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Businessplan erstellen: 4 hilfreiche Tools

Einen Businessplan erstellen – für viele Gründer ist das eine lästige Pflicht. Leichter wollen ihnen das spezielle Tools machen, die Jungunternemer Schritt für Schritt durch das Prozedere führen. Die gibt es als Web-App, für mobile Endgeräte, in der Cloud, für Geld – und kostenlos.
Businessplan erstellen: 4 hilfreiche Tools Eine Last weniger: Smarte Tools helfen dabei, einen Businessplan zu erstellen. (© 2016 Peshkova/Shutterstock)

1. Gründungswerkstatt Deutschland

Online und gleichzeitig lokal aufgestellt ist das Angebot der Gründungswerkstatt Deutschland. Sie versteht sich als gemeinsames Portal von derzeit 18 in der Bundesrepublik verteilten Anlaufstellen für "Unternehmungslustige". Wer ihre Dienste in Anspruch nehmen möchte, findet seine zuständige Gründungswerkstatt mittels Eingabe der eigenen Postleitzahl. Der Service ist nach eigenen Angaben "neutral, vertraulich und kostenlos". Wer ihn nutzt, kann damit ...

  • ... seinen Businessplan erstellen
  • ... eine Gründungsberatung erhalten
  • ... einen Finanzierungsplan aufstellen

Hinter dem Angebot stehen federführend die HKS Handelskammer Hamburg Service GmbH und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Gemeinsam mit regionalen Partnern wenden sie sich an "Existenzgründer und Jungunternehmen bis drei Jahre nach Gründung".

  • Technisch funktioniert das mit einer Web-Applikation. Eine Installation von Software auf dem eigenen Rechner ist damit nicht notwendig.
  • Die anfallenden digitalen Informationen werden in der Cloud gespeichert.
  • Der Nutzerbereich ist SSL-verschlüsselt.

Eine Besonderheit der Internet-Nachhilfe: Auf Wunsch begleitet ein fester Ansprechpartner den angehenden Unternehmer über die gesamte Dauer des Schöpfungsprozesses. Die Betreuung nennt sich Online-Tutoring und läuft per E-Mail – allerdings nur in Verbindung mit einer der 18 regionalen Gründungswerkstätten. Die gibt es aber aus geografischen Gründen nicht für alle Interessenten. In solchen Fällen springt die Gründungswerkstatt Deutschland mit einem identischen Angebot ein, nur eben ohne Online-Tutor.

Einen Überblick mit Details zum gesamten Angebot geben die Organisatoren in einem "Handbuch für Gründer".

2. BMWi-Businessplan

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt ebenfalls Menschen, die einen Businessplan erstellen wollen und dafür Hilfe brauchen. Seine kostenlose digitale Offerte nennt sich sinnigerweise "BMWi-Businessplan". Den gibt es sowohl als Online-Tool (erfordert die Installation von "Adobe Air") für Windows- und Apple-Computer als auch als App für mobile Endgeräte mit Android- oder iOS-Betriebssystem.

Die Aufmachung der Software wirkt sehr aufgeräumt und verfügt unter anderem über folgende Features:

  • Vorschauen zu Liquidität und Rentabilität
  • Kapitalbedarfsplan
  • Finanzierungsplan
  • Assistenzfunktion (Hinweise zu bestimmten Fragestellungen und Themen)
  • Vorlagen
  • Beispiele

Die Daten, die im Zuge der Arbeit mit dem BMWi-Businessplan entstehen, werden lokal auf dem Computer abgelegt. Eine Speicherung in der Cloud und damit ein Zugriff über das Internet ist nicht vorgesehen.

3. Smart Business Plan

Der Smart Business Plan ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evers & Jung GmbH und der Individee GmbH. Sie bewerben ihre Web-App als All-in-one-Lösung für Personen, die einen Businessplan erstellen wollen, und versprechen zum Beispiel:

  • Bankfertige 3-Jahres-Finanzplanung
  • 19 reale Businesspläne aus unterschiedlichen Branchen als Fallbeispiele
  • Orientierung am deutschen Datenschutzgesetz mit Servern auf hiesigem Boden
  • Assistenzfunktion
  • SSL-verschlüsselte Datenübertragung
  • Teamarbeit an einem Projekt
  • "Kompakt-Check", zeigt die wichtigsten Kennzahlen an, inklusive Beurteilungsfunktion
  • Startleitfaden, der erklärt, wie Gründer ihren Businessplan erstellen

Das Programm gibt es in drei Versionen:

  • Kostenlose Demo, unter anderem mit automatischer Kalkulation, Kapitelstruktur und einem echten Beispiel. Die Testvariante stellt ihren Dienst automatisch nach sieben Tagen ein.
  • Die "Flexibel"-Version kostet pro Monat 29 Euro und ist monatlich kündbar. Zusätzlich zur Demo bietet sie weitere 18 Beispiele. Der weitere Funktionsumfang ist identisch.
  • Das gilt auch für das "Jahrespaket". Das steht mit 119 Euro in der Preisliste, ist zwölf Monate gültig und endet nach deren Ablauf automatisch.

4. Lexware Businessplan

Diese kostenlose Hilfestellung ist in Zusammenarbeit mit der IHK Südlicher Oberrhein und der Handwerkskammer Freiburg entstanden. Sie will den Weg zum Businessplan mit den Anwärtern Schritt für Schritt gehen. Und sie soll sich für jedes Geschäftsmodell eignen.

Kern des Online-Tools ist eine Kapitelstruktur mit folgenden Bestandteilen:

  • Gründerperson(en)
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Marktübersicht
  • Marketing
  • Unternehmensorganisation/Personal
  • Chancen und Risiken
  • Finanzen

Grüne Balken zeigen an, inwieweit die Arbeit in den einzelnen Abschnitten bereits fortgeschritten ist. Eine Hilfefunktion steht bei Bedarf jeweils für nähere Erläuterungen bereit.

Weitere Merkmale sind:

  • Speicherung der Daten in der Cloud
  • Zugriff auf das Projekt auch von mobilen Endgeräten aus

Wer mit dem Tool einen Businessplan erstellen will und vorher wissen möchte, wie das Endergebnis aussehen kann, dem präsentiert Lexware ein Beispiel. Bevor die Arbeit damit losgeht, müssen künftige Gründer noch einiges an Informationen und Unterlagen zusammentragen. Dafür hat der Anbieter eine Checkliste ins Internet gestellt.

Weiterführende Links:

  • Wie erfolgversprechend ist Ihr Geschäftsmodell? Insbesondere Start-ups fürchten um die Schlagkraft Ihrer Idee. Das Business Model Canvas ist eine Methode, mit der Gründer als auch erfahrene Entscheider ihre Innovation auf den Prüfstand stellen.
  • Die Unternehmensziele helfen Machern, am Ball und auf Kurs zu bleiben. Doch damit ihre Ambitionen auch Wirklichkeit werden, braucht es ein klares Vorgehen.
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Businessplan erstellen: 4 hilfreiche Tools

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Businessplan erstellen: 4 hilfreiche Tools Eine Last weniger: Smarte Tools helfen dabei, einen Businessplan zu erstellen. (© 2016 Peshkova/Shutterstock)

1. Gründungswerkstatt Deutschland

Online und gleichzeitig lokal aufgestellt ist das Angebot der Gründungswerkstatt Deutschland. Sie versteht sich als gemeinsames Portal von derzeit 18 in der Bundesrepublik verteilten Anlaufstellen für "Unternehmungslustige". Wer ihre Dienste in Anspruch nehmen möchte, findet seine zuständige Gründungswerkstatt mittels Eingabe der eigenen Postleitzahl. Der Service ist nach eigenen Angaben "neutral, vertraulich und kostenlos". Wer ihn nutzt, kann damit ...

  • ... seinen Businessplan erstellen
  • ... eine Gründungsberatung erhalten
  • ... einen Finanzierungsplan aufstellen

Hinter dem Angebot stehen federführend die HKS Handelskammer Hamburg Service GmbH und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Gemeinsam mit regionalen Partnern wenden sie sich an "Existenzgründer und Jungunternehmen bis drei Jahre nach Gründung".

  • Technisch funktioniert das mit einer Web-Applikation. Eine Installation von Software auf dem eigenen Rechner ist damit nicht notwendig.
  • Die anfallenden digitalen Informationen werden in der Cloud gespeichert.
  • Der Nutzerbereich ist SSL-verschlüsselt.

Eine Besonderheit der Internet-Nachhilfe: Auf Wunsch begleitet ein fester Ansprechpartner den angehenden Unternehmer über die gesamte Dauer des Schöpfungsprozesses. Die Betreuung nennt sich Online-Tutoring und läuft per E-Mail – allerdings nur in Verbindung mit einer der 18 regionalen Gründungswerkstätten. Die gibt es aber aus geografischen Gründen nicht für alle Interessenten. In solchen Fällen springt die Gründungswerkstatt Deutschland mit einem identischen Angebot ein, nur eben ohne Online-Tutor.

Einen Überblick mit Details zum gesamten Angebot geben die Organisatoren in einem "Handbuch für Gründer".

2. BMWi-Businessplan

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt ebenfalls Menschen, die einen Businessplan erstellen wollen und dafür Hilfe brauchen. Seine kostenlose digitale Offerte nennt sich sinnigerweise "BMWi-Businessplan". Den gibt es sowohl als Online-Tool (erfordert die Installation von "Adobe Air") für Windows- und Apple-Computer als auch als App für mobile Endgeräte mit Android- oder iOS-Betriebssystem.

Die Aufmachung der Software wirkt sehr aufgeräumt und verfügt unter anderem über folgende Features:

  • Vorschauen zu Liquidität und Rentabilität
  • Kapitalbedarfsplan
  • Finanzierungsplan
  • Assistenzfunktion (Hinweise zu bestimmten Fragestellungen und Themen)
  • Vorlagen
  • Beispiele

Die Daten, die im Zuge der Arbeit mit dem BMWi-Businessplan entstehen, werden lokal auf dem Computer abgelegt. Eine Speicherung in der Cloud und damit ein Zugriff über das Internet ist nicht vorgesehen.

3. Smart Business Plan

Der Smart Business Plan ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evers & Jung GmbH und der Individee GmbH. Sie bewerben ihre Web-App als All-in-one-Lösung für Personen, die einen Businessplan erstellen wollen, und versprechen zum Beispiel:

  • Bankfertige 3-Jahres-Finanzplanung
  • 19 reale Businesspläne aus unterschiedlichen Branchen als Fallbeispiele
  • Orientierung am deutschen Datenschutzgesetz mit Servern auf hiesigem Boden
  • Assistenzfunktion
  • SSL-verschlüsselte Datenübertragung
  • Teamarbeit an einem Projekt
  • "Kompakt-Check", zeigt die wichtigsten Kennzahlen an, inklusive Beurteilungsfunktion
  • Startleitfaden, der erklärt, wie Gründer ihren Businessplan erstellen

Das Programm gibt es in drei Versionen:

  • Kostenlose Demo, unter anderem mit automatischer Kalkulation, Kapitelstruktur und einem echten Beispiel. Die Testvariante stellt ihren Dienst automatisch nach sieben Tagen ein.
  • Die "Flexibel"-Version kostet pro Monat 29 Euro und ist monatlich kündbar. Zusätzlich zur Demo bietet sie weitere 18 Beispiele. Der weitere Funktionsumfang ist identisch.
  • Das gilt auch für das "Jahrespaket". Das steht mit 119 Euro in der Preisliste, ist zwölf Monate gültig und endet nach deren Ablauf automatisch.

4. Lexware Businessplan

Diese kostenlose Hilfestellung ist in Zusammenarbeit mit der IHK Südlicher Oberrhein und der Handwerkskammer Freiburg entstanden. Sie will den Weg zum Businessplan mit den Anwärtern Schritt für Schritt gehen. Und sie soll sich für jedes Geschäftsmodell eignen.

Kern des Online-Tools ist eine Kapitelstruktur mit folgenden Bestandteilen:

  • Gründerperson(en)
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Marktübersicht
  • Marketing
  • Unternehmensorganisation/Personal
  • Chancen und Risiken
  • Finanzen

Grüne Balken zeigen an, inwieweit die Arbeit in den einzelnen Abschnitten bereits fortgeschritten ist. Eine Hilfefunktion steht bei Bedarf jeweils für nähere Erläuterungen bereit.

Weitere Merkmale sind:

  • Speicherung der Daten in der Cloud
  • Zugriff auf das Projekt auch von mobilen Endgeräten aus

Wer mit dem Tool einen Businessplan erstellen will und vorher wissen möchte, wie das Endergebnis aussehen kann, dem präsentiert Lexware ein Beispiel. Bevor die Arbeit damit losgeht, müssen künftige Gründer noch einiges an Informationen und Unterlagen zusammentragen. Dafür hat der Anbieter eine Checkliste ins Internet gestellt.

Weiterführende Links:

  • Wie erfolgversprechend ist Ihr Geschäftsmodell? Insbesondere Start-ups fürchten um die Schlagkraft Ihrer Idee. Das Business Model Canvas ist eine Methode, mit der Gründer als auch erfahrene Entscheider ihre Innovation auf den Prüfstand stellen.
  • Die Unternehmensziele helfen Machern, am Ball und auf Kurs zu bleiben. Doch damit ihre Ambitionen auch Wirklichkeit werden, braucht es ein klares Vorgehen.
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