Friseure dürften ein solcher Urlaubsanspruch ein Traum bleiben: Von allen Berufen haben sie mit jährlich 24 Tagen am wenigsten Urlaub, gefolgt von Kellnern mit 25 Tagen. Zu denjenigen, denen 30 Tage Auszeit vergönnt sind, zählen unter anderem Ingenieure, Oberärzte und Pharmareferenten – allesamt also Berufe mit höherem Einkommen.

Zahl der Urlaubstage steigt mit Höhe des Gehalts

Wie die Studienergebnisse zeigen, ist dies kein Zufall. Tim Börger, Geschäftsführer von Compensation Partner, erklärt:

„Es besteht eine Korrelation zwischen der Höhe des Gehaltes und der Anzahl der Urlaubstage – mit steigendem Lohn steigt auch der Urlaubsanspruch.“

Bei einem Jahresgehalt von unter 20.000 Euro liegt der Urlaubsanspruch im Schnitt bei rund 24 Tagen.  Beschäftigte, die 61.000 Euro oder mehr verdienen, erhalten durchschnittlich 29 Urlaubstage, also zwei Tage mehr als der Bundesdurchschnitt. Neben dem Gehalt spielt allerdings auch der Arbeitsort eine entscheidende Rolle für den Urlaubsanspruch, wie die Verfasser der Studie feststellen konnten. Während es im vielerorts strukturschwachen Osten (Postleitzahlenbereich 0) im Schnitt nur 26,5 Urlaubstage gibt, gönnen Arbeitgeber im wirtschaftsstarken Baden-Württemberg ihren Beschäftigten mit durchschnittlich 28 Tagen den meisten Urlaub.

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