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Bildrechte im Internet: So bleiben Sie auf der sicheren Seite

Fast so schnell wie beim Stempeln, binden Sie Fotos auf Ihrer Homepage ein. Allerdings sollten Sie dabei die Bildrechte respektieren. Tun Sie das nicht, werden Sie womöglich vom Urheber des Fotos zur Kasse gebeten.
Bildrechte im Internet: So bleiben Sie auf der sicheren Seite Verstoßen Sie gegen Bildrechte im Internet, kann es Ärger geben. (© 2016 Castleski/Shutterstock)

Diese Bildrechte sollten Sie beachten

Ein Foto auf der eigenen Unternehmenshomepage zu platzieren, ist einfach. Zumindest in technischer Hinsicht. Juristisch ist ein solcher Vorgang aber alles andere als simpel. Denn nicht jedes Bild, dass sich aus Ihrer Sicht gut auf Ihrer Webseite machen würde, kommt dafür uneingeschränkt in Frage. Das gilt auch für dessen Verwendung auf Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram und so weiter.

Gegen einen Einsatz sprechen nämlich unter Umständen gleich mehrere Gründe. Geschützt sind zum Beispiel ...

  • ... das Urheberrecht des Fotografen
  • ... Motive (Kunstwerke, Gebäude)
  • ... Persönlichkeitsrechte von abgebildeten Personen (Recht am eigenen Bild)
  • ... Vervielfältigungsrechte
  • ... Markenrechte
  • ... Übertragungsrechte
  • ... Bearbeitungsrechte

Darauf müssen Sie grundsätzlich bei allen Aufnahmen (inklusive Grafiken und Zeichnungen) achten, die Fremde gemacht haben. Teils aber auch bei selbst geschossenen Fotos. Erkundigen Sie sich also, welche Rechte mit welchem Bild verknüpft sind, holen Sie sich für die Veröffentlichung die notwendigen Zustimmungen und hinterlegen Sie diese im jeweiligen Bildnachweis. Im Zweifel sollten Sie auf eine Veröffentlichung verzichten. Verstöße können zu Geldstrafen führen, deren Höhe die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM) festlegt.

Ebenfalls wichtig: Oft ist die Veröffentlichung von Bildern an bestimmte Nutzungsrechte gekoppelt. Beispiel: Sie haben das Nutzungsrecht eines Fotos für ein Print-Kundenmagazin erworben. Das bedeutet nicht, dass das Bild auch in einer Online-Ausgabe erscheinen darf.

Die Bildrechte der Social Media-Plattformen

Neben den oben genannten Einschränkungen stellen Facebook und Co. teils eigene Regeln auf, die Sie bei einer Veröffentlichung auf diesen Seiten ebenfalls beachten müssen. Deshalb müssen Sie auf jeden Fall mit den jeweiligen Nutzungsrechten vertraut sein.

  • Facebook behält sich beispielsweise vor, Inhalte, "die Hassreden enthalten, bedrohlich oder pornografisch sind, zu Gewalt verleiten oder Nacktdarstellungen bzw. grafische sowie sonstige Gewalt enthalten" abzulehnen. Und das nach eigenen Maßstäben.
  • Twitter hingegen mischt sich weniger ein: "Alle Inhalte, die öffentlich oder privat übermittelt werden, liegen in der alleinigen Verantwortung der Person, von der diese Inhalte stammen." Das heißt, dass Sie dort sämtliche Fotos auf eigene Gefahr veröffentlichen.
  • Ähnlich verhält sich auch Instagram: "Du trägst die alleinige Verantwortung für dein Verhalten sowie jegliche (...) Bilder, Grafiken, Fotos (...), die du auf dem oder über den Dienst einreichst, postest oder anzeigst."
  • Und bei Snapchat heißt es dazu: "Du darfst die Services oder die Inhalte der Services nicht auf eine Weise verwenden, zu der du nicht im Rahmen dieser Bedingungen autorisiert bist. Du darfst auch niemand anderen dabei unterstützen oder in die Lage versetzen, dies zu tun."

Bildrechte und Bilddatenbanken

Im Internet bieten zahlreiche Bilddatenbanken Fotos gegen Bezahlung oder sogar kosten- beziehungsweise lizenzfrei an. Doch Vorsicht: Gerade aus Begriffen wie kostenfrei und lizenzfrei sollten Sie nicht schließen, dass deshalb keine Bildrechte gelten. Auch bei diesen Quellen müssen Sie die Nutzungsbedingungen genau prüfen. So sollten Sie unter anderem folgende Punkte beachten:

  • einige Dienste stellen ihre Gratis-Bilder nur für private Zwecke zur Verfügung
  • teils sind nur bestimmte Auflösungen gestattet
  • müssen die Urheber sowie die Bilddatenbank im Bildnachweis genannt werden

Bildrechte: Was darf veröffentlicht werden?

Natürlich alle Fotos, deren Nutzungsrechte Sie nachweislich haben. Darüber hinaus gibt es einige Ausnahmen, die Sie in der Regel bedenkenlos verwenden dürfen. Dazu zählen Abbildungen von:

  • Ereignissen der Zeitgeschichte
  • Versammlungen in der Öffentlichkeit
  • unwesentlichen Beiwerken
  • Gegenständen auf öffentlichen Plätzen
  • Bildern, die den Creative Commons oder Public Domain unterliegen

Aber: Auch in diesen Fällen sind unter Umständen urheberrechtliche Angaben zu machen.

Bildrechte: Das Fazit

Der Veröffentlichung von Bildern auf der eigenen Unternehmenshomepage oder in einem sozialen Netzwerk sind juristische Grenzen gesetzt. Einfach ein passendes Bild ohne Erlaubnis einzubinden, kann Sie in Teufels Küche bringen. Deshalb prüfen Sie in jedem Einzelfall, ob Sie alle Spielregeln einhalten.

Achten Sie auch auf die jeweiligen Bestimmungen von Facebook und Co. sowie von Bilddatenbanken. Und halten Sie den Rahmen der Nutzungsbedingungen ein. Im Zweifel suchen Sie sich rechtlichen Beistand oder verzichten sicherheitshalber gleich auf die Einbindung eines Fotos.

Weiterführende Links:

  • Einen ausführlichen Artikel über Bildrechte im Internet hat "eRecht24" veröffentlicht.
  • Die Idee ist verführerisch: Einfach ein paar hübsche Produktfotos von einer fremden Webseite auf die eigene kopieren. Doch solche Copy&Paste-Methoden verstoßen gegen das Urheberrecht im Internet.
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Bildrechte im Internet: So bleiben Sie auf der sicheren Seite

Fast so schnell wie beim Stempeln, binden Sie Fotos auf Ihrer Homepage ein. Allerdings sollten Sie dabei die Bildrechte respektieren. Tun Sie das nicht, werden Sie womöglich vom Urheber des Fotos zur Kasse gebeten.
Bildrechte im Internet: So bleiben Sie auf der sicheren Seite Verstoßen Sie gegen Bildrechte im Internet, kann es Ärger geben. (© 2016 Castleski/Shutterstock)

Diese Bildrechte sollten Sie beachten

Ein Foto auf der eigenen Unternehmenshomepage zu platzieren, ist einfach. Zumindest in technischer Hinsicht. Juristisch ist ein solcher Vorgang aber alles andere als simpel. Denn nicht jedes Bild, dass sich aus Ihrer Sicht gut auf Ihrer Webseite machen würde, kommt dafür uneingeschränkt in Frage. Das gilt auch für dessen Verwendung auf Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram und so weiter.

Gegen einen Einsatz sprechen nämlich unter Umständen gleich mehrere Gründe. Geschützt sind zum Beispiel ...

  • ... das Urheberrecht des Fotografen
  • ... Motive (Kunstwerke, Gebäude)
  • ... Persönlichkeitsrechte von abgebildeten Personen (Recht am eigenen Bild)
  • ... Vervielfältigungsrechte
  • ... Markenrechte
  • ... Übertragungsrechte
  • ... Bearbeitungsrechte

Darauf müssen Sie grundsätzlich bei allen Aufnahmen (inklusive Grafiken und Zeichnungen) achten, die Fremde gemacht haben. Teils aber auch bei selbst geschossenen Fotos. Erkundigen Sie sich also, welche Rechte mit welchem Bild verknüpft sind, holen Sie sich für die Veröffentlichung die notwendigen Zustimmungen und hinterlegen Sie diese im jeweiligen Bildnachweis. Im Zweifel sollten Sie auf eine Veröffentlichung verzichten. Verstöße können zu Geldstrafen führen, deren Höhe die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM) festlegt.

Ebenfalls wichtig: Oft ist die Veröffentlichung von Bildern an bestimmte Nutzungsrechte gekoppelt. Beispiel: Sie haben das Nutzungsrecht eines Fotos für ein Print-Kundenmagazin erworben. Das bedeutet nicht, dass das Bild auch in einer Online-Ausgabe erscheinen darf.

Die Bildrechte der Social Media-Plattformen

Neben den oben genannten Einschränkungen stellen Facebook und Co. teils eigene Regeln auf, die Sie bei einer Veröffentlichung auf diesen Seiten ebenfalls beachten müssen. Deshalb müssen Sie auf jeden Fall mit den jeweiligen Nutzungsrechten vertraut sein.

  • Facebook behält sich beispielsweise vor, Inhalte, "die Hassreden enthalten, bedrohlich oder pornografisch sind, zu Gewalt verleiten oder Nacktdarstellungen bzw. grafische sowie sonstige Gewalt enthalten" abzulehnen. Und das nach eigenen Maßstäben.
  • Twitter hingegen mischt sich weniger ein: "Alle Inhalte, die öffentlich oder privat übermittelt werden, liegen in der alleinigen Verantwortung der Person, von der diese Inhalte stammen." Das heißt, dass Sie dort sämtliche Fotos auf eigene Gefahr veröffentlichen.
  • Ähnlich verhält sich auch Instagram: "Du trägst die alleinige Verantwortung für dein Verhalten sowie jegliche (...) Bilder, Grafiken, Fotos (...), die du auf dem oder über den Dienst einreichst, postest oder anzeigst."
  • Und bei Snapchat heißt es dazu: "Du darfst die Services oder die Inhalte der Services nicht auf eine Weise verwenden, zu der du nicht im Rahmen dieser Bedingungen autorisiert bist. Du darfst auch niemand anderen dabei unterstützen oder in die Lage versetzen, dies zu tun."

Bildrechte und Bilddatenbanken

Im Internet bieten zahlreiche Bilddatenbanken Fotos gegen Bezahlung oder sogar kosten- beziehungsweise lizenzfrei an. Doch Vorsicht: Gerade aus Begriffen wie kostenfrei und lizenzfrei sollten Sie nicht schließen, dass deshalb keine Bildrechte gelten. Auch bei diesen Quellen müssen Sie die Nutzungsbedingungen genau prüfen. So sollten Sie unter anderem folgende Punkte beachten:

  • einige Dienste stellen ihre Gratis-Bilder nur für private Zwecke zur Verfügung
  • teils sind nur bestimmte Auflösungen gestattet
  • müssen die Urheber sowie die Bilddatenbank im Bildnachweis genannt werden

Bildrechte: Was darf veröffentlicht werden?

Natürlich alle Fotos, deren Nutzungsrechte Sie nachweislich haben. Darüber hinaus gibt es einige Ausnahmen, die Sie in der Regel bedenkenlos verwenden dürfen. Dazu zählen Abbildungen von:

  • Ereignissen der Zeitgeschichte
  • Versammlungen in der Öffentlichkeit
  • unwesentlichen Beiwerken
  • Gegenständen auf öffentlichen Plätzen
  • Bildern, die den Creative Commons oder Public Domain unterliegen

Aber: Auch in diesen Fällen sind unter Umständen urheberrechtliche Angaben zu machen.

Bildrechte: Das Fazit

Der Veröffentlichung von Bildern auf der eigenen Unternehmenshomepage oder in einem sozialen Netzwerk sind juristische Grenzen gesetzt. Einfach ein passendes Bild ohne Erlaubnis einzubinden, kann Sie in Teufels Küche bringen. Deshalb prüfen Sie in jedem Einzelfall, ob Sie alle Spielregeln einhalten.

Achten Sie auch auf die jeweiligen Bestimmungen von Facebook und Co. sowie von Bilddatenbanken. Und halten Sie den Rahmen der Nutzungsbedingungen ein. Im Zweifel suchen Sie sich rechtlichen Beistand oder verzichten sicherheitshalber gleich auf die Einbindung eines Fotos.

Weiterführende Links:

  • Einen ausführlichen Artikel über Bildrechte im Internet hat "eRecht24" veröffentlicht.
  • Die Idee ist verführerisch: Einfach ein paar hübsche Produktfotos von einer fremden Webseite auf die eigene kopieren. Doch solche Copy&Paste-Methoden verstoßen gegen das Urheberrecht im Internet.
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