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Welche Privilegien haben deutsche Beamte?

Was unterscheidet Beamte eigentlich von anderen Arbeitnehmern? Dass deutliche Differenzen bestehen, weiß Jeder. Doch wo genau liegen die Unterschiede? Wirtschaftsprüfer Torsten Ermel geht dieser Frage in seinem neuen Buch auf den Grund – und fördert dabei interessante Antworten zutage.
Welche Privilegien haben deutsche Beamte? Haben weniger Geldsorgen als Otto Normalarbeitnehmer: Beamte. (© 2016 lassedesignen/Shutterstock)

Beamte erhalten eine doppelt so hohe Pension

Fragt ein Beamter den anderen: "Wieso meckern die Leute eigentlich immerzu über uns, wir tun doch gar nichts?" – derartige Beamtenwitze kommen bei der Allgemeinheit meist gut an. Humor ist eine Möglichkeit, sich mit den überprivilegierten Staatsdienern auseinanderzusetzen. Zum Lachen ist die Situation aber eigentlich nicht. Denn die Thesen von Torsten Ermel zeigen, dass Beamte und normale Arbeitnehmer in zwei verschiedenen Welten zu leben scheinen. Darüber berichtet das Portal "manager-magazin.de" in einer fünfteiligen Serie.

Beispiel Pension. Während Beamte schon nach 40 Dienstjahren eine Durchschnittspension von 3.000 Euro erhalten, bekommen normale Beschäftigte nicht einmal die Hälfte (1.314 Euro) und das auch erst nach regulär 45 Dienstjahren.

Weitere Privilegien der Staatsdiener in diesem Kontext sind:

  • Anrechnung von Wehr- oder Zivildienstzeiten als Dienstzeiten; ebenso bis zu zweieinhalb Jahre der Hochschulausbildung
  • Mindestpension von 1.537 Euro nach einer Mindestdienstzeit von fünf Jahren

Beamte bekommen mehr Familienzuschläge

Privilegien genießen Beamte auch hinsichtlich von Familienzuschlägen.

  • Neben dem "normalen" Kindergeld erhalten Beamte einen Ehegattenzuschlag in Höhe von 133 Euro monatlich – sogar, wenn Sie verwitwet sind.
  • Die Kinderzuschläge belaufen sich auf jeweils 111 Euro für das erste und zweite Kind. Für das Dritte gibt es 347 Euro.

Summa summarum kommen nach 50 Jahren 80.000 Euro an Ehegattenzuschlägen zusammen und insgesamt 170.000 Euro an Kinderzuschlägen (für drei Kinder, die studieren; in 25 Jahren). Warum ist das so? Im "manager magazin" heißt es, dass die Extras zu einer Zeit eingeführt wurden, in der Ehefrauen noch kein eigenes Einkommen hatten und es üblicherweise kein Kindergeld gab. Zumindest der Ehegattenzuschlag habe im modernen Sozialstaat keine Berechtigung mehr – bezahlt werde dieser nämlich vom Steuerzahler.

Weitere Privilegien finden Sie in der Serie vom "manager magazin" oder in Torsten Ermels Buch "Beamte – Was die Adeligen von heute wirklich verdienen".

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Was unterscheidet Beamte eigentlich von anderen Arbeitnehmern? Dass deutliche Differenzen bestehen, weiß Jeder. Doch wo genau liegen die Unterschiede? Wirtschaftsprüfer Torsten Ermel geht dieser Frage in seinem neuen Buch auf den Grund – und fördert dabei interessante Antworten zutage.
Welche Privilegien haben deutsche Beamte? Haben weniger Geldsorgen als Otto Normalarbeitnehmer: Beamte. (© 2016 lassedesignen/Shutterstock)

Beamte erhalten eine doppelt so hohe Pension

Fragt ein Beamter den anderen: "Wieso meckern die Leute eigentlich immerzu über uns, wir tun doch gar nichts?" – derartige Beamtenwitze kommen bei der Allgemeinheit meist gut an. Humor ist eine Möglichkeit, sich mit den überprivilegierten Staatsdienern auseinanderzusetzen. Zum Lachen ist die Situation aber eigentlich nicht. Denn die Thesen von Torsten Ermel zeigen, dass Beamte und normale Arbeitnehmer in zwei verschiedenen Welten zu leben scheinen. Darüber berichtet das Portal "manager-magazin.de" in einer fünfteiligen Serie.

Beispiel Pension. Während Beamte schon nach 40 Dienstjahren eine Durchschnittspension von 3.000 Euro erhalten, bekommen normale Beschäftigte nicht einmal die Hälfte (1.314 Euro) und das auch erst nach regulär 45 Dienstjahren.

Weitere Privilegien der Staatsdiener in diesem Kontext sind:

  • Anrechnung von Wehr- oder Zivildienstzeiten als Dienstzeiten; ebenso bis zu zweieinhalb Jahre der Hochschulausbildung
  • Mindestpension von 1.537 Euro nach einer Mindestdienstzeit von fünf Jahren

Beamte bekommen mehr Familienzuschläge

Privilegien genießen Beamte auch hinsichtlich von Familienzuschlägen.

  • Neben dem "normalen" Kindergeld erhalten Beamte einen Ehegattenzuschlag in Höhe von 133 Euro monatlich – sogar, wenn Sie verwitwet sind.
  • Die Kinderzuschläge belaufen sich auf jeweils 111 Euro für das erste und zweite Kind. Für das Dritte gibt es 347 Euro.

Summa summarum kommen nach 50 Jahren 80.000 Euro an Ehegattenzuschlägen zusammen und insgesamt 170.000 Euro an Kinderzuschlägen (für drei Kinder, die studieren; in 25 Jahren). Warum ist das so? Im "manager magazin" heißt es, dass die Extras zu einer Zeit eingeführt wurden, in der Ehefrauen noch kein eigenes Einkommen hatten und es üblicherweise kein Kindergeld gab. Zumindest der Ehegattenzuschlag habe im modernen Sozialstaat keine Berechtigung mehr – bezahlt werde dieser nämlich vom Steuerzahler.

Weitere Privilegien finden Sie in der Serie vom "manager magazin" oder in Torsten Ermels Buch "Beamte – Was die Adeligen von heute wirklich verdienen".

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