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Agiles Projektmanagement: So funktioniert die Scrum-Methode

Agiles Projektmanagement mit der Scrum-Methode ist mehr als ein neumodischer Hype: Die Methode bindet Mitarbeiter und Kunden besser in die verschiedenen Arbeitsschritte ein und verbessert so die Produktentwicklung. Wir erklären, wie Sie Scrum auch für Ihr Unternehmen nutzen können.
Agiles Projektmanagement: So funktioniert die Scrum-Methode Scrum ist eine wichtige Methode in der Produktentwicklung. (© 2015 Bartosz Budrewicz/Shutterstock)

Scrum-Methode: Wundermittel in der Produktentwicklung?

Das Wort Scrum kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Gedränge. Stellen Sie sich jetzt aber bitte nicht eine Horde Manager vor, die mit ausgefahrenen Ellbogen um die besten Positionen kämpft. Denn ganz im Gegenteil beschreibt Gedränge hier die enge Teamarbeit, bei der sich Mitarbeiter ständig miteinander abstimmen.

Dieses agile Projektmanagement wurde ursprünglich von Informatikern verwendet, um neue Software zu entwickeln. Mittlerweile greifen aber auch findige Produktentwickler aus allen Bereichen auf die Scrum-Methode zurück. Die Essenz: Entwicklungsprozesse sind zu komplex, um sie nach einem starren Schema oder in streng aufeinanderfolgenden Phasen abzuarbeiten. Das Team arbeitet stattdessen in flachen Hierarchien und versucht auf Probleme agil und unmittelbar zu reagieren.

Die Scrum-Methode fußt als agiles Projektmanagement auf drei Säulen, die Sie nicht umstoßen sollten, wenn Sie produktiv mit der Methode arbeiten möchten. Die drei Säulen sind ...

  • Transparenz: Fortschritt und Hindernisse eines Projektes müssen für alle klar erkennbar sein. Kennzeichnen Sie abgeschlossene Aufgaben mit einem "Done" in einem allgemein zugänglichen Dokument. So wissen auch alle anderen im Team, dass sie sich dem nächsten Schritt widmen können. Nichts ist ärgerlicher als Mitarbeiter, die sich mit Dingen aufhalten, die eigentlich schon erledigt sind.
  • Überprüfung: Checken Sie die einzelnen Arbeitsschritte und Produktfunktionalitäten in regelmäßigen Abständen und nicht erst, wenn der Hut brennt. Denn dann ist es häufig schon zu spät.
  • Anpassung: Es stellt sich heraus, dass ein Entwicklungsplan nicht mehr den Anforderungen entspricht? Dann passen sie ihn einfach an die neuen Ansprüche an! Beim agilen Projektmanagement ist nämlich nichts in Stein gemeißelt. Auf Veränderungen einzugehen ist wichtiger, als stur an einem Plan festzuhalten.

Agiles Projektmanagement: Mit Sprints ans Ziel gelangen

Die einzelnen Entwicklungsphasen der Scrum-Methode werden als Sprints bezeichnet. Das bedeutet nicht, dass Sie atemlos von einer Aufgabe zur nächsten hetzen. Nein, ein Sprint ist ein fester Zeitraum von zwei bis vier Wochen, in dem bestimmte Tasks häppchenweise erledigt werden. Das Team arbeitet dabei selbstständig, interdisziplinär und vor allem ohne Störungen von außen. Während des Sprints werden keine Änderungen vorgenommen, die das Sprintziel gefährden oder die Qualität des Produkts senken.

Scrum-Methode: Nahtlose Prozesse

Während eines Sprints behalten die Mitarbeiter stets den Product Backlog im Auge. Dies ist eine Art To-Do-Liste, in der die Anforderungen an das zu entwickelnde Produkt genannt werden. Aufgaben mit hoher Priorität stehen dabei an oberster Stelle. Ernennen Sie einen Mitarbeiter aus der Führungsriege zum Product Owner. Er ist für das Product Backlog zuständig, passt seine Inhalte an und regelt die Priorität der Einträge.

Das Product Backlog entwickelt sich stets dynamisch mit dem Produkt und dem Kundenfeedback weiter. Betrachten Sie die fortwährenden Änderungen nicht als lästige Knüppel zwischen Ihren Füßen, sondern als Chance ihr Produkt benutzerfreundlich zu gestalten.

Die Scrum-Methode als Mittel gegen den Meeting-Wahn

Der ständige Kommunikationsaustausch im Team gehört zu den Kernpunkten des agilen Projektmanagements. Alle Teammitglieder treffen sich täglich zur gleichen Uhrzeit zum Daily Scrum. In diesem kurzen Treffen erörtert jedes Teammitglied drei Fragen:

  • Was habe ich seit gestern erreicht und umgesetzt?
  • Was werde ich heute anpacken, um dem nächsten Sprintziel näher zu kommen?
  • Welche Blockaden hindern mich, meine Sprintziele zu erreichen?

Durch diese direkte Kommunikation im agilen Projektmanagement werden Meeting-Marathons überflüssig. Auch endlose E-Mail-Dialoge gehören damit der Vergangenheit an. Der Daily Scrum erhöht den Wissensstand aller Mitarbeiter, wodurch Doppelgleisigkeiten und Missverständnisse vermieden werden. Beachten Sie beim Daily Scrum ein paar einfache Punkte:

  • Führen Sie das Meeting im Stehen durch - so verhindern Sie, dass sich das Treffen unnötig in die Länge zieht.
  • Beschränken Sie den Daily Scrum auf 15 Minuten. Das Treffen dient dazu, alle auf den gleichen Wissenstand zu bringen. Philosophische Ausschweifungen und Grundsatzdiskussionen haben im Daily Scrum nichts verloren.
  • Um eine gewisse Routine zu etablieren sollte der Daily Scrum immer am gleichen Ort zur gleichen Uhrzeit stattfinden.

Fazit: Egal ob Sie eine neue Smartphone-App oder einen innovativen Industrieroboter entwickeln - die Scrum-Methode bietet Ihnen einen flexiblen Rahmen, um komplexe Aufgabenstellungen effizient zu erledigen.

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Agiles Projektmanagement: So funktioniert die Scrum-Methode Scrum ist eine wichtige Methode in der Produktentwicklung. (© 2015 Bartosz Budrewicz/Shutterstock)

Scrum-Methode: Wundermittel in der Produktentwicklung?

Das Wort Scrum kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Gedränge. Stellen Sie sich jetzt aber bitte nicht eine Horde Manager vor, die mit ausgefahrenen Ellbogen um die besten Positionen kämpft. Denn ganz im Gegenteil beschreibt Gedränge hier die enge Teamarbeit, bei der sich Mitarbeiter ständig miteinander abstimmen.

Dieses agile Projektmanagement wurde ursprünglich von Informatikern verwendet, um neue Software zu entwickeln. Mittlerweile greifen aber auch findige Produktentwickler aus allen Bereichen auf die Scrum-Methode zurück. Die Essenz: Entwicklungsprozesse sind zu komplex, um sie nach einem starren Schema oder in streng aufeinanderfolgenden Phasen abzuarbeiten. Das Team arbeitet stattdessen in flachen Hierarchien und versucht auf Probleme agil und unmittelbar zu reagieren.

Die Scrum-Methode fußt als agiles Projektmanagement auf drei Säulen, die Sie nicht umstoßen sollten, wenn Sie produktiv mit der Methode arbeiten möchten. Die drei Säulen sind ...

  • Transparenz: Fortschritt und Hindernisse eines Projektes müssen für alle klar erkennbar sein. Kennzeichnen Sie abgeschlossene Aufgaben mit einem "Done" in einem allgemein zugänglichen Dokument. So wissen auch alle anderen im Team, dass sie sich dem nächsten Schritt widmen können. Nichts ist ärgerlicher als Mitarbeiter, die sich mit Dingen aufhalten, die eigentlich schon erledigt sind.
  • Überprüfung: Checken Sie die einzelnen Arbeitsschritte und Produktfunktionalitäten in regelmäßigen Abständen und nicht erst, wenn der Hut brennt. Denn dann ist es häufig schon zu spät.
  • Anpassung: Es stellt sich heraus, dass ein Entwicklungsplan nicht mehr den Anforderungen entspricht? Dann passen sie ihn einfach an die neuen Ansprüche an! Beim agilen Projektmanagement ist nämlich nichts in Stein gemeißelt. Auf Veränderungen einzugehen ist wichtiger, als stur an einem Plan festzuhalten.

Agiles Projektmanagement: Mit Sprints ans Ziel gelangen

Die einzelnen Entwicklungsphasen der Scrum-Methode werden als Sprints bezeichnet. Das bedeutet nicht, dass Sie atemlos von einer Aufgabe zur nächsten hetzen. Nein, ein Sprint ist ein fester Zeitraum von zwei bis vier Wochen, in dem bestimmte Tasks häppchenweise erledigt werden. Das Team arbeitet dabei selbstständig, interdisziplinär und vor allem ohne Störungen von außen. Während des Sprints werden keine Änderungen vorgenommen, die das Sprintziel gefährden oder die Qualität des Produkts senken.

Scrum-Methode: Nahtlose Prozesse

Während eines Sprints behalten die Mitarbeiter stets den Product Backlog im Auge. Dies ist eine Art To-Do-Liste, in der die Anforderungen an das zu entwickelnde Produkt genannt werden. Aufgaben mit hoher Priorität stehen dabei an oberster Stelle. Ernennen Sie einen Mitarbeiter aus der Führungsriege zum Product Owner. Er ist für das Product Backlog zuständig, passt seine Inhalte an und regelt die Priorität der Einträge.

Das Product Backlog entwickelt sich stets dynamisch mit dem Produkt und dem Kundenfeedback weiter. Betrachten Sie die fortwährenden Änderungen nicht als lästige Knüppel zwischen Ihren Füßen, sondern als Chance ihr Produkt benutzerfreundlich zu gestalten.

Die Scrum-Methode als Mittel gegen den Meeting-Wahn

Der ständige Kommunikationsaustausch im Team gehört zu den Kernpunkten des agilen Projektmanagements. Alle Teammitglieder treffen sich täglich zur gleichen Uhrzeit zum Daily Scrum. In diesem kurzen Treffen erörtert jedes Teammitglied drei Fragen:

  • Was habe ich seit gestern erreicht und umgesetzt?
  • Was werde ich heute anpacken, um dem nächsten Sprintziel näher zu kommen?
  • Welche Blockaden hindern mich, meine Sprintziele zu erreichen?

Durch diese direkte Kommunikation im agilen Projektmanagement werden Meeting-Marathons überflüssig. Auch endlose E-Mail-Dialoge gehören damit der Vergangenheit an. Der Daily Scrum erhöht den Wissensstand aller Mitarbeiter, wodurch Doppelgleisigkeiten und Missverständnisse vermieden werden. Beachten Sie beim Daily Scrum ein paar einfache Punkte:

  • Führen Sie das Meeting im Stehen durch - so verhindern Sie, dass sich das Treffen unnötig in die Länge zieht.
  • Beschränken Sie den Daily Scrum auf 15 Minuten. Das Treffen dient dazu, alle auf den gleichen Wissenstand zu bringen. Philosophische Ausschweifungen und Grundsatzdiskussionen haben im Daily Scrum nichts verloren.
  • Um eine gewisse Routine zu etablieren sollte der Daily Scrum immer am gleichen Ort zur gleichen Uhrzeit stattfinden.

Fazit: Egal ob Sie eine neue Smartphone-App oder einen innovativen Industrieroboter entwickeln - die Scrum-Methode bietet Ihnen einen flexiblen Rahmen, um komplexe Aufgabenstellungen effizient zu erledigen.

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