Image for Mdm Logo

Handy ins Wasser gefallen: 5 Tipps zur Wiederbelebung

Platsch! Ist das Handy ins Wasser gefallen, kann das unangenehme Folgen zeitigen. Wenn es ganz schlimm kommt, dann ist es hinüber und mit ihm sämtliche, auf ihm gespeicherten Daten. Damit das im Ernstfall nicht passiert, ist schnelles und schlaues Handeln gefragt.
Handy ins Wasser gefallen: X Tipps zur Wiederbelebung Ist Ihr Handy ins Wasser gefallen, ist schnelles Reagieren nötig. (© 2016 kubais/Shutterstock)

Handy ins Wasser gefallen: Raus aus dem Nass!

Ist das Malheur erst passiert, dann kommt es auf eine sofortige Reaktion an. Jede Schrecksekunde ist eine zu viel. Sie sollten also flugs das Smartphone aus dem Wasser fischen. Denn selbst teure Geräte wie Apples iPhones sind nicht oder nur vorübergehend gegen Feuchtigkeit geschützt. Das belegt ein Video des Versicherers Square Trade eindrucksvoll.

Handys ins Wasser gefallen: Sofort ausschalten!

Haben Sie das Gerät wieder in der Hand, müssen Sie es augenblicklich deaktivieren. Ansonsten könnte es zu allem Überfluss noch zu einem Kurzschluss kommen. Das bedeutet umgekehrt: Sollte das Handy in ausgeschaltetem Zustand untergegangen sein, so dürfen Sie es auf keinen Fall anstellen.

Handys ins Wasser gefallen: Alles muss raus!

Nun sollten Sie Ihr Smartphone öffnen und den Akku entfernen. Sofern möglich, halten Sie dabei das Gerät mit dem Display nach oben. So sammelt sich das eingedrungene Wasser in der rückwärtigen Abdeckung und kommt deshalb nicht weiter mit der Elektronik in Kontakt. Nehmen Sie anschließend auch die Sim- sowie die Speicherkarte heraus. Falls möglich, zerlegen Sie Ihr Smartphone behutsam noch in weitere Einzelteile. Dann kann es besser durchlüften.

Handy ins Wasser gefallen: Schön trocknen lassen!

Jetzt ist Zeit zu einem kurzem Durchschnaufen. Anschließend tupfen Sie das Handy ab. Wischen ist nicht zu empfehlen, weil dabei die Feuchtigkeit tiefer ins Innere gelangen kann. Selbstverständlich sollten Sie ein sauberes, fusselfreies Tuch benutzen.

Sind Sie fertig, dann müssen Sie warten, bis die Flüssigkeit im Inneren Ihres nassen Smartphones verdunstet. Dafür sollten Sie es für mindestens 24 Stunden – besser noch länger – offen an der Luft liegen lassen. Andere Möglichkeit: Füllen Sie einen Plastikbeutel mit ungekochtem, trocken Reis, legen Sie das Smartphone dazu und verschließen sie das Ganze hermetisch. Der Reis nimmt dann die Feuchtigkeit aus dem Handy auf. Dafür sollten Sie ihm ebenfalls mindestens einen Tag Zeit geben.

Handy ins Wasser gefallen: Einschalten und Daumen drücken!

Der Moment der Wahrheit: Wenn Sie meinen, dass kein Wasser mehr im Gerät ist, dann setzen Sie es wieder zusammen – und schalten es ein. Funktioniert es, haben Sie Glück gehabt. Doch freuen Sie sich nicht zu früh. Es kann durchaus passieren, dass das Smartphone nur vorübergehend intakt ist und ein letztes Lebenszeichen von sich gibt, bevor es am nächsten Tag endgültig seinen Geist aufgibt. Deshalb nutzen Sie die Gunst der Stunde und kopieren Sie wichtige Daten wie Dokumente oder Fotos auf andere Speicher. Geht allerdings gar nichts mehr, bleibt höchstens noch, einen Fachmann mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu betrauen.

Handy ins Wasser gefallen: Was Sie nicht tun sollten!

Auch wenn die Versuchung groß sein mag, trocknen Sie Ihr Smartphone nicht in praller Sonne, auf einem Heizkörper, in einem Backofen oder gar in der Mikrowelle. In jedem der Fälle kann das Handy zusätzlichen und womöglich nicht wiedergutzumachenden Schaden erleiden.  Auch der Einsatz eines Föns verbietet sich. Der Grund: Unkontrollierte Hitze greift empfindliche Bauteile an.

Handy ins Wasser gefallen: Das sagt die Versicherung!

Wenn ein Handy ins Wasser gefallen ist, dann gilt das auch für etwaige Garantieansprüche. Kein Hersteller wird sich in dieser Situation auf eine Diskussion einlassen, denn hier haben Sie eindeutig fahrlässig gehandelt. Es sei denn, es handelt sich um ein angeblich wasserdichtes Smartphone.

Schlechte Karten auf einen finanziellen Ausgleich für Ihr Missgeschick haben Sie auch mit einer Hausratversicherung. Die greift nämlich nur, wenn Ihr Gerät beispielsweise im Zuge eines Wasserohrbruchs in Ihrer Wohnung untergegangen ist. Bessere Chancen haben Sie mit einer speziellen Handy-Versicherung. Aber auch dann hat die Sache einen Haken. Wie Stiftung Warentest schreibt, sind solche Policen vergleichsweise teuer und zahlen auch nicht in jedem Fall.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der legt sich von vornherein eine robustes Handy zu. Widerstandsfähige Kandidaten finden Sie in unserem Ratgeber Outdoor-Handy: 5 Modelle im Vergleich.

Weiterführende Links:

  • Das Samsung Galaxy S7 soll 30 Minuten unter Wasser unbeschadet überstehen. Die US-Firma Square Trade machte in einem Eintauchtest jedoch andere Erfahrungen.
  • Der Sommer naht: Steigen die Temperaturen, wird der Smartphone-Schutz mit jedem Grad mehr wichtiger.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber
alle ratgeber
Neues zu Smartphones
alle ratgeber Alle Beiträge

Handy ins Wasser gefallen: 5 Tipps zur Wiederbelebung

Platsch! Ist das Handy ins Wasser gefallen, kann das unangenehme Folgen zeitigen. Wenn es ganz schlimm kommt, dann ist es hinüber und mit ihm sämtliche, auf ihm gespeicherten Daten. Damit das im Ernstfall nicht passiert, ist schnelles und schlaues Handeln gefragt.
Handy ins Wasser gefallen: X Tipps zur Wiederbelebung Ist Ihr Handy ins Wasser gefallen, ist schnelles Reagieren nötig. (© 2016 kubais/Shutterstock)

Handy ins Wasser gefallen: Raus aus dem Nass!

Ist das Malheur erst passiert, dann kommt es auf eine sofortige Reaktion an. Jede Schrecksekunde ist eine zu viel. Sie sollten also flugs das Smartphone aus dem Wasser fischen. Denn selbst teure Geräte wie Apples iPhones sind nicht oder nur vorübergehend gegen Feuchtigkeit geschützt. Das belegt ein Video des Versicherers Square Trade eindrucksvoll.

Handys ins Wasser gefallen: Sofort ausschalten!

Haben Sie das Gerät wieder in der Hand, müssen Sie es augenblicklich deaktivieren. Ansonsten könnte es zu allem Überfluss noch zu einem Kurzschluss kommen. Das bedeutet umgekehrt: Sollte das Handy in ausgeschaltetem Zustand untergegangen sein, so dürfen Sie es auf keinen Fall anstellen.

Handys ins Wasser gefallen: Alles muss raus!

Nun sollten Sie Ihr Smartphone öffnen und den Akku entfernen. Sofern möglich, halten Sie dabei das Gerät mit dem Display nach oben. So sammelt sich das eingedrungene Wasser in der rückwärtigen Abdeckung und kommt deshalb nicht weiter mit der Elektronik in Kontakt. Nehmen Sie anschließend auch die Sim- sowie die Speicherkarte heraus. Falls möglich, zerlegen Sie Ihr Smartphone behutsam noch in weitere Einzelteile. Dann kann es besser durchlüften.

Handy ins Wasser gefallen: Schön trocknen lassen!

Jetzt ist Zeit zu einem kurzem Durchschnaufen. Anschließend tupfen Sie das Handy ab. Wischen ist nicht zu empfehlen, weil dabei die Feuchtigkeit tiefer ins Innere gelangen kann. Selbstverständlich sollten Sie ein sauberes, fusselfreies Tuch benutzen.

Sind Sie fertig, dann müssen Sie warten, bis die Flüssigkeit im Inneren Ihres nassen Smartphones verdunstet. Dafür sollten Sie es für mindestens 24 Stunden – besser noch länger – offen an der Luft liegen lassen. Andere Möglichkeit: Füllen Sie einen Plastikbeutel mit ungekochtem, trocken Reis, legen Sie das Smartphone dazu und verschließen sie das Ganze hermetisch. Der Reis nimmt dann die Feuchtigkeit aus dem Handy auf. Dafür sollten Sie ihm ebenfalls mindestens einen Tag Zeit geben.

Handy ins Wasser gefallen: Einschalten und Daumen drücken!

Der Moment der Wahrheit: Wenn Sie meinen, dass kein Wasser mehr im Gerät ist, dann setzen Sie es wieder zusammen – und schalten es ein. Funktioniert es, haben Sie Glück gehabt. Doch freuen Sie sich nicht zu früh. Es kann durchaus passieren, dass das Smartphone nur vorübergehend intakt ist und ein letztes Lebenszeichen von sich gibt, bevor es am nächsten Tag endgültig seinen Geist aufgibt. Deshalb nutzen Sie die Gunst der Stunde und kopieren Sie wichtige Daten wie Dokumente oder Fotos auf andere Speicher. Geht allerdings gar nichts mehr, bleibt höchstens noch, einen Fachmann mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu betrauen.

Handy ins Wasser gefallen: Was Sie nicht tun sollten!

Auch wenn die Versuchung groß sein mag, trocknen Sie Ihr Smartphone nicht in praller Sonne, auf einem Heizkörper, in einem Backofen oder gar in der Mikrowelle. In jedem der Fälle kann das Handy zusätzlichen und womöglich nicht wiedergutzumachenden Schaden erleiden.  Auch der Einsatz eines Föns verbietet sich. Der Grund: Unkontrollierte Hitze greift empfindliche Bauteile an.

Handy ins Wasser gefallen: Das sagt die Versicherung!

Wenn ein Handy ins Wasser gefallen ist, dann gilt das auch für etwaige Garantieansprüche. Kein Hersteller wird sich in dieser Situation auf eine Diskussion einlassen, denn hier haben Sie eindeutig fahrlässig gehandelt. Es sei denn, es handelt sich um ein angeblich wasserdichtes Smartphone.

Schlechte Karten auf einen finanziellen Ausgleich für Ihr Missgeschick haben Sie auch mit einer Hausratversicherung. Die greift nämlich nur, wenn Ihr Gerät beispielsweise im Zuge eines Wasserohrbruchs in Ihrer Wohnung untergegangen ist. Bessere Chancen haben Sie mit einer speziellen Handy-Versicherung. Aber auch dann hat die Sache einen Haken. Wie Stiftung Warentest schreibt, sind solche Policen vergleichsweise teuer und zahlen auch nicht in jedem Fall.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der legt sich von vornherein eine robustes Handy zu. Widerstandsfähige Kandidaten finden Sie in unserem Ratgeber Outdoor-Handy: 5 Modelle im Vergleich.

Weiterführende Links:

  • Das Samsung Galaxy S7 soll 30 Minuten unter Wasser unbeschadet überstehen. Die US-Firma Square Trade machte in einem Eintauchtest jedoch andere Erfahrungen.
  • Der Sommer naht: Steigen die Temperaturen, wird der Smartphone-Schutz mit jedem Grad mehr wichtiger.
Weitere Artikel zum Thema
Neue Ratgeber