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Router einrichten: 7 grundlegende Tipps für mehr Sicherheit

Bis hierher und nicht weiter: Die Sicherheit von Daten ist elementar, wenn Sie einen Router einrichten für den drahtlosen Zugang zum Internet. Konfigurieren Sie Ihr WLAN-Netz so, dass digitale Raubritter keinen Zugriff haben. Oder schalten Sie es einfach mal ab ...
Router einrichten: 7 grundlegende Tipps für mehr Sicherheit Seien Sie gut gewappnet gegen Datenklau und Spionage. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dafür den Router einrichten. (© 2016 v/Shutterstock)

Router einrichten: Firmware aktualisieren

Die Grundvoraussetzung für ein möglichst undurchlässiges WLAN-Netz ist die jeweils neueste Firmware für Ihren Router, weil die ihn unter anderem mit frischen Sicherheits-Updates des Herstellers versorgt. Die Aktualisierung konfigurieren Sie mit wenigen Klicks über die Browser-Oberfläche des Geräts. Die entsprechende IP-Adresse beziehungsweise URL über die Sie die öffnen, verrät Ihnen ein Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Routers.

Router einrichten: SSID ändern

Das ist schon mal gut: Ab Werk haben sämtliche Netzwerkgeräte ein Kennwort. Weniger gut ist aber, dass das nicht individuell ist. Heißt, jedes Modell der Reihe erhält vom Hersteller standardmäßig denselben Code. Bei Routern verhält es sich nicht anders. Sie sind analog mit einer identischen SSID (SSID = Service Set Identifier) ausgestattet. Das macht es Hackern natürlich besonders leicht, sie zu entern. Deshalb ist es ratsam, die am Fließband vergebenen Kennwörter und SSID zu ersetzen. Am besten durch eine bunt zusammengewürfelte Kombination aus kleinen und großen Buchstaben, Zahlen, Satz- sowie Sonderzeichen.

Router einrichten: WPS-Autokonfiguration abschalten

Das Wifi Protected Setup, kurz WPS, ist im Grunde ein feine Sache. Es erlaubt nämlich eine WLAN-Verbindung zwischen Ihrem Router und einem anderen Gerät (Computer, Drucker etc.) zu konfigurieren, ohne dass Sie dafür ein kompliziertes Passwort eingeben müssen. Das gelingt auf zwei Arten. Zum einen mit der "Push Button Configuration" (PBC), bei der per Taste am Router der Kontakt geknüpft wird. Zum anderen mit der PIN-Methode. Hier läuft die Autorisierung über einen kurzen Zahlencode. Und genau an dieser Stelle können Hacker Ihr Netz knacken – einfach durch Ausprobieren, denn der Code ist nicht sehr kompliziert. Deshalb sollten Sie die WPS-Funktion sicherheitshalber komplett abschalten. Ob und wie das funktioniert, hängt vom verwendeten Router-Modell ab.

Router einrichten: WPA2-Verschlüsselung mit AES verwenden

Die derzeit sicherste Verschlüsselung bei der Datenübermittlung in einem drahtlosen Netzwerk heißt WPA2 und arbeitet mit dem AES-Codeverfahren. Allerdings verwenden manche Router standardmäßig die ältere WPA-Version, obwohl sie auch die neue Methode beherrschen. Konfigurieren Sie in diesen Fällen die Einstellung auf WPA2 um. Hinweis: Das ist nur sinnvoll, wenn alle Geräte in Ihrem Netzwerk diese Verschlüsselungsmethode verstehen. Ältere Modelle tun das oft nicht. Dann müssen Sie entscheiden, ob Sie die weiter betreiben oder gegen modernere Exemplare austauschen.

Router einrichten: MAC-Adressen kontrollieren

Jeder Rechner hat einen digitalen Personalausweis, genannt MAC-Adresse (Media Access Control). Damit legitimiert er sich unter anderem gegenüber Ihrem WLAN-Netz. Aber nur, wenn Sie das wollen. Wie ein Türsteher den Zutritt in die Disco regelt, so konfigurieren Sie auf Wunsch, welcher Computer am drahtlosen Datenaustausch teilhaben darf. Dafür richten Sie am Router einen Filter ein, der nur von Ihnen autorisierte MAC-Adressen akzeptiert. Wie Sie diese finden, beschreibt beispielsweise "T-online".

Router einrichten: Reichweite beschränken

Die Reichweite Ihres Routers ist möglicherweise größer, als Ihnen bewusst ist. Das könnte zum Sicherheitsproblem werden, denn mit dem Einzugsbereich Ihres WLAN-Netzes wächst auch die Anzahl potenzieller Zaungäste. Machen Sie einfach mal die Probe aufs Exempel. Verbinden Sie also ein Notebook mit Ihrem Drahtlos-Netzwerk und schreiten Sie damit Ihr Büro oder Ihren Betrieb ab. Behalten Sie dabei immer wieder die Anzeige für den WLAN-Empfang im Blick. Ist die auf Null gesunken beziehungsweise der Internetverkehr abgebrochen, bewegen Sie sich jenseits der Reichweite Ihres Routers. Falls das erst außerhalb Ihrer Räumlichkeiten der Fall ist, sollten Sie die Sendeleistung des Routers beschneiden. Entweder indem Sie ihn entsprechend konfigurieren oder seinen Standort ändern.

Router einrichten: WLAN zeitweilig abschalten

Zum Schluss ein simpler, aber wirksamer Tipp: Schalten Sie Ihr WLAN-Netz einfach ab, wenn es nicht gebraucht wird. Je nach Gerät deaktivieren Sie es mit einem Schalter am Gehäuse oder konfigurieren die vorübergehende Auszeit über das Browser-Menü. Sinnvoll ist so eine Sendepause beispielsweise nachts.

Zusammenfassung: Der drahtlose Zugang zum Internet ist praktisch und komfortabel. Und verführerisch für Datendiebe, denn die können unter Umständen sogar von außerhalb auf Ihr WLAN-Netz zugreifen. Deshalb sollten Sie die genannten Hinweise beherzigen, Ihren Router entsprechend konfigurieren und so die Gefahr digitaler Raubzüge einschränken. Vertiefende Erläuterungen sowie weitere Tipps zu Abwehrmaßnahmen finden Sie unter anderem beim "PC-Magazin" und "Computerbetrug.de".

Weiterführende Links:

  • Ideal für Cafés, aber auch Geschäfte: ein WLAN-Hotspot für Kunden. Die schätzen den kostenlosen Zugang ins Internet als guten und stressfreien Service.
  •  Wenn das Internet per Funk lahmt, können schon ein paar beherzigte Tipps Ihr WLAN schneller machen.
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Router einrichten: 7 grundlegende Tipps für mehr Sicherheit Seien Sie gut gewappnet gegen Datenklau und Spionage. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dafür den Router einrichten. (© 2016 v/Shutterstock)

Router einrichten: Firmware aktualisieren

Die Grundvoraussetzung für ein möglichst undurchlässiges WLAN-Netz ist die jeweils neueste Firmware für Ihren Router, weil die ihn unter anderem mit frischen Sicherheits-Updates des Herstellers versorgt. Die Aktualisierung konfigurieren Sie mit wenigen Klicks über die Browser-Oberfläche des Geräts. Die entsprechende IP-Adresse beziehungsweise URL über die Sie die öffnen, verrät Ihnen ein Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Routers.

Router einrichten: SSID ändern

Das ist schon mal gut: Ab Werk haben sämtliche Netzwerkgeräte ein Kennwort. Weniger gut ist aber, dass das nicht individuell ist. Heißt, jedes Modell der Reihe erhält vom Hersteller standardmäßig denselben Code. Bei Routern verhält es sich nicht anders. Sie sind analog mit einer identischen SSID (SSID = Service Set Identifier) ausgestattet. Das macht es Hackern natürlich besonders leicht, sie zu entern. Deshalb ist es ratsam, die am Fließband vergebenen Kennwörter und SSID zu ersetzen. Am besten durch eine bunt zusammengewürfelte Kombination aus kleinen und großen Buchstaben, Zahlen, Satz- sowie Sonderzeichen.

Router einrichten: WPS-Autokonfiguration abschalten

Das Wifi Protected Setup, kurz WPS, ist im Grunde ein feine Sache. Es erlaubt nämlich eine WLAN-Verbindung zwischen Ihrem Router und einem anderen Gerät (Computer, Drucker etc.) zu konfigurieren, ohne dass Sie dafür ein kompliziertes Passwort eingeben müssen. Das gelingt auf zwei Arten. Zum einen mit der "Push Button Configuration" (PBC), bei der per Taste am Router der Kontakt geknüpft wird. Zum anderen mit der PIN-Methode. Hier läuft die Autorisierung über einen kurzen Zahlencode. Und genau an dieser Stelle können Hacker Ihr Netz knacken – einfach durch Ausprobieren, denn der Code ist nicht sehr kompliziert. Deshalb sollten Sie die WPS-Funktion sicherheitshalber komplett abschalten. Ob und wie das funktioniert, hängt vom verwendeten Router-Modell ab.

Router einrichten: WPA2-Verschlüsselung mit AES verwenden

Die derzeit sicherste Verschlüsselung bei der Datenübermittlung in einem drahtlosen Netzwerk heißt WPA2 und arbeitet mit dem AES-Codeverfahren. Allerdings verwenden manche Router standardmäßig die ältere WPA-Version, obwohl sie auch die neue Methode beherrschen. Konfigurieren Sie in diesen Fällen die Einstellung auf WPA2 um. Hinweis: Das ist nur sinnvoll, wenn alle Geräte in Ihrem Netzwerk diese Verschlüsselungsmethode verstehen. Ältere Modelle tun das oft nicht. Dann müssen Sie entscheiden, ob Sie die weiter betreiben oder gegen modernere Exemplare austauschen.

Router einrichten: MAC-Adressen kontrollieren

Jeder Rechner hat einen digitalen Personalausweis, genannt MAC-Adresse (Media Access Control). Damit legitimiert er sich unter anderem gegenüber Ihrem WLAN-Netz. Aber nur, wenn Sie das wollen. Wie ein Türsteher den Zutritt in die Disco regelt, so konfigurieren Sie auf Wunsch, welcher Computer am drahtlosen Datenaustausch teilhaben darf. Dafür richten Sie am Router einen Filter ein, der nur von Ihnen autorisierte MAC-Adressen akzeptiert. Wie Sie diese finden, beschreibt beispielsweise "T-online".

Router einrichten: Reichweite beschränken

Die Reichweite Ihres Routers ist möglicherweise größer, als Ihnen bewusst ist. Das könnte zum Sicherheitsproblem werden, denn mit dem Einzugsbereich Ihres WLAN-Netzes wächst auch die Anzahl potenzieller Zaungäste. Machen Sie einfach mal die Probe aufs Exempel. Verbinden Sie also ein Notebook mit Ihrem Drahtlos-Netzwerk und schreiten Sie damit Ihr Büro oder Ihren Betrieb ab. Behalten Sie dabei immer wieder die Anzeige für den WLAN-Empfang im Blick. Ist die auf Null gesunken beziehungsweise der Internetverkehr abgebrochen, bewegen Sie sich jenseits der Reichweite Ihres Routers. Falls das erst außerhalb Ihrer Räumlichkeiten der Fall ist, sollten Sie die Sendeleistung des Routers beschneiden. Entweder indem Sie ihn entsprechend konfigurieren oder seinen Standort ändern.

Router einrichten: WLAN zeitweilig abschalten

Zum Schluss ein simpler, aber wirksamer Tipp: Schalten Sie Ihr WLAN-Netz einfach ab, wenn es nicht gebraucht wird. Je nach Gerät deaktivieren Sie es mit einem Schalter am Gehäuse oder konfigurieren die vorübergehende Auszeit über das Browser-Menü. Sinnvoll ist so eine Sendepause beispielsweise nachts.

Zusammenfassung: Der drahtlose Zugang zum Internet ist praktisch und komfortabel. Und verführerisch für Datendiebe, denn die können unter Umständen sogar von außerhalb auf Ihr WLAN-Netz zugreifen. Deshalb sollten Sie die genannten Hinweise beherzigen, Ihren Router entsprechend konfigurieren und so die Gefahr digitaler Raubzüge einschränken. Vertiefende Erläuterungen sowie weitere Tipps zu Abwehrmaßnahmen finden Sie unter anderem beim "PC-Magazin" und "Computerbetrug.de".

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