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Mit der Digitalisierung durchstarten

Kleine Firmen und Betriebe finden oft ganz eigenwillige Lösungen fürs Internet. Von Homepage bis Online-Shop: Vier Facetten der Digitalisierung, wie Unternehmer ihren Umsatz steigern und neue Kunden gewinnen.
Was bringt mit das? Jessica Çakir aus Berlin hat mit ihrer Homepage neue Kunden und Aufträge gewonnen und ihren Umsatz gesteigert. (© 2015 Björn Lexius)

Wir hören und lesen es täglich: Die Digitalisierung dringt unaufhaltsam in alle Branchen vor. Sie stellt jahrzehntelang etablierte Geschäftsmodelle und bewährte Geschäftsprozesse in Frage. Marktanalysten, Unternehmensberater und Trendforscher warnen eindringlich vor den Folgen des digitalen Umbruchs. Ihre Botschaft: Unternehmen müssen schleunigst ihre Strategie anpassen und ihre Geschäftsprozesse vernetzen. Wer heute nicht digitalisiert, wird früher oder später untergehen. Das gilt übrigens für kleine wie auch große Firmen.

Wer jedoch seine mittelständische Firma oder seinen Betrieb technisch fit hält, kann im Wettbewerb locker mithalten, sagen Branchenexperten. Das fängt mit einer durchdachten Internet-Präsenz an und geht bis zur die Vernetzung mit Standorten, Partnern, Lieferanten und Kunden.

Aber was bringt die Digitalisierung gerade für kleine Betriebe? Eine ganze Menge, wie das Beispiel einer Polsterei in Charlottenburg zeigt. Dort betreibt die gelernte Raumausstatterin und Feng-Shui Beraterin Jessica Çakir seit 2012 ihre kleine, aber feine Manufaktur. Sie kann sich noch gut an den Anfang erinnern: Ihren ersten Polster Auftrag erledigte sie zu Hause in der Küche. Das war nicht optimal, gesteht sie. Einen ruinierten Fußboden später war klar: Ihren großen Traum – das eigene Atelier – galt es schnell zu umzusetzen. Doch um eine Finanzierung zu gewährleisten, musste die Jungunternehmerin ihren Umsatz enorm steigern. „Dazu hätte ich 70 bis 80 Prozent mehr Umsatz machen müssen“, sagt sie. Für Marketing oder eine professionelle Webpräsenz in Auftrag zu geben, fehlte das Geld. Wie also sollte sie durchstarten?

Die Website selbst erstellen

Es ging erst einmal darum, bekannt zu werden. So kam sie auf die einfache Idee einer Internet-Präsenz. Damit wollte sie sich und ihre Arbeit vorstellen und neue Kunden gewinnen. Mit den Homepage Lösungen der Telekom fand die Unternehmerin schnell das perfekte Werkzeug. Ohne technische Vorkenntnisse erstellte sie mit wenigen Klicks eine professionelle und hochwertige Homepage. Außerdem nutzte sie die SEO-Software rankingCoach vom Business Marketplace der Telekom. Damit wird ihre Website im Netz über Suchmaschinen wie Google stets schnell gefunden.

Der Plan ging auf: „Nur Stunden, nachdem meine Website online war, erhielt ich schon die ersten Anrufe“, sagt sie. Schnell erhöhte sich ihr Umsatz um 75 Prozent, so dass sie ihren Traum vom Ladengeschäft mit Werkstatt verwirklichen konnte. Dort bietet sie heute Polsterarbeiten an Möbeln, sämtliche Gestaltungen mit Stoffen wie Gardinen, Raffrollos oder Flächenvorhänge, Sonnenschutz sowie Gestaltungsarbeiten von Wänden mit Tapeten oder Stoffen an.

Inzwischen hat sie ihren Eine-Frau-Betrieb zu einem Atelier mit drei Angestellten ausgebaut. Vor allem die Planung und Beratung bei Einrichtungsfragen – auch unter den Gesichtspunkten der fernöstlichen Harmonielehre Feng-Shui – gehören zu ihrem Leistungsangebot. Fazit: Die kleine Polstermanufaktur wurde über die Website nicht nur regional bekannt, sondern auch weit außerhalb Berlins.

Online und Offline verbinden: Optikerfachgeschäft Edel-Optics

Dennis Martens nutzt iPads als virtuelle Auslage seines riesigen Warenangebots.
Dennis Martens nutzt iPads als virtuelle Auslage seines riesigen Warenangebots. (© 2015 PR)

Dennis Martens, Geschäftsführer des Hamburger Webshops Edel-Optics, wollte sein riesiges Sortiment von über 10.000 Gestellen auch seinen Kunden im Ladengeschäft zugänglich machen. Mit der selbst entwickelten virtuellen Warenauslage ersetzte er Regale durch iPads. Darauf sucht der Kunde passende Modelle aus. Das pfiffige Konzept: Drückt man den Anprobe-Button, wird ein Mitarbeiter im angeschlossenen Lager informiert, der ihm das Gestell heraussucht und zum Anprobieren bringt. „Durch die schnelle und bequeme Auswahl, können wir eine hohe Zahl an Spontankäufen generieren, was bei Brillen eher unüblich ist“, freut sich Martens.

Fazit: Das selbst entwickelte Shopsystem verknüpft Online-Handel und stationären Verkauf. Jeder Kanal greift auf denselben Warenbestand im Lager zu.

Workflow digitalisiert: Zahnarztpraxis Dr. Müller & Dr. Weidmann

Thomas Müller (l.) und Benjamin Weidmann haben mit ihrer Software Doconform ein neues Produkt entwickelt, das sie auch an andere Zahnärzte verkaufen.
Thomas Müller (l.) und Benjamin Weidmann haben mit ihrer Software Doconform ein neues Produkt entwickelt, das sie auch an andere Zahnärzte verkaufen. (© 2015 PR)

Platzprobleme durch die Lagerung von Krankenakten waren ursprünglich der Grund für die Digitalisierung in der Zahnarztpraxis Dr. Müller & Dr. Weidmann in Schaffhausen. Herkömmliche Verwaltungssoftware konnte aber nicht alle erforderlichen Funktionen abbilden. Also entwickelten die beiden Zahnärzte eine eigene Software namens Doconform.

Damit kann die Praxis alle Therapie-Abläufe vollständig, strukturiert sowie kundenspezifisch dokumentieren. Zudem können sie mit den Dateien schneller mit ihren Patienten sowie mit zahntechnischen Partnerlabors interagieren. „Digitale Werkzeuge sind genauso unentbehrlich wie Sonde und Bohrer“, sagt Thomas Müller.

Fazit: Die Schweizer Zahnärzte können jetzt Informationen und Befunde elektronisch erfassen und sind mit ihren Prozessen wesentlich effizienter.

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Mit der Digitalisierung durchstarten

Kleine Firmen und Betriebe finden oft ganz eigenwillige Lösungen fürs Internet. Von Homepage bis Online-Shop: Vier Facetten der Digitalisierung, wie Unternehmer ihren Umsatz steigern und neue Kunden gewinnen.
Was bringt mit das? Jessica Çakir aus Berlin hat mit ihrer Homepage neue Kunden und Aufträge gewonnen und ihren Umsatz gesteigert. (© 2015 Björn Lexius)

Wir hören und lesen es täglich: Die Digitalisierung dringt unaufhaltsam in alle Branchen vor. Sie stellt jahrzehntelang etablierte Geschäftsmodelle und bewährte Geschäftsprozesse in Frage. Marktanalysten, Unternehmensberater und Trendforscher warnen eindringlich vor den Folgen des digitalen Umbruchs. Ihre Botschaft: Unternehmen müssen schleunigst ihre Strategie anpassen und ihre Geschäftsprozesse vernetzen. Wer heute nicht digitalisiert, wird früher oder später untergehen. Das gilt übrigens für kleine wie auch große Firmen.

Wer jedoch seine mittelständische Firma oder seinen Betrieb technisch fit hält, kann im Wettbewerb locker mithalten, sagen Branchenexperten. Das fängt mit einer durchdachten Internet-Präsenz an und geht bis zur die Vernetzung mit Standorten, Partnern, Lieferanten und Kunden.

Aber was bringt die Digitalisierung gerade für kleine Betriebe? Eine ganze Menge, wie das Beispiel einer Polsterei in Charlottenburg zeigt. Dort betreibt die gelernte Raumausstatterin und Feng-Shui Beraterin Jessica Çakir seit 2012 ihre kleine, aber feine Manufaktur. Sie kann sich noch gut an den Anfang erinnern: Ihren ersten Polster Auftrag erledigte sie zu Hause in der Küche. Das war nicht optimal, gesteht sie. Einen ruinierten Fußboden später war klar: Ihren großen Traum – das eigene Atelier – galt es schnell zu umzusetzen. Doch um eine Finanzierung zu gewährleisten, musste die Jungunternehmerin ihren Umsatz enorm steigern. „Dazu hätte ich 70 bis 80 Prozent mehr Umsatz machen müssen“, sagt sie. Für Marketing oder eine professionelle Webpräsenz in Auftrag zu geben, fehlte das Geld. Wie also sollte sie durchstarten?

Die Website selbst erstellen

Es ging erst einmal darum, bekannt zu werden. So kam sie auf die einfache Idee einer Internet-Präsenz. Damit wollte sie sich und ihre Arbeit vorstellen und neue Kunden gewinnen. Mit den Homepage Lösungen der Telekom fand die Unternehmerin schnell das perfekte Werkzeug. Ohne technische Vorkenntnisse erstellte sie mit wenigen Klicks eine professionelle und hochwertige Homepage. Außerdem nutzte sie die SEO-Software rankingCoach vom Business Marketplace der Telekom. Damit wird ihre Website im Netz über Suchmaschinen wie Google stets schnell gefunden.

Der Plan ging auf: „Nur Stunden, nachdem meine Website online war, erhielt ich schon die ersten Anrufe“, sagt sie. Schnell erhöhte sich ihr Umsatz um 75 Prozent, so dass sie ihren Traum vom Ladengeschäft mit Werkstatt verwirklichen konnte. Dort bietet sie heute Polsterarbeiten an Möbeln, sämtliche Gestaltungen mit Stoffen wie Gardinen, Raffrollos oder Flächenvorhänge, Sonnenschutz sowie Gestaltungsarbeiten von Wänden mit Tapeten oder Stoffen an.

Inzwischen hat sie ihren Eine-Frau-Betrieb zu einem Atelier mit drei Angestellten ausgebaut. Vor allem die Planung und Beratung bei Einrichtungsfragen – auch unter den Gesichtspunkten der fernöstlichen Harmonielehre Feng-Shui – gehören zu ihrem Leistungsangebot. Fazit: Die kleine Polstermanufaktur wurde über die Website nicht nur regional bekannt, sondern auch weit außerhalb Berlins.

Online und Offline verbinden: Optikerfachgeschäft Edel-Optics

Dennis Martens nutzt iPads als virtuelle Auslage seines riesigen Warenangebots.
Dennis Martens nutzt iPads als virtuelle Auslage seines riesigen Warenangebots. (© 2015 PR)

Dennis Martens, Geschäftsführer des Hamburger Webshops Edel-Optics, wollte sein riesiges Sortiment von über 10.000 Gestellen auch seinen Kunden im Ladengeschäft zugänglich machen. Mit der selbst entwickelten virtuellen Warenauslage ersetzte er Regale durch iPads. Darauf sucht der Kunde passende Modelle aus. Das pfiffige Konzept: Drückt man den Anprobe-Button, wird ein Mitarbeiter im angeschlossenen Lager informiert, der ihm das Gestell heraussucht und zum Anprobieren bringt. „Durch die schnelle und bequeme Auswahl, können wir eine hohe Zahl an Spontankäufen generieren, was bei Brillen eher unüblich ist“, freut sich Martens.

Fazit: Das selbst entwickelte Shopsystem verknüpft Online-Handel und stationären Verkauf. Jeder Kanal greift auf denselben Warenbestand im Lager zu.

Workflow digitalisiert: Zahnarztpraxis Dr. Müller & Dr. Weidmann

Thomas Müller (l.) und Benjamin Weidmann haben mit ihrer Software Doconform ein neues Produkt entwickelt, das sie auch an andere Zahnärzte verkaufen.
Thomas Müller (l.) und Benjamin Weidmann haben mit ihrer Software Doconform ein neues Produkt entwickelt, das sie auch an andere Zahnärzte verkaufen. (© 2015 PR)

Platzprobleme durch die Lagerung von Krankenakten waren ursprünglich der Grund für die Digitalisierung in der Zahnarztpraxis Dr. Müller & Dr. Weidmann in Schaffhausen. Herkömmliche Verwaltungssoftware konnte aber nicht alle erforderlichen Funktionen abbilden. Also entwickelten die beiden Zahnärzte eine eigene Software namens Doconform.

Damit kann die Praxis alle Therapie-Abläufe vollständig, strukturiert sowie kundenspezifisch dokumentieren. Zudem können sie mit den Dateien schneller mit ihren Patienten sowie mit zahntechnischen Partnerlabors interagieren. „Digitale Werkzeuge sind genauso unentbehrlich wie Sonde und Bohrer“, sagt Thomas Müller.

Fazit: Die Schweizer Zahnärzte können jetzt Informationen und Befunde elektronisch erfassen und sind mit ihren Prozessen wesentlich effizienter.

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