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WLAN schneller machen: 6 Tipps für den Daten-Turbo

Drahtlos ratlos? Wenn das Internet per Funk lahmt, können schon ein paar beherzigte Tipps Ihr WLAN schneller machen. Mit den richtigen Einstellungen und moderner Technik spurtet das WWW dann bis in den letzten Winkel Ihres Unternehmens.
WLAN schneller machen: 6 Tipps für den Daten-Turbo Kabel kappen ohne Reue: Schon mit ein paar Kniffen lässt sich Ihr WLAN schneller machen. (© 2016 Gunnar Pippel/Shutterstock)

WLAN schneller machen: Der Standort

Entscheidend für eine flotte, drahtlose Datenübermittlung ist der Standort des WLAN-Routers. Wer den nicht an einer günstigen Stelle postiert, wird kaum sein Internet beschleunigen. Zumindest aber verschenkt er wertvolle Sendeleistung. Aber wie finden Sie die optimale Position für den Router? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Platzieren Sie ihn möglichst in der Nähe der gewählten Empfangsgeräte, also Computer, Drucker und so weiter. Oder geben Sie ihm einen zentralen Platz zwischen den Apparaten.
  • Wände vermindern das Sendungsbewußtsein des Routers. Und das besonders, wenn sie auch noch feucht sind.
  • Wählen Sie einen erhöhten Standort.
  • Metall sowie andere Sender bremsen die Übertragungsrate. Achten Sie also darauf, dass der Router Abstand zu Kühlschränken sowie Mikrowellen- oder Bluetooth-Geräten, Schnurlos-Telefonen und Fußbodenheizungen hält.

Eine Antwort auf die Standortfrage geben auch spezialisierte Programme. Lösungen wie der "Ekahau HeatMapper" installieren Sie auf einem Notebook und schreiten damit die betreffenden Räumlichkeiten ab. Dabei misst die Software andauernd die Sendeleistung und kartographiert sozusagen das Terrain. Grün bedeutet guten Empfang, rot schlechten. Das klappt natürlich nur mit einem aktiven WLAN-Router. Und noch ein Tipp: Halten Sie die Firmware Ihres Routers immer auf dem neuesten Stand!

WLAN schneller machen: Die Antennen

Viele Router haben eine verstellbare Antenne oder mehrere. Die sollten Sie zu den gewünschten Empfangsgeräten hin ausrichten. Vor allem, wenn die in verschiedenen Etagen stehen. Beispiel: Hat der Router drei Antennen, dann sollten Sie eine davon nach oben und die beiden anderen jeweils zur Seite richten. Am besten probieren Sie mehrere Positionen aus.

Einige WLAN-Sender erlauben den Anschluss externer Antennen mit zumeist – theoretisch – besserer Leistung.

WLAN schneller machen: Die Repeater

Genügt Ihnen die Reichweite Ihres WLAN-Netzes nicht, dann greifen Sie auf Repeater zurück. Die fangen die Signale des WLAN-Routers auf und leiten sie verstärkt weiter. Damit vergrößern Sie zwar einerseits den Sendebereich, können andererseits aber nicht unbedingt Ihr drahtloses Internet beschleunigen. Denn der Einsatz der Signalverstärker verringert unter Umständen das Übetragungstempo des Sytems. Er sendet und empfängt nämlich nicht gleichzeitig, sondern nur abwechselnd. Und auch bei einem Repeater spielt der Standort eine entscheidende Rolle. Eine weniger kritische, aber nicht drahtlose Alternative sind übrigens Powerline-Adapter, die Daten über das interne Stromnetz schicken.

WLAN schneller machen: Die Funkkanäle

Router schicken Ihre Signale über ganz bestimmte Frequenzbänder, die unterschiedliche Datenübertragungsraten erreichen. Wollen Sie Ihr Internet beschleunigen, wählen Sie tunlichst einen der flotteren Kanäle. Viele Geräte nehmen Ihnen diese Arbeit allerdings automatisch ab oder gewähren über ihre Software Einblick in die Geschwindigkeitslage. Ist weder das eine noch das andere möglich, dann helfen Ihnen Programme wie "inSSIDer" weiter.

Üblicherweise nutzen die meisten drahtlosen Systeme das 2,4 Gigahertz-Frequenzband mit seinen 13 Kanälen. Neuere Geräte senden allerdings auch auf der leistungsfähigeren 5-Gigahertz-Welle, die unter anderem 23 Kanäle bietet. Sie ist das Frequenzband der Wahl, wenn alle Ihre Geräte sich darauf verstehen.

WLAN schneller machen: Die Verschlüsselung

Auch über die Art der verwendeten Verschlüsselung können Sie Ihr Internet beschleunigen. Doch anstatt uns hier über die unterschiedlichen Varianten zu verbreiten, machen wir es kurz: Setzen Sie, sofern technisch möglich, auf den AES (Advanced Encryption Standard). Genauer gesagt, auf WPA2-AES, den alle modernen WLAN-Router unterstützen. Damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen nutzen Sie damit die momentan sicherste Verschlüsselung und zum anderen wird damit die Sendeleistung nicht beschnitten. Das Verfahren TKIP (Temporal Key Integrity Protocol) zum Beispiel regelt das Datentempo auf maximal 54 Mbit/s ab.

WLAN schneller machen: Der Test

Machen Sie nun die Probe aufs Exempel! Ein Tempotest zeigt Ihnen, ob und wenn ja, inwieweit Sie Ihr drahtloses Internet beschleunigen konnten. Dafür stellen Sie eine WLAN-Verbindung zum Beispiel zu "speedtest" her und starten die Gechwindigkeitsüberprüfung. Zur besseren Vergleichbarkeit sollten Sie das gegebenenfalls vor und nach der Neueinrichtung Ihres Netzwerks tun. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, dann haben Sie alles richtig gemacht. Wenn nicht, dann müssen Sie nochmal ran. Vielleicht gibt es aber auch technische Datenbremsen seitens Ihres DSL-Anbieters. Das sollten Sie spätestens jetzt überprüfen.

Weiterführende Links:

  • Weitere Tipps zum Internet beschleunigen per WLAN gibt es bei der "PC-Welt".
  • WLAN ist praktisch, auch für Ihre Kunden. Wollen Sie denen in Ihrem Netz drahtloses Surfen ermöglichen, dann sehen Sie in unserem Video praktische Lösungen für den Mittelstand.
  • Welches Gerät darf es sein? Wir stellen Ihnen 4 WLAN-Router für ein drahtloses Netzwerk vor.
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WLAN schneller machen: 6 Tipps für den Daten-Turbo

Drahtlos ratlos? Wenn das Internet per Funk lahmt, können schon ein paar beherzigte Tipps Ihr WLAN schneller machen. Mit den richtigen Einstellungen und moderner Technik spurtet das WWW dann bis in den letzten Winkel Ihres Unternehmens.
WLAN schneller machen: 6 Tipps für den Daten-Turbo Kabel kappen ohne Reue: Schon mit ein paar Kniffen lässt sich Ihr WLAN schneller machen. (© 2016 Gunnar Pippel/Shutterstock)

WLAN schneller machen: Der Standort

Entscheidend für eine flotte, drahtlose Datenübermittlung ist der Standort des WLAN-Routers. Wer den nicht an einer günstigen Stelle postiert, wird kaum sein Internet beschleunigen. Zumindest aber verschenkt er wertvolle Sendeleistung. Aber wie finden Sie die optimale Position für den Router? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Platzieren Sie ihn möglichst in der Nähe der gewählten Empfangsgeräte, also Computer, Drucker und so weiter. Oder geben Sie ihm einen zentralen Platz zwischen den Apparaten.
  • Wände vermindern das Sendungsbewußtsein des Routers. Und das besonders, wenn sie auch noch feucht sind.
  • Wählen Sie einen erhöhten Standort.
  • Metall sowie andere Sender bremsen die Übertragungsrate. Achten Sie also darauf, dass der Router Abstand zu Kühlschränken sowie Mikrowellen- oder Bluetooth-Geräten, Schnurlos-Telefonen und Fußbodenheizungen hält.

Eine Antwort auf die Standortfrage geben auch spezialisierte Programme. Lösungen wie der "Ekahau HeatMapper" installieren Sie auf einem Notebook und schreiten damit die betreffenden Räumlichkeiten ab. Dabei misst die Software andauernd die Sendeleistung und kartographiert sozusagen das Terrain. Grün bedeutet guten Empfang, rot schlechten. Das klappt natürlich nur mit einem aktiven WLAN-Router. Und noch ein Tipp: Halten Sie die Firmware Ihres Routers immer auf dem neuesten Stand!

WLAN schneller machen: Die Antennen

Viele Router haben eine verstellbare Antenne oder mehrere. Die sollten Sie zu den gewünschten Empfangsgeräten hin ausrichten. Vor allem, wenn die in verschiedenen Etagen stehen. Beispiel: Hat der Router drei Antennen, dann sollten Sie eine davon nach oben und die beiden anderen jeweils zur Seite richten. Am besten probieren Sie mehrere Positionen aus.

Einige WLAN-Sender erlauben den Anschluss externer Antennen mit zumeist – theoretisch – besserer Leistung.

WLAN schneller machen: Die Repeater

Genügt Ihnen die Reichweite Ihres WLAN-Netzes nicht, dann greifen Sie auf Repeater zurück. Die fangen die Signale des WLAN-Routers auf und leiten sie verstärkt weiter. Damit vergrößern Sie zwar einerseits den Sendebereich, können andererseits aber nicht unbedingt Ihr drahtloses Internet beschleunigen. Denn der Einsatz der Signalverstärker verringert unter Umständen das Übetragungstempo des Sytems. Er sendet und empfängt nämlich nicht gleichzeitig, sondern nur abwechselnd. Und auch bei einem Repeater spielt der Standort eine entscheidende Rolle. Eine weniger kritische, aber nicht drahtlose Alternative sind übrigens Powerline-Adapter, die Daten über das interne Stromnetz schicken.

WLAN schneller machen: Die Funkkanäle

Router schicken Ihre Signale über ganz bestimmte Frequenzbänder, die unterschiedliche Datenübertragungsraten erreichen. Wollen Sie Ihr Internet beschleunigen, wählen Sie tunlichst einen der flotteren Kanäle. Viele Geräte nehmen Ihnen diese Arbeit allerdings automatisch ab oder gewähren über ihre Software Einblick in die Geschwindigkeitslage. Ist weder das eine noch das andere möglich, dann helfen Ihnen Programme wie "inSSIDer" weiter.

Üblicherweise nutzen die meisten drahtlosen Systeme das 2,4 Gigahertz-Frequenzband mit seinen 13 Kanälen. Neuere Geräte senden allerdings auch auf der leistungsfähigeren 5-Gigahertz-Welle, die unter anderem 23 Kanäle bietet. Sie ist das Frequenzband der Wahl, wenn alle Ihre Geräte sich darauf verstehen.

WLAN schneller machen: Die Verschlüsselung

Auch über die Art der verwendeten Verschlüsselung können Sie Ihr Internet beschleunigen. Doch anstatt uns hier über die unterschiedlichen Varianten zu verbreiten, machen wir es kurz: Setzen Sie, sofern technisch möglich, auf den AES (Advanced Encryption Standard). Genauer gesagt, auf WPA2-AES, den alle modernen WLAN-Router unterstützen. Damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen nutzen Sie damit die momentan sicherste Verschlüsselung und zum anderen wird damit die Sendeleistung nicht beschnitten. Das Verfahren TKIP (Temporal Key Integrity Protocol) zum Beispiel regelt das Datentempo auf maximal 54 Mbit/s ab.

WLAN schneller machen: Der Test

Machen Sie nun die Probe aufs Exempel! Ein Tempotest zeigt Ihnen, ob und wenn ja, inwieweit Sie Ihr drahtloses Internet beschleunigen konnten. Dafür stellen Sie eine WLAN-Verbindung zum Beispiel zu "speedtest" her und starten die Gechwindigkeitsüberprüfung. Zur besseren Vergleichbarkeit sollten Sie das gegebenenfalls vor und nach der Neueinrichtung Ihres Netzwerks tun. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, dann haben Sie alles richtig gemacht. Wenn nicht, dann müssen Sie nochmal ran. Vielleicht gibt es aber auch technische Datenbremsen seitens Ihres DSL-Anbieters. Das sollten Sie spätestens jetzt überprüfen.

Weiterführende Links:

  • Weitere Tipps zum Internet beschleunigen per WLAN gibt es bei der "PC-Welt".
  • WLAN ist praktisch, auch für Ihre Kunden. Wollen Sie denen in Ihrem Netz drahtloses Surfen ermöglichen, dann sehen Sie in unserem Video praktische Lösungen für den Mittelstand.
  • Welches Gerät darf es sein? Wir stellen Ihnen 4 WLAN-Router für ein drahtloses Netzwerk vor.
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