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Native Advertising: Der Trojaner unter den Marketingstrategien

Unternehmen sind auf der Suche nach alternativen Wegen, um Internet-User mit originellen Werbebotschaften zu fesseln. Native Advertisment ist dafür eine vielversprechende Methode. Was steckt hinter dieser Marketing-Strategie und was sollten Entscheider bei Sponsored Content beachten?
Native Advertising: Der Trojaner unter den Marketing-Strategien Native Advertising schleust sich in das redaktionelle Umfeld ein – deshalb wird es von einigen auch als trojanisches Pferd bezeichnet. (© 2015 muratart/Shutterstock)

Was bedeutet Native Advertising?

Native Advertising ist die derzeit angesagteste Marketing-Methode im Netz. Der Begriff bedeutet übersetzt so viel wie Werbung im gewohnten Umfeld. Das Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Internetnutzer mit interessanten Inhalten zu erlangen. Die bezahlte Werbung soll dabei ...

  • der Zielgruppe einen Mehrwert bieten,
  • den Lesefluss auf der Homepage nicht stören,
  • zum Klicken anregen und
  • eine klare Botschaft vermitteln.

Native Advertising: Das sind die Vorteile

Alles gut und schön werden Sie sich jetzt denken – doch wozu das Ganze? Weil klassische Bannerwerbung oder Pop-ups für Internet-User immer unattraktiver werden. Deshalb müssen Marketingstrategen mit Native Advertising zu neuen Ufern aufbrechen. Die Yahoo-Studie Native experience – ad content in context zeigt eindrucksvoll die Vorteile dieser Form von Internetwerbung auf:

  • Native Ads erreichen sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Smartphone und dem Tablet eine sehr hohe Sichtbarkeitsrate.
  • Am Desktop erinnern sich die User häufiger an die Inhalte der Native Ads als an den Content der Display Ads.
  • Das gleiche Bild ergibt sich bei mobilen  Endgeräten. Auch über diese Medien behalten Nutzer Native Advertising besser im Gedächtnis als die klassischen Banner.
  • Eine kluge Content-Ansprache verbinden die Konsumenten mit einer starken Kundennähe – selbst, wenn sie der Inhalt nicht brennend interessiert.
  • Es gilt der Grundsatz: Je relevanter der Inhalt, desto leichter erinnert sich der Nutzer an die Native Ad.

Werbung erkennbar machen

Einige Marketing-Strategen bezeichnen Native Advertisment als trojanisches Pferd. Denn Native Ads mischt bezahlte Werbung unter redaktionelle Inhalte und passt Sie von Aussehen und Stil an das Umfeld an. Dennoch sollten Sie den Internetnutzern nichts vormachen und bezahlte Inhalte kennzeichnen. Bei Werbetexten könnte dies zum Beispiel eine Dachzeile mit "Sponsored Content" oder eine Tagbeschreibung mit "Advertorial" sein. Keine Angst: Bei gut gemachten Inhalten klickt der User trotzdem drauf.

Die Nutzer wollen wissen: Was ist informierender oder unterhaltender Inhalt und was ist Sponsored Content? Nur bei Transparenz entsteht eine Vertrauensbasis zu Ihnen als Publisher. Darüber hinaus gilt: Wenn ein Link auf eine externe Unternehmenshomepage verweist, dann sollte die Seite inhaltlich halten, was die Werbung zuvor versprochen hat.

Sponsored Content: Tipps und Tricks

Wenn Sie als Mittelständler Ihre Kunden mit Native Advertising fesseln wollen, dann sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Ziel definieren.  Was wollen Sie mit Ihrem Sponsored Content bezwecken? Es ist ein großer Unterschied, ob Sie Kunden für eine Veranstaltung begeistern, die Marke stärken oder ein Produkt verkaufen wollen. Die Anzeige muss je nach Zielsetzung entsprechend angepasst werden.
  • Mission abstecken. Wen wollen Sie erreichen? Was ist Ihre Zielgruppe? Versuchen Sie diese Fragen schon zu Beginn Ihrer Kampagne zu beantworten. Alter, Geschlecht, Wohnort und Branche der potenziellen Kunden sollten bekannt sein. Denn nur wer weiß, wie das Publikum tickt, seine Erwartungen und Vorbehalte kennt, kann den richtigen Werbeinhalt produzieren.
  • Den Nerv der Zeit treffen. Formulieren Sie Ihre Botschaften kurz und prägnant. Denn der User hat im Netz nicht viel Zeit und will alles, außer gelangweilt werden. Unverzichtbar: Ihren Inhalt mit einem aussagekräftigen Bild oder einem flotten Video greifbar machen.
  • Seien Sie experimentierfreudig. Zugegeben, ein detailliertes Feinkonzept beruhigt das Gewissen. Aber wie erfolgreich, eine Anzeige oder eine Kampagne sein werden, lässt sich nie hundertprozentig vorhersagen. Es ist daher ratsam, neue Dinge auszuprobieren, anstatt an alten, verkrusteten Strategien festzuhalten. Und falls mal etwas schief läuft, gilt das Motto: Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again.

Buzzfeed als Vorbild für Sponsored Content

Wie sich Sponsored Content in das richtige redaktionelle Umfeld einpflegen lässt, zeigt das US-Portal Buzzfeed. Die Internetseite schafft es, Marketing-Kampagnen spannend zu verpacken und einem Millionenpublikum verlockend zu servieren.

Ein Beispiel gefällig? Die Gastronomie-Kette Taco Bell listete 15 Spielzeuge auf, die in der Kindheit niemand teilen wollte. Zum Schluss die Pointe: Der neuen Taco-Wrap ist so lecker, den will auch niemand teilen. Dieses Beispiel zeigt, dass Native Advertising den Leser am besten auf einer emotionalen Ebene anspricht – um zum Schluss für eine Überraschung zu sorgen.

Auch der Buzzfeed-Beitrag mit US-Präsident Barack Obama hat mittlerweile Kult-Status erreicht. Das Video zeigt den mächtigsten Mann der Welt, wie er mit Selfie-Stick posiert und Selbstgespräche vor dem Spiegel führt. Der Hintergedanke bei der Aktion: Die (scheinbar) intimen Einblicke in sein Privatleben verknüpfte Obama charmant mit einem Werbeaufruf für seine Krankenversicherungs-Initiative healthcare.gov:

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Unternehmen sind auf der Suche nach alternativen Wegen, um Internet-User mit originellen Werbebotschaften zu fesseln. Native Advertisment ist dafür eine vielversprechende Methode. Was steckt hinter dieser Marketing-Strategie und was sollten Entscheider bei Sponsored Content beachten?
Native Advertising: Der Trojaner unter den Marketing-Strategien Native Advertising schleust sich in das redaktionelle Umfeld ein – deshalb wird es von einigen auch als trojanisches Pferd bezeichnet. (© 2015 muratart/Shutterstock)

Was bedeutet Native Advertising?

Native Advertising ist die derzeit angesagteste Marketing-Methode im Netz. Der Begriff bedeutet übersetzt so viel wie Werbung im gewohnten Umfeld. Das Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Internetnutzer mit interessanten Inhalten zu erlangen. Die bezahlte Werbung soll dabei ...

  • der Zielgruppe einen Mehrwert bieten,
  • den Lesefluss auf der Homepage nicht stören,
  • zum Klicken anregen und
  • eine klare Botschaft vermitteln.

Native Advertising: Das sind die Vorteile

Alles gut und schön werden Sie sich jetzt denken – doch wozu das Ganze? Weil klassische Bannerwerbung oder Pop-ups für Internet-User immer unattraktiver werden. Deshalb müssen Marketingstrategen mit Native Advertising zu neuen Ufern aufbrechen. Die Yahoo-Studie Native experience – ad content in context zeigt eindrucksvoll die Vorteile dieser Form von Internetwerbung auf:

  • Native Ads erreichen sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Smartphone und dem Tablet eine sehr hohe Sichtbarkeitsrate.
  • Am Desktop erinnern sich die User häufiger an die Inhalte der Native Ads als an den Content der Display Ads.
  • Das gleiche Bild ergibt sich bei mobilen  Endgeräten. Auch über diese Medien behalten Nutzer Native Advertising besser im Gedächtnis als die klassischen Banner.
  • Eine kluge Content-Ansprache verbinden die Konsumenten mit einer starken Kundennähe – selbst, wenn sie der Inhalt nicht brennend interessiert.
  • Es gilt der Grundsatz: Je relevanter der Inhalt, desto leichter erinnert sich der Nutzer an die Native Ad.

Werbung erkennbar machen

Einige Marketing-Strategen bezeichnen Native Advertisment als trojanisches Pferd. Denn Native Ads mischt bezahlte Werbung unter redaktionelle Inhalte und passt Sie von Aussehen und Stil an das Umfeld an. Dennoch sollten Sie den Internetnutzern nichts vormachen und bezahlte Inhalte kennzeichnen. Bei Werbetexten könnte dies zum Beispiel eine Dachzeile mit "Sponsored Content" oder eine Tagbeschreibung mit "Advertorial" sein. Keine Angst: Bei gut gemachten Inhalten klickt der User trotzdem drauf.

Die Nutzer wollen wissen: Was ist informierender oder unterhaltender Inhalt und was ist Sponsored Content? Nur bei Transparenz entsteht eine Vertrauensbasis zu Ihnen als Publisher. Darüber hinaus gilt: Wenn ein Link auf eine externe Unternehmenshomepage verweist, dann sollte die Seite inhaltlich halten, was die Werbung zuvor versprochen hat.

Sponsored Content: Tipps und Tricks

Wenn Sie als Mittelständler Ihre Kunden mit Native Advertising fesseln wollen, dann sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Ziel definieren.  Was wollen Sie mit Ihrem Sponsored Content bezwecken? Es ist ein großer Unterschied, ob Sie Kunden für eine Veranstaltung begeistern, die Marke stärken oder ein Produkt verkaufen wollen. Die Anzeige muss je nach Zielsetzung entsprechend angepasst werden.
  • Mission abstecken. Wen wollen Sie erreichen? Was ist Ihre Zielgruppe? Versuchen Sie diese Fragen schon zu Beginn Ihrer Kampagne zu beantworten. Alter, Geschlecht, Wohnort und Branche der potenziellen Kunden sollten bekannt sein. Denn nur wer weiß, wie das Publikum tickt, seine Erwartungen und Vorbehalte kennt, kann den richtigen Werbeinhalt produzieren.
  • Den Nerv der Zeit treffen. Formulieren Sie Ihre Botschaften kurz und prägnant. Denn der User hat im Netz nicht viel Zeit und will alles, außer gelangweilt werden. Unverzichtbar: Ihren Inhalt mit einem aussagekräftigen Bild oder einem flotten Video greifbar machen.
  • Seien Sie experimentierfreudig. Zugegeben, ein detailliertes Feinkonzept beruhigt das Gewissen. Aber wie erfolgreich, eine Anzeige oder eine Kampagne sein werden, lässt sich nie hundertprozentig vorhersagen. Es ist daher ratsam, neue Dinge auszuprobieren, anstatt an alten, verkrusteten Strategien festzuhalten. Und falls mal etwas schief läuft, gilt das Motto: Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again.

Buzzfeed als Vorbild für Sponsored Content

Wie sich Sponsored Content in das richtige redaktionelle Umfeld einpflegen lässt, zeigt das US-Portal Buzzfeed. Die Internetseite schafft es, Marketing-Kampagnen spannend zu verpacken und einem Millionenpublikum verlockend zu servieren.

Ein Beispiel gefällig? Die Gastronomie-Kette Taco Bell listete 15 Spielzeuge auf, die in der Kindheit niemand teilen wollte. Zum Schluss die Pointe: Der neuen Taco-Wrap ist so lecker, den will auch niemand teilen. Dieses Beispiel zeigt, dass Native Advertising den Leser am besten auf einer emotionalen Ebene anspricht – um zum Schluss für eine Überraschung zu sorgen.

Auch der Buzzfeed-Beitrag mit US-Präsident Barack Obama hat mittlerweile Kult-Status erreicht. Das Video zeigt den mächtigsten Mann der Welt, wie er mit Selfie-Stick posiert und Selbstgespräche vor dem Spiegel führt. Der Hintergedanke bei der Aktion: Die (scheinbar) intimen Einblicke in sein Privatleben verknüpfte Obama charmant mit einem Werbeaufruf für seine Krankenversicherungs-Initiative healthcare.gov:

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