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Online-Shopping: Deutsche Käufer bestellen oft im Ausland

In die große, weite Welt zieht es viele deutsche Kunden. Mehr als die Hälfte hat beim Online-Shopping schon im Ausland bestellt. Dort gefallen ihnen günstigere Preise und mehr Auswahl. Hiesige Händler sind aber nicht chancenlos.
Online-Shopping: Deutsche Käufer bestellen oft im Ausland Grenzenloses Online-Shopping: Mehr als die Hälfte der deutschen Käufer im Internet hat schon bei ausländischen Händlern gekauft. (© 2016 Dudarev Mikhail/Shutterstock)

Online-Shopping im Ausland ist für junge Deutsche sehr attraktiv

Die Suche nach guten Angeboten geht über Ländergrenzen hinaus. Zumindest beim Online-Shopping hat schon mehr als die Hälfte (56 Prozent) der deutschen Kunden im Ausland bestellt. Das hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC (PricewaterhouseCoopers) nach einer Umfrage unter 1.200 deutschen Internetnutzern über 18 Jahren festgestellt. Besonders unter Jüngeren ist demnach der Einkauf in der großen, weiten Welt beliebt. So haben das zwei Drittel der 18- bis 39-Jährigen schon gemacht. Ein Drittel der Teilnehmer (31 Prozent) kann sich eine virtuelle Shoppingtour im Ausland zumindest vorstellen, 13 Prozent nicht.

Die überwiegend weltoffene Einstellung dürfte heimischen Online-Händlern kaum gefallen. Doch was können sie dagegen tun? Ein Tipp von Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Retail & Consumer bei PwC:

"Der beste Weg, die Kunden an die inländischen Shops zu binden, ist ein wettbewerbsfähiger Preis. Noch wichtiger ist jedoch ein breites und attraktives Produkt- und Markenangebot."

Großbritannien und USA beliebt

Bovensiepens Zahlen geben ihm recht: 84 Prozent der Auslands-Shopper würden in deutschen Shops ordern, wenn die gewünschte Ware hier zu haben wäre. Noch aber werden sie am häufigsten in Großbritannien (52 Prozent) und den USA (39 Prozent) fündig. Und was kaufen sie dort und anderswo besonders gern?

  • Kleidung und Schuhe (53 Prozent)
  • Bücher, Musik, Filme und Videospiele (37 Prozent)
  • Unterhaltungselektronik (34 Prozent)
  • Gesundheits-und Kosmetikartikel (23 Prozent)
  • Schmuck und Uhren (22 Prozent)

Günstige Preise und mehr Auswahl

Entscheidend für das Online-Shopping im Ausland sind für die deutschen Nutzer bessere Preise (63 Prozent) und eben Waren, die es hierzulande nicht gibt (53 Prozent). Es gibt allerdings auch einige Gründe, die vom grenzüberschreitenden Einkauf abhalten. Dazu zählen Zweifel hinsichtlich Garantie, Gewährleistung und Widerruf (50 Prozent), zu hohe Versandgebühren (46 Prozent) sowie Unklarheit bei den Zollgebühren (46 Prozent). Zerstreuen könnten derlei Bedenken am ehesten kostenlose Retouren, eine sichere Zahlungsabwicklung und eindeutige Hinweise zu Zollgebühren.

Deutsche Händler müssen nicht verzagen, wie ein Beispiel in der direkten Nachbarschaft zeigt. Ihre österreichischen Kollegen schicken bereis 30 Prozent ihrer Verkäufe ins europäische Ausland. Damit "haben auch die deutschen Online-Händler die Chance, aktiv um Kunden aus dem Ausland zu werben und ihre Waren grenzüberschreitend zu verkaufen“, macht Bovensiepen Mut.

Weiterführende Links:

  • Der digitale Albtraum im Online-Shopping: Kaufabbrecher! Clevere Mittelständler können sie aber doch zum Kaufabschluss bewegen.
  • Wie werden Online-Besucher zu Kunden? Die Conversion Rate ist ein geeigneter Indikator für genau diese Umwandlung.
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Online-Shopping: Deutsche Käufer bestellen oft im Ausland

In die große, weite Welt zieht es viele deutsche Kunden. Mehr als die Hälfte hat beim Online-Shopping schon im Ausland bestellt. Dort gefallen ihnen günstigere Preise und mehr Auswahl. Hiesige Händler sind aber nicht chancenlos.
Online-Shopping: Deutsche Käufer bestellen oft im Ausland Grenzenloses Online-Shopping: Mehr als die Hälfte der deutschen Käufer im Internet hat schon bei ausländischen Händlern gekauft. (© 2016 Dudarev Mikhail/Shutterstock)

Online-Shopping im Ausland ist für junge Deutsche sehr attraktiv

Die Suche nach guten Angeboten geht über Ländergrenzen hinaus. Zumindest beim Online-Shopping hat schon mehr als die Hälfte (56 Prozent) der deutschen Kunden im Ausland bestellt. Das hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC (PricewaterhouseCoopers) nach einer Umfrage unter 1.200 deutschen Internetnutzern über 18 Jahren festgestellt. Besonders unter Jüngeren ist demnach der Einkauf in der großen, weiten Welt beliebt. So haben das zwei Drittel der 18- bis 39-Jährigen schon gemacht. Ein Drittel der Teilnehmer (31 Prozent) kann sich eine virtuelle Shoppingtour im Ausland zumindest vorstellen, 13 Prozent nicht.

Die überwiegend weltoffene Einstellung dürfte heimischen Online-Händlern kaum gefallen. Doch was können sie dagegen tun? Ein Tipp von Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Retail & Consumer bei PwC:

"Der beste Weg, die Kunden an die inländischen Shops zu binden, ist ein wettbewerbsfähiger Preis. Noch wichtiger ist jedoch ein breites und attraktives Produkt- und Markenangebot."

Großbritannien und USA beliebt

Bovensiepens Zahlen geben ihm recht: 84 Prozent der Auslands-Shopper würden in deutschen Shops ordern, wenn die gewünschte Ware hier zu haben wäre. Noch aber werden sie am häufigsten in Großbritannien (52 Prozent) und den USA (39 Prozent) fündig. Und was kaufen sie dort und anderswo besonders gern?

  • Kleidung und Schuhe (53 Prozent)
  • Bücher, Musik, Filme und Videospiele (37 Prozent)
  • Unterhaltungselektronik (34 Prozent)
  • Gesundheits-und Kosmetikartikel (23 Prozent)
  • Schmuck und Uhren (22 Prozent)

Günstige Preise und mehr Auswahl

Entscheidend für das Online-Shopping im Ausland sind für die deutschen Nutzer bessere Preise (63 Prozent) und eben Waren, die es hierzulande nicht gibt (53 Prozent). Es gibt allerdings auch einige Gründe, die vom grenzüberschreitenden Einkauf abhalten. Dazu zählen Zweifel hinsichtlich Garantie, Gewährleistung und Widerruf (50 Prozent), zu hohe Versandgebühren (46 Prozent) sowie Unklarheit bei den Zollgebühren (46 Prozent). Zerstreuen könnten derlei Bedenken am ehesten kostenlose Retouren, eine sichere Zahlungsabwicklung und eindeutige Hinweise zu Zollgebühren.

Deutsche Händler müssen nicht verzagen, wie ein Beispiel in der direkten Nachbarschaft zeigt. Ihre österreichischen Kollegen schicken bereis 30 Prozent ihrer Verkäufe ins europäische Ausland. Damit "haben auch die deutschen Online-Händler die Chance, aktiv um Kunden aus dem Ausland zu werben und ihre Waren grenzüberschreitend zu verkaufen“, macht Bovensiepen Mut.

Weiterführende Links:

  • Der digitale Albtraum im Online-Shopping: Kaufabbrecher! Clevere Mittelständler können sie aber doch zum Kaufabschluss bewegen.
  • Wie werden Online-Besucher zu Kunden? Die Conversion Rate ist ein geeigneter Indikator für genau diese Umwandlung.
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