Image for Mdm Logo

Rebranding: Was funktioniert und was geht gar nicht?

Ein neuer Anstrich: Ein Rebranding verheißt die Renaissance Ihres öffentlichen Auftritts. Vorausgesetzt Sie lernen von den Besten und vermeiden peinliche Marketing-Fettnäpfchen ...
Rebranding: Was funktioniert und was geht gar nicht? Ein frischer Anstrich für Ihre Marke: Rebranding bringt Farbe in Ihren öffentlichen Auftritt. (© 2016 Roman Tsubin/Shutterstock)

Rebranding: Darum geht es

Sie werden immer wieder mit der Frage "Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?" konfrontiert? Ihre Marke geht im Strudel des täglichen Informationsflusses völlig unter? Logo und Internetauftritt sind total altbacken? Dann wird es höchste Zeit für ein Rebranding. Der Begriff bezeichnet nichts anderes als einen Neustart für Ihre Marketingstrategie. Dabei müssen Sie nicht zwangsläufig tabula rasa machen und alles über den Haufen werfen. Vor allem langjährige Markenlogos haben sich häufig bei der Zielgruppe im Gedächtnis verankert und brauchen manchmal nur ein behutsames Redesign.

Wenn hingegen schon zu Beginn grundlegende Fehler bei der Marketingstrategie gemacht wurden und Ihr öffentlicher Auftritt total eingerostet ist, dann dürfen Sie auch mutig sein. Her mit dem neuen Look, weg mit den Altlasten. Denn das Design einer Unternehmenshomepage sowie Logo und Bildsprache sollten auf jeden Fall mit der Zeit gehen.

Wie lässt sich Erfolg messen?

Wenn Sie Ihre Marke wieder auf Vordermann gebracht haben, dann werden Sie sich sicher fragen: Hat das was gebracht? Um diese Frage adäquat zu beantworten, müssen Sie Ihre durchgeführten Maßnahmen evaluieren. Mit ...

  • ... Google Alerts überprüfen Sie, welche Online-Medien über Ihr Rebranding berichtet haben.
  • ... dem Tool Buzzsumo messen Sie, in welchen sozialen Netzwerken die Nutzer über Ihren Neustart diskutieren.
  • ... Umfragen innerhalb Ihrer Firma sehen Sie, wie das Rebranding bei den Mitarbeitern ankommt. Dies ist ein kleiner, aber wichtiger Stimmungstest.
  • ... Meinungsumfragen erfahren Sie, ob die Konsumenten auf das Rebranding positiv reagieren. Dafür müssen Sie allerdings auch etwas Geld in die Hand nehmen und bei Marktforschern an die Tür klopfen.

Diese Unternehmen haben beim Rebranding vieles richtig gemacht

Auch beim Rebranding gilt die Devise: Lernen Sie von den Besten. Hier drei Beispiele ...

Die englische Modelinie Burberry galt lange Zeit als von gestern und überflüssig. Doch dann übernahm Creative Director Christopher Bailey das Heft in die Hand und verpasste dem Unternehmen ein völlig neues Image. Die Kollektionen wurden moderner und sexier. Gleichzeitig gewann Burberry die Schauspielerin Emma Watson und das Supermodel Kate Moss als Werbegesichter – die Verkaufszahlen schossen in die Höhe, Rebranding geglückt! Lektion für den Mittelstand: Gewinnen Sie bekannte und beliebte Gesichter für Ihre Kampagne. Mit etwas Glück geht die Attraktivität der Testimonials auf Ihre Marke über.

Das Logistikunternehmen UPS drohte von seinem Konkurrenten FedEx gegen die Wand gedrückt zu werden. Doch dann holte UPS zum Gegenschlag aus und rückte den Kunden in den Mittelpunkt seines Slogans. "What can brown do for you?", fragte UPS und inszenierte sich damit als hilfsbereiter Paketlieferant. Mit Erfolg. Die Umsatzrendite von UPS war doppelt so hoch als jene von FedEx. Die Lektion für den Mittelstand: Unterschätzen Sie nicht die Macht eines pfiffigen Slogans.

McDonald's war lange Zeit der Inbegriff für ungesundes Essen. Doch der Fast-Food-Konzern erkannte die Megatrends Nachhaltigkeit und gesundes Leben rechtzeitig. McDonald's setzte auch gesunde Salate auf Karte und änderte die Hintergrundfarbe des Logos von Rot zu Grün. Ob der grüne Anstrich des Fast-Food-Riesen wirklich glaubwürdig ist, bleibt fraglich. Die Lektion für den Mittelstand lautet nichtsdestotrotz: Reagieren Sie schon frühzeitig auf gesellschaftliche Megatrends wie Nachhaltigkeit und Wohlbefinden. Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse der Menschen in Ihrer Marketingstrategie.

Rebranding: Das ging in die Hose

Auch von missglückten Rebranding-Aktionen können Mittelständler eine Menge lernen. Zum Beispiel den Grundsatz "Repariere nichts, was nicht kaputt ist." Coca Cola brachte im Jahr 1985 mit "New Coke" eine Brause mit neuem Rezept auf den Markt. Völlig überflüssig, denn die Konsumenten mochten ihre Cola so, wie sie war. Dem Getränke-Gigant blieb nach den sinkenden Absatzzahlen nichts anderes übrig, als zum Original zurückzukehren.

Auch das Rebranding des Logos für die Olympischen Spiele in London 2012 war nicht vom Erfolg gekrönt. Wie der Business Insider berichtete, kostete die Logogestaltung 800.000 Dollar. Das Logo war zwar ausgefallen, rückte allerdings das Herzstück, nämlich die olympischen Ringe in den Hintergrund. Auch Form und Farbe symbolisierten nicht den olympischen Kerngedanken. Ein klarer Fail!

Weiterführende Links:

  • Bitte nicht nachmachen: Der Business Insider hat zehn Rebranding-Fehltritte dokumentiert.
  • So lässt sich mit Markenbildung der Nachwuchsmangel bekämpfen.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber
alle ratgeber
Neues zu Corporate Identity
alle ratgeber Alle Beiträge

Rebranding: Was funktioniert und was geht gar nicht?

Ein neuer Anstrich: Ein Rebranding verheißt die Renaissance Ihres öffentlichen Auftritts. Vorausgesetzt Sie lernen von den Besten und vermeiden peinliche Marketing-Fettnäpfchen ...
Rebranding: Was funktioniert und was geht gar nicht? Ein frischer Anstrich für Ihre Marke: Rebranding bringt Farbe in Ihren öffentlichen Auftritt. (© 2016 Roman Tsubin/Shutterstock)

Rebranding: Darum geht es

Sie werden immer wieder mit der Frage "Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?" konfrontiert? Ihre Marke geht im Strudel des täglichen Informationsflusses völlig unter? Logo und Internetauftritt sind total altbacken? Dann wird es höchste Zeit für ein Rebranding. Der Begriff bezeichnet nichts anderes als einen Neustart für Ihre Marketingstrategie. Dabei müssen Sie nicht zwangsläufig tabula rasa machen und alles über den Haufen werfen. Vor allem langjährige Markenlogos haben sich häufig bei der Zielgruppe im Gedächtnis verankert und brauchen manchmal nur ein behutsames Redesign.

Wenn hingegen schon zu Beginn grundlegende Fehler bei der Marketingstrategie gemacht wurden und Ihr öffentlicher Auftritt total eingerostet ist, dann dürfen Sie auch mutig sein. Her mit dem neuen Look, weg mit den Altlasten. Denn das Design einer Unternehmenshomepage sowie Logo und Bildsprache sollten auf jeden Fall mit der Zeit gehen.

Wie lässt sich Erfolg messen?

Wenn Sie Ihre Marke wieder auf Vordermann gebracht haben, dann werden Sie sich sicher fragen: Hat das was gebracht? Um diese Frage adäquat zu beantworten, müssen Sie Ihre durchgeführten Maßnahmen evaluieren. Mit ...

  • ... Google Alerts überprüfen Sie, welche Online-Medien über Ihr Rebranding berichtet haben.
  • ... dem Tool Buzzsumo messen Sie, in welchen sozialen Netzwerken die Nutzer über Ihren Neustart diskutieren.
  • ... Umfragen innerhalb Ihrer Firma sehen Sie, wie das Rebranding bei den Mitarbeitern ankommt. Dies ist ein kleiner, aber wichtiger Stimmungstest.
  • ... Meinungsumfragen erfahren Sie, ob die Konsumenten auf das Rebranding positiv reagieren. Dafür müssen Sie allerdings auch etwas Geld in die Hand nehmen und bei Marktforschern an die Tür klopfen.

Diese Unternehmen haben beim Rebranding vieles richtig gemacht

Auch beim Rebranding gilt die Devise: Lernen Sie von den Besten. Hier drei Beispiele ...

Die englische Modelinie Burberry galt lange Zeit als von gestern und überflüssig. Doch dann übernahm Creative Director Christopher Bailey das Heft in die Hand und verpasste dem Unternehmen ein völlig neues Image. Die Kollektionen wurden moderner und sexier. Gleichzeitig gewann Burberry die Schauspielerin Emma Watson und das Supermodel Kate Moss als Werbegesichter – die Verkaufszahlen schossen in die Höhe, Rebranding geglückt! Lektion für den Mittelstand: Gewinnen Sie bekannte und beliebte Gesichter für Ihre Kampagne. Mit etwas Glück geht die Attraktivität der Testimonials auf Ihre Marke über.

Das Logistikunternehmen UPS drohte von seinem Konkurrenten FedEx gegen die Wand gedrückt zu werden. Doch dann holte UPS zum Gegenschlag aus und rückte den Kunden in den Mittelpunkt seines Slogans. "What can brown do for you?", fragte UPS und inszenierte sich damit als hilfsbereiter Paketlieferant. Mit Erfolg. Die Umsatzrendite von UPS war doppelt so hoch als jene von FedEx. Die Lektion für den Mittelstand: Unterschätzen Sie nicht die Macht eines pfiffigen Slogans.

McDonald's war lange Zeit der Inbegriff für ungesundes Essen. Doch der Fast-Food-Konzern erkannte die Megatrends Nachhaltigkeit und gesundes Leben rechtzeitig. McDonald's setzte auch gesunde Salate auf Karte und änderte die Hintergrundfarbe des Logos von Rot zu Grün. Ob der grüne Anstrich des Fast-Food-Riesen wirklich glaubwürdig ist, bleibt fraglich. Die Lektion für den Mittelstand lautet nichtsdestotrotz: Reagieren Sie schon frühzeitig auf gesellschaftliche Megatrends wie Nachhaltigkeit und Wohlbefinden. Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse der Menschen in Ihrer Marketingstrategie.

Rebranding: Das ging in die Hose

Auch von missglückten Rebranding-Aktionen können Mittelständler eine Menge lernen. Zum Beispiel den Grundsatz "Repariere nichts, was nicht kaputt ist." Coca Cola brachte im Jahr 1985 mit "New Coke" eine Brause mit neuem Rezept auf den Markt. Völlig überflüssig, denn die Konsumenten mochten ihre Cola so, wie sie war. Dem Getränke-Gigant blieb nach den sinkenden Absatzzahlen nichts anderes übrig, als zum Original zurückzukehren.

Auch das Rebranding des Logos für die Olympischen Spiele in London 2012 war nicht vom Erfolg gekrönt. Wie der Business Insider berichtete, kostete die Logogestaltung 800.000 Dollar. Das Logo war zwar ausgefallen, rückte allerdings das Herzstück, nämlich die olympischen Ringe in den Hintergrund. Auch Form und Farbe symbolisierten nicht den olympischen Kerngedanken. Ein klarer Fail!

Weiterführende Links:

  • Bitte nicht nachmachen: Der Business Insider hat zehn Rebranding-Fehltritte dokumentiert.
  • So lässt sich mit Markenbildung der Nachwuchsmangel bekämpfen.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber