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Darum brauchen Sie einen Chief Information Officer

Raus aus der analogen Vergangenheit, rein in die digitale Zukunft! Am besten mit einem Chief Information Officer. Dieser managt als IT-Leiter die digitale Transformation im Unternehmen und agiert als Innovationstreiber.
Darum brauchen Sie einen Chief Information Officer Wird im Zuge der Digitalisierung immer wichtiger: Der Posten als Chief Information Officer. (© 2016 Ollyy/Shutterstock)

CIO: Mehr als nur ein Anglizismus

Chief Information – was? Zugegeben, die neue Welt der Berufsbezeichnungen ist manchmal etwas verwirrend. Aber Chief Information Officer ist mehr als nur ein Buzzword. Als Manager und Leiter der gesamten IT-Struktur steht der CIO an der Spitze der digitalen Kommandobrücke. Er übernimmt laut Gründerszene drei Hauptaufgaben:

1) Das Tagesgeschäft. Zeitgemäße Rechner und funktionierende Software sind die Grundvoraussetzung dafür, dass die Belegschaft ihrer Tätigkeit nachgehen kann. Der Chief Information Officer sorgt dafür, dass im operativen Bereich alles rund läuft.

2) Innovation. Im Zeitalter der Digitalisierung gibt es ständig technische Neuerungen. Stets auf dem neuesten Stand zu bleiben und wenn möglich selbst Innovationen voranzutreiben – das liegt ebenso in der Verantwortung des CIO.

3) Strategische Ausrichtung. Brauchen meine Mitarbeiter mobile Endgeräte? Wie lassen sich Abläufe in der Produktion effizienter gestalten? Ist Social Software besser als E-Mail? Das sind Fragen, die einen Chief Information Officer beschäftigen. Schließlich agiert er auch als Stratege.

Aufgrund dieser Eigenschaft sollte sich der IT-Leiter auch auf der richtigen Hierarchiestufe befinden. "Der CIO erfüllt eine Querschnittsaufgabe und sollte mit den Vorstandsmitgliedern auf Augenhöhe verhandeln können", erklärt der Digitalexperte Stephan Pfisterer im manager magazin.

Das sind die Anforderungen an den CIO

Eines vorweg: Nicht jeder ist für die Position des Chief Information Officers geeignet. Denn die Anforderungen sind recht hoch. Fundiertes IT-Wissen ist nicht genug. Vielmehr sollte der CIO Informatik- und Betriebswirtschaft klug miteinander kombinieren und folgende Qualifikationen mitbringen:

  • Mehrjährige Berufserfahrung, am besten auch in der Projektleitung.
  • Soziale Kompetenzen in der Mitarbeiterführung.
  • Fundierte Technik-Kenntnisse sowie souveräner Auftritt im Business-Alltag.
  • Strapazierfähigkeit und Durchsetzungsvermögen.

Vor allem der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen. Denn als IT-Leiter realisiert der CIO die digitale Transformation. Und diese droht in vielen Unternehmen zu scheitern.  Laut einer aktuellen etventure-Studie scheut fast die Hälfte der Führungskräfte vor den notwendigen radikalen Entscheidungen zurück. Bei weniger als 50 Prozent der Betriebe steuern die Entscheider selbst digitale Veränderungsprozesse. Nur für die wenigsten ist die Digitalisierung das Top-Unternehmensthema schlechthin.

In so einem schwierigen Umfeld muss der Chief Information Officer ...

  • die Geschäftsführung von der Relevanz der digitalen Transformation überzeugen.
  • für die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen kämpfen.
  • neue IT-Lösungen implementieren und unternehmensweit integrieren.
  • die sogenannte "Schatten-IT" verhindern und dafür sorgen, dass alle Abteilungen auf demselben Stand sind und dieselben Tools verwenden.

CIO einstellen: Darauf kommt es an

Sie wollen die Stelle des Chief Information Officers neu besetzen? Gut, dann sollten Sie ein paar Dinge beachten. Von einer Führungskraft können Sie durchaus erwarten, dass sie gut vernetzt ist. Fragen Sie den Jobkandidaten nach seinen Kontakten und Netzwerken. Tipp: Die Online-Präsenz in den Karriereportalen liefert Ihnen einen guten Eindruck. Fragen Sie ferner, welche Neuerungen der Bewerber selbst schon umgesetzt hat. Ein CIO sollte offen für Neues sein und Verbesserungen verwirklichen.

Um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten, empfiehlt es sich für Sie, die Karten ebenfalls offen auf den Tisch legen. Erklären Sie, welche Rolle der CIO in Ihrem Unternehmen konkret einnehmen soll. Geht es mehr in Richtung Technik-Nerd oder Business-Allrounder? Befindet sich Ihr Unternehmen gerade in einer Umbruchphase? Wie ist die IT im Betrieb organisiert? Transparenz und Ehrlichkeit sind der erste Schritt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Übrigens: Ein Chief Information Officer hat auch seinen Preis. Laut dem Personalberater Michael Page bezieht ein IT-Leiter ein durchschnittliches Fixgehalt von 131.000 Euro pro Jahr. Rechnet man die Zusatzleistungen hinzu, steigt der Verdienst auf 151.000 Euro an.

Weiterführende Links:

  • Der CDO in Deutschland: Darum ist der Chief Digital Officer hierzulande noch ein rarer Posten.
  • Digitalisierung und Industrie 4.0: Das sind fünf Beispiele für eine erfolgreiche Zukunft.
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Raus aus der analogen Vergangenheit, rein in die digitale Zukunft! Am besten mit einem Chief Information Officer. Dieser managt als IT-Leiter die digitale Transformation im Unternehmen und agiert als Innovationstreiber.
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CIO: Mehr als nur ein Anglizismus

Chief Information – was? Zugegeben, die neue Welt der Berufsbezeichnungen ist manchmal etwas verwirrend. Aber Chief Information Officer ist mehr als nur ein Buzzword. Als Manager und Leiter der gesamten IT-Struktur steht der CIO an der Spitze der digitalen Kommandobrücke. Er übernimmt laut Gründerszene drei Hauptaufgaben:

1) Das Tagesgeschäft. Zeitgemäße Rechner und funktionierende Software sind die Grundvoraussetzung dafür, dass die Belegschaft ihrer Tätigkeit nachgehen kann. Der Chief Information Officer sorgt dafür, dass im operativen Bereich alles rund läuft.

2) Innovation. Im Zeitalter der Digitalisierung gibt es ständig technische Neuerungen. Stets auf dem neuesten Stand zu bleiben und wenn möglich selbst Innovationen voranzutreiben – das liegt ebenso in der Verantwortung des CIO.

3) Strategische Ausrichtung. Brauchen meine Mitarbeiter mobile Endgeräte? Wie lassen sich Abläufe in der Produktion effizienter gestalten? Ist Social Software besser als E-Mail? Das sind Fragen, die einen Chief Information Officer beschäftigen. Schließlich agiert er auch als Stratege.

Aufgrund dieser Eigenschaft sollte sich der IT-Leiter auch auf der richtigen Hierarchiestufe befinden. "Der CIO erfüllt eine Querschnittsaufgabe und sollte mit den Vorstandsmitgliedern auf Augenhöhe verhandeln können", erklärt der Digitalexperte Stephan Pfisterer im manager magazin.

Das sind die Anforderungen an den CIO

Eines vorweg: Nicht jeder ist für die Position des Chief Information Officers geeignet. Denn die Anforderungen sind recht hoch. Fundiertes IT-Wissen ist nicht genug. Vielmehr sollte der CIO Informatik- und Betriebswirtschaft klug miteinander kombinieren und folgende Qualifikationen mitbringen:

  • Mehrjährige Berufserfahrung, am besten auch in der Projektleitung.
  • Soziale Kompetenzen in der Mitarbeiterführung.
  • Fundierte Technik-Kenntnisse sowie souveräner Auftritt im Business-Alltag.
  • Strapazierfähigkeit und Durchsetzungsvermögen.

Vor allem der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen. Denn als IT-Leiter realisiert der CIO die digitale Transformation. Und diese droht in vielen Unternehmen zu scheitern.  Laut einer aktuellen etventure-Studie scheut fast die Hälfte der Führungskräfte vor den notwendigen radikalen Entscheidungen zurück. Bei weniger als 50 Prozent der Betriebe steuern die Entscheider selbst digitale Veränderungsprozesse. Nur für die wenigsten ist die Digitalisierung das Top-Unternehmensthema schlechthin.

In so einem schwierigen Umfeld muss der Chief Information Officer ...

  • die Geschäftsführung von der Relevanz der digitalen Transformation überzeugen.
  • für die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen kämpfen.
  • neue IT-Lösungen implementieren und unternehmensweit integrieren.
  • die sogenannte "Schatten-IT" verhindern und dafür sorgen, dass alle Abteilungen auf demselben Stand sind und dieselben Tools verwenden.

CIO einstellen: Darauf kommt es an

Sie wollen die Stelle des Chief Information Officers neu besetzen? Gut, dann sollten Sie ein paar Dinge beachten. Von einer Führungskraft können Sie durchaus erwarten, dass sie gut vernetzt ist. Fragen Sie den Jobkandidaten nach seinen Kontakten und Netzwerken. Tipp: Die Online-Präsenz in den Karriereportalen liefert Ihnen einen guten Eindruck. Fragen Sie ferner, welche Neuerungen der Bewerber selbst schon umgesetzt hat. Ein CIO sollte offen für Neues sein und Verbesserungen verwirklichen.

Um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten, empfiehlt es sich für Sie, die Karten ebenfalls offen auf den Tisch legen. Erklären Sie, welche Rolle der CIO in Ihrem Unternehmen konkret einnehmen soll. Geht es mehr in Richtung Technik-Nerd oder Business-Allrounder? Befindet sich Ihr Unternehmen gerade in einer Umbruchphase? Wie ist die IT im Betrieb organisiert? Transparenz und Ehrlichkeit sind der erste Schritt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Übrigens: Ein Chief Information Officer hat auch seinen Preis. Laut dem Personalberater Michael Page bezieht ein IT-Leiter ein durchschnittliches Fixgehalt von 131.000 Euro pro Jahr. Rechnet man die Zusatzleistungen hinzu, steigt der Verdienst auf 151.000 Euro an.

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  • Der CDO in Deutschland: Darum ist der Chief Digital Officer hierzulande noch ein rarer Posten.
  • Digitalisierung und Industrie 4.0: Das sind fünf Beispiele für eine erfolgreiche Zukunft.
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