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Influencer: PR-Agenturen setzen immer noch auf Journalisten

Für die Öffentlichkeitsarbeit sprechen PR-Agenturen am liebsten Journalisten an. Vertreter neuer Online-Medien wie Blogger und YouTuber spielen für sie kaum eine Rolle. So steht es im PR-Trendmonitor 2016. Doch wer genau hinschaut, der sieht: Es kommt auf die Details an.
Influencer: PR-Agenturen setzen immer noch auf Journalisten Für deutsche PR-Profis sind noch immer Journalisten der klassischen Medien die wichtigsten Influencer. (© 2016 turgaygundogdu/Shutterstock)

Ranking der Influencer: Journalisten sind weit vorn

Geht es um die Öffentlichkeitsarbeit, dann verbreiten deutsche PR-Agenturen die Nachrichten ihrer Kunden am liebsten über Journalisten. Und das, obwohl klassische Medien stark an Bedeutung eingebüßt haben. Von deren Niedergang haben webbasierte, elektronische Kanäle profitiert. Doch von diesen halten viele PR-Profis offenbar wenig.  Blogger jedenfalls spielen für sie nur eine untergeordnete Rolle. So steht es im PR-Trendmonitor 2016 von "news aktuell" und Faktenkontor.

Journalisten führen also das Ranking der Influencer an, während Blogger und YouTuber hoffnungslos abgeschlagen sind? Stimmt, aber nur auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung sieht das Bild weniger krass aus. Doch zunächst zu den nackten Zahlen.

Die wichtigsten Influencer für Deutschlands PR-Profis

So viele Fach- und Führungskräfte der PR finden diese Influencer "sehr wichtig":

  • Journalisten (75 Prozent)
  • Kunden (68 Prozent)
  • Eigene Mitarbeiter (46 Prozent)
  • Experten (42 Prozent)
  • Branchenverbände (26 Prozent)
  • Blogger (20 Prozent)
  • Facebooker (14 Prozent)
  • Twitterer (neun Prozent)
  • YouTuber (sechs Prozent)
  • Instagrammer (sechs Prozent)

Heißt das nun, dass die Vertreter der neuen Medien belanglos für die werbewirksame Öffentlichkeitsarbeit sind? Nicht ganz. "Interessant ist, dass die Bedeutung von Social Media in PR-Agenturen anscheinend spürbar höher eingeschätzt wird. Hier wird das gigantische Potenzial erfolgreicher Accounts häufiger erkannt", schreiben die Autoren der Studie und machen in dieser Frage Unterschiede zwischen den Agenturen einerseits und den Pressestellen von Unternehmen andererseits aus.

Erhebliche Unterschiede zwischen PR-Agenturen und Pressestellen

Konkret sieht der Vergleich so aus: Während in PR-Agenturen immerhin neun Prozent der Befragten YouTuber für "sehr wichtig" erachten, tun das in den Pressestellen nur vier Prozent. Noch größer ist die Differenz hinsichtlich Instagrammern (PR-Agenturen: zwölf Prozent/Pressestellen: zwei Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Einschätzung von Bloggern für den Erfolg in der Öffentlichkeitsarbeit. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Beschäftigten von PR-Agenturen hält Blogger für sehr wichtige Influencer. In den Pressestellen teilen diese Ansicht nur zwölf Prozent.

Basis für diese Erkenntnisse waren Antworten von 654 Fach- und Führungskräften aus Pressestellen und PR-Agenturen.

Weiterführende Links:

  • Snapchat wird bei Teenies immer beliebter und schafft es in einer Rangliste von Social-Media-Apps schon auf Platz vier. Damit verdrängt der Messenger sogar Facebook.
  • Werbung mit einer YouTube-Kampagne erzielt einen deutlich höheren Return on Investment als die gute, alte TV-Werbung. Das sagt Google und bezieht sich auf die Daten einer eigenen Meta-Studie.
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Influencer: PR-Agenturen setzen immer noch auf Journalisten Für deutsche PR-Profis sind noch immer Journalisten der klassischen Medien die wichtigsten Influencer. (© 2016 turgaygundogdu/Shutterstock)

Ranking der Influencer: Journalisten sind weit vorn

Geht es um die Öffentlichkeitsarbeit, dann verbreiten deutsche PR-Agenturen die Nachrichten ihrer Kunden am liebsten über Journalisten. Und das, obwohl klassische Medien stark an Bedeutung eingebüßt haben. Von deren Niedergang haben webbasierte, elektronische Kanäle profitiert. Doch von diesen halten viele PR-Profis offenbar wenig.  Blogger jedenfalls spielen für sie nur eine untergeordnete Rolle. So steht es im PR-Trendmonitor 2016 von "news aktuell" und Faktenkontor.

Journalisten führen also das Ranking der Influencer an, während Blogger und YouTuber hoffnungslos abgeschlagen sind? Stimmt, aber nur auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung sieht das Bild weniger krass aus. Doch zunächst zu den nackten Zahlen.

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So viele Fach- und Führungskräfte der PR finden diese Influencer "sehr wichtig":

  • Journalisten (75 Prozent)
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  • Eigene Mitarbeiter (46 Prozent)
  • Experten (42 Prozent)
  • Branchenverbände (26 Prozent)
  • Blogger (20 Prozent)
  • Facebooker (14 Prozent)
  • Twitterer (neun Prozent)
  • YouTuber (sechs Prozent)
  • Instagrammer (sechs Prozent)

Heißt das nun, dass die Vertreter der neuen Medien belanglos für die werbewirksame Öffentlichkeitsarbeit sind? Nicht ganz. "Interessant ist, dass die Bedeutung von Social Media in PR-Agenturen anscheinend spürbar höher eingeschätzt wird. Hier wird das gigantische Potenzial erfolgreicher Accounts häufiger erkannt", schreiben die Autoren der Studie und machen in dieser Frage Unterschiede zwischen den Agenturen einerseits und den Pressestellen von Unternehmen andererseits aus.

Erhebliche Unterschiede zwischen PR-Agenturen und Pressestellen

Konkret sieht der Vergleich so aus: Während in PR-Agenturen immerhin neun Prozent der Befragten YouTuber für "sehr wichtig" erachten, tun das in den Pressestellen nur vier Prozent. Noch größer ist die Differenz hinsichtlich Instagrammern (PR-Agenturen: zwölf Prozent/Pressestellen: zwei Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Einschätzung von Bloggern für den Erfolg in der Öffentlichkeitsarbeit. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Beschäftigten von PR-Agenturen hält Blogger für sehr wichtige Influencer. In den Pressestellen teilen diese Ansicht nur zwölf Prozent.

Basis für diese Erkenntnisse waren Antworten von 654 Fach- und Führungskräften aus Pressestellen und PR-Agenturen.

Weiterführende Links:

  • Snapchat wird bei Teenies immer beliebter und schafft es in einer Rangliste von Social-Media-Apps schon auf Platz vier. Damit verdrängt der Messenger sogar Facebook.
  • Werbung mit einer YouTube-Kampagne erzielt einen deutlich höheren Return on Investment als die gute, alte TV-Werbung. Das sagt Google und bezieht sich auf die Daten einer eigenen Meta-Studie.
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