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Online-Bezahlsysteme: 3 PayPal-Alternativen

PayPal ist die größte Nummer der Online-Bezahlsysteme. Wer seinen Kunden auch eine PayPal-Alternative anbieten möchte, findet mittlerweile einige Kandidaten. Dazu gehören drei, die Ihre Bestellvorgänge auf ganz unterschiedliche Art abwickeln.
Online-Bezahlsysteme: 3 PayPal-Alternativen Falls Sie eine PayPal-Alternative suhen, haben wir drei interessante Online-Bezahlsysteme für Sie. (© 2016 ESB Professional/Shutterstock)

1. Amazon Payments

Der Online-Shop-Gigant ist abseits von seinem Kerngeschäft auch im Markt der Online-Bezahlsysteme unterwegs. Das ist vor allem für jene Ihrer Kunden praktisch, die bereits ein Konto bei Amazon haben. Die darin hinterlegten Daten werden einfach für Ihre Transaktionen mit "Amazon Payments" verwendet. "Bezahlen mit Amazon" heißt diese Funktion auch. Der Internet-Marktplatz wirbt unter anderem mit einem eingebauten, kostenlosen Betrugs- und Händlerschutz. Beteiligte Shop-Betreiber sollen nach eigenen Angaben "höhere durchschnittliche Bestellwerte, höhere Konversionraten und einen Zuwachs an registrierten Kunden" verzeichnen. Zudem verspricht die PayPal-Alternative, keine Daten über die abgewickelten Deals zu erhalten.

Der Service ist natürlich nicht gratis. Für jeden Bezahlvorgang innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums verlangt Amazon 1,9 Prozent Bearbeitungsgebühr vom Transaktionswert zuzüglich 35 Cent. Je höher der monatliche Umsatz, desto günstiger wird es. Liegt er zwischen 5.000,01 und 25.000 Euro, fallen 1,7 Prozent an, zwischen 25.000,01 und 50.000 Euro 1,5 Prozent und jenseits von 50.000,01 Euro sinkt die Gebühr auf 1,2 Prozent. In jedem Fall unverändert bleiben die 35 Cent Zugabe. Weitere Details dazu finden sie hier.

2. Paydirekt

Seinen vorhandenen Kundenstamm setzt auch dieses Beispiel für Online-Bezahlsysteme als Argumentationshilfe ein. Hinter Paydirekt steht ein Verbund von 18 Banken und den Sparkassen in Deutschland. Die PayPal-Alternative verspricht, dass Transaktionen über sie nach den gleichen Sicherheitsstandards ablaufen wie beim üblichen Online-Banking – und unter Wahrung der hohen deutschen Anforderungen an die Datensicherheit. Aktuell nutzen 357 Shops das Angebot der Geldinstitute. Die Händler müssen sich nicht mehr mit Mahnungen und Risikomanagement beschäftigen. Beides regelt Paydirekt mit seinen Girokonto-Kunden.

Was der Service kostet, ist Verhandlungssache. Das heißt, Sie informieren Ihre Bank oder Sparkasse über Ihr Interesse daran. Die Anfrage wird an einen Verhandlungsführer, einen sogenannten Konzentratoren, weitergeleitet, der Ihnen weitere Details zusendet. Hintergrund des indirekten Verfahrens sind entsprechende Anforderungen des Bundeskartellamts an die PayPal-Alternative.

Ähnliche Online-Bezahlsysteme haben zum Beispiel Giropay und Sofortüberweisung eingeführt. Auch bei ihnen sitzen Banken im Hintergrund.

3. Barzahlen.de

Die Cash Payment Solutions GmbH in Berlin geht mit ihrer PayPal-Alternative Barzahlen.de einen anderen Weg. Sie arbeitet nämlich nicht mit Daten von Kunden- beziehungsweise Girokonten. Stattdessen zahlen Ihre Käufer dabei Bargeld in die Kassen von Partnerunternehmen ein. Das funktioniert so:

  • Ihre Kunden ordern bei Ihnen online Waren respektive Dienstleistungen. Während dieses Bestellvorgangs wählen die Käufer "Barzahlen" zum Entrichten der Kosten aus. Anschließend drucken sie sich einen Zahlschein mit Barcode aus oder lassen sich ein Äquivalent per SMS aufs Mobiltelefon schicken.
  • Damit gehen Ihre Kunden zu einer der 10.000 Barzahlen-Partnerfilialen (Rewe, Penny, Real, Telekom und mehr). An der Kasse werden die Daten gescannt und die Bestellung in barer Münze beglichen. Daraufhin erhalten Sie sofort eine Bestätigung des Zahlungseingangs.
  • Der Rest der Transaktion läuft dann wie gewohnt. Sie schicken die Ware also an den Kunden. Fertig.

Weitere Möglichkeiten der PayPal-Alternative, zum Beispiel telefonische Bestellungen sowie Details zum Ablauf bei Retouren, finden Sie hier.

Für Ihre Käufer hat diese Variante der Online-Bezahlsysteme den Vorteil, dass sie keine Kontoverbindungen oder Kreditkarteninformation preisgeben.  Der Nachteil ist, dass sie in Vorlage gehen müssen. Also zahlen, bevor die Bestellung da ist. Ihnen als Händler verspricht der Anbieter eine Zahlungsgarantie.

Weiterführende Links:

  • Endlich Schluss mit der Zettelwirtschaft: Debitoor ist ein kostenloses Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm, mit dem Sie Ihre Online-Rechnung erstellen und bequem per E-Mail verschicken.
  • WhatsApp, Platzhirsch unter den Messaging-Apps, ist zwar leicht zu bedienen, steht jedoch häufig in der Kritik. Sie suchen nach WhatsApp-Alternativen? Davon gibt es so einige – mit nicht minderem Potenzial.
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Online-Bezahlsysteme: 3 PayPal-Alternativen Falls Sie eine PayPal-Alternative suhen, haben wir drei interessante Online-Bezahlsysteme für Sie. (© 2016 ESB Professional/Shutterstock)

1. Amazon Payments

Der Online-Shop-Gigant ist abseits von seinem Kerngeschäft auch im Markt der Online-Bezahlsysteme unterwegs. Das ist vor allem für jene Ihrer Kunden praktisch, die bereits ein Konto bei Amazon haben. Die darin hinterlegten Daten werden einfach für Ihre Transaktionen mit "Amazon Payments" verwendet. "Bezahlen mit Amazon" heißt diese Funktion auch. Der Internet-Marktplatz wirbt unter anderem mit einem eingebauten, kostenlosen Betrugs- und Händlerschutz. Beteiligte Shop-Betreiber sollen nach eigenen Angaben "höhere durchschnittliche Bestellwerte, höhere Konversionraten und einen Zuwachs an registrierten Kunden" verzeichnen. Zudem verspricht die PayPal-Alternative, keine Daten über die abgewickelten Deals zu erhalten.

Der Service ist natürlich nicht gratis. Für jeden Bezahlvorgang innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums verlangt Amazon 1,9 Prozent Bearbeitungsgebühr vom Transaktionswert zuzüglich 35 Cent. Je höher der monatliche Umsatz, desto günstiger wird es. Liegt er zwischen 5.000,01 und 25.000 Euro, fallen 1,7 Prozent an, zwischen 25.000,01 und 50.000 Euro 1,5 Prozent und jenseits von 50.000,01 Euro sinkt die Gebühr auf 1,2 Prozent. In jedem Fall unverändert bleiben die 35 Cent Zugabe. Weitere Details dazu finden sie hier.

2. Paydirekt

Seinen vorhandenen Kundenstamm setzt auch dieses Beispiel für Online-Bezahlsysteme als Argumentationshilfe ein. Hinter Paydirekt steht ein Verbund von 18 Banken und den Sparkassen in Deutschland. Die PayPal-Alternative verspricht, dass Transaktionen über sie nach den gleichen Sicherheitsstandards ablaufen wie beim üblichen Online-Banking – und unter Wahrung der hohen deutschen Anforderungen an die Datensicherheit. Aktuell nutzen 357 Shops das Angebot der Geldinstitute. Die Händler müssen sich nicht mehr mit Mahnungen und Risikomanagement beschäftigen. Beides regelt Paydirekt mit seinen Girokonto-Kunden.

Was der Service kostet, ist Verhandlungssache. Das heißt, Sie informieren Ihre Bank oder Sparkasse über Ihr Interesse daran. Die Anfrage wird an einen Verhandlungsführer, einen sogenannten Konzentratoren, weitergeleitet, der Ihnen weitere Details zusendet. Hintergrund des indirekten Verfahrens sind entsprechende Anforderungen des Bundeskartellamts an die PayPal-Alternative.

Ähnliche Online-Bezahlsysteme haben zum Beispiel Giropay und Sofortüberweisung eingeführt. Auch bei ihnen sitzen Banken im Hintergrund.

3. Barzahlen.de

Die Cash Payment Solutions GmbH in Berlin geht mit ihrer PayPal-Alternative Barzahlen.de einen anderen Weg. Sie arbeitet nämlich nicht mit Daten von Kunden- beziehungsweise Girokonten. Stattdessen zahlen Ihre Käufer dabei Bargeld in die Kassen von Partnerunternehmen ein. Das funktioniert so:

  • Ihre Kunden ordern bei Ihnen online Waren respektive Dienstleistungen. Während dieses Bestellvorgangs wählen die Käufer "Barzahlen" zum Entrichten der Kosten aus. Anschließend drucken sie sich einen Zahlschein mit Barcode aus oder lassen sich ein Äquivalent per SMS aufs Mobiltelefon schicken.
  • Damit gehen Ihre Kunden zu einer der 10.000 Barzahlen-Partnerfilialen (Rewe, Penny, Real, Telekom und mehr). An der Kasse werden die Daten gescannt und die Bestellung in barer Münze beglichen. Daraufhin erhalten Sie sofort eine Bestätigung des Zahlungseingangs.
  • Der Rest der Transaktion läuft dann wie gewohnt. Sie schicken die Ware also an den Kunden. Fertig.

Weitere Möglichkeiten der PayPal-Alternative, zum Beispiel telefonische Bestellungen sowie Details zum Ablauf bei Retouren, finden Sie hier.

Für Ihre Käufer hat diese Variante der Online-Bezahlsysteme den Vorteil, dass sie keine Kontoverbindungen oder Kreditkarteninformation preisgeben.  Der Nachteil ist, dass sie in Vorlage gehen müssen. Also zahlen, bevor die Bestellung da ist. Ihnen als Händler verspricht der Anbieter eine Zahlungsgarantie.

Weiterführende Links:

  • Endlich Schluss mit der Zettelwirtschaft: Debitoor ist ein kostenloses Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm, mit dem Sie Ihre Online-Rechnung erstellen und bequem per E-Mail verschicken.
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