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E-Commerce-Manager finden: 8 Tipps für kleine Unternehmen

Damit der Onlinevertrieb endlich durchstartet, bedarf es einer cleveren Personalauswahl. Gute E-Commerce-Manager sind jedoch Mangelware. Wir beschreiben, welche Fähigkeiten die Spezialisten mitbringen sollten.
E-Commerce-Manager finden: 8 Tipps für kleine Unternehmen Auf Ihren E-Commerce-Manager warten viele Aufgaben. (© 2016 Dmitry Kalinovsky/Shutterstock)

Tipp 1: Das Geld muss stimmen

E-Commerce-Manager sind stark gefragt – und schwer zu bekommen. Mit anderen Worten: Sie zu finden ist sowohl schwierig als auch teuer. Das heißt, dass Sie mit einem Jahresgehalt von mindestens 40.000 Euro kalkulieren müssen. Gute Vertreter ihrer Zunft verlangen (und bekommen) noch deutlich mehr. Das muss ihnen klar sein, wenn Sie einen solchen Spezialisten anheuern wollen.

Tipp 2: Die Berufsbezeichnung ist ungeschützt

Und wenn Sie schon so viel ausgeben, dann dürfen Sie natürlich auch etwas für Ihr Geld erwarten. Allerdings ist die Berufsbezeichnung E-Commerce-Manager nicht geschützt. Deshalb kann sich jeder Bewerber so nennen, egal ob er ein Fachmann ist oder nicht. Dem will der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) gegensteuern und bietet gemeinsam mit der Rid-Stiftung aus München und der privaten Steinbeis-Hochschule eine auf kleine und mittlere Unternehmen ausgerichtet Ausbildung an.

Tipp 3: Sie brauchen einen Allrounder

Aber diese Bemühungen decken nicht den Bedarf. Also müssen Sie sich wohl oder übel auch selbst um die Rekrutierung der E-Commerce-Manager kümmern. Die Frage ist nur, woran erkennen Sie einen vielversprechenden Kandidaten? An einem möglichst breiten Spektrum seiner Fähigkeiten, denn der Job stellt zahlreiche Anforderungen.

  • Ein guter Bewerber muss für Ihren Online-Shop koordinieren und kooperieren können. Auch mit Kunden und Geschäftspartnern, denn er ist eine wichtige Schnittstelle nach innen und außen.
  • Somit ist Verhandlungsgeschick gefragt.
  • Außerdem kennt er sich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) aus.
  • Er hat Ahnung von Social Media,
  • den Markt im Blick und
  • betriebswirtschaftlich ist er auch fit.

Kurzum: Sie brauchen einen gewieften und omnipotenten Projektmanager.

Tipp 4: Die akademische Ausbildung

Ein guter E-Commerce-Manager muss sich also in vielen Feldern auskennen. Eine entsprechende akademische Ausbildung kann da nicht schaden. Deren Schwerpunkt sollte allerdings eher im betriebswirtschaftlichen, denn im technischen Bereich (zum Beispiel Programmieren) liegen. Aber: Es gibt auch aussichtsreiche Bewerber aus der Praxis ohne Hochschuldiplom.

Tipp 5: Technisches Know-how ist weniger gefragt

Weniger wichtig für einen E-Commerce-Manager ist also konkretes technisches Wissen. HTML- und PHP-Kenntnisse sind zwar gut, aber Hauptsache, er weiß, wen er im Zweifel danach fragen kann. Das ist überhaupt eine seiner Kernkompetenzen: Die richtigen Fragen stellen. Dabei die Fäden zusammenhalten – und weiterspinnen.

Tipp 6: Berufserfahrung ist wünschenswert

Auch frische Uni-Absolventen können, eine gute Ausbildung vorausgesetzt, den Anforderungen des Jobs genügen. Geht es um verantwortungsvolle Posten wie Online-Marketing Teamleiter, achten Sie allerdings besser auf eine gewisse Berufserfahrung. So sollte der Bewerber etwa drei Jahre im Metier E-Commerce gearbeitet haben. Gern auch mehr. Ideal sind natürlich Kenntnisse Ihrer Branche.

Tipp 7: Wichtige Softskills

Die Berufsbezeichnung E-Commerce-Manager verrät es schon: Gute Kandidaten verfügen über Führungsfähigkeiten. Sie brauchen also eine analytische und organisatorische Begabung auf interdisziplinärer Basis. Sie müssen nämlich zwischen unterschiedlichen Unternehmensbereichen und diversen Kunden und Dienstleistern vermitteln. Das setzt auch ein großes kommunikatives Talent voraus. Darüber hinaus ist ein Gespür für Trends gefragt. Er muss erkennen, ob eine neue Entwicklung für Ihr Unternehmen wichtig ist oder nicht.

Tipp 8: Die Fragen im Bewerbungsgespräch

Nehmen wir – mit Verlaub – an, dass Sie einen Spezialisten suchen, weil Sie selbst nicht so gut mit den Feinheiten im E-Commerce vertraut sind. Woran erkennen Sie dann einen guten Aspiranten im Bewerbungsgespräch? Daran, dass er bereits früher Projekte erfolgreich gesteuert hat. Lassen Sie sich von ihm Beispiele seiner Arbeit zeigen. Fragen Sie ihn, was dabei seine Aufgabe war, mit welchen Ressourcen er arbeiten musste, ob er Budgetverantwortung hatte, in welcher Zeit er die Aufgabe gelöst hat. Fühlen Sie ihm also ordentlich auf den Zahn. Bei Bedarf ziehen Sie einen erfahrenen Fachmann hinzu. Es geht schließlich um viel Geld.

Weiterführende Links:

  • Was sind die Erfolgsfaktoren im E-Commerce? Laut einer Studie wünschen sich Kunden von Onlineshops vor allem Flexibilität bei der Zustellung der Ware. Doch auch andere Kriterien sind ausschlaggebend.
  • Social Media Manager sind begehrt. Doch über die geforderten Kompetenzen der Kommunikationsexperten herrscht Uneinigkeit. Lesen Sie hier, auf welche Qualifikationen es ankommt.
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E-Commerce-Manager finden: 8 Tipps für kleine Unternehmen Auf Ihren E-Commerce-Manager warten viele Aufgaben. (© 2016 Dmitry Kalinovsky/Shutterstock)

Tipp 1: Das Geld muss stimmen

E-Commerce-Manager sind stark gefragt – und schwer zu bekommen. Mit anderen Worten: Sie zu finden ist sowohl schwierig als auch teuer. Das heißt, dass Sie mit einem Jahresgehalt von mindestens 40.000 Euro kalkulieren müssen. Gute Vertreter ihrer Zunft verlangen (und bekommen) noch deutlich mehr. Das muss ihnen klar sein, wenn Sie einen solchen Spezialisten anheuern wollen.

Tipp 2: Die Berufsbezeichnung ist ungeschützt

Und wenn Sie schon so viel ausgeben, dann dürfen Sie natürlich auch etwas für Ihr Geld erwarten. Allerdings ist die Berufsbezeichnung E-Commerce-Manager nicht geschützt. Deshalb kann sich jeder Bewerber so nennen, egal ob er ein Fachmann ist oder nicht. Dem will der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) gegensteuern und bietet gemeinsam mit der Rid-Stiftung aus München und der privaten Steinbeis-Hochschule eine auf kleine und mittlere Unternehmen ausgerichtet Ausbildung an.

Tipp 3: Sie brauchen einen Allrounder

Aber diese Bemühungen decken nicht den Bedarf. Also müssen Sie sich wohl oder übel auch selbst um die Rekrutierung der E-Commerce-Manager kümmern. Die Frage ist nur, woran erkennen Sie einen vielversprechenden Kandidaten? An einem möglichst breiten Spektrum seiner Fähigkeiten, denn der Job stellt zahlreiche Anforderungen.

  • Ein guter Bewerber muss für Ihren Online-Shop koordinieren und kooperieren können. Auch mit Kunden und Geschäftspartnern, denn er ist eine wichtige Schnittstelle nach innen und außen.
  • Somit ist Verhandlungsgeschick gefragt.
  • Außerdem kennt er sich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) aus.
  • Er hat Ahnung von Social Media,
  • den Markt im Blick und
  • betriebswirtschaftlich ist er auch fit.

Kurzum: Sie brauchen einen gewieften und omnipotenten Projektmanager.

Tipp 4: Die akademische Ausbildung

Ein guter E-Commerce-Manager muss sich also in vielen Feldern auskennen. Eine entsprechende akademische Ausbildung kann da nicht schaden. Deren Schwerpunkt sollte allerdings eher im betriebswirtschaftlichen, denn im technischen Bereich (zum Beispiel Programmieren) liegen. Aber: Es gibt auch aussichtsreiche Bewerber aus der Praxis ohne Hochschuldiplom.

Tipp 5: Technisches Know-how ist weniger gefragt

Weniger wichtig für einen E-Commerce-Manager ist also konkretes technisches Wissen. HTML- und PHP-Kenntnisse sind zwar gut, aber Hauptsache, er weiß, wen er im Zweifel danach fragen kann. Das ist überhaupt eine seiner Kernkompetenzen: Die richtigen Fragen stellen. Dabei die Fäden zusammenhalten – und weiterspinnen.

Tipp 6: Berufserfahrung ist wünschenswert

Auch frische Uni-Absolventen können, eine gute Ausbildung vorausgesetzt, den Anforderungen des Jobs genügen. Geht es um verantwortungsvolle Posten wie Online-Marketing Teamleiter, achten Sie allerdings besser auf eine gewisse Berufserfahrung. So sollte der Bewerber etwa drei Jahre im Metier E-Commerce gearbeitet haben. Gern auch mehr. Ideal sind natürlich Kenntnisse Ihrer Branche.

Tipp 7: Wichtige Softskills

Die Berufsbezeichnung E-Commerce-Manager verrät es schon: Gute Kandidaten verfügen über Führungsfähigkeiten. Sie brauchen also eine analytische und organisatorische Begabung auf interdisziplinärer Basis. Sie müssen nämlich zwischen unterschiedlichen Unternehmensbereichen und diversen Kunden und Dienstleistern vermitteln. Das setzt auch ein großes kommunikatives Talent voraus. Darüber hinaus ist ein Gespür für Trends gefragt. Er muss erkennen, ob eine neue Entwicklung für Ihr Unternehmen wichtig ist oder nicht.

Tipp 8: Die Fragen im Bewerbungsgespräch

Nehmen wir – mit Verlaub – an, dass Sie einen Spezialisten suchen, weil Sie selbst nicht so gut mit den Feinheiten im E-Commerce vertraut sind. Woran erkennen Sie dann einen guten Aspiranten im Bewerbungsgespräch? Daran, dass er bereits früher Projekte erfolgreich gesteuert hat. Lassen Sie sich von ihm Beispiele seiner Arbeit zeigen. Fragen Sie ihn, was dabei seine Aufgabe war, mit welchen Ressourcen er arbeiten musste, ob er Budgetverantwortung hatte, in welcher Zeit er die Aufgabe gelöst hat. Fühlen Sie ihm also ordentlich auf den Zahn. Bei Bedarf ziehen Sie einen erfahrenen Fachmann hinzu. Es geht schließlich um viel Geld.

Weiterführende Links:

  • Was sind die Erfolgsfaktoren im E-Commerce? Laut einer Studie wünschen sich Kunden von Onlineshops vor allem Flexibilität bei der Zustellung der Ware. Doch auch andere Kriterien sind ausschlaggebend.
  • Social Media Manager sind begehrt. Doch über die geforderten Kompetenzen der Kommunikationsexperten herrscht Uneinigkeit. Lesen Sie hier, auf welche Qualifikationen es ankommt.
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