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Disruptive Innovation: Wie Sie den Markt revolutionieren

Natürlich schütteln Unternehmer die besten Ideen nicht einfach aus dem Ärmel. Ganz im Gegenteil, eine disruptive Innovation, mit der Sie den ganzen Markt auf den Kopf stellen, ist nur mit viel Schweiß, Fehlschlägen und Durchhaltevermögen zu meistern. Und trotzdem lässt sie sich strategisch planen.
Disruptive Innovation: Wie Sie den Markt revolutionieren Mit unscheinbaren Ideen durchstarten: Disruptive Innovation krempelt ganze Märkte um, dabei sind kleine und mittelständische Unternehmen oft die Keimzelle für den Fortschritt. (© 2016 Sunny studio/Shutterstock)

Crashkurz: Evolution mit disruptiver Innovation

Selbst Laien, die nichts mit dem Begriff disruptive Innovation anfangen können, kennen mindestens ein Beispiel für bahnbrechende, neue Technologien, die einen ganzen Markt auf den Kopf gestellt haben.

Ohne große Umwege sind wir also schon bei einer Definition des Schlagwortes: Ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung, die anfänglich sehr klein und unscheinbar wirkt, verändert eine ganze Branche oder schafft eine neue. Damit ist das Ziel eine Marktrevolution, die Neuheit ist radikal anders.

Der Vater der disruptiven Innovation ist der Wirtschaftswissenschaftler Clayton M. Christensen, der in seinem Buch "The Innovator's Dilemma" die Grundzüge solch einer evolutionären Entwicklung beschreibt. So sagt er etwa: Alte Technologien werden irgendwann vollständig von den neuen verdrängt.

Können mittelständische Unternehmen solch eine Umwälzung überhaupt in Gang bringen? Ja, das können sie. Warum?

  • Im Vergleich zu Großkonzernen sind kleine Firmen viel flexibler, schon alleine, weil die Hierarchien meist flacher sind. Es kann schneller reagiert werden.
  • Außerdem konzentriert sich massenhaft Know-how im (deutschen) Mittelstand, eine Brutstätte für neuartige Technologielösungen.
  • Risikofreude ist zudem eine Vokabel, welche die Großen oftmals nicht mehr kennen und ausleben. Daher gibt es deutliche Chancen für die Kleinen.

Vorbilder: Von analog zu digital

Eingangs haben wir bereits geschrieben: Jeder wird vermutlich eine disruptive Innovation kennen. Ganz offensichtlich ist beispielsweise die Compact Disc (CD). Sie ersetzte mehr oder weniger vollständig die Schallplatte – Liebhaber schwören zwar immer noch auf das Vinylmedium, die Verkaufszahlen für die Industrie sind allerdings zu vernachlässigen.

Und wenn wir ehrlich sind, ist das Ende der CD vermutlich längst in Sicht oder sogar schon angelaufen. Denn die nächste disruptive Innovation, die eventuell physikalische Musikdatenträger ersetzen wird, ist natürlich das MP3-Format.

Damit zeichnet sich ein gewisser Trend ab, langsam aber sicher werden analoge Technologien von digitalen ausgestochen.

Innovationsmanagement: Kreative Stimmung schaffen

Leider ist ein Produkt oder eine Dienstleistung mit umstürzlerischem Potenzial schwer zu planen. Das sollte Sie nicht davon abhalten, Ihr Innovationsmanagement in Position zu bringen, wenn Sie den Markt aufreiben wollen. Bedenken Sie aber, es wird in den seltensten Fällen geradlinig von der Konzeption bis zum Verkauf laufen. Vielmehr ist eine Revolution nur mit Versuch und Irrtum zu starten.

Was tun Sie also zuerst? Schaffen Sie ein Klima für Innovationen:

  • Sie ermutigen Ihre Mitarbeiter, Ideen und Kritik vorzubringen.
  • Gehen Sie mit Fehlern offen, ehrlich und konstruktiv um – auch mit Ihren eigenen. So spornen Sie Kollegen an, Neues auszuprobieren, ohne von der Angst des Scheiterns gelähmt zu sein.
  • Stellen Sie Mittel für Innovationen frei. In der Praxis heißt das meistens, Arbeitszeit für Ideenfindung und Konzeption einzuplanen.
  • Prämieren Sie firmenintern gute Einfälle. Das motiviert.

Bedürfnismanagement: Wünsche der Zielgruppe

Soweit so gut. Jetzt müssen Sie allerdings zusätzlich Ihre Analysefähigkeiten spielen lassen. Fragen, die Sie auf jeden Fall beantworten sollten, sind zum Beispiel:

  • Was hat der User oder die Zielgruppe gerade für ein Problem?
  • Wie kann es gelöst werden?
  • Welche Trends und Marktlücken gibt es überhaupt?

Im Hinblick auf Ihre potenziellen Neukunden bedenken Sie: Positive Erwartungen, Empfindungen und Gefühle überflügeln im Endeffekt vermutlich die negativen. Ein neues Produkt oder eine Dienstleistung muss genau das leisten können. Machen Sie zudem eine Kostenrechnung. Ihre neue Erfindung sollte drängende Probleme billiger lösen können, als das bisher möglich ist.

Disruptive Innovationen werden aus der aktuellen Sicht meist mit Automatisierung und Digitalisierung spielen. Es kann sich lohnen, diese Entwicklung im Kopf zu behalten, wenn Sie den nächsten Umschwung Ihrer Branche planen.

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Disruptive Innovation: Wie Sie den Markt revolutionieren Mit unscheinbaren Ideen durchstarten: Disruptive Innovation krempelt ganze Märkte um, dabei sind kleine und mittelständische Unternehmen oft die Keimzelle für den Fortschritt. (© 2016 Sunny studio/Shutterstock)

Crashkurz: Evolution mit disruptiver Innovation

Selbst Laien, die nichts mit dem Begriff disruptive Innovation anfangen können, kennen mindestens ein Beispiel für bahnbrechende, neue Technologien, die einen ganzen Markt auf den Kopf gestellt haben.

Ohne große Umwege sind wir also schon bei einer Definition des Schlagwortes: Ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung, die anfänglich sehr klein und unscheinbar wirkt, verändert eine ganze Branche oder schafft eine neue. Damit ist das Ziel eine Marktrevolution, die Neuheit ist radikal anders.

Der Vater der disruptiven Innovation ist der Wirtschaftswissenschaftler Clayton M. Christensen, der in seinem Buch "The Innovator's Dilemma" die Grundzüge solch einer evolutionären Entwicklung beschreibt. So sagt er etwa: Alte Technologien werden irgendwann vollständig von den neuen verdrängt.

Können mittelständische Unternehmen solch eine Umwälzung überhaupt in Gang bringen? Ja, das können sie. Warum?

  • Im Vergleich zu Großkonzernen sind kleine Firmen viel flexibler, schon alleine, weil die Hierarchien meist flacher sind. Es kann schneller reagiert werden.
  • Außerdem konzentriert sich massenhaft Know-how im (deutschen) Mittelstand, eine Brutstätte für neuartige Technologielösungen.
  • Risikofreude ist zudem eine Vokabel, welche die Großen oftmals nicht mehr kennen und ausleben. Daher gibt es deutliche Chancen für die Kleinen.

Vorbilder: Von analog zu digital

Eingangs haben wir bereits geschrieben: Jeder wird vermutlich eine disruptive Innovation kennen. Ganz offensichtlich ist beispielsweise die Compact Disc (CD). Sie ersetzte mehr oder weniger vollständig die Schallplatte – Liebhaber schwören zwar immer noch auf das Vinylmedium, die Verkaufszahlen für die Industrie sind allerdings zu vernachlässigen.

Und wenn wir ehrlich sind, ist das Ende der CD vermutlich längst in Sicht oder sogar schon angelaufen. Denn die nächste disruptive Innovation, die eventuell physikalische Musikdatenträger ersetzen wird, ist natürlich das MP3-Format.

Damit zeichnet sich ein gewisser Trend ab, langsam aber sicher werden analoge Technologien von digitalen ausgestochen.

Innovationsmanagement: Kreative Stimmung schaffen

Leider ist ein Produkt oder eine Dienstleistung mit umstürzlerischem Potenzial schwer zu planen. Das sollte Sie nicht davon abhalten, Ihr Innovationsmanagement in Position zu bringen, wenn Sie den Markt aufreiben wollen. Bedenken Sie aber, es wird in den seltensten Fällen geradlinig von der Konzeption bis zum Verkauf laufen. Vielmehr ist eine Revolution nur mit Versuch und Irrtum zu starten.

Was tun Sie also zuerst? Schaffen Sie ein Klima für Innovationen:

  • Sie ermutigen Ihre Mitarbeiter, Ideen und Kritik vorzubringen.
  • Gehen Sie mit Fehlern offen, ehrlich und konstruktiv um – auch mit Ihren eigenen. So spornen Sie Kollegen an, Neues auszuprobieren, ohne von der Angst des Scheiterns gelähmt zu sein.
  • Stellen Sie Mittel für Innovationen frei. In der Praxis heißt das meistens, Arbeitszeit für Ideenfindung und Konzeption einzuplanen.
  • Prämieren Sie firmenintern gute Einfälle. Das motiviert.

Bedürfnismanagement: Wünsche der Zielgruppe

Soweit so gut. Jetzt müssen Sie allerdings zusätzlich Ihre Analysefähigkeiten spielen lassen. Fragen, die Sie auf jeden Fall beantworten sollten, sind zum Beispiel:

  • Was hat der User oder die Zielgruppe gerade für ein Problem?
  • Wie kann es gelöst werden?
  • Welche Trends und Marktlücken gibt es überhaupt?

Im Hinblick auf Ihre potenziellen Neukunden bedenken Sie: Positive Erwartungen, Empfindungen und Gefühle überflügeln im Endeffekt vermutlich die negativen. Ein neues Produkt oder eine Dienstleistung muss genau das leisten können. Machen Sie zudem eine Kostenrechnung. Ihre neue Erfindung sollte drängende Probleme billiger lösen können, als das bisher möglich ist.

Disruptive Innovationen werden aus der aktuellen Sicht meist mit Automatisierung und Digitalisierung spielen. Es kann sich lohnen, diese Entwicklung im Kopf zu behalten, wenn Sie den nächsten Umschwung Ihrer Branche planen.

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