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Die Suchfunktion in Ihrem Online-Shop: So wird sie hilfreich

Die Suchfunktion im Online-Shop soll Kunden schnell und ohne Frust zum gesuchten Produkt bringen. Wer die Suche optimiert, kann besser verkaufen – wer sie dagegen vernachlässigt, verliert so manchen Kunden. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, die Suchfunktion in Ihrem Shop besser zu gestalten.
Die Suchfunktion in Ihrem Online-Shop: So wird sie hilfreich Die Suchfunktion erleichtert es den Kunden, Artikel im Online-Shop zu finden. (© 2016 Syda Productions/Shutterstock)

Einstellungssache – Die Kaufentscheidung leicht machen

Wer weiß, was er will, kann schnell ungeduldig werden, gerade im Netz. Viele potenzielle Kunden springen ab, wenn es im Online-Shop zu unübersichtlich wird oder zu lange dauert. Das hat die “Mittelstand 4.0 Agentur Handel” auch Geschäftskunden attestiert. Wer nicht über einen Link direkt zur Artikel-Detailansicht findet, erwartet, dass die Suche ihn schnell dorthin bringt. Und einfach soll es sein, nutzerfreundlich. Die Suchfunktion kann den Unterschied machen zwischen Kaufentscheidung und Verlassen des Shops.

Die Suche muss man finden können!

Es gibt sie als kleine Lupen in der Seitennavigation oder fette Balken mitten auf der Seite: Formularfelder für die Suchfunktion im Online-Shop. Früher fand man sie auf der Seite oben rechts. Allerdings haben sich die Nutzergewohnheiten mit Google und Co. verändert, hin zur Bequemlichkeit. Im Onlineshop ist der Weg über die Kategorien eher ein Trampelpfad, dem wenige folgen. Bei führenden Online-Shops ist der Suchbalken oft im mittleren oberen Bereich zu finden. Die Suche sollte leicht zu bedienen sein, nicht nur vom Desktop-Rechner aus. Achten Sie darauf, dass der Button zum Starten der Suche leicht zu finden ist. Die Suchleiste sollte groß genug sein und auch längeren Suchanfragen ausreichend Platz bieten. Viele Funktionen sind nicht standardmäßig bei der Suchfunktion in Online-Shops installiert.

Was eine hilfreiche Suchfunktion können muss

  • Nicht nur der genaue Artikelname sollte zu finden sein. Auch anhand von Marke, Hersteller oder Farbe sollten Kunden fündig werden können. Auch zu Zahlungsmodalitäten oder andere Services sollte die Suchfunktion führen.
  • Tippfehler sind omnipräsent. Die sollte ihre Suche tolerieren, zum Beispiel indem in der entsprechenden Datenbank häufige Falschschreibungen ergänzt werden und ebenfalls zum Ziel führen.
  • Die Suchfunktion sollte als "intelligente Suche" funktionieren und nicht nur mit Schlagworten, sondern auch der semantischen Bedeutung von Worten, Teilbegriffen, Singular und Plural arbeiten.
  • Die jeweiligen Artikelbezeichnungen sollten mit Synonymen ergänzt werden. Bestrafen Sie ihren Kunden nicht, nur weil er nach diesem eisblauen "Anorak" gesucht hat und nichts findet, da der Artikel nur als "Parka" in der Datenbank gelistet ist.
  • Ein kurzer Klick erspart viel Tipperei. Dazu braucht die Suche eine sogenannte Autocomplete-Funktion, die in der Suchleiste schon während des Eintippens passende Suchbegriffe ergänzt, optional auch mit Bildern. Diese Funktion sollte allerdings für mobile Besucher abgeschaltet sein. Sonst sind sie unter Umständen gezwungen, auf dem Touchscreen umständlich die falsche Korrektur wieder zu korrigieren.

"0 Treffer" und tschüss – Dos und Dont’s der Trefferliste

Ob Ersatzteil oder Designer-Bluse – wer etwas Konkretes sucht, wird nach einem einfachen "Nein" zügig den Laden verlassen. Ähnliches gilt für das Suchergebnis “0 Treffer”, das viele User wieder in Richtung Google oder Konkurrenz treibt, vielleicht obwohl der Artikel eigentlich zu haben war – oder zumindest etwas Ähnliches. In der Trefferliste sollten also wenigstens die entsprechenden Kategorien angeboten werden, sowie meistverkaufte oder -gesuchte Artikel. Die schlechte Nachricht, "0 Treffer", bekommen auch Nutzer, die das Falsche ins Suchfeld eingetragen haben oder gar nicht genau wussten, wie der Wunschartikel hieß. Zu viele Trefferergebnisse können den Nutzer dagegen frustrieren, vor allem wenn er sich mit dem Smartphone durch elend lange Listen wischen muss. Hier haben sich Filter für die Suchfunktion bewährt, die die Auswahl eingrenzbar machen.

Auswerten und nachsteuern

Wenn Sie all das beachten und sich noch einmal beraten lassen, wird die Suchfunktion Ihres Online-Shops hilfreicher, und der Online-Shop potenziell ertragreicher. Das lässt sich auswerten. Nach welchen Kriterien oder Begriffen wird häufiger gesucht? Welche Anfragen führen häufiger in die "0 Treffer"-Sackgasse? Das könnten Hinweise aus der Analyse sein, vielleicht einmal das Produktangebot zu ergänzen. Mit manchen Modulen oder Tools lassen sich gezielt Conversion-Rates, Einnahmen pro Suche oder Absprungraten analysieren – längerfristig eine gute Idee, wenn die Kosten nicht zu hoch sind.

Weiterführende Links:

  • Das Projekt E-Commerce Leitfaden bietet Informationen und Statistiken zum Thema.
  • Soll es überhaupt ein eigener Online-Shop sein – oder reicht der Verkauf über Online-Marktplätze? Der mDM-Ratgeber hilft weiter.
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Die Suchfunktion in Ihrem Online-Shop: So wird sie hilfreich Die Suchfunktion erleichtert es den Kunden, Artikel im Online-Shop zu finden. (© 2016 Syda Productions/Shutterstock)

Einstellungssache – Die Kaufentscheidung leicht machen

Wer weiß, was er will, kann schnell ungeduldig werden, gerade im Netz. Viele potenzielle Kunden springen ab, wenn es im Online-Shop zu unübersichtlich wird oder zu lange dauert. Das hat die “Mittelstand 4.0 Agentur Handel” auch Geschäftskunden attestiert. Wer nicht über einen Link direkt zur Artikel-Detailansicht findet, erwartet, dass die Suche ihn schnell dorthin bringt. Und einfach soll es sein, nutzerfreundlich. Die Suchfunktion kann den Unterschied machen zwischen Kaufentscheidung und Verlassen des Shops.

Die Suche muss man finden können!

Es gibt sie als kleine Lupen in der Seitennavigation oder fette Balken mitten auf der Seite: Formularfelder für die Suchfunktion im Online-Shop. Früher fand man sie auf der Seite oben rechts. Allerdings haben sich die Nutzergewohnheiten mit Google und Co. verändert, hin zur Bequemlichkeit. Im Onlineshop ist der Weg über die Kategorien eher ein Trampelpfad, dem wenige folgen. Bei führenden Online-Shops ist der Suchbalken oft im mittleren oberen Bereich zu finden. Die Suche sollte leicht zu bedienen sein, nicht nur vom Desktop-Rechner aus. Achten Sie darauf, dass der Button zum Starten der Suche leicht zu finden ist. Die Suchleiste sollte groß genug sein und auch längeren Suchanfragen ausreichend Platz bieten. Viele Funktionen sind nicht standardmäßig bei der Suchfunktion in Online-Shops installiert.

Was eine hilfreiche Suchfunktion können muss

  • Nicht nur der genaue Artikelname sollte zu finden sein. Auch anhand von Marke, Hersteller oder Farbe sollten Kunden fündig werden können. Auch zu Zahlungsmodalitäten oder andere Services sollte die Suchfunktion führen.
  • Tippfehler sind omnipräsent. Die sollte ihre Suche tolerieren, zum Beispiel indem in der entsprechenden Datenbank häufige Falschschreibungen ergänzt werden und ebenfalls zum Ziel führen.
  • Die Suchfunktion sollte als "intelligente Suche" funktionieren und nicht nur mit Schlagworten, sondern auch der semantischen Bedeutung von Worten, Teilbegriffen, Singular und Plural arbeiten.
  • Die jeweiligen Artikelbezeichnungen sollten mit Synonymen ergänzt werden. Bestrafen Sie ihren Kunden nicht, nur weil er nach diesem eisblauen "Anorak" gesucht hat und nichts findet, da der Artikel nur als "Parka" in der Datenbank gelistet ist.
  • Ein kurzer Klick erspart viel Tipperei. Dazu braucht die Suche eine sogenannte Autocomplete-Funktion, die in der Suchleiste schon während des Eintippens passende Suchbegriffe ergänzt, optional auch mit Bildern. Diese Funktion sollte allerdings für mobile Besucher abgeschaltet sein. Sonst sind sie unter Umständen gezwungen, auf dem Touchscreen umständlich die falsche Korrektur wieder zu korrigieren.

"0 Treffer" und tschüss – Dos und Dont’s der Trefferliste

Ob Ersatzteil oder Designer-Bluse – wer etwas Konkretes sucht, wird nach einem einfachen "Nein" zügig den Laden verlassen. Ähnliches gilt für das Suchergebnis “0 Treffer”, das viele User wieder in Richtung Google oder Konkurrenz treibt, vielleicht obwohl der Artikel eigentlich zu haben war – oder zumindest etwas Ähnliches. In der Trefferliste sollten also wenigstens die entsprechenden Kategorien angeboten werden, sowie meistverkaufte oder -gesuchte Artikel. Die schlechte Nachricht, "0 Treffer", bekommen auch Nutzer, die das Falsche ins Suchfeld eingetragen haben oder gar nicht genau wussten, wie der Wunschartikel hieß. Zu viele Trefferergebnisse können den Nutzer dagegen frustrieren, vor allem wenn er sich mit dem Smartphone durch elend lange Listen wischen muss. Hier haben sich Filter für die Suchfunktion bewährt, die die Auswahl eingrenzbar machen.

Auswerten und nachsteuern

Wenn Sie all das beachten und sich noch einmal beraten lassen, wird die Suchfunktion Ihres Online-Shops hilfreicher, und der Online-Shop potenziell ertragreicher. Das lässt sich auswerten. Nach welchen Kriterien oder Begriffen wird häufiger gesucht? Welche Anfragen führen häufiger in die "0 Treffer"-Sackgasse? Das könnten Hinweise aus der Analyse sein, vielleicht einmal das Produktangebot zu ergänzen. Mit manchen Modulen oder Tools lassen sich gezielt Conversion-Rates, Einnahmen pro Suche oder Absprungraten analysieren – längerfristig eine gute Idee, wenn die Kosten nicht zu hoch sind.

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  • Das Projekt E-Commerce Leitfaden bietet Informationen und Statistiken zum Thema.
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