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Commerzbank: Jetzt doch Negativzinsen für den Mittelstand!

Wortbruch der Commerzbank. Das Geldhaus führte 2014 als eines der ersten Negativzinsen ein – allerdings nur für geparkte Mittel großer Konzerne. Mittelständische Unternehmen sollten davon nicht betroffen sein. Diese Meinung hat sich offenbar geändert.
Commerzbank: Jetzt doch Negativzinsen für den Mittelstand! Strafe für geparktes Vermögen: Die Commerzbank führt jetzt auch für kleinere Unternehmen Negativzinsen ein. (© 2016 360b / Shutterstock.com)

Druckmittel Negativzinsen

Die Commerzbank bricht ihr Versprechen und verlangt nun nicht nur von großen Konzernen, sondern auch von kleineren Unternehmen Extra-Gebühren für brachliegende Einlagen. Konkret geht es um Beträge, die auf den Konten der Bank liegen und nicht für den Zahlungsverkehr beansprucht werden. Betroffene Kunden hat das Finanzinstitut in den vergangenen Monaten bereits angesprochen und ihnen Negativzinsen angedroht. Jeder zehnte Firmenkunde sei ins Visier geraten, wie die "Welt am Sonntag" recherchiert hat.

Und die Commerzbank räumt die beschriebene Praxis auch ein:

"Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr."

Das letzte Mittel

Solche Negativzinsen sollen offenbar aber nur das letze Mittel sein. Vielmehr gehe es dem Institut darum, im Dialog mit den Kunden alternative Anlageformen zu besprechen. Nur wenn das zu keinem Ergebnis führe, würde der Strafzins von aktuell 0,3 Prozent fällig.

Commerzbank muss selbst zahlen

Die Commerzbank hat mit diesem Vorgehen bereits Erfahrung. Als eines der ersten Kreditinstitute in Europa verhängte sie solche Gebühren. Hintergrund ist das andauernd niedrige Leitzinsniveau in der Eurozone. Deswegen müssen viele Geldhäuser selbst negative Zinsen an die Europäische Zentralbank entrichten. Die Commerzbank reicht diese nun verstärkt an die eigenen Kunden durch. Zu Beginn der Praxis im November 2014 versprach sie noch, dass private Anleger und Unternehmen davon nicht betroffen sein sollten.

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Commerzbank: Jetzt doch Negativzinsen für den Mittelstand! Strafe für geparktes Vermögen: Die Commerzbank führt jetzt auch für kleinere Unternehmen Negativzinsen ein. (© 2016 360b / Shutterstock.com)

Druckmittel Negativzinsen

Die Commerzbank bricht ihr Versprechen und verlangt nun nicht nur von großen Konzernen, sondern auch von kleineren Unternehmen Extra-Gebühren für brachliegende Einlagen. Konkret geht es um Beträge, die auf den Konten der Bank liegen und nicht für den Zahlungsverkehr beansprucht werden. Betroffene Kunden hat das Finanzinstitut in den vergangenen Monaten bereits angesprochen und ihnen Negativzinsen angedroht. Jeder zehnte Firmenkunde sei ins Visier geraten, wie die "Welt am Sonntag" recherchiert hat.

Und die Commerzbank räumt die beschriebene Praxis auch ein:

"Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr."

Das letzte Mittel

Solche Negativzinsen sollen offenbar aber nur das letze Mittel sein. Vielmehr gehe es dem Institut darum, im Dialog mit den Kunden alternative Anlageformen zu besprechen. Nur wenn das zu keinem Ergebnis führe, würde der Strafzins von aktuell 0,3 Prozent fällig.

Commerzbank muss selbst zahlen

Die Commerzbank hat mit diesem Vorgehen bereits Erfahrung. Als eines der ersten Kreditinstitute in Europa verhängte sie solche Gebühren. Hintergrund ist das andauernd niedrige Leitzinsniveau in der Eurozone. Deswegen müssen viele Geldhäuser selbst negative Zinsen an die Europäische Zentralbank entrichten. Die Commerzbank reicht diese nun verstärkt an die eigenen Kunden durch. Zu Beginn der Praxis im November 2014 versprach sie noch, dass private Anleger und Unternehmen davon nicht betroffen sein sollten.

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