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Wirtschaftsmediation: Neue Lösungswege bei Konflikten

Streit ist schlecht für's Geschäft. Wie Sie mit Wirtschaftsmediation Konflikte so lösen, dass alle wieder gern an die Arbeit gehen, lesen Sie hier. Denn ein Mediator ist häufig in der Lage, verhärtete Fronten wieder in einen Dialog zu bringen und Lösungen zu finden, die für alle Beteiligten zufriedenstellend sind.
Wirtschaftsmediation: Neue Lösungswege bei Konflikten Mit Wirtschaftsmediation können Konflikte ohne Gerichtsverhandlung gelöst werden. (© 2016 wavebreakmedia/Shutterstock)

Blick nach vorn: Wirtschaftsmediation schafft Perspektiven

"Wir sehen uns vor Gericht!": Wenn ein Streit so weit eskaliert, dass sich die Konfliktparteien gegenseitig vor den Kadi zerren, dann ist an eine zukünftige Zusammenarbeit nicht mehr zu denken. Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es die Wirtschaftsmediation. Das gesetzlich anerkannte Verfahren stellt eine Alternative zu Gerichts-, Schieds- und Schlichtungsverfahren dar und bietet sich an, um Konflikte in und zwischen Unternehmen konstruktiv zu lösen. Doch welche Vorteile bietet die Wirtschaftsmediation genau?

  • Lösungsorientiert: Wirtschaftsmediation zielt auf den Konsens ab. Die oftmals doch sehr emotionale Frage "Wer hat Recht?" bleibt außen vor. Stattdessen wird sachlich danach gefragt, unter welchen Bedingungen die Konfliktparteien in Zukunft zusammenarbeiten können.
  • Respektvoll: Allein dadurch, dass die Konfliktparteien einer Wirtschaftsmediation zustimmen, erweisen sie sich gegenseitigen Respekt. Sie zeigen ihre Bereitschaft, sich mit den Standpunkten ihres Gegenübers auseinanderzusetzen und diese ernst zu nehmen.
  • Fair: Der Mediator, der den Prozess der Lösungsfindung begleitet, sorgt dafür, dass die Wünsche und Bedürfnisse aller Parteien Gehör finden. Er gewährleistet eine Kommunikation auf Augenhöhe, was insbesondere bei Konflikten zwischen unterschiedlichen Hierarchiestufen von Vorteil ist.
  • Zukunftsweisend: Bei der Wirtschaftsmediation gibt es grundsätzlich keine Verlierer. Im Gegenteil: Die am Ende gefundene Lösung stellt eine Win-win-Situation für alle Konfliktparteien dar. Und da keiner sein Gesicht verloren hat, steht einer weiteren Zusammenarbeit nichts im Wege.
  • Lehrreich: Der Mediator übernimmt im Prozess nur eine begleitende Rolle. Die Lösung für den Konflikt finden die Parteien selbst und lernen so, eine konstruktive Streitkultur zu entwickeln.

Intern oder extern: Streit gibt’s überall

Als Unternehmer pflegen Sie zahlreiche Beziehungen: zu Mitarbeitern, zu Lieferanten, zu Kunden. Treten Konflikte in einer dieser Beziehungen auf, kann Wirtschaftsmediation helfen.

Häufige interne Einsatzgebiete sind Konflikte ...

  • zwischen dem Personal (zwischen Mitarbeitern, zwischen Teams, zwischen Teams und der Führung)
  • zwischen Gesellschaftern
  • in Familienbetrieben
  • bei Tarif- und Mitbestimmungsverhandlungen
  • bei Umstrukturierungen

Häufige externe Einsatzgebiete sind Konflikte ...

  • zwischen Kunden und Lieferanten
  • bei Wettbewerbs- und Urheberrechtsfragen
  • bei Nachfolgeregelungen
  • bei Fusionen

Los geht's: So wird Mediation zum Erfolg

Wirtschaftsmediation kann Sie aus einer verzwickten Lage befreien, wenn zwei zentrale Bedingungen erfüllt sind:

  • Alle Konfliktparteien müssen der Mediation zustimmen und sich sachlich sowie emotional darauf einlassen.
  • Der Mediator muss für den Job geeignet sein und neben Skills zur Streitschlichtung auch über Kenntnisse Ihrer Branche verfügen.

Wenn die Konfliktparteien bereits bis aufs Blut verfeindet sind und nichts lieber wollen, als dem Gegner zu schaden, dann macht Wirtschaftsmediation keinen Sinn. Bevor Sie einen Mediator bestellen, stellen Sie sich also die Frage: Ist zwischen den Parteien noch ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt vorhanden? Sind die Parteien grundsätzlich dazu bereit sind, gemeinsam eine Lösung zu finden und den Blick in die Zukunft zu richten? Wenn ja, dann stehen die Chancen auf Erfolg gut.

Darüber hinaus sollten Sie sicherstellen, dass der Mediator über alle Kompetenzen verfügt, die er zum Streitschlichten braucht. Dazu gehören auch Branchenkenntnisse. Denn nicht selten hat ein Konflikt im Geschäftsleben strukturelle, technische oder betriebswirtschaftliche Gründe. Ein Wirtschaftsmediator, der sich mit Ihrem Metier auskennt, wird solche Ursachen erkennen und bei der Lösungsfindung berücksichtigen.

Zertifizierte Wirtschaftsmediatoren finden Sie auf der Seite des Bundesverbands Mediation und der Deutschen Gesellschaft für Mediation in der Wirtschaft e.V. Preise sind frei verhandelbar.

Weiterführende Links:

  • Das Betriebsklima in ihrer Firma nähert sich dem Gefrierpunkt? Was die Mitarbeiterzufriedenheit beeinflusst, lesen Sie hier.
  • Unternehmensnachfolge: So strukturieren Sie Ihren Verkauf mit möglichst wenig Konfliktpotenzial.
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Wirtschaftsmediation: Neue Lösungswege bei Konflikten Mit Wirtschaftsmediation können Konflikte ohne Gerichtsverhandlung gelöst werden. (© 2016 wavebreakmedia/Shutterstock)

Blick nach vorn: Wirtschaftsmediation schafft Perspektiven

"Wir sehen uns vor Gericht!": Wenn ein Streit so weit eskaliert, dass sich die Konfliktparteien gegenseitig vor den Kadi zerren, dann ist an eine zukünftige Zusammenarbeit nicht mehr zu denken. Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es die Wirtschaftsmediation. Das gesetzlich anerkannte Verfahren stellt eine Alternative zu Gerichts-, Schieds- und Schlichtungsverfahren dar und bietet sich an, um Konflikte in und zwischen Unternehmen konstruktiv zu lösen. Doch welche Vorteile bietet die Wirtschaftsmediation genau?

  • Lösungsorientiert: Wirtschaftsmediation zielt auf den Konsens ab. Die oftmals doch sehr emotionale Frage "Wer hat Recht?" bleibt außen vor. Stattdessen wird sachlich danach gefragt, unter welchen Bedingungen die Konfliktparteien in Zukunft zusammenarbeiten können.
  • Respektvoll: Allein dadurch, dass die Konfliktparteien einer Wirtschaftsmediation zustimmen, erweisen sie sich gegenseitigen Respekt. Sie zeigen ihre Bereitschaft, sich mit den Standpunkten ihres Gegenübers auseinanderzusetzen und diese ernst zu nehmen.
  • Fair: Der Mediator, der den Prozess der Lösungsfindung begleitet, sorgt dafür, dass die Wünsche und Bedürfnisse aller Parteien Gehör finden. Er gewährleistet eine Kommunikation auf Augenhöhe, was insbesondere bei Konflikten zwischen unterschiedlichen Hierarchiestufen von Vorteil ist.
  • Zukunftsweisend: Bei der Wirtschaftsmediation gibt es grundsätzlich keine Verlierer. Im Gegenteil: Die am Ende gefundene Lösung stellt eine Win-win-Situation für alle Konfliktparteien dar. Und da keiner sein Gesicht verloren hat, steht einer weiteren Zusammenarbeit nichts im Wege.
  • Lehrreich: Der Mediator übernimmt im Prozess nur eine begleitende Rolle. Die Lösung für den Konflikt finden die Parteien selbst und lernen so, eine konstruktive Streitkultur zu entwickeln.

Intern oder extern: Streit gibt’s überall

Als Unternehmer pflegen Sie zahlreiche Beziehungen: zu Mitarbeitern, zu Lieferanten, zu Kunden. Treten Konflikte in einer dieser Beziehungen auf, kann Wirtschaftsmediation helfen.

Häufige interne Einsatzgebiete sind Konflikte ...

  • zwischen dem Personal (zwischen Mitarbeitern, zwischen Teams, zwischen Teams und der Führung)
  • zwischen Gesellschaftern
  • in Familienbetrieben
  • bei Tarif- und Mitbestimmungsverhandlungen
  • bei Umstrukturierungen

Häufige externe Einsatzgebiete sind Konflikte ...

  • zwischen Kunden und Lieferanten
  • bei Wettbewerbs- und Urheberrechtsfragen
  • bei Nachfolgeregelungen
  • bei Fusionen

Los geht's: So wird Mediation zum Erfolg

Wirtschaftsmediation kann Sie aus einer verzwickten Lage befreien, wenn zwei zentrale Bedingungen erfüllt sind:

  • Alle Konfliktparteien müssen der Mediation zustimmen und sich sachlich sowie emotional darauf einlassen.
  • Der Mediator muss für den Job geeignet sein und neben Skills zur Streitschlichtung auch über Kenntnisse Ihrer Branche verfügen.

Wenn die Konfliktparteien bereits bis aufs Blut verfeindet sind und nichts lieber wollen, als dem Gegner zu schaden, dann macht Wirtschaftsmediation keinen Sinn. Bevor Sie einen Mediator bestellen, stellen Sie sich also die Frage: Ist zwischen den Parteien noch ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt vorhanden? Sind die Parteien grundsätzlich dazu bereit sind, gemeinsam eine Lösung zu finden und den Blick in die Zukunft zu richten? Wenn ja, dann stehen die Chancen auf Erfolg gut.

Darüber hinaus sollten Sie sicherstellen, dass der Mediator über alle Kompetenzen verfügt, die er zum Streitschlichten braucht. Dazu gehören auch Branchenkenntnisse. Denn nicht selten hat ein Konflikt im Geschäftsleben strukturelle, technische oder betriebswirtschaftliche Gründe. Ein Wirtschaftsmediator, der sich mit Ihrem Metier auskennt, wird solche Ursachen erkennen und bei der Lösungsfindung berücksichtigen.

Zertifizierte Wirtschaftsmediatoren finden Sie auf der Seite des Bundesverbands Mediation und der Deutschen Gesellschaft für Mediation in der Wirtschaft e.V. Preise sind frei verhandelbar.

Weiterführende Links:

  • Das Betriebsklima in ihrer Firma nähert sich dem Gefrierpunkt? Was die Mitarbeiterzufriedenheit beeinflusst, lesen Sie hier.
  • Unternehmensnachfolge: So strukturieren Sie Ihren Verkauf mit möglichst wenig Konfliktpotenzial.
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