Image for Mdm Logo

Büroalltag: Die schlimmsten Fauxpas plus Gegenmaßnahmen

Der Büroalltag kann ganz schön nervig sein – vor allem wenn Kollegen laut telefonieren, fiese Gerüchte in Umlauf bringen oder unangenehme Essensgerüche verbreiten. Wir präsentieren die Hitparade der Büro-Sünden und verraten, wie Sie das Klima in der Firma verbessern.
Büroalltag: Die 5 schlimmsten Fauxpas plus Gegenmaßnahmen Lautes Telefonieren vermiest vielen Mitarbeitern den Büoralltag. (© 2016 Syda Productions/Shutterstock)

Wenn Büro-Sünden zum Feind werden ...

Klar, ein paar Marotten hat jeder Kollege. Doch was, wenn die Macken so schlimm werden, dass man selbst nicht mehr konzentriert arbeiten kann? Dann ist es höchste Zeit einzuschreiten – und zwar professionell und ohne den Mitarbeiter zu verletzen. Wir geben Tipps, wie Sie selbst unangenehme Gespräche meistern und die größten Büro-Sünden aus der Welt schaffen ...

Fall 1: Zu lautes Telefonieren

Vor allem im Großraumbüro ist es unvermeidlich: Während man selbst das Budget für das nächste Großprojekt durchrechnet, telefoniert der Sitznachbar lautstark mit seinem Gesprächspartner. Die eigene Konzentration ist weg und der Ärger ist groß. Was tun? Machen Sie den Kollegen höflich auf das Problem aufmerksam: "Es freut mich, dass du so euphorisch telefonierst, aber könntest du etwas leiser sprechen?" Falls der Kollege häufig Privatgespräche führt, kann man ihn auch nach draußen bitten. Beziehungsprobleme mit der Frau kann Herr Müller schließlich auch mit seinem Smartphone im Foyer oder auf der Terrasse ausdiskutieren.

Um Quasselstrippen langfristig zu entfliehen, können Sie das Problem auch strukturell lösen: Richten Sie im Büro Ruheräume ein. Dorthin können Sie sich zurückziehen, falls Sie es ganz ruhig haben möchten.

Fall 2: Dicke Luft

Stinkendes Essen oder übel riechende Kollegen sorgen wortwörtlich für dicke Luft im Büroalltag. Mitarbeiter, die Döner oder Currywurst mit an den Schreibtisch bringen, kann man höflich in die Teeküche bitten. Aber was, wenn der Kollege selbst nicht gerade nach Frühling riecht? Sprechen Sie den Betroffenen am besten diskret in der Pause oder nach Feierabend auf das Problem an. Business-Etikette-Trainerin Karin Hallinger rät auf Focus Online zu einer diplomatischen Formulierung: "Als ich viel Stress hatte mit dem Projekt XY, hab ich auch buchstäblich viel geschwitzt. Geholfen hat mir das Deo Frühlingsduft."

Fall 3: Der Schlendrian

Morgens halb zehn in Deutschland: Der Terminkalender ist vollgepackt, Meeting folgt auf Meeting. Wenn es jetzt zu Verzögerungen kommt, dann stehen wohl oder übel Überstunden an. Es kommt, wie es kommen musste: Frau Schneider, notorische Zuspätkommerin, schneit 20 Minuten zu spät ins Meeting rein. Und hat somit alle aufgehalten. In so einem Fall können Sie ruhig Klartext sprechen: "Wenn du zu spät kommst, bleibt die Arbeit liegen. Ich bitte dich, künftig pünktlicher zu erscheinen."

Fall 4: Die Schmutzfinken

Es ist definitiv eine der nervigsten Büro-Sünden: Schmutz am Arbeitsplatz. Wenn sich dreckiges Geschirr in der Teeküche stapelt oder Obst im Kühlschrank vergammelt, ist das mehr als unangenehm. Plakate, die zu mehr Sauberkeit mahnen, helfen in der Regel nicht. Keiner fühlt sich angesprochen und der Aufruf wird schlicht ignoriert. Die bessere Lösung ist es, Schmutzfinken zum Küchendienst zu verdonnern. So lernen sie aus ihren Fehlern. Ebenfalls möglich: Chaoten und Querulanten müssen bei Hygieneverstößen einen kleinen Geldbetrag in die Kaffeekasse einbezahlen.

Fall 5: Die Tratschtanten

Der Flurfunk gehört ebenfalls zur Hitparade der Büro-Sünden. Und ist im Büroalltag häufiger anzutreffen, als einem lieb ist. Gerüchte wie "Weißt du schon das Neueste? Es wird Kündigungen geben" oder "Hast du schon gehört, dass der Chef mit der Sekretärin ...?" verbreiten sich in der Firma in Windeseile. Falls es sich um Fehlinformationen oder Mobbing handelt, sollten Sie sofort reagieren. Bitten Sie Lästermäuler zum Rapport und klären Sie Missverständnisse vor versammelter Runde auf.

Noch ein Tipp: Seien Sie in Meetings stets transparent. Falls es beispielsweise Einschnitte in der Firma geben wird, dann haben die Mitarbeiter auch ein Recht, das früh genug zu erfahren. So verhindern Sie schon im Voraus, dass die Gerüchteküche zu Brodeln beginnt.

Weiterführende Links:

  • Büro-Sünden wie Chaos in der Kaffeeküche können schnell eskalieren. So gehen Sie im Büroalltag richtig dagegen vor.
  • Büroalltag gekonnt meistern: Mit Führungsverantwortung zum Erfolg.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber
alle ratgeber
Neues zu Büroorganisation
alle ratgeber Alle Beiträge

Büroalltag: Die schlimmsten Fauxpas plus Gegenmaßnahmen

Der Büroalltag kann ganz schön nervig sein – vor allem wenn Kollegen laut telefonieren, fiese Gerüchte in Umlauf bringen oder unangenehme Essensgerüche verbreiten. Wir präsentieren die Hitparade der Büro-Sünden und verraten, wie Sie das Klima in der Firma verbessern.
Büroalltag: Die 5 schlimmsten Fauxpas plus Gegenmaßnahmen Lautes Telefonieren vermiest vielen Mitarbeitern den Büoralltag. (© 2016 Syda Productions/Shutterstock)

Wenn Büro-Sünden zum Feind werden ...

Klar, ein paar Marotten hat jeder Kollege. Doch was, wenn die Macken so schlimm werden, dass man selbst nicht mehr konzentriert arbeiten kann? Dann ist es höchste Zeit einzuschreiten – und zwar professionell und ohne den Mitarbeiter zu verletzen. Wir geben Tipps, wie Sie selbst unangenehme Gespräche meistern und die größten Büro-Sünden aus der Welt schaffen ...

Fall 1: Zu lautes Telefonieren

Vor allem im Großraumbüro ist es unvermeidlich: Während man selbst das Budget für das nächste Großprojekt durchrechnet, telefoniert der Sitznachbar lautstark mit seinem Gesprächspartner. Die eigene Konzentration ist weg und der Ärger ist groß. Was tun? Machen Sie den Kollegen höflich auf das Problem aufmerksam: "Es freut mich, dass du so euphorisch telefonierst, aber könntest du etwas leiser sprechen?" Falls der Kollege häufig Privatgespräche führt, kann man ihn auch nach draußen bitten. Beziehungsprobleme mit der Frau kann Herr Müller schließlich auch mit seinem Smartphone im Foyer oder auf der Terrasse ausdiskutieren.

Um Quasselstrippen langfristig zu entfliehen, können Sie das Problem auch strukturell lösen: Richten Sie im Büro Ruheräume ein. Dorthin können Sie sich zurückziehen, falls Sie es ganz ruhig haben möchten.

Fall 2: Dicke Luft

Stinkendes Essen oder übel riechende Kollegen sorgen wortwörtlich für dicke Luft im Büroalltag. Mitarbeiter, die Döner oder Currywurst mit an den Schreibtisch bringen, kann man höflich in die Teeküche bitten. Aber was, wenn der Kollege selbst nicht gerade nach Frühling riecht? Sprechen Sie den Betroffenen am besten diskret in der Pause oder nach Feierabend auf das Problem an. Business-Etikette-Trainerin Karin Hallinger rät auf Focus Online zu einer diplomatischen Formulierung: "Als ich viel Stress hatte mit dem Projekt XY, hab ich auch buchstäblich viel geschwitzt. Geholfen hat mir das Deo Frühlingsduft."

Fall 3: Der Schlendrian

Morgens halb zehn in Deutschland: Der Terminkalender ist vollgepackt, Meeting folgt auf Meeting. Wenn es jetzt zu Verzögerungen kommt, dann stehen wohl oder übel Überstunden an. Es kommt, wie es kommen musste: Frau Schneider, notorische Zuspätkommerin, schneit 20 Minuten zu spät ins Meeting rein. Und hat somit alle aufgehalten. In so einem Fall können Sie ruhig Klartext sprechen: "Wenn du zu spät kommst, bleibt die Arbeit liegen. Ich bitte dich, künftig pünktlicher zu erscheinen."

Fall 4: Die Schmutzfinken

Es ist definitiv eine der nervigsten Büro-Sünden: Schmutz am Arbeitsplatz. Wenn sich dreckiges Geschirr in der Teeküche stapelt oder Obst im Kühlschrank vergammelt, ist das mehr als unangenehm. Plakate, die zu mehr Sauberkeit mahnen, helfen in der Regel nicht. Keiner fühlt sich angesprochen und der Aufruf wird schlicht ignoriert. Die bessere Lösung ist es, Schmutzfinken zum Küchendienst zu verdonnern. So lernen sie aus ihren Fehlern. Ebenfalls möglich: Chaoten und Querulanten müssen bei Hygieneverstößen einen kleinen Geldbetrag in die Kaffeekasse einbezahlen.

Fall 5: Die Tratschtanten

Der Flurfunk gehört ebenfalls zur Hitparade der Büro-Sünden. Und ist im Büroalltag häufiger anzutreffen, als einem lieb ist. Gerüchte wie "Weißt du schon das Neueste? Es wird Kündigungen geben" oder "Hast du schon gehört, dass der Chef mit der Sekretärin ...?" verbreiten sich in der Firma in Windeseile. Falls es sich um Fehlinformationen oder Mobbing handelt, sollten Sie sofort reagieren. Bitten Sie Lästermäuler zum Rapport und klären Sie Missverständnisse vor versammelter Runde auf.

Noch ein Tipp: Seien Sie in Meetings stets transparent. Falls es beispielsweise Einschnitte in der Firma geben wird, dann haben die Mitarbeiter auch ein Recht, das früh genug zu erfahren. So verhindern Sie schon im Voraus, dass die Gerüchteküche zu Brodeln beginnt.

Weiterführende Links:

  • Büro-Sünden wie Chaos in der Kaffeeküche können schnell eskalieren. So gehen Sie im Büroalltag richtig dagegen vor.
  • Büroalltag gekonnt meistern: Mit Führungsverantwortung zum Erfolg.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber