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Nestlé Studie 2016: Digitalisierung verändert Esskultur

Die Digitalisierung: Sie beeinflusst das Leben des heutigen Homo sapiens zunehmend – und zwar in allen möglichen Bereichen. Durch den routinierten Gebrauch des Internets verändert sich bei Vielen sogar das Ernährungs- und Einkaufsverhalten wie aus der Nestlé-Studie "So is(s)t Deutschland" hervorgeht.
Nestlé Studie 2016: Digitalisierung verändert Esskultur Die Digitalisierung verändert insbesondere das Ernährungsverhalten der jungen Erwachsenen: Sie fotografieren mit Vorliebe ihr Essen und posten die Delikatessen auf Facebook und Co. (© 2016 Syda Productions/Shutterstocks)

Food Posting als digitaler Trend

Was isst Deutschland? Um das herauszufinden, reicht heute meist ein Blick auf Facebook, Twitter und Co. Denn dort posten rund 17 Prozent der Deutschen in aller Regelmäßigkeit Fotos von ihren Mahlzeiten. "Food Posting" heißt dieser Trend, der insbesondere bei den 14- bis 29-Jährigen beliebt ist. Und fast jeder Zweite hierzulande (46 Prozent) hat diese Art des Essensaustauschs irgendwann schon einmal genutzt. Das ist das Ergebnis der Nestlé-Studie.

Statt zusammen mit Freunden zu kochen und zu essen, finden es Viele auch mal gut, alleine zu speisen. Aber sogar dann wird das Mahl häufig virtuell mit der Netz-Gemeinschaft geteilt. Laut der Studie offenbart dabei jeder Siebte mehrmals monatlich Rezeptgeheimnisse und gibt Zubereitungshinweise. Woher kommt diese Begeisterung fürs Food Posting? Die Stimmen im Video, die sich zum Thema äußern, finden es einfach "cool", wollen Schönes mit ihren Freunden teilen und lassen sich durch die Mitteilungen zu Eigenkreationen inspirieren.

Digitalisierung verändert das Einkaufsverhalten

Außerdem zeigt die Studie, dass die Digitalisierung auch das Einkaufsverhalten beeinflusst. So bestellt bereits rund ein Drittel der Konsumenten Lebensmittel im Internet und lässt diese nach Hause liefern. Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG, glaubt an den Trend:

"Wir rechnen damit, dass der Online-Einkauf von Lebensmitteln schon bald ganz selbstverständlich zu den alltäglichen Einkaufskanälen gehören wird."

Für den Soziologen fördern der Zeitdruck der heutigen Gesellschaft und die ohnehin intensive Nutzung des Internets den Trend. Darüber berichtet das Online-Magazin "W&V". Nicht jeder glaubt jedoch an diese Entwicklung. Hanni Rützler vom Zukunftsinstitut in Wien beispielsweise betont: "Bei frischen Lebensmitteln wollen die Leute selber sehen und entscheiden."

Und das können sie bei gelieferter Ware nun mal nicht. Doch für spezielle Produkte, wie etwa qualitativ hochwertiges Fleisch dürfte der Online-Lebensmittelhandel trotzdem interessant werden, wie Andreas Steinle, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Workshops, dazu meint.

Für die Nestlé-Studie wurden 4.000 Menschen im Alter von 14 bis 74 Jahren online befragt.

Weiterführende Links:

  • Die gute alte Mundpropaganda ist für Unternehmen nach wie vor wichtig und rückt durch die zunehmende Digitalisierung in ein neues Licht. Fünf Tipps zum Word-of-Mouth.
  • Kleine und mittelständische Unternehmen haben ebenfalls das Zeug, sich als Marke zu etablieren. mDM gibt Tipps zur guten Markenführung.

 

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Nestlé Studie 2016: Digitalisierung verändert Esskultur Die Digitalisierung verändert insbesondere das Ernährungsverhalten der jungen Erwachsenen: Sie fotografieren mit Vorliebe ihr Essen und posten die Delikatessen auf Facebook und Co. (© 2016 Syda Productions/Shutterstocks)

Food Posting als digitaler Trend

Was isst Deutschland? Um das herauszufinden, reicht heute meist ein Blick auf Facebook, Twitter und Co. Denn dort posten rund 17 Prozent der Deutschen in aller Regelmäßigkeit Fotos von ihren Mahlzeiten. "Food Posting" heißt dieser Trend, der insbesondere bei den 14- bis 29-Jährigen beliebt ist. Und fast jeder Zweite hierzulande (46 Prozent) hat diese Art des Essensaustauschs irgendwann schon einmal genutzt. Das ist das Ergebnis der Nestlé-Studie.

Statt zusammen mit Freunden zu kochen und zu essen, finden es Viele auch mal gut, alleine zu speisen. Aber sogar dann wird das Mahl häufig virtuell mit der Netz-Gemeinschaft geteilt. Laut der Studie offenbart dabei jeder Siebte mehrmals monatlich Rezeptgeheimnisse und gibt Zubereitungshinweise. Woher kommt diese Begeisterung fürs Food Posting? Die Stimmen im Video, die sich zum Thema äußern, finden es einfach "cool", wollen Schönes mit ihren Freunden teilen und lassen sich durch die Mitteilungen zu Eigenkreationen inspirieren.

Digitalisierung verändert das Einkaufsverhalten

Außerdem zeigt die Studie, dass die Digitalisierung auch das Einkaufsverhalten beeinflusst. So bestellt bereits rund ein Drittel der Konsumenten Lebensmittel im Internet und lässt diese nach Hause liefern. Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG, glaubt an den Trend:

"Wir rechnen damit, dass der Online-Einkauf von Lebensmitteln schon bald ganz selbstverständlich zu den alltäglichen Einkaufskanälen gehören wird."

Für den Soziologen fördern der Zeitdruck der heutigen Gesellschaft und die ohnehin intensive Nutzung des Internets den Trend. Darüber berichtet das Online-Magazin "W&V". Nicht jeder glaubt jedoch an diese Entwicklung. Hanni Rützler vom Zukunftsinstitut in Wien beispielsweise betont: "Bei frischen Lebensmitteln wollen die Leute selber sehen und entscheiden."

Und das können sie bei gelieferter Ware nun mal nicht. Doch für spezielle Produkte, wie etwa qualitativ hochwertiges Fleisch dürfte der Online-Lebensmittelhandel trotzdem interessant werden, wie Andreas Steinle, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Workshops, dazu meint.

Für die Nestlé-Studie wurden 4.000 Menschen im Alter von 14 bis 74 Jahren online befragt.

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