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Surfen im Ausland: Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen

Chefs sind im digitalen Alltag ständig vernetzt und komfortables Surfen im Ausland gehört dazu. Offene WLAN-Hotspots sind zwar praktisch, bergen allerdings ein gewisses Risiko. Wir zeigen, wie Ihre Daten auf der Geschäftsreise sicher bleiben.
Surfen im Ausland: Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen Surfen im Ausland ist kein Problem mehr – dennoch gibt es bei der Reise in ein anderes Land ein paar wichtige Sicherheitsregeln zu beachten. (© 2016 KieferPix/Shutterstock)

Ab ins Netz: Unterwegs sicher surfen

Surfen im Ausland ist im Grunde kein Problem mehr: Wenn Sie in Bali am Strand liegen, checken Sie Ihre E-Mails meistens genauso leicht, wie in Kopenhagen oder Moskau. Bevor der Businesstrip startet, sollten Sie aber einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, denn Geschäftsdaten müssen besonders geschützt werden.

Was Ihnen alles abhandenkommen kann, liegt auf der Hand:

  • Kreditkarteninformationen
  • Onlinebankingzugänge
  • Passwörter für Ihre E-Mail- und Social-Media-Accounts
  • Daten aus der Cloud

Vor allem WLAN-Hotspots an Flughäfen, Bahnhöfen, Cafés und in Hotels können unsicher sein. Warum?

  • Selbst wenn der Internetzugangspunkt mit einem Passwort gesichert ist, reicht es meistens nicht – den bekommen beispielsweise in Hotels alle Gäste an der Rezeption.
  • Die Knotenpunkte können sogar gefälscht werden, dazu richten Cyberkriminelle einfach einen eigenen Hotspot mit dem gleichen offiziellen Namen ein und warten auf arglose Opfer.

Internet im Ausland: Mit dem Tablet oder Laptop unterwegs

Surfen Sie im Ausland zum Beispiel mit Ihrem Tablet oder Laptop, gibt es ein paar einfache Sicherheitskniffe, die Sie gleich von Anfang an schützen – die Maßnahmen bringen Sie noch im heimischen Büro auf den Weg:

  • Grundlegend ist die Einrichtung eines Nutzerkontos mit Passwort auf Ihrem Gerät. Damit können die digitalen Arbeitsgeräte nicht von jedem benutzt werden.
  • Installieren Sie auf jeden Fall eine Firewall und verbieten Sie den manuellen Zugriff auf WLAN-Hotspots – Ihr Rechner wählt sich nun nicht mehr automatisch ein.
  • Halten Sie Ihr Betriebssystem, die Firewall, das Antivirenprogramm, den Browser und alle Ihre Programme immer auf dem neuesten Stand. Malware und andere Schadsoftware haben so weniger Chancen.

Soweit die Vorbereitung auf Ihren Trip. Wenn Sie schließlich im Hotel oder am Flughafen sind, gibt es noch weitere Regeln zu beachten:

  • Beim Einwählen entscheiden Sie sich für die maximale Sicherheit. Unter Windows haben Sie beispielsweise die Wahl, die Verbindung als öffentliches Netzwerk zu deklarieren. Nutzen Sie diese Option immer, damit ist Ihr Laptop oder Tablet schließlich auch unsichtbar und wird von anderen Netzteilnehmern nicht gesehen.
  • Verschlüsseln Sie Ihre Verbindung. In der Adresszeile Ihres Browers sollte https stehen, das sichere Hypertext-Übertragungsprotokoll. Dazu gibt es diverse Plugins, die den Informationsaustausch in jedem Fall kodieren durchsuchen Sie dazu die Add-on-Bibliothek Ihres Anbieters.
  • Eine VPN-Verbindung macht die Übertragung von brisanten Geschäftsdaten sicher. In unserem Ratgeber SSL-VPN oder IPsec-VPN: Die Technologien im Vergleich erklären wir Ihnen die Optionen im Detail.

Sind Sie mit dem Surfen fertig, trennen Sie die Verbindung und löschen Sie am besten Ihre Chronik.

WLAN-Hotspot: Sicherheit mit dem Smartphone

Surfen im Ausland wird immer mobiler. Das heißt, Sie müssen auch Ihr Smartphone extra schützen. Was können Sie tun?

  • Genauso wie beim Laptop oder Tablet, richten Sie auch auf Ihrem Telefon ein Passwort ein.
  • Bevor die Geschäftsreise losgeht, ändern Sie prophylaktisch die Passwörter für Ihre Accounts – also E-Mail, Notizen, Cloudzugang und Telefonbuch. Das ist zwar aufwendig, doch dieses Extra an Sicherheit verhindert kostspielige Datenlecks. Um wirklich auf Nummer sicherzugehen, ändern Sie nach dem Trip die Kennwörter ein weiteres Mal.
  • Die meisten Softwarefirmen bieten mittlerweile eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), auch Two-Step-Verification genannt, an. Damit beweisen Sie Ihre Identität in zwei unabhängigen Teilen – Sie brauchen dann nicht nur ein Kennwort, sondern obendrein einen Pin, der Ihnen beispielsweise per SMS geschickt wird. Diese Sicherheitsstufe richten Sie am besten parallel beim Ändern Ihrer Passwörter ein.
  • Darüber hinaus gibt es auch VPN-Lösungen für Smartphones, die Sie sich für die maximale Sicherheit auf dem Businesstrip leisten sollten. In dem Artikel VPN für Android: So wird Ihr Smartphone sicherer erklären wir einige Hintergründe.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Datenroaming: Im Jahr 2017 sollen innerhalb der EU die Roaminggebühren komplett wegfallen – und bereits seit dem 30. April 2016 ist das Surfen im europäischen Ausland kostengünstiger denn je, wie unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" schreibt. Für ankommende Gespräche brauchen Sie zum Beispiel nichts mehr zu bezahlen, der Höchstpreis pro Megabyte Datenvolumen liegt bei 20 Cent.

Weiterführende Links:

  • Welche Sicherheitsapps Ihr Smartphone auch beim Surfen im Ausland gut schützen, hat "Stiftung Wartentest" untersucht.
  • Wie Sie Ihr Hotel-WLAN noch sicherer machen, hat die "Zeit" recherchiert.
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Surfen im Ausland: Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen

Chefs sind im digitalen Alltag ständig vernetzt und komfortables Surfen im Ausland gehört dazu. Offene WLAN-Hotspots sind zwar praktisch, bergen allerdings ein gewisses Risiko. Wir zeigen, wie Ihre Daten auf der Geschäftsreise sicher bleiben.
Surfen im Ausland: Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen Surfen im Ausland ist kein Problem mehr – dennoch gibt es bei der Reise in ein anderes Land ein paar wichtige Sicherheitsregeln zu beachten. (© 2016 KieferPix/Shutterstock)

Ab ins Netz: Unterwegs sicher surfen

Surfen im Ausland ist im Grunde kein Problem mehr: Wenn Sie in Bali am Strand liegen, checken Sie Ihre E-Mails meistens genauso leicht, wie in Kopenhagen oder Moskau. Bevor der Businesstrip startet, sollten Sie aber einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, denn Geschäftsdaten müssen besonders geschützt werden.

Was Ihnen alles abhandenkommen kann, liegt auf der Hand:

  • Kreditkarteninformationen
  • Onlinebankingzugänge
  • Passwörter für Ihre E-Mail- und Social-Media-Accounts
  • Daten aus der Cloud

Vor allem WLAN-Hotspots an Flughäfen, Bahnhöfen, Cafés und in Hotels können unsicher sein. Warum?

  • Selbst wenn der Internetzugangspunkt mit einem Passwort gesichert ist, reicht es meistens nicht – den bekommen beispielsweise in Hotels alle Gäste an der Rezeption.
  • Die Knotenpunkte können sogar gefälscht werden, dazu richten Cyberkriminelle einfach einen eigenen Hotspot mit dem gleichen offiziellen Namen ein und warten auf arglose Opfer.

Internet im Ausland: Mit dem Tablet oder Laptop unterwegs

Surfen Sie im Ausland zum Beispiel mit Ihrem Tablet oder Laptop, gibt es ein paar einfache Sicherheitskniffe, die Sie gleich von Anfang an schützen – die Maßnahmen bringen Sie noch im heimischen Büro auf den Weg:

  • Grundlegend ist die Einrichtung eines Nutzerkontos mit Passwort auf Ihrem Gerät. Damit können die digitalen Arbeitsgeräte nicht von jedem benutzt werden.
  • Installieren Sie auf jeden Fall eine Firewall und verbieten Sie den manuellen Zugriff auf WLAN-Hotspots – Ihr Rechner wählt sich nun nicht mehr automatisch ein.
  • Halten Sie Ihr Betriebssystem, die Firewall, das Antivirenprogramm, den Browser und alle Ihre Programme immer auf dem neuesten Stand. Malware und andere Schadsoftware haben so weniger Chancen.

Soweit die Vorbereitung auf Ihren Trip. Wenn Sie schließlich im Hotel oder am Flughafen sind, gibt es noch weitere Regeln zu beachten:

  • Beim Einwählen entscheiden Sie sich für die maximale Sicherheit. Unter Windows haben Sie beispielsweise die Wahl, die Verbindung als öffentliches Netzwerk zu deklarieren. Nutzen Sie diese Option immer, damit ist Ihr Laptop oder Tablet schließlich auch unsichtbar und wird von anderen Netzteilnehmern nicht gesehen.
  • Verschlüsseln Sie Ihre Verbindung. In der Adresszeile Ihres Browers sollte https stehen, das sichere Hypertext-Übertragungsprotokoll. Dazu gibt es diverse Plugins, die den Informationsaustausch in jedem Fall kodieren durchsuchen Sie dazu die Add-on-Bibliothek Ihres Anbieters.
  • Eine VPN-Verbindung macht die Übertragung von brisanten Geschäftsdaten sicher. In unserem Ratgeber SSL-VPN oder IPsec-VPN: Die Technologien im Vergleich erklären wir Ihnen die Optionen im Detail.

Sind Sie mit dem Surfen fertig, trennen Sie die Verbindung und löschen Sie am besten Ihre Chronik.

WLAN-Hotspot: Sicherheit mit dem Smartphone

Surfen im Ausland wird immer mobiler. Das heißt, Sie müssen auch Ihr Smartphone extra schützen. Was können Sie tun?

  • Genauso wie beim Laptop oder Tablet, richten Sie auch auf Ihrem Telefon ein Passwort ein.
  • Bevor die Geschäftsreise losgeht, ändern Sie prophylaktisch die Passwörter für Ihre Accounts – also E-Mail, Notizen, Cloudzugang und Telefonbuch. Das ist zwar aufwendig, doch dieses Extra an Sicherheit verhindert kostspielige Datenlecks. Um wirklich auf Nummer sicherzugehen, ändern Sie nach dem Trip die Kennwörter ein weiteres Mal.
  • Die meisten Softwarefirmen bieten mittlerweile eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), auch Two-Step-Verification genannt, an. Damit beweisen Sie Ihre Identität in zwei unabhängigen Teilen – Sie brauchen dann nicht nur ein Kennwort, sondern obendrein einen Pin, der Ihnen beispielsweise per SMS geschickt wird. Diese Sicherheitsstufe richten Sie am besten parallel beim Ändern Ihrer Passwörter ein.
  • Darüber hinaus gibt es auch VPN-Lösungen für Smartphones, die Sie sich für die maximale Sicherheit auf dem Businesstrip leisten sollten. In dem Artikel VPN für Android: So wird Ihr Smartphone sicherer erklären wir einige Hintergründe.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Datenroaming: Im Jahr 2017 sollen innerhalb der EU die Roaminggebühren komplett wegfallen – und bereits seit dem 30. April 2016 ist das Surfen im europäischen Ausland kostengünstiger denn je, wie unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" schreibt. Für ankommende Gespräche brauchen Sie zum Beispiel nichts mehr zu bezahlen, der Höchstpreis pro Megabyte Datenvolumen liegt bei 20 Cent.

Weiterführende Links:

  • Welche Sicherheitsapps Ihr Smartphone auch beim Surfen im Ausland gut schützen, hat "Stiftung Wartentest" untersucht.
  • Wie Sie Ihr Hotel-WLAN noch sicherer machen, hat die "Zeit" recherchiert.
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