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Online-Händler führt wieder D-Mark als Zahlungsmittel ein

Die gute alte D-Mark ist nicht nur ein Relikt der Vergangenheit, das nostalgische Gefühle weckt, sie ist auch noch als Zahlungsmittel einsetzbar! Der Einzelhandel hat es vorgemacht, ein Online-Händler zieht nun nach.
Online-Händler führt wieder D-Mark als Zahlungsmittel ein Die D-Mark ist wieder da – nun auch im Online-Handel. (© 2016 XXLPhoto/Shutterstock)

Online-Kaufhaus "Hertie.de" nimmt D-Mark an

Die D-Mark ist unerschütterlich: Eigentlich sollte sie schon längst von der Bildfläche verschwunden sein, doch es gibt sie immer noch – 14 Jahre nach ihrem Aus. Das belegt eine Statistik der Bundesbank, wonach immer noch sechs Milliarden D-Mark (umgerechnet 3,07 Milliarden Euro) im Umlauf sind, heißt es auf "futurezone.at".

In der Bundesbank können alte Scheine immer noch gegen neue umgetauscht werden – oder Verbraucher nutzen die D-Mark als Zahlungsmittel in Einzelhandelsketten wie Kaufland oder C&A. Diese werben damit, dass Kunden in D-Mark bezahlen können – teilweise ist das Angebot allerdings zeitlich beschränkt. Diesem Beispiel folgt nun ein Online-Händler, nämlich Hertie.de. Die Idee stammt von Azubi Andrè Belhaouès, der sie zunächst gegen Vorbehalte im Management verteidigen musste.

Bezahlung per Post

Ganz unkompliziert ist die Online-Bezahlung allerdings nicht: Kunden müssen die D-Mark-Scheine zunächst per Post an das Online-Kaufhaus senden – die Portokosten bleiben dabei am Online-Käufer hängen. Dafür bekommt er einen Gutscheincode zurückgeschickt.

Die Kosten für den Briefversand will das Online-Kaufhaus mit dem besseren Umtauschkurs wieder wettmachen. Ein Euro kostet den Kunden 1,8181 D-Mark. Der offizielle Umtauschkurs der Bundesbank liegt bei 1,95583 D-Mark. Hertie.de-Gründer Jan Klöker kommentiert:

"Man bekommt jetzt nicht nur 51 Euro pro 100 DM, sondern etwa 55 Euro."

Eine Obergrenze für eingeschickte D-Mark-Scheine gibt es nicht, meint er weiter. Die Aktion startete bereits vor zwei Wochen. Die ersten Relikte haben das Onlinehaus schon erreicht. Das Unternehmen erwartet ähnliche Erfolge wie im Nicht-Online-Handel. So landen beispielsweise in den Kassen des Einzelhandelskaufhauses C&A pro Monat circa 50.000 bis 100.000 D-Mark.

Weiterführende Links:

  • Erfahren Sie hier, wie das Bezahlen in D-Mark bei Hertie.de genau funktioniert.
  • Wie Sie Kaufabbrecher im Online-Shop halten.
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Online-Händler führt wieder D-Mark als Zahlungsmittel ein Die D-Mark ist wieder da – nun auch im Online-Handel. (© 2016 XXLPhoto/Shutterstock)

Online-Kaufhaus "Hertie.de" nimmt D-Mark an

Die D-Mark ist unerschütterlich: Eigentlich sollte sie schon längst von der Bildfläche verschwunden sein, doch es gibt sie immer noch – 14 Jahre nach ihrem Aus. Das belegt eine Statistik der Bundesbank, wonach immer noch sechs Milliarden D-Mark (umgerechnet 3,07 Milliarden Euro) im Umlauf sind, heißt es auf "futurezone.at".

In der Bundesbank können alte Scheine immer noch gegen neue umgetauscht werden – oder Verbraucher nutzen die D-Mark als Zahlungsmittel in Einzelhandelsketten wie Kaufland oder C&A. Diese werben damit, dass Kunden in D-Mark bezahlen können – teilweise ist das Angebot allerdings zeitlich beschränkt. Diesem Beispiel folgt nun ein Online-Händler, nämlich Hertie.de. Die Idee stammt von Azubi Andrè Belhaouès, der sie zunächst gegen Vorbehalte im Management verteidigen musste.

Bezahlung per Post

Ganz unkompliziert ist die Online-Bezahlung allerdings nicht: Kunden müssen die D-Mark-Scheine zunächst per Post an das Online-Kaufhaus senden – die Portokosten bleiben dabei am Online-Käufer hängen. Dafür bekommt er einen Gutscheincode zurückgeschickt.

Die Kosten für den Briefversand will das Online-Kaufhaus mit dem besseren Umtauschkurs wieder wettmachen. Ein Euro kostet den Kunden 1,8181 D-Mark. Der offizielle Umtauschkurs der Bundesbank liegt bei 1,95583 D-Mark. Hertie.de-Gründer Jan Klöker kommentiert:

"Man bekommt jetzt nicht nur 51 Euro pro 100 DM, sondern etwa 55 Euro."

Eine Obergrenze für eingeschickte D-Mark-Scheine gibt es nicht, meint er weiter. Die Aktion startete bereits vor zwei Wochen. Die ersten Relikte haben das Onlinehaus schon erreicht. Das Unternehmen erwartet ähnliche Erfolge wie im Nicht-Online-Handel. So landen beispielsweise in den Kassen des Einzelhandelskaufhauses C&A pro Monat circa 50.000 bis 100.000 D-Mark.

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