Image for Mdm Logo

Studie zu Arbeitswelt 4.0: Work-Life-Blending statt -Balance

Work-Life Balance war gestern. Geht es nach einer aktuellen Umfrage des Randstad Arbeitsbarometers, ist das sogenannte Work-Life-Blending in der Arbeitswelt 4.0 auf dem Vormarsch. Auch im Mittelstand dürfte die Verschmelzung von Job und Privatleben ein Thema werden.
Studie zu Arbeitswelt 4.0: Work-Life-Blending statt -Balance In der Arbeitswelt 4.0 löst das Work-Life-Blending die Work-Life-Balance Stück für Stück ab. (© 2015 AnnaTamila/Shutterstock)

Fortschreitende Digitalisierung führt zum Work-Life-Blending

In Zeiten der Digitalisierung ist die Trennung von Arbeit und Freizeit kaum noch möglich. Während in der Vergangenheit stets eine ausgewogene, aber klar separierende Work-Life-Balance propagiert wurde, sorgen Entwicklungen wie die Arbeit im Home Office oder der Einsatz mobiler Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops für eine fortschreitende Verschmelzung von Job und Privatleben.

Der Trend zum sogenannten Work-Life-Blending geht auch aus einer aktuellen Randstad Arbeitsbarometer-Umfrage hervor. In dieser wurden 400 deutsche Arbeitnehmer zu ihren Arbeitsgewohnheiten befragt.

Arbeitswelt 4.0: Fließende Übergänge

Aus den Umfrageergebnissen wird unter anderem deutlich, dass immer mehr Arbeitnehmer auch in ihrer Freizeit bereit sind, die Ärmel für den Job hochzukrempeln:

  • Während zwar noch 53 Prozent angaben, sich nicht verpflichtet zu fühlen, in ihrer Freizeit geschäftliche E-Mails oder Telefonate direkt zu beantworten beziehungsweise anzunehmen,
  • sind im Umkehrschluss immerhin 47 Prozent dazu bereit, jobrelevante Kommunikation unmittelbar abzuwickeln.

Gleichzeitig erhalten aber auch Privatangelegenheiten zunehmend Eingang in die Arbeitswelt:

  • So gaben in der Studie 58 Prozent der Befragten an,  ihre Arbeitszeit hin und wieder zu nutzen, um nicht-beruflichen Anliegen nachzugehen.
  • In der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen legen sogar 69 Prozent ein solches Verhalten an den Tag.

Die Verschmelzung von Job und Freizeit kann also praktisch als Win-Win-Situation für Arbeitgeber und -nehmer interpretiert werden:

  • Während Angestellte auf der einen Seite die Möglichkeit erhalten, hin und wieder Privates bei der Arbeit zu erledigen,
  • revanchieren sie sich auf der anderen Seite, indem Sie einen Teil ihrer Freizeit für Berufliches opfern.

Eine Trend, der natürlich auch vor dem deutschen Mittelstand keinen Halt macht.

BYOD als technische Variante des Work-Life-Blending

Die Verschmelzung von Berufs- und Privatleben lässt sich übrigens am Umgang mit technischen Hilfsmitteln ablesen: In der Arbeitswelt 4.0 gestatten immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern, private Laptops, Tablets oder auch Smartphones in das firmeneigene Netzwerk zu bringen – ganz nach dem Motto "Bring Your Own Device" (BYOD).

Auch diese Entwicklung ist aus dem Randstad Arbeitsbarometer abzulesen: So gaben 53 Prozent der Befragten an, in einem Unternehmen mit BYOD-Philosophie zu arbeiten.

Weiterführende Links:

Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber
alle ratgeber
Neues zu Zeitmanagement
alle ratgeber Alle Beiträge

Studie zu Arbeitswelt 4.0: Work-Life-Blending statt -Balance

Work-Life Balance war gestern. Geht es nach einer aktuellen Umfrage des Randstad Arbeitsbarometers, ist das sogenannte Work-Life-Blending in der Arbeitswelt 4.0 auf dem Vormarsch. Auch im Mittelstand dürfte die Verschmelzung von Job und Privatleben ein Thema werden.
Studie zu Arbeitswelt 4.0: Work-Life-Blending statt -Balance In der Arbeitswelt 4.0 löst das Work-Life-Blending die Work-Life-Balance Stück für Stück ab. (© 2015 AnnaTamila/Shutterstock)

Fortschreitende Digitalisierung führt zum Work-Life-Blending

In Zeiten der Digitalisierung ist die Trennung von Arbeit und Freizeit kaum noch möglich. Während in der Vergangenheit stets eine ausgewogene, aber klar separierende Work-Life-Balance propagiert wurde, sorgen Entwicklungen wie die Arbeit im Home Office oder der Einsatz mobiler Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops für eine fortschreitende Verschmelzung von Job und Privatleben.

Der Trend zum sogenannten Work-Life-Blending geht auch aus einer aktuellen Randstad Arbeitsbarometer-Umfrage hervor. In dieser wurden 400 deutsche Arbeitnehmer zu ihren Arbeitsgewohnheiten befragt.

Arbeitswelt 4.0: Fließende Übergänge

Aus den Umfrageergebnissen wird unter anderem deutlich, dass immer mehr Arbeitnehmer auch in ihrer Freizeit bereit sind, die Ärmel für den Job hochzukrempeln:

  • Während zwar noch 53 Prozent angaben, sich nicht verpflichtet zu fühlen, in ihrer Freizeit geschäftliche E-Mails oder Telefonate direkt zu beantworten beziehungsweise anzunehmen,
  • sind im Umkehrschluss immerhin 47 Prozent dazu bereit, jobrelevante Kommunikation unmittelbar abzuwickeln.

Gleichzeitig erhalten aber auch Privatangelegenheiten zunehmend Eingang in die Arbeitswelt:

  • So gaben in der Studie 58 Prozent der Befragten an,  ihre Arbeitszeit hin und wieder zu nutzen, um nicht-beruflichen Anliegen nachzugehen.
  • In der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen legen sogar 69 Prozent ein solches Verhalten an den Tag.

Die Verschmelzung von Job und Freizeit kann also praktisch als Win-Win-Situation für Arbeitgeber und -nehmer interpretiert werden:

  • Während Angestellte auf der einen Seite die Möglichkeit erhalten, hin und wieder Privates bei der Arbeit zu erledigen,
  • revanchieren sie sich auf der anderen Seite, indem Sie einen Teil ihrer Freizeit für Berufliches opfern.

Eine Trend, der natürlich auch vor dem deutschen Mittelstand keinen Halt macht.

BYOD als technische Variante des Work-Life-Blending

Die Verschmelzung von Berufs- und Privatleben lässt sich übrigens am Umgang mit technischen Hilfsmitteln ablesen: In der Arbeitswelt 4.0 gestatten immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern, private Laptops, Tablets oder auch Smartphones in das firmeneigene Netzwerk zu bringen – ganz nach dem Motto "Bring Your Own Device" (BYOD).

Auch diese Entwicklung ist aus dem Randstad Arbeitsbarometer abzulesen: So gaben 53 Prozent der Befragten an, in einem Unternehmen mit BYOD-Philosophie zu arbeiten.

Weiterführende Links:

Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber