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Gratis WLAN in der Bahn: Nach 200 MByte wird's langsamer

Die Freude über gratis WLAN in der Bahn währt nicht ewig, denn nach verbrauchten 200 Megabyte wird die kostenlose Nutzung in der zweiten Klasse gedrosselt. Damit seien die meisten Fahrgäste gut bedient, meint der Konzern selbst. Nur Filme ließen sich nicht mit dem limitierten WLAN-Angebot im Zug anschauen.
Gratis WLAN in der Bahn: Nach 200 MByte wird's langsamer Die kostenlose WLAN-Versorgung in der Bahn ist limitiert. (© 2016 M DOGAN/Shutterstock)

WLAN in der Bahn: Für 80 Prozent der Fahrgäste reicht das Datenlimit

200 Megabyte – dieser Wert markiert künftig, wie viel Datenvolumen ein Fahrgast der 2. Klasse kostenlos verbrauchen kann. Überschreitet er die Grenze innerhalb von 24 Stunden, wird die gratis WLAN-Versorgung gedrosselt, erklärt Birgit Bohle, Vorstandssitzende DB Fernverkehr, wie unter anderem "Golem" berichtet. Wie schnell oder langsam Bahnreisende nach der Drosselung surfen können, verriet sie nicht. Lediglich, dass der Wert weit über dem des Konkurrenten Lufthansa liege, also mehr als 128 Kilobit pro Sekunde beträgt.

Einen Film könnten Nutzer über das begrenzte WLAN in der Bahn nicht gucken. Es sei denn, sie nutzten das Videoportal "Maxdome". Der Partner der Deutschen Bahn stellt 50 Filme kostenlos zur Verfügung. Diese werden im Zug gehostet.

Die Beschränkung gilt pro Endgerät. Marketingvorstand Michael Peterson kommentiert:

"Mit 200 MByte können wir über 80 Prozent der Bedürfnisse der Fahrgäste der 2. Klasse auch befriedigen. Wir müssen aber abschneiden, denn 8 Prozent der Kunden verursachen mehr als 50 Prozent des Datenverkehrs."

In der ersten Klasse gebe es kein Datenlimit. Allerdings werde auch dort eine Beschränkung geprüft, wenn einzelne Nutzer besonders viel Volumen verbrauchen, erklärt Peterson weiter.

Stabilsierung der Funktechnik hat Priorität

Weiterhin sei eine Speed-on-Funktion für 2017 ein Thema. Wichtiger als der Zukauf von Datenvolumen sei allerdings, Stabilität ins Netz zu kriegen, meint Karsten Kemeter, Leiter Produktmanagement ICE/IC DB Fernverkehr. Die Deutsche Bahn lässt sich das Projekt einiges kosten: 120 Millionen Euro sollen dafür in den nächsten drei Jahren investiert werden. Die technische Ausführung übernehme die schwedische Firma Icomera, die ein Multi-Provider-System in den Zügen installieren soll. Die WLAN-Versorgung übernimmt unter anderem die Deutsche Telekom. Um das Netz zu entlasten, soll es für jeden einzelnen Wagen WLAN im Zug geben.

Weiterführende Links:

  • Weitere Informationen zur Stabilisierung des Mobilfunkempfangs und WLAN in der Bahn, lesen Sie im mDM-Beitrag.
  • 24 Stunden – mehr Vorwarnzeit gibt es meistens nicht vor Bahnstreiks. Das ist knapp, vor allem für Geschäftsreisende mit wichtigen Terminen am nächsten Tag. Was Sie tun können, wenn die Bahn streikt.
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Gratis WLAN in der Bahn: Nach 200 MByte wird's langsamer Die kostenlose WLAN-Versorgung in der Bahn ist limitiert. (© 2016 M DOGAN/Shutterstock)

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200 Megabyte – dieser Wert markiert künftig, wie viel Datenvolumen ein Fahrgast der 2. Klasse kostenlos verbrauchen kann. Überschreitet er die Grenze innerhalb von 24 Stunden, wird die gratis WLAN-Versorgung gedrosselt, erklärt Birgit Bohle, Vorstandssitzende DB Fernverkehr, wie unter anderem "Golem" berichtet. Wie schnell oder langsam Bahnreisende nach der Drosselung surfen können, verriet sie nicht. Lediglich, dass der Wert weit über dem des Konkurrenten Lufthansa liege, also mehr als 128 Kilobit pro Sekunde beträgt.

Einen Film könnten Nutzer über das begrenzte WLAN in der Bahn nicht gucken. Es sei denn, sie nutzten das Videoportal "Maxdome". Der Partner der Deutschen Bahn stellt 50 Filme kostenlos zur Verfügung. Diese werden im Zug gehostet.

Die Beschränkung gilt pro Endgerät. Marketingvorstand Michael Peterson kommentiert:

"Mit 200 MByte können wir über 80 Prozent der Bedürfnisse der Fahrgäste der 2. Klasse auch befriedigen. Wir müssen aber abschneiden, denn 8 Prozent der Kunden verursachen mehr als 50 Prozent des Datenverkehrs."

In der ersten Klasse gebe es kein Datenlimit. Allerdings werde auch dort eine Beschränkung geprüft, wenn einzelne Nutzer besonders viel Volumen verbrauchen, erklärt Peterson weiter.

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Weiterhin sei eine Speed-on-Funktion für 2017 ein Thema. Wichtiger als der Zukauf von Datenvolumen sei allerdings, Stabilität ins Netz zu kriegen, meint Karsten Kemeter, Leiter Produktmanagement ICE/IC DB Fernverkehr. Die Deutsche Bahn lässt sich das Projekt einiges kosten: 120 Millionen Euro sollen dafür in den nächsten drei Jahren investiert werden. Die technische Ausführung übernehme die schwedische Firma Icomera, die ein Multi-Provider-System in den Zügen installieren soll. Die WLAN-Versorgung übernimmt unter anderem die Deutsche Telekom. Um das Netz zu entlasten, soll es für jeden einzelnen Wagen WLAN im Zug geben.

Weiterführende Links:

  • Weitere Informationen zur Stabilisierung des Mobilfunkempfangs und WLAN in der Bahn, lesen Sie im mDM-Beitrag.
  • 24 Stunden – mehr Vorwarnzeit gibt es meistens nicht vor Bahnstreiks. Das ist knapp, vor allem für Geschäftsreisende mit wichtigen Terminen am nächsten Tag. Was Sie tun können, wenn die Bahn streikt.
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