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Content Audit: Wie er funktioniert und was er bringt

Content Audit – das klingt nicht gerade spannend. Doch eine umfassende Bestandsanalyse Ihrer Website-Inhalte inklusive Bewertung lohnt sich und ist ein Teil einer gut durchdachten Content-Strategie.
Content Audit: Wie er funktioniert und was er bringt Ein regelmäßiger Content Audit macht Ihre Seite besser. (© 2016 Konstantin Chagin/Shutterstock)

Content Audit: Mehr als nur eine Inventur

Hand aufs Herz: Haben Sie einen vollständigen Überblick über alle Inhalte Ihrer Website? Sind Sie sich sicher, dass Sie keine veralteten, fehlerhaften, doppelten oder verzichtbaren Inhalte auf Ihren Seiten haben? Vermutlich nicht.

Ein regelmäßig durchgeführter Content Audit, also eine ausführliche Analyse sämtlicher Inhalte Ihrer Website, kann die genannten Probleme aufdecken. Nur so können Sie Ihre Seiten für Suchmaschinen und Nutzer systematisch und umfassend optimieren. Ein Audit bietet sich vor einem Relaunch besonders an. Unabhängig davon sollten Sie Ihre Inhalte aber regelmäßig einer Prüfung unterziehen.

Ein Content Audit besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil ist die Content Inventory. Diese quantitative Analyse der Seite können Sie sich als Inventur vorstellen, bei der Sie alle Inhalte in einer Liste festhalten. Der zweite Teil ist dann der Audit selbst, bei dem Sie eine qualitative Analyse der Inhalte vornehmen. Sprich: Eine Bewertung.

Vor dem Start: Was ist das Ziel des Content Audit?

Ein Content Audit kann und soll mehrere Ziele abdecken. Nichtsdestotrotz kann es einzelne Aspekte geben, die Sie derzeit besonders interessieren. Möglicherweise haben Sie auch schon Vermutungen oder Hinweise auf Schwachstellen Ihrer Website bezüglich des Inhalts. Ein Content Audit beantwortet folgende Fragen:

  • Wo befinden sich doppelte Inhalte?
  • Wo sind Lücken, die Sie schließen sollten?
  • Wo befinden sich veraltete Inhalte?
  • Was sind Ihre Top-Inhalte?
  • Wo sind die Ladenhüter?
  • Wo ergeben sich neue Themenfelder?

Content Inventory: Welche Inhalte haben Sie eigentlich?

Je umfangreicher eine Website, umso schwieriger der Überblick. Und umso wichtiger ist eine gut gepflegte Inventarliste. Diese Übersicht können Sie in Excel oder Google Docs anlegen. So sieht das Inventar konkret aus:

  • Texte
  • Bilder (Fotos, Grafiken etc.)
  • Audiodateien
  • Videodateien
  • PDF-Dokumente
  • weitere Download-Dateien (z.B.  Power-Point-Dokumente etc.)
  • sonstige Elemente (Spiele, Formulare etc.)

Jedes einzelne Inhaltselement benötigt folgende Angaben:

  • Seitentitel
  • URL
  • Meta-Elemente wie Description, Alt-Texte etc.
  • Erstellungs- und Änderungsdatum
  • Autor bzw. Ersteller

Ganz wichtig: Vergeben Sie für jedes Element eine eindeutige ID. So können Sie die Inhalte leichter identifizieren. Auch die Kommunikation mit Kollegen fällt auf diese Weise leichter, als wenn Sie umständlich beschreiben müssen, welches Element jeweils gemeint ist.

Bei Texten bietet sich auch eine Spalte „Typ“ an. Hier halten Sie fest, ob es sich um eine Produkt-Seite, eine Nachricht, Pressemeldung, Hilfeseite etc. handelt. Entscheidend für den auf die Inventory folgenden Content Audit ist eine Spalte, in der Sie die Nutzungsstatistiken eintragen. Nur auf Grundlage dieser Zahlen ist auch eine Bewertung möglich.

Bei sehr kleinen Websites können Sie die Content Inventory per Hand erstellen. In allen anderen Fällen können Sie Tools nutzen, die die benötigten Daten für Sie auslesen. Als Lösungen kommen unter anderem Raven Tools, Content Insights und Screaming Frog in Frage. Screaming Frog eignet sich auch für viele weitere Aufgaben im Webmaster- beziehungsweise SEO-Bereich. Die Matrix ergänzen Sie um Daten aus Google Analytics, weswegen sich von vornherein Google Docs für die Liste anbietet.

Content Audit: Was bleibt, was kann weg?

Das Inventar ist erstellt, jetzt folgt der eigentliche Audit. Sie bewerten und beurteilen jedes einzelne Inhaltselement. Dabei sind Ihnen selbstverständlich keine Grenzen gesetzt, doch bewährt haben sich drei Kategorien:

  • Keep: Der Inhalt ist gut und aktuell. Alles kann bleiben, wie es ist.
  • Improve: Der Inhalt ist wichtig, aber entweder nicht mehr aktuell oder verbesserungsbedürftig – und muss optimiert werden.
  • Delete: Dieser Inhalt ist veraltet oder wertlos und kann gelöscht werden.

Sie können bei der Bewertung auch feingliedriger vorgehen. Mit den drei genannten Handlungsanweisungen wissen Sie aber klipp und klar, was zu tun ist. Vermutlich werden Sie verblüfft sein, wie viele Seiten Sie tatsächlich löschen können. Achten Sie darauf, die URLs entsprechend umzuleiten, damit Nutzer nicht ins Leere laufen. Sie werden ebenfalls überrascht sein, dass beim Content Audit oft Ideen für neue Inhalte entstehen.

Für sehr umfangreiche Websites empfiehlt sich statt eines Audits zu einem bestimmten Zeitpunkt ein fortwährender Audit. Hier nimmt man sich ein paar Stunden wöchentlich Zeit, um die Inventarliste auf dem Laufenden zu halten. Die Bewertung kann dann in größeren Abständen erfolgen, etwa monatlich.

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Content Audit: Wie er funktioniert und was er bringt Ein regelmäßiger Content Audit macht Ihre Seite besser. (© 2016 Konstantin Chagin/Shutterstock)

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Hand aufs Herz: Haben Sie einen vollständigen Überblick über alle Inhalte Ihrer Website? Sind Sie sich sicher, dass Sie keine veralteten, fehlerhaften, doppelten oder verzichtbaren Inhalte auf Ihren Seiten haben? Vermutlich nicht.

Ein regelmäßig durchgeführter Content Audit, also eine ausführliche Analyse sämtlicher Inhalte Ihrer Website, kann die genannten Probleme aufdecken. Nur so können Sie Ihre Seiten für Suchmaschinen und Nutzer systematisch und umfassend optimieren. Ein Audit bietet sich vor einem Relaunch besonders an. Unabhängig davon sollten Sie Ihre Inhalte aber regelmäßig einer Prüfung unterziehen.

Ein Content Audit besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil ist die Content Inventory. Diese quantitative Analyse der Seite können Sie sich als Inventur vorstellen, bei der Sie alle Inhalte in einer Liste festhalten. Der zweite Teil ist dann der Audit selbst, bei dem Sie eine qualitative Analyse der Inhalte vornehmen. Sprich: Eine Bewertung.

Vor dem Start: Was ist das Ziel des Content Audit?

Ein Content Audit kann und soll mehrere Ziele abdecken. Nichtsdestotrotz kann es einzelne Aspekte geben, die Sie derzeit besonders interessieren. Möglicherweise haben Sie auch schon Vermutungen oder Hinweise auf Schwachstellen Ihrer Website bezüglich des Inhalts. Ein Content Audit beantwortet folgende Fragen:

  • Wo befinden sich doppelte Inhalte?
  • Wo sind Lücken, die Sie schließen sollten?
  • Wo befinden sich veraltete Inhalte?
  • Was sind Ihre Top-Inhalte?
  • Wo sind die Ladenhüter?
  • Wo ergeben sich neue Themenfelder?

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Je umfangreicher eine Website, umso schwieriger der Überblick. Und umso wichtiger ist eine gut gepflegte Inventarliste. Diese Übersicht können Sie in Excel oder Google Docs anlegen. So sieht das Inventar konkret aus:

  • Texte
  • Bilder (Fotos, Grafiken etc.)
  • Audiodateien
  • Videodateien
  • PDF-Dokumente
  • weitere Download-Dateien (z.B.  Power-Point-Dokumente etc.)
  • sonstige Elemente (Spiele, Formulare etc.)

Jedes einzelne Inhaltselement benötigt folgende Angaben:

  • Seitentitel
  • URL
  • Meta-Elemente wie Description, Alt-Texte etc.
  • Erstellungs- und Änderungsdatum
  • Autor bzw. Ersteller

Ganz wichtig: Vergeben Sie für jedes Element eine eindeutige ID. So können Sie die Inhalte leichter identifizieren. Auch die Kommunikation mit Kollegen fällt auf diese Weise leichter, als wenn Sie umständlich beschreiben müssen, welches Element jeweils gemeint ist.

Bei Texten bietet sich auch eine Spalte „Typ“ an. Hier halten Sie fest, ob es sich um eine Produkt-Seite, eine Nachricht, Pressemeldung, Hilfeseite etc. handelt. Entscheidend für den auf die Inventory folgenden Content Audit ist eine Spalte, in der Sie die Nutzungsstatistiken eintragen. Nur auf Grundlage dieser Zahlen ist auch eine Bewertung möglich.

Bei sehr kleinen Websites können Sie die Content Inventory per Hand erstellen. In allen anderen Fällen können Sie Tools nutzen, die die benötigten Daten für Sie auslesen. Als Lösungen kommen unter anderem Raven Tools, Content Insights und Screaming Frog in Frage. Screaming Frog eignet sich auch für viele weitere Aufgaben im Webmaster- beziehungsweise SEO-Bereich. Die Matrix ergänzen Sie um Daten aus Google Analytics, weswegen sich von vornherein Google Docs für die Liste anbietet.

Content Audit: Was bleibt, was kann weg?

Das Inventar ist erstellt, jetzt folgt der eigentliche Audit. Sie bewerten und beurteilen jedes einzelne Inhaltselement. Dabei sind Ihnen selbstverständlich keine Grenzen gesetzt, doch bewährt haben sich drei Kategorien:

  • Keep: Der Inhalt ist gut und aktuell. Alles kann bleiben, wie es ist.
  • Improve: Der Inhalt ist wichtig, aber entweder nicht mehr aktuell oder verbesserungsbedürftig – und muss optimiert werden.
  • Delete: Dieser Inhalt ist veraltet oder wertlos und kann gelöscht werden.

Sie können bei der Bewertung auch feingliedriger vorgehen. Mit den drei genannten Handlungsanweisungen wissen Sie aber klipp und klar, was zu tun ist. Vermutlich werden Sie verblüfft sein, wie viele Seiten Sie tatsächlich löschen können. Achten Sie darauf, die URLs entsprechend umzuleiten, damit Nutzer nicht ins Leere laufen. Sie werden ebenfalls überrascht sein, dass beim Content Audit oft Ideen für neue Inhalte entstehen.

Für sehr umfangreiche Websites empfiehlt sich statt eines Audits zu einem bestimmten Zeitpunkt ein fortwährender Audit. Hier nimmt man sich ein paar Stunden wöchentlich Zeit, um die Inventarliste auf dem Laufenden zu halten. Die Bewertung kann dann in größeren Abständen erfolgen, etwa monatlich.

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