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Influencer-Marketing: Mit Multiplikatoren zum Erfolg

Eine Produktvorstellung durch eine einflussreiche Bloggerin oder eine lobende Erwähnung durch einen beliebten Twitterer – im Influencer-Marketing wird versucht, Meinungsführer für das eigene Produkt sprechen zu lassen und dadurch eine große Zielgruppe zu erreichen. Dafür müssen Unternehmen allerdings zunächst ermitteln, wer in ihrem Fall als Influencer in Frage kommt.
Influencer-Marketing: Mit Multiplikatoren zum Erfolg Über Influencer-Marketing können Sie relevante Zielgruppen erreichen. (© 2016 NicoElNino/Shutterstock)

Wie funktioniert Influencer-Marketing?

Influencer sind Meinungsführer, die eine hohe Reichweite und ein hohes Ansehen in den sozialen Netzwerken genießen. Deshalb können sie als Multiplikatoren fungieren und ihre Freunde und Follower auf ein bestimmtes Produkt hinweisen. Der Begriff geht auf den US-amerikanischen Psychologen und Wirtschaftswissenschaftler Robert Cialdini zurück. Dieser schrieb einem Influencer unter anderem eine hohe soziale Autorität und zahlreiche Sympathien zu.  Sofern sie eine hohe Reichweite und eine große Glaubwürdigkeit aufweisen, können zum Beispiel folgende Personen Influencer sein:

  • Journalisten
  • Blogger
  • Prominente
  • YouTuber
  • Twitterer
  • Instagrammer

Im Influencer-Marketing wird versucht, die Autorität und Beliebtheit bestimmter Personen einzusetzen, um die Bekanntheit des eigenen Produkts zu steigern. Das kann unter anderem deshalb funktionieren, weil laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen aus dem Jahr 2015 der Großteil der Konsumenten eher auf persönliche Empfehlungen vertraut als auf Werbeformate.

Beim Influencer-Marketing können Sie auf bezahlte Kooperationen setzen und zum Beispiel einen Blogger für seinen Beitrag entlohnen. Oder aber Sie stellen Material bereit und hoffen auf eine Berichterstattung oder Vorstellung durch interessierte Influencer.

Geeignete Influencer finden

Besonders wichtig ist es beim Influencer-Marketing, Meinungsführer zu finden, die zu Ihrem Unternehmen und Produkt passen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Influencer an einer Zusammenarbeit interessiert ist und dass seine Freunde und Follower für das Produkt begeistert werden können. Außerdem spielen diese Kriterien eine Rolle:

  • Reichweite: Wer viele Personen erreicht, kann auch viele Menschen auf ein Produkt aufmerksam machen. Zum Beispiel auf YouTube können Sie sehen, wie viele Nutzer einen Kanal abonniert haben und dementsprechend häufig nutzen. Auch Twitter oder Instagram geben die Zahl der Follower beziehungsweise Abonnenten einer Person an. Wenn Sie es genauer wissen wollen, können Sie zum Beispiel mit dem Tool Klout überprüfen, wie groß der Online-Einfluss Ihres potenziellen Influencers ist. Das Tool bezieht verschiedene soziale Netzwerke mit ein und analysiert unter anderem die Zahl der Freunde, Aktivitäten und Weiterempfehlungen. Anhand der Daten erstellt es einen Score zwischen 1 und 100, der einen ersten Eindruck von der Reichweite und dem Einfluss einer Person vermittelt.
  • Zielgruppenrelevanz: Es kommt aber nicht nur darauf an, wie viele Follower ein potenzieller Influencer hat. Sie sollten auch darauf achten, wer ihm folgt. Sie sollten sich also ein Bild von der Altersgruppe und den Interessen der Follower machen, um zu entscheiden, ob diese Zielgruppe für Sie relevant ist. Ein Indikator für die Bindung zwischen Influencer und Followern sind die Interaktionsraten. Besonders wichtig ist aber auch, ob eine inhaltliche Überschneidung besteht, also ob Ihr Unternehmen oder Produkt zu den Werten und dem Image des Influencers passen.
  • Professionalität: Dieser Faktor ist vor allem dann wichtig, wenn Sie den Blogger bezahlen wollen. Dann sollten Sie genau wissen, wann Sie mit einem Beitrag rechnen können, wie viel Sie dafür zahlen müssen und welche Reichweite damit möglich ist.

So gelingt die Ansprache der Meinungsführer

Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, potenziellen Partnern für das Influencer-Marketing immer wertschätzend zu begegnen. Auch wenn Sie den Influencer für seinen Einsatz bezahlen, sollten Sie ihn als Partner wahrnehmen und auf Augenhöhe mit ihm kommunizieren. Falls Sie ihn um eine unentgeltliche Vorstellung bitten wollen, sollten Sie ihm ähnlich wie einem Journalisten begegnen. Dabei sollten Sie individuell auf seinen Blog, seinen YouTube-Kanal oder sein Profil eingehen und begründen, warum Sie glauben, dass Ihr Produkt ihn interessieren könnte. Stellen Sie keine Bedingungen an den Content, sondern bieten Sie dem Influencer Vorteile, die ihn interessieren, zum Beispiel exklusive Vorab-Informationen oder Produkte für einen Test. Zeigen Sie außerdem, dass Ihnen die Meinung des Influencers wichtig ist, und bitten Sie um ein Feedback. So legen Sie den Grundstein für eine längerfristige Zusammenarbeit.

Weiterführende Links:

  • Viele Pressestellen und PR-Agenturen halten Journalisten für die wichtigsten Influencer.
  • Diese 5 Fehler sollten Sie beim Social Media Marketing vermeiden.
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Eine Produktvorstellung durch eine einflussreiche Bloggerin oder eine lobende Erwähnung durch einen beliebten Twitterer – im Influencer-Marketing wird versucht, Meinungsführer für das eigene Produkt sprechen zu lassen und dadurch eine große Zielgruppe zu erreichen. Dafür müssen Unternehmen allerdings zunächst ermitteln, wer in ihrem Fall als Influencer in Frage kommt.
Influencer-Marketing: Mit Multiplikatoren zum Erfolg Über Influencer-Marketing können Sie relevante Zielgruppen erreichen. (© 2016 NicoElNino/Shutterstock)

Wie funktioniert Influencer-Marketing?

Influencer sind Meinungsführer, die eine hohe Reichweite und ein hohes Ansehen in den sozialen Netzwerken genießen. Deshalb können sie als Multiplikatoren fungieren und ihre Freunde und Follower auf ein bestimmtes Produkt hinweisen. Der Begriff geht auf den US-amerikanischen Psychologen und Wirtschaftswissenschaftler Robert Cialdini zurück. Dieser schrieb einem Influencer unter anderem eine hohe soziale Autorität und zahlreiche Sympathien zu.  Sofern sie eine hohe Reichweite und eine große Glaubwürdigkeit aufweisen, können zum Beispiel folgende Personen Influencer sein:

  • Journalisten
  • Blogger
  • Prominente
  • YouTuber
  • Twitterer
  • Instagrammer

Im Influencer-Marketing wird versucht, die Autorität und Beliebtheit bestimmter Personen einzusetzen, um die Bekanntheit des eigenen Produkts zu steigern. Das kann unter anderem deshalb funktionieren, weil laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen aus dem Jahr 2015 der Großteil der Konsumenten eher auf persönliche Empfehlungen vertraut als auf Werbeformate.

Beim Influencer-Marketing können Sie auf bezahlte Kooperationen setzen und zum Beispiel einen Blogger für seinen Beitrag entlohnen. Oder aber Sie stellen Material bereit und hoffen auf eine Berichterstattung oder Vorstellung durch interessierte Influencer.

Geeignete Influencer finden

Besonders wichtig ist es beim Influencer-Marketing, Meinungsführer zu finden, die zu Ihrem Unternehmen und Produkt passen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Influencer an einer Zusammenarbeit interessiert ist und dass seine Freunde und Follower für das Produkt begeistert werden können. Außerdem spielen diese Kriterien eine Rolle:

  • Reichweite: Wer viele Personen erreicht, kann auch viele Menschen auf ein Produkt aufmerksam machen. Zum Beispiel auf YouTube können Sie sehen, wie viele Nutzer einen Kanal abonniert haben und dementsprechend häufig nutzen. Auch Twitter oder Instagram geben die Zahl der Follower beziehungsweise Abonnenten einer Person an. Wenn Sie es genauer wissen wollen, können Sie zum Beispiel mit dem Tool Klout überprüfen, wie groß der Online-Einfluss Ihres potenziellen Influencers ist. Das Tool bezieht verschiedene soziale Netzwerke mit ein und analysiert unter anderem die Zahl der Freunde, Aktivitäten und Weiterempfehlungen. Anhand der Daten erstellt es einen Score zwischen 1 und 100, der einen ersten Eindruck von der Reichweite und dem Einfluss einer Person vermittelt.
  • Zielgruppenrelevanz: Es kommt aber nicht nur darauf an, wie viele Follower ein potenzieller Influencer hat. Sie sollten auch darauf achten, wer ihm folgt. Sie sollten sich also ein Bild von der Altersgruppe und den Interessen der Follower machen, um zu entscheiden, ob diese Zielgruppe für Sie relevant ist. Ein Indikator für die Bindung zwischen Influencer und Followern sind die Interaktionsraten. Besonders wichtig ist aber auch, ob eine inhaltliche Überschneidung besteht, also ob Ihr Unternehmen oder Produkt zu den Werten und dem Image des Influencers passen.
  • Professionalität: Dieser Faktor ist vor allem dann wichtig, wenn Sie den Blogger bezahlen wollen. Dann sollten Sie genau wissen, wann Sie mit einem Beitrag rechnen können, wie viel Sie dafür zahlen müssen und welche Reichweite damit möglich ist.

So gelingt die Ansprache der Meinungsführer

Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, potenziellen Partnern für das Influencer-Marketing immer wertschätzend zu begegnen. Auch wenn Sie den Influencer für seinen Einsatz bezahlen, sollten Sie ihn als Partner wahrnehmen und auf Augenhöhe mit ihm kommunizieren. Falls Sie ihn um eine unentgeltliche Vorstellung bitten wollen, sollten Sie ihm ähnlich wie einem Journalisten begegnen. Dabei sollten Sie individuell auf seinen Blog, seinen YouTube-Kanal oder sein Profil eingehen und begründen, warum Sie glauben, dass Ihr Produkt ihn interessieren könnte. Stellen Sie keine Bedingungen an den Content, sondern bieten Sie dem Influencer Vorteile, die ihn interessieren, zum Beispiel exklusive Vorab-Informationen oder Produkte für einen Test. Zeigen Sie außerdem, dass Ihnen die Meinung des Influencers wichtig ist, und bitten Sie um ein Feedback. So legen Sie den Grundstein für eine längerfristige Zusammenarbeit.

Weiterführende Links:

  • Viele Pressestellen und PR-Agenturen halten Journalisten für die wichtigsten Influencer.
  • Diese 5 Fehler sollten Sie beim Social Media Marketing vermeiden.
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