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Facebook-Shop: Welche Möglichkeiten er bietet

Facebook als Verkaufskanal? Das geht mit dem seit kurzem auch in Deutschland verfügbaren Facebook-Shop. Wir zeigen Ihnen, was das Tool des größten sozialen Netzwerks kann und wie Sie den Shop einrichten.
Facebook-Shop: Welche Möglichkeiten er bietet Der Facebook-Shop kann unter Umständen ein vielversprechender Verkaufskanal sein. (© 2016 Jinna Sardsongvit/Shutterstock)

Der Facebook-Shop als zusätzlicher Vertriebskanal

Vielleicht denken Sie jetzt: "Noch ein Verkaufskanal? Ich habe doch schon einen Online-Shop und biete meine Produkte auch auf Ebay und dem Amazon-Marketplace an." Alles nicht falsch, allerdings ist Facebook mit rund 28 Millionen Nutzern in Deutschland kaum zu ignorieren.

Sie können zwar eine Facebook-Page für Ihren Online-Shop anlegen oder auf Ihre Ebay- und Amazon-Aktivitäten verlinken. Doch viele Nutzer bleiben, gerade auch bei mobilen Zugriffen, gerne im Facebook-Universum. Warum sollten Sie Ihre Kunden also nicht direkt dort ansprechen – zumal der Facebook-Shop für Betreiber gebühren- und provisionsfrei ist?

Wer bisher einen Shop bei Facebook betreiben wollte, musste einen externen Anbieter integrieren, nämlich Shopify. Diese Lösung ist allerdings auf den US-amerikanischen Markt zugeschnitten und kostet sowohl Grund- als auch Transaktionsgebühren. Wirklich durchgesetzt hat sich diese Möglichkeit in Deutschland deshalb nicht.

Mit dem neuen Facebook-eigenen Shop entfällt der Rückgriff auf Drittanbieter. Das Tool ist seit kurzem auch in Deutschland verfügbar. Wie so häufig bei Facebook werden neue Funktionen aber nur nach und nach freigeschaltet. Sie können sehr schnell prüfen, ob das Tool für Ihre Page bereits verfügbar ist. Rufen Sie Ihre Seite auf: Sie sollten die Schaltfläche „Shop“ im linken Menü sehen.

Den Facebook-Shop einrichten

Das Einrichten des Facebook-Shops ist ein Kinderspiel:

  • Rufen Sie Ihre Facebook-Seite auf.
  • Klicken Sie im linken Menü auf den „Shop“-Tab.
  • Stimmen Sie den Nutzungsbedingungen und Richtlinien für Händler zu, indem Sie das entsprechende Feld aktivieren. Klicken Sie auf „Weiter“.
  • Eventuell müssen Sie aus Sicherheitsgründen an dieser Stelle Ihr Facebook-Passwort eingeben.
  • Wählen Sie die gewünschte Währung aus, im Regelfall also EUR. Sie gilt für alle Produkte und kann nicht geändert werden.
  • Klicken Sie auf „Speichern“.

Sichtbar ist Ihr neuer Shop allerdings erst dann, wenn Sie mindestens ein Produkt einstellen und Facebook dieses Produkt überprüft und genehmigt hat. Die eigentliche Arbeit beginnt mit dem Einstellen von Produkten und hat es leider in sich.

Das Hinzufügen von Produkten ist der größte Nachteil und Schwachpunkt des Facebook-Shops. Sie können es nicht automatisiert vornehmen. Ein Einlesen externer Daten, sprich ein automatischer Import ist nicht möglich. Anders ausgedrückt: Sie müssen alle Produkte händisch einpflegen.

Produkte im Facebook-Shop anbieten

An sich ist das Einstellen von Produkten nicht besonders kompliziert. Dazu klicken Sie im Shop auf „Produkt hinzufügen“. Es versteht sich von selbst, dass jedes Produkt mit wenigstens einem Foto bebildert sein sollte. Besser sind natürlich mehrere – hier gelten für den Facebook-Shop die gleichen Regeln wie für alle anderen Verkaufskanäle. Die Fotos können Sie mit dem integrierten Editor optimieren.

Zusätzlich zu Fotos können Sie auch ein Video hochladen. Die Felder Name, Preis und Beschreibung sind selbsterklärend. Ein attraktiver Titel und eine ansprechende Beschreibung tragen wesentlich zum Verkaufserfolg bei.

Übersehen Sie nicht das Feld „Kaufvorgang-URL“. Hier können Sie festlegen, was passiert, wenn der Kunde auf „Kaufbestätigung auf Webseite durchführen“ klickt. Diese Schaltfläche entspricht dem üblichen „Kaufen“-Button. Sie haben drei Möglichkeiten:

  • Sie können auf die Produktseite Ihres Webshops verlinken.
  • Sie können festlegen, dass das Produkt in den Warenkorb gelegt wird.
  • Sie können bestimmen, dass das Produkt direkt gekauft wird. Hier muss der Kunde nur noch seine Kontakt- und Zahlungsinformationen eingeben.

Welche Variante Sie hier wählen, hängt von Ihren weiteren Verkaufsaktivitäten ab. Wenn der Facebook-Shop Ihr einziger Vertriebskanal sein sollte, dann entfällt die erste Möglichkeit. Die Wahl zwischen Option 2 und 3 ist davon abhängig, ob Sie erwarten, dass Kunden mehrere Produkte auf einmal kaufen.

In den letzten beiden Schritten legen Sie erstens fest, ob das Produkt in der „Featured-Section“ des Shops angezeigt werden soll („Produkt präsentieren“) und zweitens, ob der neue Artikel in der Facebook-Timeline sichtbar sein soll („Dieses Produkt auf deiner Seite teilen“). Sie können es dann mit einem Posting bewerben.

Aufgrund des aktuell fehlenden automatischen Imports lohnt sich der Facebook-Shop derzeit vor allem in zwei Fällen. Entweder Sie haben nur wenige Produkte. Dann können Sie Ihr gesamtes Portfolio auf Facebook anbieten. In allen anderen Fällen ist der Facebook-Shop als Schaufenster für Ihren eigentlichen Online-Shop geeignet.

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Der Facebook-Shop als zusätzlicher Vertriebskanal

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Sie können zwar eine Facebook-Page für Ihren Online-Shop anlegen oder auf Ihre Ebay- und Amazon-Aktivitäten verlinken. Doch viele Nutzer bleiben, gerade auch bei mobilen Zugriffen, gerne im Facebook-Universum. Warum sollten Sie Ihre Kunden also nicht direkt dort ansprechen – zumal der Facebook-Shop für Betreiber gebühren- und provisionsfrei ist?

Wer bisher einen Shop bei Facebook betreiben wollte, musste einen externen Anbieter integrieren, nämlich Shopify. Diese Lösung ist allerdings auf den US-amerikanischen Markt zugeschnitten und kostet sowohl Grund- als auch Transaktionsgebühren. Wirklich durchgesetzt hat sich diese Möglichkeit in Deutschland deshalb nicht.

Mit dem neuen Facebook-eigenen Shop entfällt der Rückgriff auf Drittanbieter. Das Tool ist seit kurzem auch in Deutschland verfügbar. Wie so häufig bei Facebook werden neue Funktionen aber nur nach und nach freigeschaltet. Sie können sehr schnell prüfen, ob das Tool für Ihre Page bereits verfügbar ist. Rufen Sie Ihre Seite auf: Sie sollten die Schaltfläche „Shop“ im linken Menü sehen.

Den Facebook-Shop einrichten

Das Einrichten des Facebook-Shops ist ein Kinderspiel:

  • Rufen Sie Ihre Facebook-Seite auf.
  • Klicken Sie im linken Menü auf den „Shop“-Tab.
  • Stimmen Sie den Nutzungsbedingungen und Richtlinien für Händler zu, indem Sie das entsprechende Feld aktivieren. Klicken Sie auf „Weiter“.
  • Eventuell müssen Sie aus Sicherheitsgründen an dieser Stelle Ihr Facebook-Passwort eingeben.
  • Wählen Sie die gewünschte Währung aus, im Regelfall also EUR. Sie gilt für alle Produkte und kann nicht geändert werden.
  • Klicken Sie auf „Speichern“.

Sichtbar ist Ihr neuer Shop allerdings erst dann, wenn Sie mindestens ein Produkt einstellen und Facebook dieses Produkt überprüft und genehmigt hat. Die eigentliche Arbeit beginnt mit dem Einstellen von Produkten und hat es leider in sich.

Das Hinzufügen von Produkten ist der größte Nachteil und Schwachpunkt des Facebook-Shops. Sie können es nicht automatisiert vornehmen. Ein Einlesen externer Daten, sprich ein automatischer Import ist nicht möglich. Anders ausgedrückt: Sie müssen alle Produkte händisch einpflegen.

Produkte im Facebook-Shop anbieten

An sich ist das Einstellen von Produkten nicht besonders kompliziert. Dazu klicken Sie im Shop auf „Produkt hinzufügen“. Es versteht sich von selbst, dass jedes Produkt mit wenigstens einem Foto bebildert sein sollte. Besser sind natürlich mehrere – hier gelten für den Facebook-Shop die gleichen Regeln wie für alle anderen Verkaufskanäle. Die Fotos können Sie mit dem integrierten Editor optimieren.

Zusätzlich zu Fotos können Sie auch ein Video hochladen. Die Felder Name, Preis und Beschreibung sind selbsterklärend. Ein attraktiver Titel und eine ansprechende Beschreibung tragen wesentlich zum Verkaufserfolg bei.

Übersehen Sie nicht das Feld „Kaufvorgang-URL“. Hier können Sie festlegen, was passiert, wenn der Kunde auf „Kaufbestätigung auf Webseite durchführen“ klickt. Diese Schaltfläche entspricht dem üblichen „Kaufen“-Button. Sie haben drei Möglichkeiten:

  • Sie können auf die Produktseite Ihres Webshops verlinken.
  • Sie können festlegen, dass das Produkt in den Warenkorb gelegt wird.
  • Sie können bestimmen, dass das Produkt direkt gekauft wird. Hier muss der Kunde nur noch seine Kontakt- und Zahlungsinformationen eingeben.

Welche Variante Sie hier wählen, hängt von Ihren weiteren Verkaufsaktivitäten ab. Wenn der Facebook-Shop Ihr einziger Vertriebskanal sein sollte, dann entfällt die erste Möglichkeit. Die Wahl zwischen Option 2 und 3 ist davon abhängig, ob Sie erwarten, dass Kunden mehrere Produkte auf einmal kaufen.

In den letzten beiden Schritten legen Sie erstens fest, ob das Produkt in der „Featured-Section“ des Shops angezeigt werden soll („Produkt präsentieren“) und zweitens, ob der neue Artikel in der Facebook-Timeline sichtbar sein soll („Dieses Produkt auf deiner Seite teilen“). Sie können es dann mit einem Posting bewerben.

Aufgrund des aktuell fehlenden automatischen Imports lohnt sich der Facebook-Shop derzeit vor allem in zwei Fällen. Entweder Sie haben nur wenige Produkte. Dann können Sie Ihr gesamtes Portfolio auf Facebook anbieten. In allen anderen Fällen ist der Facebook-Shop als Schaufenster für Ihren eigentlichen Online-Shop geeignet.

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