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Domainnamen finden: Darauf sollten Sie achten

Ohne einen Internetauftritt kommt heutzutage kein Unternehmen mehr aus. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen guten Domainnamen finden. Denn ein wichtiger und grundlegender Baustein der Online-Präsenz ist die richtige Adresse.
Domainnamen finden: Darauf sollten Sie achten Den passenden Domainnamen zu finden, kostet oft Zeit und Nerven. (© 2016 Scanrail1/Shutterstock)

Ihr Domainname ist Ihr Aushängeschild

Einen guten Domainnamen zu finden, ist nicht immer leicht. Dabei geben Erfahrungswerte einen Rahmen vor, innerhalb dessen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Die Anzahl der Alternativen schrumpft jedoch, wenn Sie einige grundlegende Mechanismen verstanden haben.

Als Erstes steht die Frage an, ob die Domain Ihren Firmennamen beinhalten oder ein Kunstwort sein soll. Letzteres bietet sich eigentlich nur dann an, wenn Sie ein neuartiges digitales Produkt anbieten. Sind Sie hingegen ein klassischer Mittelständler, so verwenden Sie am besten Ihren Firmennamen. Erst recht ist Ihr Name geeignet, wenn Sie– etwa als Berater oder Fotograf – selbstständig und sozusagen Ihre eigene Marke sind.

In der Kürze liegt die Würze

Die gewählte Domain sollte dabei so kurz wie möglich sein. Je länger eine Domain, umso seltener wird diese eingegeben oder geklickt. Mit der Länge einer Internetadresse steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Nutzer vertippen. Denken Sie auch an potenzielle Kunden mit mobilen Endgeräten. Auf dem Smartphone will niemand lange Wortketten eingeben.

Ideal sind Ein-Wort-Domains. Allerdings sind diese in der Regel bereits vergeben. Ein Onlineshop für Kaffee wäre idealerweise unter www.kaffee.de zu finden, aber Domains dieser Art wurden größtenteils bereits in den 1990er-Jahren registriert. In diesem Fall bleiben Ihnen folgende Möglichkeiten, um einen passenden Domainnamen zu finden:

  • Sie verwenden eine andere Domain-Endung, also eine andere Top-Level-Domain (TLD). Das könnte etwa kaffee.net sein. Dies ist die schlechteste Lösung.
  • Sie hängen ein zweites Wort an, die Domain lautet dann beispielsweise kaffee-online.de. Besser als eine andere TLD, aber nicht ideal.
  • Sie verwenden Ihren – einmaligen – Unternehmensnamen. Das mag am Anfang Kunden kosten, zahlt sich aber langfristig aus.

Von einer anderen Domain-Endung als „.de“ ist meist abzuraten. Weder kennen alle Internetnutzer die inzwischen zahlreichen Varianten, noch wirken diese seriös. Es mag in Spezialfällen Ausnahmen geben, die diese Regel aber bestätigen.

Je länger Ihre Domain, umso schwieriger wird’s für den Nutzer. Kommen Sie um mehrere Wörter nicht herum, sollten Sie diese mit Bindestrich optisch voneinander trennen. Probe aufs Exempel: Was ist besser lesbar: www.malermaiermusterstadt.de oder www.maler-maier-musterstadt.de? Die Lesbarkeit ist also ein wichtiges Kriterium, wenn Sie Ihren Domainnamen finden wollen.

Haben Sie bereits einen Namen für Ihr Unternehmen kreiert, sollten Sie diesen auch für die Domain verwenden. So steigern Sie den Wiedererkennungswert. Kunden werden die Einheitlichkeit Ihrer Außenkommunikation zu schätzen wissen.

Machen Sie’s einfach

Halten Sie den Domainnamen kurz und einfach – man kann es nicht oft genug betonen. Das gilt auch für mögliche Zahlen oder Umlaute. Zwar sind heutzutage Umlaute in der Domain möglich, also etwa www.maler-maier-münchen.de, aber nur wenige Nutzer wissen überhaupt davon. Außerdem können Umlaute Komplikationen beim E-Mail-Verkehr verursachen. Von Zahlen oder gar Sonderzeichen ist ebenfalls abzuraten, es sei denn, eine Zahl ist Teil des Firmennamens.

Prüfen Sie, ob sich Ihr gewünschter Domainname leicht merken lässt. Der beste Weg dahin ist der Telefontest, mit dem Sie den passenden Domainnamen finden können. Domains werden häufig über Mund-zu-Mund-Propaganda weitergegeben. Geben Sie am Telefon Ihren potenziellen Domainnamen durch. Findet das Gegenüber die Seite ohne nachzufragen, haben Sie einen guten Namen gefunden. Haben Sie gemerkt, dass www.maler-maier.de nicht gut geeignet ist? Dafür gibt es einfach zu viele Varianten dieses häufigsten deutschen Nachnamens.

Lassen Sie es nicht drauf ankommen

Manche Domainnamen klingend verlockend und sind sogar noch frei. Ihr Geld ist aber sicher woanders besser angelegt als in einem Rechtsstreit. Diese Regeln sollten Sie unbedingt beachten:

  • Der Vor- und Nachname einer Person genießen namensrechtlichen Schutz gemäß § 12 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
  • Nutzen Sie keine Markenbezeichnungen und Namen anderer Unternehmen.
  • Vorsicht bei Werktiteln, also Titeln von Büchern, Filmen, Zeitschriften, Software und Ähnlichem. Diese sind in der Regel geschützt.
  • Vermeiden Sie auch Städtenamen und Bezeichnungen staatlicher und öffentlich-rechtlicher Einrichtungen. Kein Problem sind hingegen Städtenamen in Kombination mit einem anderen Wort, etwa maler-musterstadt.de.
  • Sehen Sie von Tippfehler-Domains ab. Vor Gericht würden Sie den Kürzeren ziehen.

Beim Domainnamen finden gilt: Nichts übereilen

Lassen Sie sich beim Brainstorming Zeit. Schreiben Sie sich Ihre Ideen auf und schlafen Sie mehrere Nächte darüber. Fragen Sie Mitarbeiter, Freunde, Verwandte, Bekannte. Wenn Sie einen ernsthaften Kandidaten gefunden haben, prüfen Sie, ob die Domain noch zu haben ist.

Weiterführende Links:

  • Ihrem Startup fehlt noch der Firmenname? Diese Tools helfen weiter.
  • Auf der Website der DENIC können Sie prüfen, ob eine .de-Domain noch frei ist und wem eine Domain gehört.
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Domainnamen finden: Darauf sollten Sie achten

Ohne einen Internetauftritt kommt heutzutage kein Unternehmen mehr aus. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen guten Domainnamen finden. Denn ein wichtiger und grundlegender Baustein der Online-Präsenz ist die richtige Adresse.
Domainnamen finden: Darauf sollten Sie achten Den passenden Domainnamen zu finden, kostet oft Zeit und Nerven. (© 2016 Scanrail1/Shutterstock)

Ihr Domainname ist Ihr Aushängeschild

Einen guten Domainnamen zu finden, ist nicht immer leicht. Dabei geben Erfahrungswerte einen Rahmen vor, innerhalb dessen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Die Anzahl der Alternativen schrumpft jedoch, wenn Sie einige grundlegende Mechanismen verstanden haben.

Als Erstes steht die Frage an, ob die Domain Ihren Firmennamen beinhalten oder ein Kunstwort sein soll. Letzteres bietet sich eigentlich nur dann an, wenn Sie ein neuartiges digitales Produkt anbieten. Sind Sie hingegen ein klassischer Mittelständler, so verwenden Sie am besten Ihren Firmennamen. Erst recht ist Ihr Name geeignet, wenn Sie– etwa als Berater oder Fotograf – selbstständig und sozusagen Ihre eigene Marke sind.

In der Kürze liegt die Würze

Die gewählte Domain sollte dabei so kurz wie möglich sein. Je länger eine Domain, umso seltener wird diese eingegeben oder geklickt. Mit der Länge einer Internetadresse steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Nutzer vertippen. Denken Sie auch an potenzielle Kunden mit mobilen Endgeräten. Auf dem Smartphone will niemand lange Wortketten eingeben.

Ideal sind Ein-Wort-Domains. Allerdings sind diese in der Regel bereits vergeben. Ein Onlineshop für Kaffee wäre idealerweise unter www.kaffee.de zu finden, aber Domains dieser Art wurden größtenteils bereits in den 1990er-Jahren registriert. In diesem Fall bleiben Ihnen folgende Möglichkeiten, um einen passenden Domainnamen zu finden:

  • Sie verwenden eine andere Domain-Endung, also eine andere Top-Level-Domain (TLD). Das könnte etwa kaffee.net sein. Dies ist die schlechteste Lösung.
  • Sie hängen ein zweites Wort an, die Domain lautet dann beispielsweise kaffee-online.de. Besser als eine andere TLD, aber nicht ideal.
  • Sie verwenden Ihren – einmaligen – Unternehmensnamen. Das mag am Anfang Kunden kosten, zahlt sich aber langfristig aus.

Von einer anderen Domain-Endung als „.de“ ist meist abzuraten. Weder kennen alle Internetnutzer die inzwischen zahlreichen Varianten, noch wirken diese seriös. Es mag in Spezialfällen Ausnahmen geben, die diese Regel aber bestätigen.

Je länger Ihre Domain, umso schwieriger wird’s für den Nutzer. Kommen Sie um mehrere Wörter nicht herum, sollten Sie diese mit Bindestrich optisch voneinander trennen. Probe aufs Exempel: Was ist besser lesbar: www.malermaiermusterstadt.de oder www.maler-maier-musterstadt.de? Die Lesbarkeit ist also ein wichtiges Kriterium, wenn Sie Ihren Domainnamen finden wollen.

Haben Sie bereits einen Namen für Ihr Unternehmen kreiert, sollten Sie diesen auch für die Domain verwenden. So steigern Sie den Wiedererkennungswert. Kunden werden die Einheitlichkeit Ihrer Außenkommunikation zu schätzen wissen.

Machen Sie’s einfach

Halten Sie den Domainnamen kurz und einfach – man kann es nicht oft genug betonen. Das gilt auch für mögliche Zahlen oder Umlaute. Zwar sind heutzutage Umlaute in der Domain möglich, also etwa www.maler-maier-münchen.de, aber nur wenige Nutzer wissen überhaupt davon. Außerdem können Umlaute Komplikationen beim E-Mail-Verkehr verursachen. Von Zahlen oder gar Sonderzeichen ist ebenfalls abzuraten, es sei denn, eine Zahl ist Teil des Firmennamens.

Prüfen Sie, ob sich Ihr gewünschter Domainname leicht merken lässt. Der beste Weg dahin ist der Telefontest, mit dem Sie den passenden Domainnamen finden können. Domains werden häufig über Mund-zu-Mund-Propaganda weitergegeben. Geben Sie am Telefon Ihren potenziellen Domainnamen durch. Findet das Gegenüber die Seite ohne nachzufragen, haben Sie einen guten Namen gefunden. Haben Sie gemerkt, dass www.maler-maier.de nicht gut geeignet ist? Dafür gibt es einfach zu viele Varianten dieses häufigsten deutschen Nachnamens.

Lassen Sie es nicht drauf ankommen

Manche Domainnamen klingend verlockend und sind sogar noch frei. Ihr Geld ist aber sicher woanders besser angelegt als in einem Rechtsstreit. Diese Regeln sollten Sie unbedingt beachten:

  • Der Vor- und Nachname einer Person genießen namensrechtlichen Schutz gemäß § 12 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
  • Nutzen Sie keine Markenbezeichnungen und Namen anderer Unternehmen.
  • Vorsicht bei Werktiteln, also Titeln von Büchern, Filmen, Zeitschriften, Software und Ähnlichem. Diese sind in der Regel geschützt.
  • Vermeiden Sie auch Städtenamen und Bezeichnungen staatlicher und öffentlich-rechtlicher Einrichtungen. Kein Problem sind hingegen Städtenamen in Kombination mit einem anderen Wort, etwa maler-musterstadt.de.
  • Sehen Sie von Tippfehler-Domains ab. Vor Gericht würden Sie den Kürzeren ziehen.

Beim Domainnamen finden gilt: Nichts übereilen

Lassen Sie sich beim Brainstorming Zeit. Schreiben Sie sich Ihre Ideen auf und schlafen Sie mehrere Nächte darüber. Fragen Sie Mitarbeiter, Freunde, Verwandte, Bekannte. Wenn Sie einen ernsthaften Kandidaten gefunden haben, prüfen Sie, ob die Domain noch zu haben ist.

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