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Monitor kalibrieren: 4 Tipps für die optimale Farbgebung

Beste Darstellung: Hin und wieder sollten auch Laien ihren Monitor kalibrieren. Vor dem Druck hochauflösender Fotos ist der Schritt obligatorisch. Doch auch Geschäftsberichten, Präsentationen und Infografiken sehen besser aus – denn Farben auf einem Bildschirm sind nicht gleichzusetzen mit denen auf einem Printer.
Monitor kalibrieren: 4 Tipps für die optimale Farbgebung Alles zu sehen? Besonders bevor Sie Fotos ausdrucken, sollten Sie Ihren Monitor kalibrieren. (© 2016 wavebreakmedia/Shutterstock)

1. Farbe richtig einstellen

Wenn Sie auf das Fotopapier genau das gedruckt bekommen wollen, was auf Ihrem Monitor angezeigt wird, werden Sie nicht umhinkommen, die Farben richtig zu kalibrieren. Dazu sollten Sie über die beiden Farbräume Bescheid wissen:

  • RGB. Das steht für Rot, Grün, Blau und ist eine additive Farbmischung. Alle drei Grundfarben zusammengemischt ergeben die Farbe Weiß und genau so arbeiten Monitore.
  • CMYK. Die Abkürzung steht für Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key. Hier handelt es sich um eine subtraktive Farbmischung, das heißt, der Mix ergibt zusammen schwarz. Die Tinte in Ihrem Drucker funktioniert beispielsweise mit diesem System.

Diese beiden Räume werden jeweils mit bestimmten Zahlenwerten dargestellt, damit Bildschirm und Ausdruck schließlich gleich aussehen, müssen diese aufeinander abgestimmt sein. Dazu nutzen Sie Farbprofile oder genauer gesagt ein Quellprofil und ein Zielprofil. In der Praxis ganz einfach Bildschirm und Foto. Sie messen dazu zunächst die erste Zahl, hinterlegen diese und verwenden diese Berechnung als Grundlage für ein Profil.

2. Helligkeit prüfen und korrigieren

Als Nächstes zu den Helligkeitswerten: Um Ihren Monitor richtig zu kalibrieren, ist es sinnvoll, das Gerät zuerst auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Jetzt können Sie den Farbraum linearisieren, dadurch verteilen Sie die Graustufen gleichmäßig. Durch das Reset werden zudem alle Zusatzeinstellungen deaktiviert, die den optischen Genuss trüben. Zu viel Blau oder ein verfälschtes Bild sind beispielsweise auf Dauer anstrengend.

Alle gängigen Betriebssysteme haben zudem ein entsprechendes Programm vorinstalliert. Aber auch in diesem Schritt ist es sinnvoll, die Helligkeit und die Farbtemperatur noch einmal mit einer speziellen Hard- oder Software zu messen.

3. Mit Testbildern richtig kalibrieren

Eine recht einfache Variante, Ihren Monitor zu kalibrieren, sind Testbilder: Sie sehen auf den meisten Abbildungen Zahlen, Muster oder Buchstaben. Und was fangen Sie damit an?

Öffnen Sie die Bilddatei und folgen Sie den Vorgaben auf der Darstellung. Beispielsweise werden Sie gebeten, die Helligkeit so lange zu verändern, bis bestimmte Zahlen oder Buchstaben sichtbar werden. Damit stellen Sie im Prinzip Ihren Schwarzpunkt ein – denn ist dieser Wert größer als Null, werden die Pixel auf dem Monitor nicht mehr differenzierbar.

Diese sehr einfache Methode hat allerdings einen Nachteil: Sie verlassen sich bei der Kalibrierung auf Ihre Augen, was unter Umständen subjektive und damit ungenaue Ergebnisse liefern kann.

4. Software und Hardware helfen beim Justieren

Wie bereits erwähnt, bieten einige Betriebssysteme von Haus aus eine Software, um Monitore zu kalibrieren. Auf der Supportseite von Microsoft finden Sie beispielsweise dazu eine Anleitung. Darüber hinaus funktioniert das richtige Einstellen auch über Grafikkartenprogramme, die es zusammen mit den Treibern gibt.

Ihren Monitor kalibrieren Sie aber am effektivsten mit spezieller Hardware. Solche Geräte heißen Colorimeter, damit werden Farbtemperatur, Helligkeit und alle anderen Werte genau ausgemessen. Solche Apparate werden beispielsweise auf die Vorderseite des Bildschirms gehängt. Günstige Varianten gibt es ab 50 Euro, es kann allerdings auch richtig teuer werden.

Zum Schluss noch ein Tipp: Damit die Ergebnisse gleichbleibend gut sind, nutzen Sie jeweils einen Drucker und einen Bildschirm zusammen. So müssen Sie nicht ständig nachjustieren.

Weiterführende Links:

  • Wie Sie Ihren Bildschirm richtig einstellen, weiß auch "Chip".
  • Wenn Sie Ihren Monitor kalibrieren, ist es unter Umständen sinnvoll, auf die Ergonomie Ihres Arbeitsplatzes zu achten – "Haufe" hat ein paar Tipps zusammengestellt.
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Monitor kalibrieren: 4 Tipps für die optimale Farbgebung

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Monitor kalibrieren: 4 Tipps für die optimale Farbgebung Alles zu sehen? Besonders bevor Sie Fotos ausdrucken, sollten Sie Ihren Monitor kalibrieren. (© 2016 wavebreakmedia/Shutterstock)

1. Farbe richtig einstellen

Wenn Sie auf das Fotopapier genau das gedruckt bekommen wollen, was auf Ihrem Monitor angezeigt wird, werden Sie nicht umhinkommen, die Farben richtig zu kalibrieren. Dazu sollten Sie über die beiden Farbräume Bescheid wissen:

  • RGB. Das steht für Rot, Grün, Blau und ist eine additive Farbmischung. Alle drei Grundfarben zusammengemischt ergeben die Farbe Weiß und genau so arbeiten Monitore.
  • CMYK. Die Abkürzung steht für Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key. Hier handelt es sich um eine subtraktive Farbmischung, das heißt, der Mix ergibt zusammen schwarz. Die Tinte in Ihrem Drucker funktioniert beispielsweise mit diesem System.

Diese beiden Räume werden jeweils mit bestimmten Zahlenwerten dargestellt, damit Bildschirm und Ausdruck schließlich gleich aussehen, müssen diese aufeinander abgestimmt sein. Dazu nutzen Sie Farbprofile oder genauer gesagt ein Quellprofil und ein Zielprofil. In der Praxis ganz einfach Bildschirm und Foto. Sie messen dazu zunächst die erste Zahl, hinterlegen diese und verwenden diese Berechnung als Grundlage für ein Profil.

2. Helligkeit prüfen und korrigieren

Als Nächstes zu den Helligkeitswerten: Um Ihren Monitor richtig zu kalibrieren, ist es sinnvoll, das Gerät zuerst auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Jetzt können Sie den Farbraum linearisieren, dadurch verteilen Sie die Graustufen gleichmäßig. Durch das Reset werden zudem alle Zusatzeinstellungen deaktiviert, die den optischen Genuss trüben. Zu viel Blau oder ein verfälschtes Bild sind beispielsweise auf Dauer anstrengend.

Alle gängigen Betriebssysteme haben zudem ein entsprechendes Programm vorinstalliert. Aber auch in diesem Schritt ist es sinnvoll, die Helligkeit und die Farbtemperatur noch einmal mit einer speziellen Hard- oder Software zu messen.

3. Mit Testbildern richtig kalibrieren

Eine recht einfache Variante, Ihren Monitor zu kalibrieren, sind Testbilder: Sie sehen auf den meisten Abbildungen Zahlen, Muster oder Buchstaben. Und was fangen Sie damit an?

Öffnen Sie die Bilddatei und folgen Sie den Vorgaben auf der Darstellung. Beispielsweise werden Sie gebeten, die Helligkeit so lange zu verändern, bis bestimmte Zahlen oder Buchstaben sichtbar werden. Damit stellen Sie im Prinzip Ihren Schwarzpunkt ein – denn ist dieser Wert größer als Null, werden die Pixel auf dem Monitor nicht mehr differenzierbar.

Diese sehr einfache Methode hat allerdings einen Nachteil: Sie verlassen sich bei der Kalibrierung auf Ihre Augen, was unter Umständen subjektive und damit ungenaue Ergebnisse liefern kann.

4. Software und Hardware helfen beim Justieren

Wie bereits erwähnt, bieten einige Betriebssysteme von Haus aus eine Software, um Monitore zu kalibrieren. Auf der Supportseite von Microsoft finden Sie beispielsweise dazu eine Anleitung. Darüber hinaus funktioniert das richtige Einstellen auch über Grafikkartenprogramme, die es zusammen mit den Treibern gibt.

Ihren Monitor kalibrieren Sie aber am effektivsten mit spezieller Hardware. Solche Geräte heißen Colorimeter, damit werden Farbtemperatur, Helligkeit und alle anderen Werte genau ausgemessen. Solche Apparate werden beispielsweise auf die Vorderseite des Bildschirms gehängt. Günstige Varianten gibt es ab 50 Euro, es kann allerdings auch richtig teuer werden.

Zum Schluss noch ein Tipp: Damit die Ergebnisse gleichbleibend gut sind, nutzen Sie jeweils einen Drucker und einen Bildschirm zusammen. So müssen Sie nicht ständig nachjustieren.

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  • Wie Sie Ihren Bildschirm richtig einstellen, weiß auch "Chip".
  • Wenn Sie Ihren Monitor kalibrieren, ist es unter Umständen sinnvoll, auf die Ergonomie Ihres Arbeitsplatzes zu achten – "Haufe" hat ein paar Tipps zusammengestellt.
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