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Managerkrankheit: 5 Fakten über Herz-Kreislaufprobleme

Herzinfarkt oder Schlaganfall und Exitus – so kann das Ende der Managerkrankheit aussehen. Sie entsteht, wenn Chefs ihre Gesundheit durch einen stressigen Lebensstil riskieren. Zu viel Arbeit, zu wenig Entspannung. Wem das aus eigener Erfahrung allzu bekannt vorkommt, der sollte den persönlichen Turnaround angehen.
Managerkrankheit: 5 Fakten über Herz-Kreislaufprobleme Die Managerkrankheit befällt häufig Menschen mit großem beruflichen Stress und schlägt aufs Herz. (© 2016 Titima Ongkantong/Shutterstock)

Managerkrankheit: Die Definition des Leidens

Die Managerkrankheit erhielt ihren Namen schon in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals stellte sich heraus, dass unter Unternehmenslenkern besonders häufig Herz-Kreislaufbeschwerden auftraten. Der Terminus hat also ursprünglich nicht direkt etwas mit dem Burn-out-Syndrom zu tun, von dem heute so oft die Rede ist, wenn es um arbeitsbedingte Leiden geht. Gleichwohl haben beide Übel gemeinsame Ursachen. Die Wichtigste: Stress durch permanente geistige und körperliche Überbeanspruchung im Job. Was sich bei Burn-out dann in psychischen Erschöpfungszuständen äußert, führt bei der ursprünglichen Managerkrankheit zu handfesten physischen Symptomen.

Das sind die Ursachen

Wie gesagt, ist andauernder beruflicher Stress ein entscheidender Faktor. Perfide ist, dass Betroffene auch nach der Arbeit die innere Spannung hochhalten und nicht abschalten können. Langfristig fordert dieser seelische Daueralarm seinen Tribut. Salopp ausgedrückt: Erst schlägt er aufs Gemüt, dann auf die Pumpe. Hinzu kommen die üblichen Verdächtigen wie übermäßiger Konsum von Nikotin und Alkohol. Nicht zu vergessen Übergewicht im Zusammenhang mit ungesunder Ernährung sowie mangelnder Bewegung.

Die Symptome der Managerkrankheit

Zum Krankheitsbild zählen beispielsweise:

  • stechende Schmerzen in der Brust
  • Herzrhythmusstörungen
  • Arteriosklerose, also Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen
  • Atemnot bei geringer Belastung
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • psychische Phänomene wie Beklemmungen, depressive Verstimmungen oder Lustlosigkeit

Insgesamt nimmt dadurch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ab, was den Stress zusätzlich verstärkt.

Wie sieht die Therapie aus?

Mittel der Wahl bei rechtzeitiger Diagnose sind Medikamente. Gebräuchlich sind hauptsächlich zwei Arten: ACE-Hemmer halten ein Hormon im Zaum, das den Blutdruck steuert. Beta-Blocker zügeln die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin und erzielen damit den gleichen Effekt. Beide Mittel entlasten damit das Herz-Kreislaufsystem. Unter anderem gehören auch Blutverdünner ins Arznei-Arsenal, weil sie das Risiko von Gefäßverschlüssen durch Gerinnsel vermindern.

Daneben gibt es auch operative Möglichkeiten. Zu nennen sind hier beispielsweise Herzschrittmacher sowie Ballon- oder Stent-Einsätze zur Dehnung verengter Kranzgefäße. Im Anschluss an die Eingriffe steht eine Rehabilitation und gegebenenfalls eine Umstellung der Lebensgewohnheiten.

Vorbeugen ist besser

Damit es gar nicht erst zu Beschwerden und gar Therapien kommt, sollten die weiter oben genannten Risikofaktoren ausgeschaltet werden. Sich im Einklang mit ausreichender Bewegung gesund zu ernähren, Alkohol und Zigaretten zu meiden, mag im Einzelfall viel Überwindung kosten und Disziplin verlangen.

Das könnte Betroffenen leichter fallen, wenn sie zuvor das Grundübel in den Griff bekommen: den Stress. Erste Hilfe am Arbeitsplatz leisten zum Beispiel Entspannungsübungen für Körper und Geist. Langfristig braucht es natürlich andere Strategien, die mit dem Hang vieler Betroffener zum Perfektionismus und dem Immer-Funktionieren-Müssen-Wahn aufräumen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Schließlich dürfte den meisten Menschen längst klar sein, was der Kern ihrer Managerkrankheit ist. Nur finden sie allein kein Mittel dagegen. In diesen Fällen sollte man auf die Erfahrung eines medizinischen Spezialisten, zumeist Psychologen oder Psychotherapeuten, vertrauen.

Hinweis: Dieser Artikel gibt einen Überblick über einige Aspekte der Managerkrankheit. Er ist mithin kein medizinischer Ratgeber!

Weiterführende Links:

  • Eine staatlich geförderte Software kann Ihnen zeigen, wo und wann bei Ihnen ein beruflicher Dauerdruck entsteht, denn das Online-Tool analysiert Stress im Job.
  • Ausweg Drogen? Keine gute Idee. Trotzdem greifen viele Entscheider zu Neuroenhancement und Gehirndoping, um sich für den Arbeitsalltag vermeintlich zu stählen.
  • Krisen lassen sich manchmal mit der richtigen Einstellung überstehen. Eine mögliches Rezept ist mentale Stärke durch Reslilienz.

 

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Managerkrankheit: 5 Fakten über Herz-Kreislaufprobleme

Herzinfarkt oder Schlaganfall und Exitus – so kann das Ende der Managerkrankheit aussehen. Sie entsteht, wenn Chefs ihre Gesundheit durch einen stressigen Lebensstil riskieren. Zu viel Arbeit, zu wenig Entspannung. Wem das aus eigener Erfahrung allzu bekannt vorkommt, der sollte den persönlichen Turnaround angehen.
Managerkrankheit: 5 Fakten über Herz-Kreislaufprobleme Die Managerkrankheit befällt häufig Menschen mit großem beruflichen Stress und schlägt aufs Herz. (© 2016 Titima Ongkantong/Shutterstock)

Managerkrankheit: Die Definition des Leidens

Die Managerkrankheit erhielt ihren Namen schon in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals stellte sich heraus, dass unter Unternehmenslenkern besonders häufig Herz-Kreislaufbeschwerden auftraten. Der Terminus hat also ursprünglich nicht direkt etwas mit dem Burn-out-Syndrom zu tun, von dem heute so oft die Rede ist, wenn es um arbeitsbedingte Leiden geht. Gleichwohl haben beide Übel gemeinsame Ursachen. Die Wichtigste: Stress durch permanente geistige und körperliche Überbeanspruchung im Job. Was sich bei Burn-out dann in psychischen Erschöpfungszuständen äußert, führt bei der ursprünglichen Managerkrankheit zu handfesten physischen Symptomen.

Das sind die Ursachen

Wie gesagt, ist andauernder beruflicher Stress ein entscheidender Faktor. Perfide ist, dass Betroffene auch nach der Arbeit die innere Spannung hochhalten und nicht abschalten können. Langfristig fordert dieser seelische Daueralarm seinen Tribut. Salopp ausgedrückt: Erst schlägt er aufs Gemüt, dann auf die Pumpe. Hinzu kommen die üblichen Verdächtigen wie übermäßiger Konsum von Nikotin und Alkohol. Nicht zu vergessen Übergewicht im Zusammenhang mit ungesunder Ernährung sowie mangelnder Bewegung.

Die Symptome der Managerkrankheit

Zum Krankheitsbild zählen beispielsweise:

  • stechende Schmerzen in der Brust
  • Herzrhythmusstörungen
  • Arteriosklerose, also Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen
  • Atemnot bei geringer Belastung
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • psychische Phänomene wie Beklemmungen, depressive Verstimmungen oder Lustlosigkeit

Insgesamt nimmt dadurch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ab, was den Stress zusätzlich verstärkt.

Wie sieht die Therapie aus?

Mittel der Wahl bei rechtzeitiger Diagnose sind Medikamente. Gebräuchlich sind hauptsächlich zwei Arten: ACE-Hemmer halten ein Hormon im Zaum, das den Blutdruck steuert. Beta-Blocker zügeln die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin und erzielen damit den gleichen Effekt. Beide Mittel entlasten damit das Herz-Kreislaufsystem. Unter anderem gehören auch Blutverdünner ins Arznei-Arsenal, weil sie das Risiko von Gefäßverschlüssen durch Gerinnsel vermindern.

Daneben gibt es auch operative Möglichkeiten. Zu nennen sind hier beispielsweise Herzschrittmacher sowie Ballon- oder Stent-Einsätze zur Dehnung verengter Kranzgefäße. Im Anschluss an die Eingriffe steht eine Rehabilitation und gegebenenfalls eine Umstellung der Lebensgewohnheiten.

Vorbeugen ist besser

Damit es gar nicht erst zu Beschwerden und gar Therapien kommt, sollten die weiter oben genannten Risikofaktoren ausgeschaltet werden. Sich im Einklang mit ausreichender Bewegung gesund zu ernähren, Alkohol und Zigaretten zu meiden, mag im Einzelfall viel Überwindung kosten und Disziplin verlangen.

Das könnte Betroffenen leichter fallen, wenn sie zuvor das Grundübel in den Griff bekommen: den Stress. Erste Hilfe am Arbeitsplatz leisten zum Beispiel Entspannungsübungen für Körper und Geist. Langfristig braucht es natürlich andere Strategien, die mit dem Hang vieler Betroffener zum Perfektionismus und dem Immer-Funktionieren-Müssen-Wahn aufräumen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Schließlich dürfte den meisten Menschen längst klar sein, was der Kern ihrer Managerkrankheit ist. Nur finden sie allein kein Mittel dagegen. In diesen Fällen sollte man auf die Erfahrung eines medizinischen Spezialisten, zumeist Psychologen oder Psychotherapeuten, vertrauen.

Hinweis: Dieser Artikel gibt einen Überblick über einige Aspekte der Managerkrankheit. Er ist mithin kein medizinischer Ratgeber!

Weiterführende Links:

  • Eine staatlich geförderte Software kann Ihnen zeigen, wo und wann bei Ihnen ein beruflicher Dauerdruck entsteht, denn das Online-Tool analysiert Stress im Job.
  • Ausweg Drogen? Keine gute Idee. Trotzdem greifen viele Entscheider zu Neuroenhancement und Gehirndoping, um sich für den Arbeitsalltag vermeintlich zu stählen.
  • Krisen lassen sich manchmal mit der richtigen Einstellung überstehen. Eine mögliches Rezept ist mentale Stärke durch Reslilienz.

 

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