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Bürokratieabbau: E-Government kommt in der Wirtschaft gut an

Die Bundesregierung will den Bürokratieabbau vorantreiben. Ein Mittel dazu ist E-Government. Die Unternehmen in Deutschland nehmen diesen elektronischen, kurzen Draht zur Verwaltung wohlwollend auf. Gut, aber da müsse noch mehr gehen, meint BVMW-Chef Mario Ohoven.
Bürokratieabbau: E-Government kommt in der Wirtschaft gut an E-Government soll zum Bürokratieabbau in Unternehmen beitragen. (© 2016 Who is Danny/Shutterstock)

Lob für E-Government

Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilt mit: "61 Prozent der Unternehmen in Deutschland halten E-Government für einen wichtigen Faktor, der ihre Wahrnehmung von behördlichen Dienstleistungen beeinflusst." Diese Feststellung basiert auf einer Befragung von Betrieben durch die Behörde. Die Bundesregierung dürfte das Ergebnis froh machen, gehört doch dieser schnelle elektronische Informationsaustausch zwischen Ämtern und Wirtschaft zu ihrem Maßnahmenpaket für den Bürokratieabbau.

Grund zu uneingeschränkter Freude ist allerdings nicht angebracht. Bei der Umfrage konnten die Unternehmen ihre Sicht der Dinge auf einer Skala von - 2 (sehr unzufrieden) bis + 2 (sehr zufrieden) Ausdruck verleihen. Der so zustande gekommene Gesamtindikator liegt bei 0,94. Die gleichzeitig befragten Bürger zeigten sich mit dem E-Government etwas zufriedener (1,06). Allerdings ist das Thema nur für 30 Prozent von ihnen bedeutsam.

Was fanden die Unternehmen gut?

  • Verwaltungsleistungen im Zusammenhang mit Aus- und Fortbildungsmaßnahmen (1,21)
  • Verwaltungsleistungen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (1,14)

Was fanden die Unternehmen nicht gut?

  • Behördenerfahrungen beim Bau einer Betriebsstätte (0,50)
  • Behördenerfahrungen bei der Teilnahme an Ausschreibungsverfahren (0,82)

BVMW: Bürokratieabbau weiter vorantreiben

Zur Unternehmensbefragung äußerte sich der Präsident vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, wie folgt:

"Die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes bestätigen eine BVMW-Unternehmerumfrage zum gleichen Thema. Demnach werden insbesondere das Mindestlohngesetz, die komplexe Steuergesetzgebung und die Statistikpflichten als Belastung empfunden."

Auch die Erleichterung von Unternehmensgründungen und Ausschreibungsverfahren müsse schnell angepackt werden. Der Bürokratieabbau sei zudem auch eine Geldfrage. Durch den Verwaltungsaufwand, so Ohoven, entstünden laut Destatis Kosten in Höhe von 43 Milliarden Euro im Jahr.

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Bürokratieabbau: E-Government kommt in der Wirtschaft gut an E-Government soll zum Bürokratieabbau in Unternehmen beitragen. (© 2016 Who is Danny/Shutterstock)

Lob für E-Government

Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilt mit: "61 Prozent der Unternehmen in Deutschland halten E-Government für einen wichtigen Faktor, der ihre Wahrnehmung von behördlichen Dienstleistungen beeinflusst." Diese Feststellung basiert auf einer Befragung von Betrieben durch die Behörde. Die Bundesregierung dürfte das Ergebnis froh machen, gehört doch dieser schnelle elektronische Informationsaustausch zwischen Ämtern und Wirtschaft zu ihrem Maßnahmenpaket für den Bürokratieabbau.

Grund zu uneingeschränkter Freude ist allerdings nicht angebracht. Bei der Umfrage konnten die Unternehmen ihre Sicht der Dinge auf einer Skala von - 2 (sehr unzufrieden) bis + 2 (sehr zufrieden) Ausdruck verleihen. Der so zustande gekommene Gesamtindikator liegt bei 0,94. Die gleichzeitig befragten Bürger zeigten sich mit dem E-Government etwas zufriedener (1,06). Allerdings ist das Thema nur für 30 Prozent von ihnen bedeutsam.

Was fanden die Unternehmen gut?

  • Verwaltungsleistungen im Zusammenhang mit Aus- und Fortbildungsmaßnahmen (1,21)
  • Verwaltungsleistungen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (1,14)

Was fanden die Unternehmen nicht gut?

  • Behördenerfahrungen beim Bau einer Betriebsstätte (0,50)
  • Behördenerfahrungen bei der Teilnahme an Ausschreibungsverfahren (0,82)

BVMW: Bürokratieabbau weiter vorantreiben

Zur Unternehmensbefragung äußerte sich der Präsident vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, wie folgt:

"Die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes bestätigen eine BVMW-Unternehmerumfrage zum gleichen Thema. Demnach werden insbesondere das Mindestlohngesetz, die komplexe Steuergesetzgebung und die Statistikpflichten als Belastung empfunden."

Auch die Erleichterung von Unternehmensgründungen und Ausschreibungsverfahren müsse schnell angepackt werden. Der Bürokratieabbau sei zudem auch eine Geldfrage. Durch den Verwaltungsaufwand, so Ohoven, entstünden laut Destatis Kosten in Höhe von 43 Milliarden Euro im Jahr.

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