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Typografie: Wie sie die Wirkung Ihrer Website beeinflusst

Häufig kommt es neben dem, was man sagt auch darauf an, wie man es sagt. Das gilt für das gesprochene Wort genauso wie für das digitale. Typografie ist deshalb ein wichtiges Gestaltungselement Ihrer Website.
Typografie: Wie sie die Wirkung Ihrer Website beeinflusst Typografie spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Internetseite. (© 2016 scyther5/Shutterstock)

Die richtige Schriftart ist ein Marketingwerkzeug

Vermutlich denken Sie nicht groß darüber nach, aber die Wirkkraft von Typografie ist enorm, egal ob analog oder digital. Warum? Weil Schriften und andere typografische Elemente genauso Emotionen beim Leser auslösen wie Inhalt, Design und Bilder. Auf Assoziationen, die im Kopf des Nutzers entstehen, können Sie durch die Wahl des richtigen Schriftbilds großen Einfluss nehmen.

Die digitale Variante einer Schriftart wird Font genannt. Die Wahl des Fonts für Ihre Website sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Typografie entscheidet mit über Ihren Verkaufserfolg. Die Schrift und weitere typografische Elemente sind also ein Werkzeug im Online-Marketing, das Sie wohlüberlegt und zielgerichtet einsetzen sollten.

Dazu können Sie im ersten Schritt folgende Fragen beantworten:

  • Wer sind die Besucher Ihrer Website? Wer liest Ihre Texte? Wie ticken diese Menschen, welche Werte, Wünsche und Sorgen haben sie?
  • Welche Schriftarten und Schriftfamilien passen zu Ihrer Zielgruppe? Welche Assoziationen lösen diese Schriftarten bei der Zielgruppe aus?

Wenn Sie die Antworten auf diese Fragen nicht kennen, tappen Sie im Dunkeln. Sie können auch einen Test machen und Nutzer danach fragen, wie die Website beziehungsweise die verwendete(n) Schrift(en) auf die User wirken. Deckt sich das mit Ihren Vorstellungen und Zielen?

Wichtige Richtlinien der Typografie

Das Gestalten von Online-Texten folgt einer anderen Logik als das von Printpublikationen. Menschen tun sich erwiesenermaßen schwerer, Inhalte auf einem Bildschirm zu erfassen. Es ist für die meisten von uns schlicht anstrengender. Kommen Sie Ihren Kunden und Interessenten näher. Das geht über die Wahl einer passenden Schriftart. Davon abgesehen gibt es aber noch weitere Gestaltungshinweise:

  • Achten Sie auf eine angenehme Zeilenlänge. Sehr lange Zeilen sind sehr anstrengend für die Augen.
  • Sorgen Sie für genügend Weißraum und Abstände. Sicher sagt Ihnen das Wort „Bleiwüste“ etwas. Sie wollen Ihre Nutzer gewiss nicht an solch unwirtliche Orte locken.
  • Strukturieren Sie Ihre Texte. Gerade im Online-Bereich überfliegen User Artikel gerne, um sich ein schnelles Bild zu verschaffen. Nutzen Sie Absätze, Zwischenüberschriften, hervorgehobene Zitate etc.
  • Übertreiben Sie es nicht mit Formatierungen. Setzen Sie Fettungen, Kursivsetzungen oder Unterstreichungen äußerst sparsam und wohlbedacht ein.
  • In der Web-Typografie sollten Sie Blocksatz vermeiden. Ein schöner Blocksatz ist durch die schiere Menge an verschiedenen Browsern und Endgeräten fast unmöglich hinzubekommen.

Zur Gestaltung einer Website gehört neben typografischen Elementen auch der Einsatz von Grafiken und Bildern. Die Wirkung des richtigen Fonts sollte jedoch nicht unterschätzt werden.

Welche Schriftart darf es sein?

Fonts gibt es wie Sand am Meer. Nicht alle sind für digitale Typografie geeignet. Nicht alle sind kostenlos. Und nur wenige sind genau für Ihr Projekt geeignet. In der Typografie wird zwischen zwei grundsätzlichen Typen von Schriftarten unterschieden.

  • Serifen-Schrift: Serifen sind feine Linien, die einen Buchstaben quer zu seiner Grundrichtung abschließen. Die bekannteste Serifen-Schrift ist Times. Serifen-Schriften wirken traditionell und konservativ und werden im Web eher selten verwendet, wobei sie in letzter Zeit wieder stärker im Trend liegen.
  • Serifenlose Schrift: Der Name sagt es. Hier fehlen die Serifen. Eine der bekanntesten serifenlosen Schriftarten ist Arial. Serifenlose Schriftarten wirken sehr nüchtern und werden im Online-Bereich gerne eingesetzt, da sie modern erscheinen und nicht vom Inhalt ablenken.

Mit Ausnahme von konservativen Branchen empfiehlt es sich, auf Serifen-Schriftarten zu verzichten. Apropos Verzicht. Vermeiden Sie es, mehr als zwei verschiedene Schriftarten auf Ihrer Website einzusetzen. Das wirkt einem einheitlichen, runden Eindruck entgegen und kann sogar unerwünschte Emotionen beim User wecken.

Neben der Schriftart an sich gibt es weitere Aspekte, die Sie beachten sollten: Die Schriftgröße sollte nicht zu klein gewählt sein. Lieber 14 Pt oder besser sogar 16 Pt als 12 Pt. Achten Sie auf großzügige Zeilenabstände sowie eine entsprechende Zeilenhöhe. Und last but not least: Definieren Sie unbedingt eine Schriftenfamilie und eine Ersatzschriftart, den sogenannten Fallback-Font. Nicht alle Schriftarten werden beim User auch tatsächlich angezeigt. In diesem Fall brauchen Sie eine passende Alternative.

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Typografie: Wie sie die Wirkung Ihrer Website beeinflusst Typografie spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Internetseite. (© 2016 scyther5/Shutterstock)

Die richtige Schriftart ist ein Marketingwerkzeug

Vermutlich denken Sie nicht groß darüber nach, aber die Wirkkraft von Typografie ist enorm, egal ob analog oder digital. Warum? Weil Schriften und andere typografische Elemente genauso Emotionen beim Leser auslösen wie Inhalt, Design und Bilder. Auf Assoziationen, die im Kopf des Nutzers entstehen, können Sie durch die Wahl des richtigen Schriftbilds großen Einfluss nehmen.

Die digitale Variante einer Schriftart wird Font genannt. Die Wahl des Fonts für Ihre Website sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Typografie entscheidet mit über Ihren Verkaufserfolg. Die Schrift und weitere typografische Elemente sind also ein Werkzeug im Online-Marketing, das Sie wohlüberlegt und zielgerichtet einsetzen sollten.

Dazu können Sie im ersten Schritt folgende Fragen beantworten:

  • Wer sind die Besucher Ihrer Website? Wer liest Ihre Texte? Wie ticken diese Menschen, welche Werte, Wünsche und Sorgen haben sie?
  • Welche Schriftarten und Schriftfamilien passen zu Ihrer Zielgruppe? Welche Assoziationen lösen diese Schriftarten bei der Zielgruppe aus?

Wenn Sie die Antworten auf diese Fragen nicht kennen, tappen Sie im Dunkeln. Sie können auch einen Test machen und Nutzer danach fragen, wie die Website beziehungsweise die verwendete(n) Schrift(en) auf die User wirken. Deckt sich das mit Ihren Vorstellungen und Zielen?

Wichtige Richtlinien der Typografie

Das Gestalten von Online-Texten folgt einer anderen Logik als das von Printpublikationen. Menschen tun sich erwiesenermaßen schwerer, Inhalte auf einem Bildschirm zu erfassen. Es ist für die meisten von uns schlicht anstrengender. Kommen Sie Ihren Kunden und Interessenten näher. Das geht über die Wahl einer passenden Schriftart. Davon abgesehen gibt es aber noch weitere Gestaltungshinweise:

  • Achten Sie auf eine angenehme Zeilenlänge. Sehr lange Zeilen sind sehr anstrengend für die Augen.
  • Sorgen Sie für genügend Weißraum und Abstände. Sicher sagt Ihnen das Wort „Bleiwüste“ etwas. Sie wollen Ihre Nutzer gewiss nicht an solch unwirtliche Orte locken.
  • Strukturieren Sie Ihre Texte. Gerade im Online-Bereich überfliegen User Artikel gerne, um sich ein schnelles Bild zu verschaffen. Nutzen Sie Absätze, Zwischenüberschriften, hervorgehobene Zitate etc.
  • Übertreiben Sie es nicht mit Formatierungen. Setzen Sie Fettungen, Kursivsetzungen oder Unterstreichungen äußerst sparsam und wohlbedacht ein.
  • In der Web-Typografie sollten Sie Blocksatz vermeiden. Ein schöner Blocksatz ist durch die schiere Menge an verschiedenen Browsern und Endgeräten fast unmöglich hinzubekommen.

Zur Gestaltung einer Website gehört neben typografischen Elementen auch der Einsatz von Grafiken und Bildern. Die Wirkung des richtigen Fonts sollte jedoch nicht unterschätzt werden.

Welche Schriftart darf es sein?

Fonts gibt es wie Sand am Meer. Nicht alle sind für digitale Typografie geeignet. Nicht alle sind kostenlos. Und nur wenige sind genau für Ihr Projekt geeignet. In der Typografie wird zwischen zwei grundsätzlichen Typen von Schriftarten unterschieden.

  • Serifen-Schrift: Serifen sind feine Linien, die einen Buchstaben quer zu seiner Grundrichtung abschließen. Die bekannteste Serifen-Schrift ist Times. Serifen-Schriften wirken traditionell und konservativ und werden im Web eher selten verwendet, wobei sie in letzter Zeit wieder stärker im Trend liegen.
  • Serifenlose Schrift: Der Name sagt es. Hier fehlen die Serifen. Eine der bekanntesten serifenlosen Schriftarten ist Arial. Serifenlose Schriftarten wirken sehr nüchtern und werden im Online-Bereich gerne eingesetzt, da sie modern erscheinen und nicht vom Inhalt ablenken.

Mit Ausnahme von konservativen Branchen empfiehlt es sich, auf Serifen-Schriftarten zu verzichten. Apropos Verzicht. Vermeiden Sie es, mehr als zwei verschiedene Schriftarten auf Ihrer Website einzusetzen. Das wirkt einem einheitlichen, runden Eindruck entgegen und kann sogar unerwünschte Emotionen beim User wecken.

Neben der Schriftart an sich gibt es weitere Aspekte, die Sie beachten sollten: Die Schriftgröße sollte nicht zu klein gewählt sein. Lieber 14 Pt oder besser sogar 16 Pt als 12 Pt. Achten Sie auf großzügige Zeilenabstände sowie eine entsprechende Zeilenhöhe. Und last but not least: Definieren Sie unbedingt eine Schriftenfamilie und eine Ersatzschriftart, den sogenannten Fallback-Font. Nicht alle Schriftarten werden beim User auch tatsächlich angezeigt. In diesem Fall brauchen Sie eine passende Alternative.

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