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Digitalisierung: Deutsche Bahn braucht Hilfe von Start-ups

Chancen für Gründer: Die Deutsche Bahn stellt die Weichen neu und sieht sich immer mehr als Mobilitätsmanager für ihre Kunden. Mit Zügen, aber auch anderen Verkehrsmitteln. Dafür setzt das Unternehmen verstärkt auf die Digitalisierung – und lässt sich das viel Geld kosten.
Digitalisierung: Deutsche Bahn braucht Hilfe von Start-ups Die Deutsche Bahn will für ihre Kunden zum Mobilitätsmanager werden. (© 2016 Patrick Poendl/Shutterstock)

Eine Milliarde Euro für die Digitalisierung

Die Deutsche Bahn will sich nicht von der Digitalisierungswelle überrollen lassen und sucht die Unterstützung von Start-ups. Dafür nimmt das Unternehmen viel Geld in die Hand. Bahn-Vorstand Rüdiger Grube sagte gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa):

"In den nächsten beiden Jahren werden wir allein eine Milliarde Euro in Digitalisierungsprojekte investieren."

Große Chancen für Start-ups

Die Fäden sollen in einem eigenen Unternehmen zusammenlaufen. Grube: "Wir gründen dafür am 15. November eine neue Gesellschaft, die Deutsche Bahn Digital Venture GmbH. Dort werden wir in Zukunft unsere Start-ups-Gesellschaften führen und weiterentwickeln. Da sind wir auch offen für Partnerschaften." Über die neue Tochter spendiert die Bahn weitere 50 Millionen Euro an Wagniskapital. Das Geld soll in mehr Elektronik und Internet-Anwendungen in Betrieb und Service gehen.

Ein Beispiel für die Zusammenarbeit mit Start-ups ist, so Grube, der Mitfahrdienst Clever Shuttle in Berlin, Leipzig und München, bei dem Fahrgäste in ein Elektro-Taxi zusteigen können, das bereits mit einem anderen Kunden unterwegs ist. Die Nutzer buchen den Service mit einer Smartphone-App. Die Deutsche Bahn hält seit 2015 Anteile an dem Projekt. Es ist nicht das einzige Vorhaben dieser Art. Dazu gehört auch die Gesellschaft hinter dem Internet-Reiseplaner Qixxit. Der schlägt für eine geplante Strecke verschiedene Verkehrsmittel vor. Und ist damit ein Vorbild für die Bahn.

Neue Rolle für die Deutsche Bahn

Grube sagt zu der künftigen Ausrichtung: "Bei uns kommen alle Verkehrssysteme in Betracht. Aber die Kunst und der nächste Schritt ist, diese Welt so miteinander zu vernetzen, dass wir für die Kunden ein Mobilitätsmanager sind." Und als solcher jongliert das Unternehmen nicht nur mit Zügen, sondern auch mit Bussen, Mietautos, Elektro-Autos, Elektro-Motorrollern und Fahrrädern. "Denn der Kunde möchte sich damit nicht selbst beschäftigen. Er möchte es möglichst einfach und mit der Komplexität des Systems nichts zu tun haben."

Weiterführende Links:

  • Über den Mobilfunkempfang in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn (DB) ist schon viel geschrieben worden – zumeist kritisch. Für eine bessere Mobilfunkversorgung investieren DB und Mobilfunknetzbetreiber viel.
  • 24 Stunden – mehr Vorwarnzeit gibt es meistens nicht vor Bahnstreiks. Das ist knapp, vor allem für Geschäftsreisende mit wichtigen Terminen am nächsten Tag. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich auf Zugausfälle vorbereiten und Ihr Ziel trotz Ausstand erreichen können.
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Digitalisierung: Deutsche Bahn braucht Hilfe von Start-ups Die Deutsche Bahn will für ihre Kunden zum Mobilitätsmanager werden. (© 2016 Patrick Poendl/Shutterstock)

Eine Milliarde Euro für die Digitalisierung

Die Deutsche Bahn will sich nicht von der Digitalisierungswelle überrollen lassen und sucht die Unterstützung von Start-ups. Dafür nimmt das Unternehmen viel Geld in die Hand. Bahn-Vorstand Rüdiger Grube sagte gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa):

"In den nächsten beiden Jahren werden wir allein eine Milliarde Euro in Digitalisierungsprojekte investieren."

Große Chancen für Start-ups

Die Fäden sollen in einem eigenen Unternehmen zusammenlaufen. Grube: "Wir gründen dafür am 15. November eine neue Gesellschaft, die Deutsche Bahn Digital Venture GmbH. Dort werden wir in Zukunft unsere Start-ups-Gesellschaften führen und weiterentwickeln. Da sind wir auch offen für Partnerschaften." Über die neue Tochter spendiert die Bahn weitere 50 Millionen Euro an Wagniskapital. Das Geld soll in mehr Elektronik und Internet-Anwendungen in Betrieb und Service gehen.

Ein Beispiel für die Zusammenarbeit mit Start-ups ist, so Grube, der Mitfahrdienst Clever Shuttle in Berlin, Leipzig und München, bei dem Fahrgäste in ein Elektro-Taxi zusteigen können, das bereits mit einem anderen Kunden unterwegs ist. Die Nutzer buchen den Service mit einer Smartphone-App. Die Deutsche Bahn hält seit 2015 Anteile an dem Projekt. Es ist nicht das einzige Vorhaben dieser Art. Dazu gehört auch die Gesellschaft hinter dem Internet-Reiseplaner Qixxit. Der schlägt für eine geplante Strecke verschiedene Verkehrsmittel vor. Und ist damit ein Vorbild für die Bahn.

Neue Rolle für die Deutsche Bahn

Grube sagt zu der künftigen Ausrichtung: "Bei uns kommen alle Verkehrssysteme in Betracht. Aber die Kunst und der nächste Schritt ist, diese Welt so miteinander zu vernetzen, dass wir für die Kunden ein Mobilitätsmanager sind." Und als solcher jongliert das Unternehmen nicht nur mit Zügen, sondern auch mit Bussen, Mietautos, Elektro-Autos, Elektro-Motorrollern und Fahrrädern. "Denn der Kunde möchte sich damit nicht selbst beschäftigen. Er möchte es möglichst einfach und mit der Komplexität des Systems nichts zu tun haben."

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  • Über den Mobilfunkempfang in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn (DB) ist schon viel geschrieben worden – zumeist kritisch. Für eine bessere Mobilfunkversorgung investieren DB und Mobilfunknetzbetreiber viel.
  • 24 Stunden – mehr Vorwarnzeit gibt es meistens nicht vor Bahnstreiks. Das ist knapp, vor allem für Geschäftsreisende mit wichtigen Terminen am nächsten Tag. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich auf Zugausfälle vorbereiten und Ihr Ziel trotz Ausstand erreichen können.
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