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Business Beamer: 6 Kaufkritieren im Überblick

Heller, schärfer, größer! Mit einem modernen Business Beamer legen Sie in jeder Disziplin zu. Die Auswahl ist groß, aber nicht jeder Projektor eignet sich für jeden Zweck und Raum gleichermaßen. Wer zum falschen Gerät greift, der gilt bei der Präsentation vor Kollegen und Kunden schnell als kleines Licht.
Business Beamer: 6 Kaufkritieren im Überblick Licht aus, Spot an – der richtige Business Beamer bietet optimale Voraussetzungen für geschäftliche Präsentationen. (© 2016 amorn_me/Shutterstock)

Mobilität

Bevor Sie sich Gedanken über weitere Eigenschaften machen, sollten Sie klären, ob Sie ein stationäres oder portables Gerät suchen. Letzeres eignet sich zum Beispiel gut für Geschäftsreisen mit wichtigen Präsentationen auf der Tagesordnung. Meistens sind entsprechende Business Beamer sowohl leicht als auch kompakt bemessen und bringen praktische Transportbehältnisse gleich mit. Erwarten Sie am Vortragsort eher ungünstige Verhältnisse, also sehr helle Umgebungen, dann sollten Sie sicherheitshalber zu einem Beamer mit großer Lichtstärke greifen. Mehr dazu finden Sie weiter unten im Abschnitt "Helligkeit".

Bei einem stationären Beamer brauchen Sie sich keine Gedanken über Größe oder Gewicht zu machen. Weiterer Vorteil: Sie können ihn dauerhaft unter die Decke hängen oder aus einem (gut belüfteten) Schrank heraus unauffällig arbeiten lassen.

Lampe

Im Haushalt sind derzeit LED-Lampen auf dem Vormarsch. Business Beamer hingegen arbeiten oft noch mit Glühbirnen als Lichtquelle. Der Grund ist ihre große Helligkeit. Die Hersteller könnten allerdings auch andere Motive für ihr Festhalten an der traditionellen Technik haben. Sie hält nämlich lediglich rund 3.000 bis 5.000 Stunden. Dann ist ihr Austausch fällig und den lassen sich die Anbieter mit teils mehreren Hundert Euro pro Stück bezahlen. Weiterer Nachteil der Glühlampen: Sie werden während des Gebrauchs recht heiß und brauchen nach getaner Arbeit eine gewisse Zeit zum Abkühlen.

LED-Lampen sind demgegenüber unkomplizierter. Sie entwickeln deutlich weniger Abwärme und halten mit einer Lebensdauer von etwa 20.000 Stunden wesentlich länger. Allerdings sind Sie noch nicht so lichtstark wie ihre Vorgänger.

Helligkeit

Die benötigte Lichtleistung hängt von der Raumgröße, dem Projektionsabstand und der Umgebungshelligkeit ab. Je weiter Ihr Business Beamer von der Leinwand entfernt ist und je größer und heller das Büro, desto höher muss sie sein. Gemessen wird sie in ANSI-Lumen. Ein höherer Wert verspricht mehr Lichtausbeute. Ein paar Anhaltspunkte dazu, teils inklusive variierender Zuschaueranzahl,  gibt "Beamer-Discount".

  • 2.000 bis 3.000 ANSI-Lumen sollten für Vorträge bei geringem Umgebungslicht genügen.
  • 4.000 ANSI-Lumen empfehlen die Experten für Präsentationen unter denselben Helligkeitsverhältnissen mit weniger als 100 Zuschauern,
  • 5.000 ANSI-Lumen für bis zu 200 Menschen und ebenfalls geringem Umgebungslicht sowie
  • 8.000 ANSI-Lumen für mindestens 100 Personen und sehr hellen Bedingungen.

Auflösung

Ein Knackpunkt bei der Auswahl ist die darstellbare Auflösung in Bildpunkten (Pixeln), die Ihr Business Beamer haben soll. Wie bei der Lichtstärke gilt auch hier: Je mehr, desto besser. Im Optimalfall bieten Quelle und Projektor eine identische Pixelanzahl. Diese ist meistens variabel und damit gegenseitig anpassbar. Zu den gebräuchlichen Auflösungen gehören:

  • WXGA (1280x800 Pixel) – beispielsweise gut geeignet für Quellen im Breitbildformat (16:10 oder 16:9).
  • XGA (1024x768 Pixel) – entspricht einem Bildseitenverhältnis von 4:3.
  • HD (1920x1080 Pixel) oder WUXGA (1920x1200 Pixel) – Full-HD und HD-Formate mit Breitbilddarstellung.
  • 4K- (3.840 x 2.160 Pixel) beziehungsweise 8K-Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel) für extrem detailreiche und scharfe Bilder. Beide Varianten sind zwar noch relativ neu, wenig verbreitet und teuer. Sie werden aber die künftigen Standards für Film-, TV- und PC-Auflösungen sein.

Anschlüsse

Ihr Business Beamer sollte möglichst vielen Quellen Anschluss bieten. Dann sind Sie insbesondere mit mobilen Projektoren auf (fast) alles vorbereitet. Zur omnipotenten Ausstattung sollten gehören:

  • VGA-Eingang
  • DVI-Eingang
  • HDMI-Eingang
  • USB-Eingang und/oder
  • Speicherkarten-Steckplatz, um Daten ohne externe Quelle (Notebook, PC etc.) zeigen zu können
  • Netzwerkanschluss (LAN oder WLAN)
  • Audio-Eingang (analog, digital) für den eingebauten Lautsprecher

Geräusch

Lüfter führen die Abwärme (zum Beispiel durch Lichteinheit oder sonstige Elektronik) im Business Beamer zuweilen recht vernehmlich nach außen. Das passiert vor allem bei kompakten und portablen Modellen, deren kleine Innenabmessungen die Hitzeentwicklung fördern, und kann bei einer längeren Präsentation stören. Noch nicht mal unbedingt wegen der Lautheit, sondern auch wegen einer unangenehmen Tonfrequenz.

Fazit: Wollen Sie einen Business Beamer kaufen, dann sollten Sie ungefähr 1.000 Euro dafür einplanen. Soviel kostet ein Gerät mit guter Ausstattung und Bildqualität. Je nach Ansprüchen sind nach oben kaum Grenzen gesetzt. Portable Projektoren hingegen sind für deutlich weniger als 1.000 Euro zu haben. Bei der Auswahl des optimalen Geräts spielen Einsatzzweck und -ort sowie dementsprechend die Austattung und Zukunftsfähigkeit eine wichtige Rolle. Zu berücksichtigen sind auch die Folgekosten (für Leuchtmittel) und die Geräuschentwicklung. Allein schon für einen akustischen Eindruck lohnt sich der Weg zum Fachmann.

Weiterführende Links:

  • Einen Test mit mehreren Business Beamern finden Sie bei "Beamer Tests".
  • Eine umfangreiche Kaufberatung hat die "Computerwoche" zusammengestellt.
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Business Beamer: 6 Kaufkritieren im Überblick

Heller, schärfer, größer! Mit einem modernen Business Beamer legen Sie in jeder Disziplin zu. Die Auswahl ist groß, aber nicht jeder Projektor eignet sich für jeden Zweck und Raum gleichermaßen. Wer zum falschen Gerät greift, der gilt bei der Präsentation vor Kollegen und Kunden schnell als kleines Licht.
Business Beamer: 6 Kaufkritieren im Überblick Licht aus, Spot an – der richtige Business Beamer bietet optimale Voraussetzungen für geschäftliche Präsentationen. (© 2016 amorn_me/Shutterstock)

Mobilität

Bevor Sie sich Gedanken über weitere Eigenschaften machen, sollten Sie klären, ob Sie ein stationäres oder portables Gerät suchen. Letzeres eignet sich zum Beispiel gut für Geschäftsreisen mit wichtigen Präsentationen auf der Tagesordnung. Meistens sind entsprechende Business Beamer sowohl leicht als auch kompakt bemessen und bringen praktische Transportbehältnisse gleich mit. Erwarten Sie am Vortragsort eher ungünstige Verhältnisse, also sehr helle Umgebungen, dann sollten Sie sicherheitshalber zu einem Beamer mit großer Lichtstärke greifen. Mehr dazu finden Sie weiter unten im Abschnitt "Helligkeit".

Bei einem stationären Beamer brauchen Sie sich keine Gedanken über Größe oder Gewicht zu machen. Weiterer Vorteil: Sie können ihn dauerhaft unter die Decke hängen oder aus einem (gut belüfteten) Schrank heraus unauffällig arbeiten lassen.

Lampe

Im Haushalt sind derzeit LED-Lampen auf dem Vormarsch. Business Beamer hingegen arbeiten oft noch mit Glühbirnen als Lichtquelle. Der Grund ist ihre große Helligkeit. Die Hersteller könnten allerdings auch andere Motive für ihr Festhalten an der traditionellen Technik haben. Sie hält nämlich lediglich rund 3.000 bis 5.000 Stunden. Dann ist ihr Austausch fällig und den lassen sich die Anbieter mit teils mehreren Hundert Euro pro Stück bezahlen. Weiterer Nachteil der Glühlampen: Sie werden während des Gebrauchs recht heiß und brauchen nach getaner Arbeit eine gewisse Zeit zum Abkühlen.

LED-Lampen sind demgegenüber unkomplizierter. Sie entwickeln deutlich weniger Abwärme und halten mit einer Lebensdauer von etwa 20.000 Stunden wesentlich länger. Allerdings sind Sie noch nicht so lichtstark wie ihre Vorgänger.

Helligkeit

Die benötigte Lichtleistung hängt von der Raumgröße, dem Projektionsabstand und der Umgebungshelligkeit ab. Je weiter Ihr Business Beamer von der Leinwand entfernt ist und je größer und heller das Büro, desto höher muss sie sein. Gemessen wird sie in ANSI-Lumen. Ein höherer Wert verspricht mehr Lichtausbeute. Ein paar Anhaltspunkte dazu, teils inklusive variierender Zuschaueranzahl,  gibt "Beamer-Discount".

  • 2.000 bis 3.000 ANSI-Lumen sollten für Vorträge bei geringem Umgebungslicht genügen.
  • 4.000 ANSI-Lumen empfehlen die Experten für Präsentationen unter denselben Helligkeitsverhältnissen mit weniger als 100 Zuschauern,
  • 5.000 ANSI-Lumen für bis zu 200 Menschen und ebenfalls geringem Umgebungslicht sowie
  • 8.000 ANSI-Lumen für mindestens 100 Personen und sehr hellen Bedingungen.

Auflösung

Ein Knackpunkt bei der Auswahl ist die darstellbare Auflösung in Bildpunkten (Pixeln), die Ihr Business Beamer haben soll. Wie bei der Lichtstärke gilt auch hier: Je mehr, desto besser. Im Optimalfall bieten Quelle und Projektor eine identische Pixelanzahl. Diese ist meistens variabel und damit gegenseitig anpassbar. Zu den gebräuchlichen Auflösungen gehören:

  • WXGA (1280x800 Pixel) – beispielsweise gut geeignet für Quellen im Breitbildformat (16:10 oder 16:9).
  • XGA (1024x768 Pixel) – entspricht einem Bildseitenverhältnis von 4:3.
  • HD (1920x1080 Pixel) oder WUXGA (1920x1200 Pixel) – Full-HD und HD-Formate mit Breitbilddarstellung.
  • 4K- (3.840 x 2.160 Pixel) beziehungsweise 8K-Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel) für extrem detailreiche und scharfe Bilder. Beide Varianten sind zwar noch relativ neu, wenig verbreitet und teuer. Sie werden aber die künftigen Standards für Film-, TV- und PC-Auflösungen sein.

Anschlüsse

Ihr Business Beamer sollte möglichst vielen Quellen Anschluss bieten. Dann sind Sie insbesondere mit mobilen Projektoren auf (fast) alles vorbereitet. Zur omnipotenten Ausstattung sollten gehören:

  • VGA-Eingang
  • DVI-Eingang
  • HDMI-Eingang
  • USB-Eingang und/oder
  • Speicherkarten-Steckplatz, um Daten ohne externe Quelle (Notebook, PC etc.) zeigen zu können
  • Netzwerkanschluss (LAN oder WLAN)
  • Audio-Eingang (analog, digital) für den eingebauten Lautsprecher

Geräusch

Lüfter führen die Abwärme (zum Beispiel durch Lichteinheit oder sonstige Elektronik) im Business Beamer zuweilen recht vernehmlich nach außen. Das passiert vor allem bei kompakten und portablen Modellen, deren kleine Innenabmessungen die Hitzeentwicklung fördern, und kann bei einer längeren Präsentation stören. Noch nicht mal unbedingt wegen der Lautheit, sondern auch wegen einer unangenehmen Tonfrequenz.

Fazit: Wollen Sie einen Business Beamer kaufen, dann sollten Sie ungefähr 1.000 Euro dafür einplanen. Soviel kostet ein Gerät mit guter Ausstattung und Bildqualität. Je nach Ansprüchen sind nach oben kaum Grenzen gesetzt. Portable Projektoren hingegen sind für deutlich weniger als 1.000 Euro zu haben. Bei der Auswahl des optimalen Geräts spielen Einsatzzweck und -ort sowie dementsprechend die Austattung und Zukunftsfähigkeit eine wichtige Rolle. Zu berücksichtigen sind auch die Folgekosten (für Leuchtmittel) und die Geräuschentwicklung. Allein schon für einen akustischen Eindruck lohnt sich der Weg zum Fachmann.

Weiterführende Links:

  • Einen Test mit mehreren Business Beamern finden Sie bei "Beamer Tests".
  • Eine umfangreiche Kaufberatung hat die "Computerwoche" zusammengestellt.
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