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Zielgruppenanalyse: Beispiele für 4 Branchen

Wer nicht gerade das Produkt hat, das Jeder haben will, braucht eine Zielgruppenanlyse. Nur dann bringt er die richtige Ware zum richtigen Preis an die richtigen Leute. Wir zeigen Ihnen an vier Beispielen verschiedener Branchen, wie Sie den Weg zu Ihrem Kundenkreis finden.
Zielgruppenanalyse: Beispiele für 4 Branchen Zielgruppenanalyse: Beispiele für einen Werkzeughersteller, Hotels, Online-Shops und – Geschäftskunden. (© 2016 style-photography/Shutterstock)

Zielgruppenanalyse: Beispiel Bosch

Eine Zielgruppe zu haben, ist gut, eine neue zu finden, noch besser. Wie das geht, zeigt das Beispiel Bosch, über das "für-gruender.de" schreibt. Der Werkzeughersteller hatte im Zuge einer Marktanalyse – eine Grundlage für das Finden von geeigneten Kundenkreisen – einen Wandel in der Käuferstruktur vom anspruchsvollen Heimwerker hin zur "Generation Ikea" erkannt. Die baut meistens vorgefertigte Teile zu Schränken oder Tischen zusammen und braucht dafür keine hochtechnisierten Geräte – da tut es auch ein einfacher und günstiger Akku-Schrauber. Und so ging Bosch selbst ans Werk und entwickelte das Einfach-Modell IXO.  Es ist ein sehr erfolgreiches Produkt geworden.

Die wenig überraschende, aber nichtsdestotrotz ungemein wichtige Erkenntnis aus diesem Beispiel: Erkenne und kenne Deine Zielgruppe! Sie brauchen also eine Antwort auf die Frage: Welcher Kunde passt zu mir? Im Folgenden zeigen wir Ihnen exemplarisch, wie Sie Ihrer Zielgruppe auf die Spur kommen.

Zielgruppenanalyse: Beispiel Hotel

Sie führen ein schickes, sauberes Hotel, die Zimmer sind gut ausgestattet, kosten nicht die Welt und trotzdem mangelt es an Gästen? Da kann doch etwas nicht stimmen. Was der engagierte Hotelier jetzt machen muss, ist eine Zielgruppenanalyse, um das Problem greifbar zu machen. Und die beginnt mit einer Bestandsaufnahme zu Ihren Gästen. Was sind das für Leute, die bei Ihnen übernachten?

  • Wie kommen die Buchungen zustande (schriftliche, telefonische oder elektronische Anfragen)?
  • Woher stammen die Besucher?
  • Wie sieht ihre Struktur aus (Geschäftsreisende, Urlauber, Gruppen)?
  • Wie alt sind die Besucher?
  • Wie hoch ist ihr Einkommen?
  • Wie lange bleiben sie?
  • Was machen sie während ihres Aufenthalts?
  • Und: Warum kommen sie zu Ihnen?

Als nächstes sollten Sie Ihr Haus und Ihr Angebot einer schonungslosen Prüfung unterziehen. Dazu werfen Sie die Lage, Mitarbeiter, Größe, Ambiente oder Anfahrtsmöglichkeiten in die Waagschale. Und was macht eigentlich die Konkurrenz? Erst wenn Sie das alles wissen und einordnen, können Sie Ihre Zielgruppe optimal bedienen oder sich sinnvollerweise einer anderen zuwenden.

Zielgruppenanalyse: Beispiel Online-Versandhandel

Wer bestellt bei Ihnen? Das sollten Sie wissen, denn nur dann können Sie ihr Angebot auf die von Ihnen gewünschten Kreise zuschneiden. Für Online-Shops geht es beispielsweise um Themen wie ...

  • ... Technik-Affinität. Wie aufgeschlossen sind Ihre Kunden gegenüber Computern, Smartphones oder anderen vernetzbaren Geräten?
  • ... Datenschutz. Wie freigiebig ist Ihre Klientel mit geschäftlich verwertbare Informationen?
  • ... Erfolg im Beruf. Wollen Sie solvente Karrieristen ansprechen oder eher die breite, aber weniger solvente Masse?
  • ... Freizeitaktivitäten. Wie sehr spielen elektronische Unterhaltungsmedien eine Rolle im Privatleben Ihrer Käufer?

Um das jeweils herauszufinden, engagieren Sie eine spezialisierte Agentur oder verschicken Fragebögen per E-Mail an Ihre Bestandskunden. Auf "webagency.de" finden Sie einen Online-Check, der Ihnen die Einschätzung erleichtert. Nachdem Sie darin Daten zu Geschlecht, Ausbildung, Durchschnittseinkommen, Kinderanzahl und Durchschnittsalter Ihrer Klientel eingegeben haben, spuckt Ihnen der Generator nach einem Mausklick die Einschätzung Ihrer momentanen Kundenbasis aus.

Zielgruppenanalyse: Beispiel Geschäftspartner

Geschäftspartner sind auch nur Menschen und mithin auch nur eine Zielgruppe. Und ebenso wie private Kunden sind sie eine uneinheitliche Masse. Heißt, auch hier lohnt sich eine Sondierung nach bestimmten Eigenschaften. Und das vornehmlich nach zwei Kategorien. Zunächst machen Sie sich klar, welche Geschäftskunden sie ganz allgemein ansprechen wollen.

  • Um welche Branche geht es?
  • Wo liegt der Firmensitz?
  • Wie groß soll das Unternehmen sein (Umsatz, Mitarbeiter und ähnliches)?
  • In welchem geschäftlichem Stadium befindet es sich?
  • Soll es ein traditionelles Unternehmen sein oder ein Startup?

Daran orientiert sich im zweiten Schritt der Preis, den Sie für Ihr Erzeugnis erzielen wollen und können.

Nun nehmen Sie sich das Einkaufsverhalten der Zielgruppe vor und finden heraus, warum sie kauft, was sie kauft. Und wie,  wann und wie oft sie ihrerseits verkauft. Identifizieren Sie die Entscheider. So lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen, verstehen wie sie funktioniert und vor allem, welche ihrer Bedürfnisse Sie am besten befriedigen können.

Weiterführende Links:

  • Was wollen die Kunden im neuen Jahr? Eine Studie zeigt, wie die Zielgruppen 2016 ticken.
  • Zielgruppe 50+: Wie Sie die Silver Shopper erreichen, erklärt Ihnen Marketing-Professor Dr. Bernd Fodi im Interview.
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Wer nicht gerade das Produkt hat, das Jeder haben will, braucht eine Zielgruppenanlyse. Nur dann bringt er die richtige Ware zum richtigen Preis an die richtigen Leute. Wir zeigen Ihnen an vier Beispielen verschiedener Branchen, wie Sie den Weg zu Ihrem Kundenkreis finden.
Zielgruppenanalyse: Beispiele für 4 Branchen Zielgruppenanalyse: Beispiele für einen Werkzeughersteller, Hotels, Online-Shops und – Geschäftskunden. (© 2016 style-photography/Shutterstock)

Zielgruppenanalyse: Beispiel Bosch

Eine Zielgruppe zu haben, ist gut, eine neue zu finden, noch besser. Wie das geht, zeigt das Beispiel Bosch, über das "für-gruender.de" schreibt. Der Werkzeughersteller hatte im Zuge einer Marktanalyse – eine Grundlage für das Finden von geeigneten Kundenkreisen – einen Wandel in der Käuferstruktur vom anspruchsvollen Heimwerker hin zur "Generation Ikea" erkannt. Die baut meistens vorgefertigte Teile zu Schränken oder Tischen zusammen und braucht dafür keine hochtechnisierten Geräte – da tut es auch ein einfacher und günstiger Akku-Schrauber. Und so ging Bosch selbst ans Werk und entwickelte das Einfach-Modell IXO.  Es ist ein sehr erfolgreiches Produkt geworden.

Die wenig überraschende, aber nichtsdestotrotz ungemein wichtige Erkenntnis aus diesem Beispiel: Erkenne und kenne Deine Zielgruppe! Sie brauchen also eine Antwort auf die Frage: Welcher Kunde passt zu mir? Im Folgenden zeigen wir Ihnen exemplarisch, wie Sie Ihrer Zielgruppe auf die Spur kommen.

Zielgruppenanalyse: Beispiel Hotel

Sie führen ein schickes, sauberes Hotel, die Zimmer sind gut ausgestattet, kosten nicht die Welt und trotzdem mangelt es an Gästen? Da kann doch etwas nicht stimmen. Was der engagierte Hotelier jetzt machen muss, ist eine Zielgruppenanalyse, um das Problem greifbar zu machen. Und die beginnt mit einer Bestandsaufnahme zu Ihren Gästen. Was sind das für Leute, die bei Ihnen übernachten?

  • Wie kommen die Buchungen zustande (schriftliche, telefonische oder elektronische Anfragen)?
  • Woher stammen die Besucher?
  • Wie sieht ihre Struktur aus (Geschäftsreisende, Urlauber, Gruppen)?
  • Wie alt sind die Besucher?
  • Wie hoch ist ihr Einkommen?
  • Wie lange bleiben sie?
  • Was machen sie während ihres Aufenthalts?
  • Und: Warum kommen sie zu Ihnen?

Als nächstes sollten Sie Ihr Haus und Ihr Angebot einer schonungslosen Prüfung unterziehen. Dazu werfen Sie die Lage, Mitarbeiter, Größe, Ambiente oder Anfahrtsmöglichkeiten in die Waagschale. Und was macht eigentlich die Konkurrenz? Erst wenn Sie das alles wissen und einordnen, können Sie Ihre Zielgruppe optimal bedienen oder sich sinnvollerweise einer anderen zuwenden.

Zielgruppenanalyse: Beispiel Online-Versandhandel

Wer bestellt bei Ihnen? Das sollten Sie wissen, denn nur dann können Sie ihr Angebot auf die von Ihnen gewünschten Kreise zuschneiden. Für Online-Shops geht es beispielsweise um Themen wie ...

  • ... Technik-Affinität. Wie aufgeschlossen sind Ihre Kunden gegenüber Computern, Smartphones oder anderen vernetzbaren Geräten?
  • ... Datenschutz. Wie freigiebig ist Ihre Klientel mit geschäftlich verwertbare Informationen?
  • ... Erfolg im Beruf. Wollen Sie solvente Karrieristen ansprechen oder eher die breite, aber weniger solvente Masse?
  • ... Freizeitaktivitäten. Wie sehr spielen elektronische Unterhaltungsmedien eine Rolle im Privatleben Ihrer Käufer?

Um das jeweils herauszufinden, engagieren Sie eine spezialisierte Agentur oder verschicken Fragebögen per E-Mail an Ihre Bestandskunden. Auf "webagency.de" finden Sie einen Online-Check, der Ihnen die Einschätzung erleichtert. Nachdem Sie darin Daten zu Geschlecht, Ausbildung, Durchschnittseinkommen, Kinderanzahl und Durchschnittsalter Ihrer Klientel eingegeben haben, spuckt Ihnen der Generator nach einem Mausklick die Einschätzung Ihrer momentanen Kundenbasis aus.

Zielgruppenanalyse: Beispiel Geschäftspartner

Geschäftspartner sind auch nur Menschen und mithin auch nur eine Zielgruppe. Und ebenso wie private Kunden sind sie eine uneinheitliche Masse. Heißt, auch hier lohnt sich eine Sondierung nach bestimmten Eigenschaften. Und das vornehmlich nach zwei Kategorien. Zunächst machen Sie sich klar, welche Geschäftskunden sie ganz allgemein ansprechen wollen.

  • Um welche Branche geht es?
  • Wo liegt der Firmensitz?
  • Wie groß soll das Unternehmen sein (Umsatz, Mitarbeiter und ähnliches)?
  • In welchem geschäftlichem Stadium befindet es sich?
  • Soll es ein traditionelles Unternehmen sein oder ein Startup?

Daran orientiert sich im zweiten Schritt der Preis, den Sie für Ihr Erzeugnis erzielen wollen und können.

Nun nehmen Sie sich das Einkaufsverhalten der Zielgruppe vor und finden heraus, warum sie kauft, was sie kauft. Und wie,  wann und wie oft sie ihrerseits verkauft. Identifizieren Sie die Entscheider. So lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen, verstehen wie sie funktioniert und vor allem, welche ihrer Bedürfnisse Sie am besten befriedigen können.

Weiterführende Links:

  • Was wollen die Kunden im neuen Jahr? Eine Studie zeigt, wie die Zielgruppen 2016 ticken.
  • Zielgruppe 50+: Wie Sie die Silver Shopper erreichen, erklärt Ihnen Marketing-Professor Dr. Bernd Fodi im Interview.
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