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Entscheidungen treffen: Mit Methode zum Ziel

Chefs müssen täglich eine Vielzahl an Entscheidungen treffen. Welcher Bewerber soll eingestellt werden? Taugt die Geschäftsidee etwas? Mit den richtigen Methoden entkommen Sie dem Gedanken-Wirrwarr.
Entscheidungen treffen: Mit Methode zum Ziel Entscheidungen treffen Sie am besten mit Strategie. (© 2016 a2studio7Shutterstock)

Entscheidungen treffen mit methodischer Raffinesse

Der Bauch sagt "Ja", der Verstand "Nein" – welche Entscheidungen treffen Sie jetzt am besten? Es gibt verschiedene Methoden, die dabei helfen, nicht im Sumpf der Unentschlossenheit zu versinken. Sie tragen zum Teil verheißungsvolle Abkürzungen, wie etwa PMI oder CAF. Allen gemein ist jedoch, dass sie den Entscheider dabei unterstützen, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Alternativen gegeneinander abzuwägen. Je nach Methode konzentrieren Sie sich als Entscheider dabei auf unterschiedliche Aspekte, um die bestmögliche Entscheidung zu fällen.

Entscheidungen treffen mit der PMI-Methode

Bei der PMI-Methode (Plus Minus Interesting) des britischen Mediziners und Wissenschaftlers Edward De Bono werden Sie zum Visionär. Hierbei werden alle positiven und negativen Aspekte zusammengefasst, die eine Entscheidungsmöglichkeit mit sich bringen könnte. Notieren Sie die Punkte am besten übersichtlich auf Papier. Sie können außerdem eine Spalte mit Aspekten eröffnen, die weder positiv noch negativ, dafür aber als interessant einzustufen sind.

Die PMI-Methode liefert Ihnen noch keine klare Antwort auf die Entscheidungsfrage. Dafür richtet Sie aber Ihren Blick auf alle möglichen Konsequenzen einer Entscheidung. Wenn Ihnen das nicht ausreicht, haben Sie weiterhin die Möglichkeit, die einzelnen Aspekte mit Punkten zu gewichten. "1" bedeutet, dass das jeweilige Argument "sehr wichtig" ist und "6", dass es "gar nicht wichtig" ist. Am Ende zählen Sie die Punkte der Plus- beziehungsweise der Minusaspekte zusammen und subtrahieren Sie voneinander. Ist das Ergebnis größer null, lautet die Antwort auf die Entscheidungsfrage "Ja", bei einem negativen Wert lautet sie "Nein".

CAF oder Consider All Facts

Die CAF-Methode wurde ebenfalls von De Bono konzipiert. Sie konzentriert sich vor allem auf die Randbedingungen einer Entscheidung. Denn diese werden oftmals außer Acht gelassen. Die Methode heißt nicht grundlos "Consider All Facts": Bringen Sie alle Einflussfaktoren in einer Spalte zu Papier, denn je mehr Einflussfaktoren Sie kennen, desto besser können Sie die Situation einschätzen. In einer weiteren Spalte sortieren Sie die Faktoren in drei Gruppen: Nach ganz oben kommen dabei die Faktoren mit der größten Bedeutung. In einer dritten Spalte haben Sie Platz für Ideen und Kommentare.

Visionärer Kegel

Einen Blick in die Zukunft einer Entscheidung wagen Sie außerdem mit der Methode "Visionärer Kegel". Ihre Führungsmannschaft richtet ihren Blick von einem gemeinsamen Standpunkt nach vorne. Der immer breiter werdende Lichtkegel steckt den Rahmen aller visionären Denkmodelle der Beteiligten ab. Im Konkreten bedeutet das für Sie:

  • Bestimmen Sie zunächst Ihren Standpunkt. Wie ist die Ist-Situation? Was läuft gut, was schlecht?
  • Welcher Rahmen existiert? Gibt es beispielsweise bestimmte Trends in den Märkten, die Sie bei der Entscheidungsfindung berücksichtigen müssen?
  • Wie weit wollen Sie in die Zukunft blicken? Bestimmen Sie den Zeithorizont, der für Ihre Entscheidung relevant ist.
  • Beschreiben Sie denkbare Zukunftsbilder und bewerten Sie diese, um sich abschließend auf ein Zukunftsbild einigen zu können.

Intuitiv Entscheidungen treffen

Das gute alte Bauchgefühl sollten Sie bei der Entscheidungsfindung ebenfalls nicht unberücksichtigt lassen. Denn oftmals erfassen Sie intuitiv Dinge, die Sie bewusst nicht wahrnehmen. Das Unterbewusstsein ist voller Erfahrungen, Erlebnisse und Impressionen, die Sie nicht alle abrufen können, weil es schlichtweg zu viele sind. Ihre Intuition weist Ihnen dennoch den Weg. Wer ganzheitliche Entscheidungen treffen will, sollte also auch auf sein Bauchgefühl hören.

Weiterführende Links:

  • Weitere Informationen zur Methode des Visionären Kegels lesen Sie auf "4manager.de".
  • Sie ersticken im Tagesgeschäft? Dann wird es Zeit, dass Sie Aufgaben richtig delegieren, um Verantwortungen abzugeben. Was Sie dabei berücksichtigen müssen.
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Chefs müssen täglich eine Vielzahl an Entscheidungen treffen. Welcher Bewerber soll eingestellt werden? Taugt die Geschäftsidee etwas? Mit den richtigen Methoden entkommen Sie dem Gedanken-Wirrwarr.
Entscheidungen treffen: Mit Methode zum Ziel Entscheidungen treffen Sie am besten mit Strategie. (© 2016 a2studio7Shutterstock)

Entscheidungen treffen mit methodischer Raffinesse

Der Bauch sagt "Ja", der Verstand "Nein" – welche Entscheidungen treffen Sie jetzt am besten? Es gibt verschiedene Methoden, die dabei helfen, nicht im Sumpf der Unentschlossenheit zu versinken. Sie tragen zum Teil verheißungsvolle Abkürzungen, wie etwa PMI oder CAF. Allen gemein ist jedoch, dass sie den Entscheider dabei unterstützen, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Alternativen gegeneinander abzuwägen. Je nach Methode konzentrieren Sie sich als Entscheider dabei auf unterschiedliche Aspekte, um die bestmögliche Entscheidung zu fällen.

Entscheidungen treffen mit der PMI-Methode

Bei der PMI-Methode (Plus Minus Interesting) des britischen Mediziners und Wissenschaftlers Edward De Bono werden Sie zum Visionär. Hierbei werden alle positiven und negativen Aspekte zusammengefasst, die eine Entscheidungsmöglichkeit mit sich bringen könnte. Notieren Sie die Punkte am besten übersichtlich auf Papier. Sie können außerdem eine Spalte mit Aspekten eröffnen, die weder positiv noch negativ, dafür aber als interessant einzustufen sind.

Die PMI-Methode liefert Ihnen noch keine klare Antwort auf die Entscheidungsfrage. Dafür richtet Sie aber Ihren Blick auf alle möglichen Konsequenzen einer Entscheidung. Wenn Ihnen das nicht ausreicht, haben Sie weiterhin die Möglichkeit, die einzelnen Aspekte mit Punkten zu gewichten. "1" bedeutet, dass das jeweilige Argument "sehr wichtig" ist und "6", dass es "gar nicht wichtig" ist. Am Ende zählen Sie die Punkte der Plus- beziehungsweise der Minusaspekte zusammen und subtrahieren Sie voneinander. Ist das Ergebnis größer null, lautet die Antwort auf die Entscheidungsfrage "Ja", bei einem negativen Wert lautet sie "Nein".

CAF oder Consider All Facts

Die CAF-Methode wurde ebenfalls von De Bono konzipiert. Sie konzentriert sich vor allem auf die Randbedingungen einer Entscheidung. Denn diese werden oftmals außer Acht gelassen. Die Methode heißt nicht grundlos "Consider All Facts": Bringen Sie alle Einflussfaktoren in einer Spalte zu Papier, denn je mehr Einflussfaktoren Sie kennen, desto besser können Sie die Situation einschätzen. In einer weiteren Spalte sortieren Sie die Faktoren in drei Gruppen: Nach ganz oben kommen dabei die Faktoren mit der größten Bedeutung. In einer dritten Spalte haben Sie Platz für Ideen und Kommentare.

Visionärer Kegel

Einen Blick in die Zukunft einer Entscheidung wagen Sie außerdem mit der Methode "Visionärer Kegel". Ihre Führungsmannschaft richtet ihren Blick von einem gemeinsamen Standpunkt nach vorne. Der immer breiter werdende Lichtkegel steckt den Rahmen aller visionären Denkmodelle der Beteiligten ab. Im Konkreten bedeutet das für Sie:

  • Bestimmen Sie zunächst Ihren Standpunkt. Wie ist die Ist-Situation? Was läuft gut, was schlecht?
  • Welcher Rahmen existiert? Gibt es beispielsweise bestimmte Trends in den Märkten, die Sie bei der Entscheidungsfindung berücksichtigen müssen?
  • Wie weit wollen Sie in die Zukunft blicken? Bestimmen Sie den Zeithorizont, der für Ihre Entscheidung relevant ist.
  • Beschreiben Sie denkbare Zukunftsbilder und bewerten Sie diese, um sich abschließend auf ein Zukunftsbild einigen zu können.

Intuitiv Entscheidungen treffen

Das gute alte Bauchgefühl sollten Sie bei der Entscheidungsfindung ebenfalls nicht unberücksichtigt lassen. Denn oftmals erfassen Sie intuitiv Dinge, die Sie bewusst nicht wahrnehmen. Das Unterbewusstsein ist voller Erfahrungen, Erlebnisse und Impressionen, die Sie nicht alle abrufen können, weil es schlichtweg zu viele sind. Ihre Intuition weist Ihnen dennoch den Weg. Wer ganzheitliche Entscheidungen treffen will, sollte also auch auf sein Bauchgefühl hören.

Weiterführende Links:

  • Weitere Informationen zur Methode des Visionären Kegels lesen Sie auf "4manager.de".
  • Sie ersticken im Tagesgeschäft? Dann wird es Zeit, dass Sie Aufgaben richtig delegieren, um Verantwortungen abzugeben. Was Sie dabei berücksichtigen müssen.
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