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Computermaus: Der Cursor verrät Ihre Stimmung

Neue Funktion für die Computermaus: Sie zeigt die Stimmungslage von PC-Nutzern an. Denn je nach Laune bewegen die das Eingabegerät anders. Diese Erkenntnis soll helfen, Webseiten besser zu gestalten.
Computermaus: Der Cursor verrät Ihre Stimmung Wer genervt oder frustiert ist, bewegt seine Computermaus ruckartig und langsam. (© 2016 wavebreakmedia/Shutterstock)

Gute Laune, schlechte Laune – der Cursor zeigt es an

Die Computermaus ist ab sofort auch ein Stimmungsbarometer. Die Menschenkenntnis verleiht ihr eine Software, die Forscher der Universität Duisburg-Essen ausgetüftelt haben. Dahinter steckt ihre Erkenntnis, dass PC-Nutzer das Eingabegerät abhängig von ihrer Gefühlslage bewegen – also je nach Lust und Laune. Beispiel: Wer verärgert ist, führt seine Computermaus ruckartiger und langsamer.

Ihre These haben BWL-Professor Dr. Martin Thomas Hibbeln und seine Kollegen erfolgreich auf die Probe gestellt. Dazu malträtierten sie die Teilnehmer an einem Intelligenztest mit sich zäh aufbauenden Webseiten. Die Manipulationen führten dazu, dass den ahnungslosen und zunehmend genervten Teilnehmern wegen ihrer notgedrungen langsamen Beantwortung der Fragen eine unterdurchschnittliche Geistesleistung bescheinigt wurde. Die deshalb ziemlich frustierte Gruppe bekam eine zweite Chance.

Ärger macht die Maus langsamer

Das Ergebnis war interessant. Professor Hibbeln: "Wenn sie gelassen gewesen wären, hätten sie den Cursor in geraden oder leicht gekrümmten Kurven bewegt. Aber sie haben die Maus eckig und abrupt geführt und – was uns erstaunt hat – langsamer anstatt schneller.“ Und das im Gegensatz zu einer Vergleichsgruppe, die die Aufgaben parallel absolvierte.

Mousetracking verbessert den Online-Shop

Aber was bringt diese Beobachtung? Hibbeln sieht zum Beispiel Einsatzmöglichkeiten für Online-Shops:

"Ist ein Käufer frustriert, weil er mit der Bedienung der Website nicht klar kommt oder weil er ein gesuchtes Produkt nicht findet, wird er wahrscheinlich die Seiten verlassen. Für den Shop-Betreiber wäre es hilfreich, automatisiert zu erkennen, an welchem Punkt das geschieht.“

Mousetracking ist also ein Mittel für Händler, ihre Webseite zu verbessern. Nutzen könnte die verräterische Computermaus auch Versicherungen, um online gemeldete Schadensfälle als Betrug zu entlarven. Denn "wer nicht wahrheitsgemäß auf eine Ja/Nein-Frage antwortet, verrät sich meist durch eine unbewusste Mausbewegung."

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Computermaus: Der Cursor verrät Ihre Stimmung Wer genervt oder frustiert ist, bewegt seine Computermaus ruckartig und langsam. (© 2016 wavebreakmedia/Shutterstock)

Gute Laune, schlechte Laune – der Cursor zeigt es an

Die Computermaus ist ab sofort auch ein Stimmungsbarometer. Die Menschenkenntnis verleiht ihr eine Software, die Forscher der Universität Duisburg-Essen ausgetüftelt haben. Dahinter steckt ihre Erkenntnis, dass PC-Nutzer das Eingabegerät abhängig von ihrer Gefühlslage bewegen – also je nach Lust und Laune. Beispiel: Wer verärgert ist, führt seine Computermaus ruckartiger und langsamer.

Ihre These haben BWL-Professor Dr. Martin Thomas Hibbeln und seine Kollegen erfolgreich auf die Probe gestellt. Dazu malträtierten sie die Teilnehmer an einem Intelligenztest mit sich zäh aufbauenden Webseiten. Die Manipulationen führten dazu, dass den ahnungslosen und zunehmend genervten Teilnehmern wegen ihrer notgedrungen langsamen Beantwortung der Fragen eine unterdurchschnittliche Geistesleistung bescheinigt wurde. Die deshalb ziemlich frustierte Gruppe bekam eine zweite Chance.

Ärger macht die Maus langsamer

Das Ergebnis war interessant. Professor Hibbeln: "Wenn sie gelassen gewesen wären, hätten sie den Cursor in geraden oder leicht gekrümmten Kurven bewegt. Aber sie haben die Maus eckig und abrupt geführt und – was uns erstaunt hat – langsamer anstatt schneller.“ Und das im Gegensatz zu einer Vergleichsgruppe, die die Aufgaben parallel absolvierte.

Mousetracking verbessert den Online-Shop

Aber was bringt diese Beobachtung? Hibbeln sieht zum Beispiel Einsatzmöglichkeiten für Online-Shops:

"Ist ein Käufer frustriert, weil er mit der Bedienung der Website nicht klar kommt oder weil er ein gesuchtes Produkt nicht findet, wird er wahrscheinlich die Seiten verlassen. Für den Shop-Betreiber wäre es hilfreich, automatisiert zu erkennen, an welchem Punkt das geschieht.“

Mousetracking ist also ein Mittel für Händler, ihre Webseite zu verbessern. Nutzen könnte die verräterische Computermaus auch Versicherungen, um online gemeldete Schadensfälle als Betrug zu entlarven. Denn "wer nicht wahrheitsgemäß auf eine Ja/Nein-Frage antwortet, verrät sich meist durch eine unbewusste Mausbewegung."

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