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Onepage-Design: Was Sie beachten sollten

Beim Webdesign steht derzeit Onepage-Design hoch im Kurs. Es bietet alle Inhalte Ihrer Homepage auf einer einzigen Seite an. Das sorgt für Übersichtlichkeit und steht für eine bessere User Experience. Allerdings eignet sich das hochgelobte, auch Single-Page-Design oder Pageless Design genannte Prinzip nicht für jeden Fall.
Onepage-Design: Was Sie beachten sollten(1) Mit Onepage-Design gestalten Sie Ihre Homepage übersichtlicher. (© 2016 Rawpixel.com/Shutterstock)

Onepage-Design: Alles auf einer Seite

Ihr kompletter Internet-Auftritt auf einer Seite? Ja, das geht. Onepage-Design nennt sich das und liegt momentan im Trend. Der Vorteil des Prinzips: Ihre Homepage verzichtet auf Unterseiten und Rubriken, die Ihre Besucher nur nach einem Klick erreichen. Stattdessen scrollen die Nutzer von Thema zu Thema beziehungsweise Abschnitt zu Abschnitt. Das verbessert in vielen Fällen die User Experience.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Siegfried Vögele Instituts. Das hat die vier Website-Lösungen Fullscreen-Design, Card-Design, Material-Design und Onepage-Design verglichen. Dabei heimste Letzteres gute Noten für Usability und Joy of Use ein.

Was zeichnet Onepage-Design aus?

Bislang sind Websites oft wie ein Printmedium aufgebaut. Ähnlich dem Blättern eines Magazins klickt sich der Nutzer von Seite zu Seite beziehungsweise von Rubrik zu Rubrik. Onepage-Design – auch Single-Page-Design oder Pageless Design genannt – geht einen anderen Weg. Bei ihm sind alle Inhalte einer Homepage komplett oder überwiegend auf einer einzigen "langen" Seite versammelt. Wer alles sehen will, der muss nur immer weiter runter scrollen. Zwar gibt es auch eine Navigation. Ein Klick darauf führt aber nicht auf eine neue Seite, sondern springt einfach an die entsprechende Position einer Onepage.

Diese Technik bringt Vorteile. So wirkt der Aufbau durch den Verzicht auf Unterseiten klarer und übersichtlicher. Außerdem lassen sich Inhalte quasi geschmeidiger und ohne Sprünge anordnen. Gut gemacht, entsteht ein regelrechter Lesefluss. Der zieht den Nutzer einer Seite im Onepage-Design direkt hinein und optimiert unter anderem damit die User Experience. Das funktioniert aber nicht in jedem Fall.

Wann lohnt sich Onepage-Design?

Sinnvoll ist das Prinzip, wenn Ihre Homepage nicht übermäßig viel an Informationen auffährt. Es eignet sich beispielsweise für Unternehmen mit wenigen Produkten, für Freelancer oder bestimmte Ereignisse beziehungsweise Events.

In diesen Fällen gewinnt eine Webseite nicht nur an Übersichtlichkeit. Fokussiertes Onepage-Design verkürzt auch die Ladezeiten. Wichtig wird das hinsichtlich responsiven Designs für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Auch das verbessert die User Experience.

Müssen Sie allerdings viele und unterschiedliche Inhalte auf Ihrer Homepage unterbringen, sind Sie mit der üblichen Webseiten-Struktur besser beraten.

Die SEO-Tücke von Onepage-Design

Onepage-Design bietet also einige Vorteile. Es gibt allerdings auch einen gravierenden Nachteil. Da Sie nur eine Webseite haben, wird die SEO-Optimierung zur Herausforderung. Sie haben nämlich nur einen Title, eine Description und eine "h1"-Überschrift, um zu punkten. Das macht es schwer, ein zugkräftiges Keyword zwecks Suchmaschinenoptimierung zu finden. Sie sollten deshalb ganz genau wissen, wonach Ihre Zielgruppe im Internet sucht.

Überhaupt müssen Sie Ihren Kundenkreis sehr gut kennen, wenn Sie ein Onepage-Design erfolgreich lancieren wollen. Das ist vor allem hinsichtlich des Aufbaus der Webseite wichtig. Was soll oben stehen, was unten?

Das richtet sich in erster Linie nach den Anforderungen und Gewohnheiten der Nutzer. Stichwort User Experience. Sie müssen wissen, mit welchen Erwartungen Ihre Netzbesucher auf Ihre Seite kommen, um ihnen eine sinnvolle Reihenfolge der Inhalte anzubieten. Bei einer "normal" strukturierten Homepage ist das nicht so entscheidend, weil die Nutzer per Mausklick zum gewünschten Inhalt gelangen. Beim Onepage-Design funtioniert das nur eingeschränkt. Ihre Nutzer brauchen deshalb mehr Führung von Ihnen.

Weiterführende Links:

  • Responsive Design: Lässt sich der Onlineshop oder das Portal nicht optimal mit mobilen Browsern auf Smartphones und Tablets nutzen, springen Kunden wegen fehlender Optimierung schnell ab. Wie Sie bei Business-Webseiten diesen kritischen Faktor vermeiden, lesen Sie in unserem Ratgeber.
  • Eine positive User Experience ist ausschlaggebend, ob Ihre Homepage das Internet erobert oder erbärmlich verkümmert. Setzen Sie daher am besten auf ein einfaches und sauberes UX-Design, das sowohl optisch als auch funktional überzeugt.
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Beim Webdesign steht derzeit Onepage-Design hoch im Kurs. Es bietet alle Inhalte Ihrer Homepage auf einer einzigen Seite an. Das sorgt für Übersichtlichkeit und steht für eine bessere User Experience. Allerdings eignet sich das hochgelobte, auch Single-Page-Design oder Pageless Design genannte Prinzip nicht für jeden Fall.
Onepage-Design: Was Sie beachten sollten(1) Mit Onepage-Design gestalten Sie Ihre Homepage übersichtlicher. (© 2016 Rawpixel.com/Shutterstock)

Onepage-Design: Alles auf einer Seite

Ihr kompletter Internet-Auftritt auf einer Seite? Ja, das geht. Onepage-Design nennt sich das und liegt momentan im Trend. Der Vorteil des Prinzips: Ihre Homepage verzichtet auf Unterseiten und Rubriken, die Ihre Besucher nur nach einem Klick erreichen. Stattdessen scrollen die Nutzer von Thema zu Thema beziehungsweise Abschnitt zu Abschnitt. Das verbessert in vielen Fällen die User Experience.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Siegfried Vögele Instituts. Das hat die vier Website-Lösungen Fullscreen-Design, Card-Design, Material-Design und Onepage-Design verglichen. Dabei heimste Letzteres gute Noten für Usability und Joy of Use ein.

Was zeichnet Onepage-Design aus?

Bislang sind Websites oft wie ein Printmedium aufgebaut. Ähnlich dem Blättern eines Magazins klickt sich der Nutzer von Seite zu Seite beziehungsweise von Rubrik zu Rubrik. Onepage-Design – auch Single-Page-Design oder Pageless Design genannt – geht einen anderen Weg. Bei ihm sind alle Inhalte einer Homepage komplett oder überwiegend auf einer einzigen "langen" Seite versammelt. Wer alles sehen will, der muss nur immer weiter runter scrollen. Zwar gibt es auch eine Navigation. Ein Klick darauf führt aber nicht auf eine neue Seite, sondern springt einfach an die entsprechende Position einer Onepage.

Diese Technik bringt Vorteile. So wirkt der Aufbau durch den Verzicht auf Unterseiten klarer und übersichtlicher. Außerdem lassen sich Inhalte quasi geschmeidiger und ohne Sprünge anordnen. Gut gemacht, entsteht ein regelrechter Lesefluss. Der zieht den Nutzer einer Seite im Onepage-Design direkt hinein und optimiert unter anderem damit die User Experience. Das funktioniert aber nicht in jedem Fall.

Wann lohnt sich Onepage-Design?

Sinnvoll ist das Prinzip, wenn Ihre Homepage nicht übermäßig viel an Informationen auffährt. Es eignet sich beispielsweise für Unternehmen mit wenigen Produkten, für Freelancer oder bestimmte Ereignisse beziehungsweise Events.

In diesen Fällen gewinnt eine Webseite nicht nur an Übersichtlichkeit. Fokussiertes Onepage-Design verkürzt auch die Ladezeiten. Wichtig wird das hinsichtlich responsiven Designs für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Auch das verbessert die User Experience.

Müssen Sie allerdings viele und unterschiedliche Inhalte auf Ihrer Homepage unterbringen, sind Sie mit der üblichen Webseiten-Struktur besser beraten.

Die SEO-Tücke von Onepage-Design

Onepage-Design bietet also einige Vorteile. Es gibt allerdings auch einen gravierenden Nachteil. Da Sie nur eine Webseite haben, wird die SEO-Optimierung zur Herausforderung. Sie haben nämlich nur einen Title, eine Description und eine "h1"-Überschrift, um zu punkten. Das macht es schwer, ein zugkräftiges Keyword zwecks Suchmaschinenoptimierung zu finden. Sie sollten deshalb ganz genau wissen, wonach Ihre Zielgruppe im Internet sucht.

Überhaupt müssen Sie Ihren Kundenkreis sehr gut kennen, wenn Sie ein Onepage-Design erfolgreich lancieren wollen. Das ist vor allem hinsichtlich des Aufbaus der Webseite wichtig. Was soll oben stehen, was unten?

Das richtet sich in erster Linie nach den Anforderungen und Gewohnheiten der Nutzer. Stichwort User Experience. Sie müssen wissen, mit welchen Erwartungen Ihre Netzbesucher auf Ihre Seite kommen, um ihnen eine sinnvolle Reihenfolge der Inhalte anzubieten. Bei einer "normal" strukturierten Homepage ist das nicht so entscheidend, weil die Nutzer per Mausklick zum gewünschten Inhalt gelangen. Beim Onepage-Design funtioniert das nur eingeschränkt. Ihre Nutzer brauchen deshalb mehr Führung von Ihnen.

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  • Responsive Design: Lässt sich der Onlineshop oder das Portal nicht optimal mit mobilen Browsern auf Smartphones und Tablets nutzen, springen Kunden wegen fehlender Optimierung schnell ab. Wie Sie bei Business-Webseiten diesen kritischen Faktor vermeiden, lesen Sie in unserem Ratgeber.
  • Eine positive User Experience ist ausschlaggebend, ob Ihre Homepage das Internet erobert oder erbärmlich verkümmert. Setzen Sie daher am besten auf ein einfaches und sauberes UX-Design, das sowohl optisch als auch funktional überzeugt.
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